Blindplay Broadways

    • Maskoe
      Maskoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 2.010
      Hey

      Habe ein bisschen ein Problem in Spots in denen ich mit guten Broadways OOP sitze und gestealt wird. AT AJ AQ KQ (KJ) meine ich hauptsächlich.

      Generelle Annahme, Button stealt viel. ob 30% oder 50% ist glaub ich fast egal.
      Und ist NL25/50 standard reg, wird also wahrscheinlich bluff4betten können, aber nicht sick adapten oder mich hart zu exploiten versuchen.

      So, auf der einen Seite kann man es sich einfach machen, 3betten und den meist vorhandenden immediate Profit mitnehmen. Der selbst mit ner großen 4betrange, auf die wir immer folden, noch 1,5-2bb ist.
      Nachteil, wir müssen aufpassen diesen Profit postflop im 3betpot nicht wieder kaputt zu machen. Also ich Cbette da kaum als Bluff, weil ich viele Hits bei Villain sehe, und auch Floats mit OCs.

      Dann können wir natürlich auch coldcallen. Vorteile sind recht eindeutig, wir halten unmengen an Händen drin, die wir dominieren, und gegen die wir oft 2-3 Streets Value bekommen.
      mMn sollten diese Fälle meine weaken ch/folds ohne Hits ausgleichen. (2/3x -2bb...)
      Und eig sind diese Spots ja dann recht einfach zu spielen, 2-3x ch/c als standardline. je nach boardrunout und villain.
      Natürlich verlieren wir auch mal 1-3 Streets Value gegen Villain.

      Also was hat den höheren EV? Mein Coach meinte er spielt nahe zu ohne passive defending Range, weil die Gegner zu gut gegen mich spielen können, und ich zu oft weggebarrelt werde. Aber das sehe ich auf meinen Limits halt nicht so oft. Allerdings kann ich ja jeden Crap 3betten, und mit den genannte Hands ist (vielleicht) ein höherer EV postflop drin.

      Und ja, ich weiß das beides geht und it depends. :rolleyes:
  • 10 Antworten
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Es kommt letztlich drauf an was du Postflop draus machst.

      Coldcalls sind mit solchen Händen OOp selten ein Fehler, Postflop kann dann aber anders aussehen.

      Du hast halt keine Position,m eine verwundbare Hand und ohne klare Reads geht die Edge auch irgendwie dahin, dicke +EV-Spots sind es also nicht unbedingt.

      Wenn du glaubst, longterm nicht +EV callen zu können, dann ist die 3-bet sicherlich ein probates Mittel. Eröffnet aber natürlich neue Problemfelder (wenn 3-bets gecallt werden bspw. oder eben lighte 4-bets).

      Abgesehen davon musst du ja nicht dreimal c/c spielen, du kannst ja auch durchaus mal die ein oder andere Street leaden, um Villain vor Probleme zu stellen.

      Entscheidend ist auch wie dann letztlich deine gesamte Range aussieht, angenommen du callst viele Broadways OOP, was callst du sonst noch? PPs, SCs? Auch mal starke Hände?
    • Maskoe
      Maskoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 2.010
      Die Broadways wären dann eigentlich schon fast meine gesamte Range. QQ und AK kann man wohl auch mal reinmixen. Bei pockets fehlen mir OOP und gegen eine große Stealingrange doch die implieds? Will natürlich nicht viel moven, weil ich oft keine infos über Villains Postflopgame hab.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von Maskoe
      Die Broadways wären dann eigentlich schon fast meine gesamte Range. QQ und AK kann man wohl auch mal reinmixen. Bei pockets fehlen mir OOP und gegen eine große Stealingrange doch die implieds? Will natürlich nicht viel moven, weil ich oft keine infos über Villains Postflopgame hab.
      PP ist auch nicht gleich PP!

      Was ist mit TT-77?

      Alles foldes? Alles 3-bets? Was machst du bei einer 4-bet?

      WIe spielst du denn grundsätzlich suited Connectors, Gappers, suited Aces etc.?

      Du gehst ja davon aus den Gegner einigermaßen zu kennen, also wie spielst du dann gegen seine Range OOP mit eben diesen Händen?
    • Maskoe
      Maskoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 2.010
      Stimmt, mittlere PPs kann man natürlich auch mal passiv defenden.
      Grundsätzlich spiel ich diese spekulativen Hände höchstens multiway passiv. Sonst immer 3bet oder fold, erst recht OOP.

      Dabei aber nicht, weil ich meine meine Gegner so gut postflop mit Equity wegbarreln zu können, sondern weil ich meistens preflop schon insta profit habe.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von Maskoe
      Stimmt, mittlere PPs kann man natürlich auch mal passiv defenden.
      Grundsätzlich spiel ich diese spekulativen Hände höchstens multiway passiv. Sonst immer 3bet oder fold, erst recht OOP.
      Reden wir dabei jetzt von 77-JJ?

      Du sagst man kan sie "mal" passiv defenden. Oder sind das die "spekulativen" Hände? Also 3-bet/fold mit 77-JJ fände ich äußerst schlecht...
    • Maskoe
      Maskoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 2.010
      Also 77-JJ nenn ich PPs. Warum ist 3bet/fold damit so schlimm?
      Es ist doch das selbe wie bei den Broadways, nur dass ich viel öfter 2-3rd pair habe und versuchen muss OOP irgendwie zum SD zu kommen. Oder viel rummoven. Und gegen den großteil der Regs hab ich halt ne profitable any2 3bet.

      SCs A2s+ Suited Gapper = spekulative Hände bei mir. Und die trau ich mir nie im leben zu passiv OOP profitabel spielen zu können.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von Maskoe
      Also 77-JJ nenn ich PPs. Warum ist 3bet/fold damit so schlimm?
      Gerade bezüglich JJ/TT möchte ich mal folgendes empfehlen:

      Playing Jack and Tens

      Da habe ich vieles ausführlich dargelegt, lies es dir am besten mal durch, danach kannst du dein Feedback gerne direkt hier abgeben.

      Und überlege nebenbei immer, was sich bei 99-77 dabei ändert!?
    • Maskoe
      Maskoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 2.010
      hmm okay. Das macht alles sinn, also sollte ich JJ/TT eher in die 3bet/ship range packen, wenn ich den meisten lighte 4bets zutraue.
      77-99 ist dann aber ...
      -fold weak, aber okay.
      -call ... eigentlich OOP zu schwer finde ich. man hat halt bei 2nd pair schon glück. :f_biggrin:
      -3bet/fold oder 3bet/broke? Gegen ne Range aus QQ+ AK hab ich ja nur 1% EQ weniger. Und wenn ich sehe dass Villain mit einer weiteren Range gegen mich broked kann ich doch einfach wieder bis TT zurückschrauben.

      Bei den Postflopspots, um die es mir ja eig geht, hast du aber auch nur IP Beispiele genommen. :f_biggrin:
      Also denke ich, dass die OOP erst recht viel zu schwer +EV zu spielen sind. Vor allem da ich bei Turn- und Riveraction immer nur auf "den standard NL25 Reg" zurückgreifen kann. Und da viel zu schnell Fehler mache.

      Also bin ich momentan bei
      -TT+ AK 3bet/broke
      -SCs Axs SGap 22-66 3bet/fold oder fold
      -Gute Broadways Call
      (hier hab ich immernoch nich gemerkt, ob du denkst es ist besser als 3bet, wenn man recht wenig moved. Hier und da mal donken und Lines ausprobieren geht natürlich klar.)
      -Trash fold oder 3bet/fold vs genug foldto3bet
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Ich merke ja dass du dich darum drücken willst marginale Hände OOP zu spielen.

      Der Grundgedanke ist auch richtig, nur bleibt dir eben mit einigen Händen (wie bspw.66-TT) häufig nichts anderes übrig. Und der ein oder andere Spot wird dabei nicht schaden.

      JJ/TT kann man 3-b/br spielen, aber es gibt auch da Spots wo das Preflop AI nicht so knorke ist. Dann wird eben gecallt, auch wenn du OOP spielen musst...
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von Maskoe
      -Gute Broadways Call
      (hier hab ich immernoch nich gemerkt, ob du denkst es ist besser als 3bet, wenn man recht wenig moved. Hier und da mal donken und Lines ausprobieren geht natürlich klar.)
      Es ist beides möglich.

      Wir müssen uns nur klar machen, dass jede 3-bet mit solchen Händen ein Bluff ist!

      Je nach Gegner muss man grob abschätzen, ob wir das Postflop +EV über die Bühne bekommen wenn wir in den Blinds coldcallen.

      Sehe wir das so => call.

      Sehen wir es jedoch nicht so, dann ist es die Hand ja quasi nicht wert gespielt zu werden. Und dann wandern solche Hände (KJ/KT/AT bspw.) eben in die Bluff-3-bet-Range.