ZDF: Frontal 21 vs. Pokerlobby in SH (vorbei)

  • 61 Antworten
    • 28111981
      28111981
      Global
      Dabei seit: 17.11.2008 Beiträge: 3.311
      ich glaub, die meisten gucken fussball.

      ich auch, is aber grad spot-time
    • TheCelt
      TheCelt
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 3.932
      Original von joe0411xx
      (Gibts wahrscheinlich auch bald in der zdf mediathek)
      Ja, quasi jetzt. ;)
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.986
      cliffs?
    • TheCelt
      TheCelt
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 3.932
      Die Geschäftsführerin der Landesstelle für Suchtfragen SH wird etwa 5min interviewt. Erst geht es um Gefahren und Betroffene und dann um die Öffnung des Marktes für Onlinegambling in SH und die Gefahren dadurch. Und an der stelle wird klar, dass sie keine Ahnung von Onlineanbietern hat, weil es geht um die Gewährleistung von Jugendschutz und das das wohl nicht umgesetzt werden könnte, jedenfalls ist ihr nicht klar wie und gleiches zu der Möglichkeit sich sperren zu lassen und dann ist es auch schon wieder vorbei. Um Pokern geht's im Speziellen überhaupt nicht.
    • zickei
      zickei
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2006 Beiträge: 1.110
      - Schleswig-Holstein wird das neue Las Vegas
      - die Glücksspiellobby hat sich das gesetz selbst gebastelt
      - Boris Becker und Rainer Callmund waren als prominente Unterstützer der Lobby im Einsatz (bei einer Veranstaltung wo wohl auch pokerstrategy dabei war)
      - etwas bla bla einer Suchtexpertin, eines Vertreters privater Spielhallen und eines kriminalers der die undurchschaubaren Geldfllüsse in dieser Branche anprangert
      - ein Interview mit Frontal 21 und dem Ministerpräsidenten wird abgelehnt, deswegen wohl auch der unseriöse Beitrag
    • joe0411xx
      joe0411xx
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2007 Beiträge: 1.483
      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1586022/Die-teuerste-Suchtform
    • TheCelt
      TheCelt
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 3.932
      Nen ehemals zu DM Zeiten für 25 Jahre Spieltautomatensüchtiger Maurer wurde auch noch interviewt. Am Ende wird er gefragt, wie er sich fühlt und was das erlaubte Onlinegambling für Konsequenzen haben wird. Natürlich alles ganz schlimm und ein stärker Anstieg der Süchtigen. Die Suchttante sprach von einer erwarteten Verdoppelung.
    • larseda
      larseda
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 9.299
      die meisten hier sind doch genauso einseitig wie es der beitrag ist ... halt nur von der anderen seite aus

      spielsucht is sicher auch nur sone erfindung der politik ...
    • ZodiaC
      ZodiaC
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2005 Beiträge: 798
      Hat schon seine Berechtigung der Beitrag, irgendwoher muss das viele Geld ja kommen.

      Ich denke aber, dass die Marktöffnung nicht so einen großen Einfluss auf die Spielerzahlen haben wird!
    • Duo41
      Duo41
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2010 Beiträge: 2.863
      Guckt euch dieses Video mal an :

      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1586076/Meine-Familie-war-mir-so-egal


      Was sieht man ? Einen Mann, der mehr oder weniger sein ganzes hart verdientes Geld verzockt hat. Ein Mann, der dadurch fast seine Familie verloren hat.... bin ich der einzige, den solche Fälle berühren ?

      Poker als Hobby ist ja schön und gut, aber es wird einfach viel zu wenig in die Suchtprävention investiert. Es sollte viel schwieriger gemacht werden, Geld einzuzahlen. Jeder kann innerhalb von wenigen Minuten ohne irgendwelche Überprüfungen und Beschränkungen Monats- und auch Jahresgehälter einzahlen und verzocken. Das Geld ist sofort verfügbar und es besteht kein realer Bezug mehr dazu.

      Die meisten hier werden wohl das Gefühl kennen, wenn man durch Pech verliert und dann irgendwann einfach das Gehirn aussetzt. Man möchte das Geld zurückgewinnen, weil man kein Verlierer sein will und spielt dadurch deutlich schlechter und verliert noch mehr. Irgendwann macht sich Verzweiflung breit und man fällt vielleicht sogar noch tiefer (die guten Spieler quitten spätestens hier, aber die meisten spielen weiter).

      Die einzige Möglichkeit, in diesem Bereich für Suchtpräventionen und härtere Auflagen zu sorgen, ist eine vergabe der Glücksspiellizenzen, wie es gerade in Schleswig-Holstein stattfindet.

      Viele von euch sehen halt nicht die Schattenseiten des Pokerns und manch einer ist vielleicht sogar selbst betroffen.
    • Kerri1
      Kerri1
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2005 Beiträge: 9.218
      Original von Duo41
      Guckt euch dieses Video mal an :

      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1586076/Meine-Familie-war-mir-so-egal


      Was sieht man ? Einen Mann, der mehr oder weniger sein ganzes hart verdientes Geld verzockt hat. Ein Mann, der dadurch fast seine Familie verloren hat.... bin ich der einzige, den solche Fälle berühren ?
      ja bist du. wer so blöd is haus und hof zu verzocken is selber schuld und nicht die die es anbieten. dann müsste man auch den verkauf von alkohol entsprechend verbieten denn daran gehen VIEL mehr zugrunde

      meine fresse
    • zickei
      zickei
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2006 Beiträge: 1.110
      Original von larseda
      die meisten hier sind doch genauso einseitig wie es der beitrag ist ... halt nur von der anderen seite aus

      spielsucht is sicher auch nur sone erfindung der politik ...
      des stimmt sicher, aber sollte ein tv-beitrag nicht neutral und aufklärend sein? im bericht wird alles so dagestellt, dass alle negativen dinge durch das glücksspielgesetz enstehen.
    • DorfDisko
      DorfDisko
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2009 Beiträge: 248
      bester satz in dem beitrag: "häufig sind sie ledig, also zu 50%"
    • Speckftw
      Speckftw
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 20.03.2008 Beiträge: 3.574
      Original von Kerri1
      Original von Duo41
      Guckt euch dieses Video mal an :

      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1586076/Meine-Familie-war-mir-so-egal


      Was sieht man ? Einen Mann, der mehr oder weniger sein ganzes hart verdientes Geld verzockt hat. Ein Mann, der dadurch fast seine Familie verloren hat.... bin ich der einzige, den solche Fälle berühren ?
      ja bist du. wer so blöd is haus und hof zu verzocken is selber schuld und nicht die die es anbieten. dann müsste man auch den verkauf von alkohol entsprechend verbieten denn daran gehen VIEL mehr zugrunde

      meine fresse
      Den Alkoholvergleich wollte ich auch grade bringen. :D

      Imo wird das Glücksspiel viel zu sehr verteufelt.
      Zumal die Internetanbieter einige Möglichkeiten anbieten, um sich selbst zu schützen (Einzahllimits, Selbstausschluss).
      Habe im Gegensatz noch nie davon gehört, dass an einen halbtoten Säufer kein weiterer Alkohol verkauft wurde in einer Disco.
      Wieso schaut man hier immer wieder weg und führt nicht auch mal ein paar Restriktionen ein?
      Zumal von Besoffenen eine viel größere Gefahr für andere ausgeht, vor allem wenn diese mal besoffen fahren...
    • 53pp
      53pp
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2008 Beiträge: 152
      solche suggestiven fragen....klar wollte das ZDF keine objektive Sichtweise aufzeigen. für so einen mist soll man dann noch GEZ zahlen?!

      problem?!? :coolface:
    • 27os
      27os
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2007 Beiträge: 1.925
      spielsucht ist eine erfindung der psycho- und pädagogenlobby, um ihre einnahmen zu erhöhen. politik ist drauf angesprungen, weil es opportun ist. adhs ist genauso ein quatsch.
    • mamanani2
      mamanani2
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2009 Beiträge: 1.013
      Einseitige Berichterstattung welche gegen neue Ideen wehrt und Veränderungen verteufelt ist man von Frontal 21 doch schon seit Urzeiten gewöhnt. Mangelnde Recherche gehört bei den Typen genau so zum Tagesgeschäft wie Pauschalisierungen und Panikmache. Das diese Sendung allerdings auf den öffentlich rechtlichen ausgestrahlt, und von unseren Gebühren finanziert wird ist wirklich traurig.
    • mazew
      mazew
      Silber
      Dabei seit: 06.10.2007 Beiträge: 116
      Original von Duo41:

      Guckt euch dieses Video mal an :

      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavi...war-mir-so-egal


      Was sieht man ? Einen Mann, der mehr oder weniger sein ganzes hart verdientes Geld verzockt hat. Ein Mann, der dadurch fast seine Familie verloren hat.... bin ich der einzige, den solche Fälle berühren ?

      Poker als Hobby ist ja schön und gut, aber es wird einfach viel zu wenig in die Suchtprävention investiert. Es sollte viel schwieriger gemacht werden, Geld einzuzahlen. Jeder kann innerhalb von wenigen Minuten ohne irgendwelche Überprüfungen und Beschränkungen Monats- und auch Jahresgehälter einzahlen und verzocken. Das Geld ist sofort verfügbar und es besteht kein realer Bezug mehr dazu.

      Die meisten hier werden wohl das Gefühl kennen, wenn man durch Pech verliert und dann irgendwann einfach das Gehirn aussetzt.
      Man möchte das Geld zurückgewinnen, weil man kein Verlierer sein will und spielt dadurch deutlich schlechter und verliert noch mehr. Irgendwann macht sich Verzweiflung breit und man fällt vielleicht sogar noch tiefer (die guten Spieler quitten spätestens hier, aber die meisten spielen weiter).

      Die einzige Möglichkeit, in diesem Bereich für Suchtpräventionen und härtere Auflagen zu sorgen, ist eine vergabe der Glücksspiellizenzen, wie es gerade in Schleswig-Holstein stattfindet.

      Viele von euch sehen halt nicht die Schattenseiten des Pokerns und manch einer ist vielleicht sogar selbst betroffen.


      Erst behaupten man würden kein Bezug mehr zum Onlinegeld haben, aber dann tilten, wenn man mal verliert :rolleyes:
    • Umumba
      Umumba
      Black
      Dabei seit: 22.04.2006 Beiträge: 2.019
      Original von larseda
      die meisten hier sind doch genauso einseitig wie es der beitrag ist ... halt nur von der anderen seite aus
      #2

      Ich hab in den letzten Wochen für die Uni eine Gruppen-Projektarbeit zum Thema Glücksspielregulierung in Deutschland in Zeiten des Internets geschrieben und dazu auch Leute aus der Verwaltung (in Bremen, die aus S-H hatten leider keine Zeit) interviewt. Dabei wurde durchaus zum Teil meine Meinung bestätigt, dass die sich zu wenig damit auskennen, zum Teil konnte ich aber auch mal aus der anderen Sicht sehen, was deren Argumente sind. Einige davon fand ich durchaus nachvollziehbar bzw. schwer widerlegbar (nicht sortiert, Nummerierung nur, wenn jemand Bezug drauf nehmen will). Ich bin trotzdem noch für eine Liberalisierung, allein aus egoistischen Motiven, aber ich finde eben auch nicht, dass man es nur aus der Richtung sehen darf. Und selbst wenn man eine völlig gefestigte Meinung hat, muss man die Argumente der Gegenseite kennen und ernst nehmen, um ernsthafte Chancen zu haben, sie zu widerlegen.

      1. Schwer herstellbarer Jugendschutz. Wurde hier im Thread auch schon in Frage gestellt, aber srsly, wer kennt denn hier bitte keine Jugendlichen, die auf faked Accounts spielen? In Casinos ist das offensichtlich einfacher zu handhaben, da müsste man immerhin schon seinen Ausweis fälschen.

      2. Weniger soziale Kontrolle für potentiell Süchtige. Geht mal in eine Automatenhalle (Automatenhallen sind noch mal ne ganz andere Geschichte) und guckt euch an, was da für Leute sitzen. Zum Teil ziemlich degenerierte Gestalten, denen man eigentlich sagen müsste, dass sie mal aufhören sollen. Stattdessen bringt der Betreiber ihnen Häppchen, damit sie weiterspielen. Aber machen wir online was anderes, wenn wir alles tun, damit der Fisch am Tisch bleibt? Beileibe nicht jeder Fisch ist süchtig, aber mancher halt schon und man sagt doch irgendwie nie was (würde obv auch nichts bringen). In staatlichen Casinos sollte das Floorpersonal zumindest im Prinzip darauf achten.

      3. Während unsere Diskussionen immer von dem Ziel ausgehen, der Markt solle wachsen, ist die Zielsetzung der Behörden eine andere: Sie wollen gerade, dass der Glücksspielmarkt möglichst klein ist.

      4. Neben der Gefahr von Bots wird beim Poker auch immer die Gefahr von Absprachen gesehen. Also zwei oder mehr Spieler, die sich verabreden und dann über ihre Karten austauschen. Und ganz abgesehen von irgendwelchen Trojaner-Skandalen besteht dieses Problem ja tatsächlich. Ich habe noch nie colludet, aber ich hätte es jederzeit tun können. Man sitzt am Tisch mit jemandem, den man kennt - Stars macht nichts. Wie auch? Ich habe sogar schon mit Leuten geredet, mit denen ich am Tisch saß - wir haben uns keine Karten gesagt, weil das für uns selbstverständlich war. Man geht davon aus, dass alle den gleichen Ehrenkodex haben wie man selbst (oder Angst vor Entdeckung), aber niemand kann das wirklich wissen (und es ist auch unwahrscheinlich, dass alle so ehrlich sind). Es ist irgendwie nachvollziehbar, dass ein Gesetzgeber, der Spieler vor Betrug schützen will, da höchstens HU oder anonyme Tische erlauben könnte.

      Wir sind übrigens - wie so oft bei wissenschaftlichen Arbeiten - zu dem Ergebnis gekommen, dass man abwarten muss, ob nun das Modell aus S-H oder das der übrigen Länder besser funktioniert. Denn bei allen Argumenten konnten uns die Bremer halt auch nicht sagen, wie sie den Schwarzmarkt doch irgendwann in den Griff kriegen und das Verbot tatsächlich durchsetzen wollen und warum es nicht besser ist, zumindest ein bisschen Kontrolle über lizenzierte Unternehmen auszuüben als gar keine über den Schwarzmarkt.