pokerromes

    • pokerromes
      pokerromes
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 16
      Hallo,

      ich heiße Thomas und bin 20 Jahre alt. Das erste mal habe ich Poker gespielt vor 6 Jahren. Hab es zwar immer wieder gespielt, aber nur zum Spaß. Im Herbst letzten Jahres, habe ich einen Nebenjob als Pokerdealer begonnen.
      So bin ich auf die Seite gestoßen, als ich mich weiter informiert habe. Ich hab mich hier schon mit fast allen Artikeln der BSS befasst im Einsteiger- und Bronzebereich. Ich hab mir auch schon ein Buch durchgelesen und versuche so viele Infos wie möglich aus dem Internet zu beziehen.

      Mein Ziel ist es eigentlich, immer besser zu werden, da setz ich mir keine Grenzen, ich will sehen wie weit ich es schaffen kann. Ich benutze zur Zeit nur das Startkapital von Pokerstategy und habe auch schon die zweiten 10$ freigespielt.

      Ich habe jetzt mit NL2 angefangen, um mein Erlerntes auszuprobieren, da aber meine Bankroll von 20 € noch relativ klein ist, möchte ich erstmal genug Wissen erlangen, um diese zu vergrößern.
  • 11 Antworten
    • pokerromes
      pokerromes
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 16
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Ich spiele Poker, weil mir dieses Spiel Spaß macht und dadurch nebenbei noch ein wenig was verdienen kann. Ich bin ja eigentlich ein Pechvogel, aber wenn ich sehe wie Pokerspieler durch ihr Können gewinnen, dann motiviert mich das einfach, weil ich so sehe, dass es auch eben auf eine gute Strategie ankommt. Ich erhoffe mir hier meine Kenntnisse noch weiter zu verbessern um so noch mehr Spaß am Pokern zu haben.


      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Preflop klappt alles ganz gut, da man durch das Handchart eine gute Grundlage hat, seine Entscheidungen zu treffen. Nach dem Flop kommt dann aber der Salat, weil es da so viele verschiedene Situationen gibt, auf die man leider nicht so ein einfaches Blatt hat wo man schauen kann.
      Manchmal kommen knifflige Situationen vor, in denen ich einfach nicht weiß, wie ich handeln soll und dann mich doch eher zurückziehe, um nicht noch mehr zu verlieren. Diese Sicherheit in meinen Entscheidungen fehlt mir noch und die möchte ich erlangen.


      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      tight bedeutet, dass man eine bestimmte Auswahl an Karten spielt, mit denen man eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg sieht, anstatt jedes Blatt zu spielen, weil jede Karte ja treffen könnte. Man will eine gute Grundlage für die nächsten Wettrunden haben um seine Gewinnchancen zu steigern.
      aggressiv zu spielen bedeutet, dass man das Spiel führt. Man geht nicht einfach nur mit, sondern bringt Einsätze um so seine starken Hände zu repräsentieren, die man auch schützt und gleichzeitig schwächere aus dem Spiel drängen will.
      Beide Eigenschaften machen den tight-aggressiven Spielstil aus, der darauf bezogen ist, gute Möglichkeiten zu nutzen und das Meiste rauszuholen.chen beim Poker?[/B]

      Preflop klappt alles ganz gut, da man durch das Handchart eine gute Grundlage hat, seine Entscheidungen zu treffen. Nach dem Flop kommt dann aber der Salat, weil es da so viele verschiedene Situationen gibt, auf die man leider nicht so ein einfaches Blatt hat wo man schauen kann.
      Manchmal kommen knifflige Situationen vor, in denen ich einfach nicht wei
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi Thomas, willkommen im Kurs!

      Der erste Schritt ist ja schon geschafft. Bei dieser Lektion gabs noch nicht viel zu korrigieren. Der Hauptpunkt war, dass du dich mit deinen eventuell vorhandenen Schwächen auseinandersetzt.
      Gerade beim Postflop-Play kommt es leider immer wieder vor, dass schwierige Situationen auftreten. Aber mit etwas Übung wird dir das auch bald gelingen. Wenn du Detailfragen zur Spielweise einzelner Hände hast, kann ich dir das Handbewertungsforum empfehlen.

      Weiterhin viel Erfolg und viel Spaß bei Lektion 2!
    • pokerromes
      pokerromes
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 16
      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Das SHC enthält zu wenig Informationen über die Situation am Tisch. Was für Spielertypen gibt es, wie groß sind ihre Stacks, in welcher Position befinde ich mich genau... Es erfasst nur Hände, die im Allgemeinen keinen negativen EV haben.
      Habe ich aber noch weiter Informationen über das Spielgeschehen, würde ich mit einer größeren Auswahl an Händen versuchen, die Blinds aus später Position (vom BU z.B.) zu stehlen, wenn ich weiß, dass die beiden Blinds sehr tight sind und jede einigermaßen unpassble Hand wegwerfen.


      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      Aufgrund des SHC spiel ich Preflop bereits sehr sicher und hatte bisher leider noch keine Situation, die mir Probleme gemacht.
      Ich habe aber das "Hasenbratens Crushing NL 50 - Teil 1" gesehen wo er auf Änderungen des SHC eingeht die man anwenden kann, wie bspw. Blindstealing und so habe ich einfach mal einen anderen Zug ausprobiert und die Hand im Handbewertungsforum gepostet habe.

      NL2 - AJ Preflop MP3 Raise?


      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?


      Equity Win Tie

      46.32% 37.92% 8.41% AKo
      53.68% 45.27% 8.41% 88+, AJs+, KQs, AKo



      Ich hätte am Ende noch eine Frage. Ich weiß zwar was die ganzen Werte bedeuten und kann mir die Verteilung der Wahrscheinlichkeiten auch gut vorstellen, doch wie man das manuell berechnen kann, das hätte ich jetzt nicht gewusst.
      Kann man das hier irgendwo nachlesen oder lernen, weil mit dem Equitytrainer von Equilab kann man das zwar üben, aber ich weiß nicht wie ich auf die Equity kommen kann.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, also die Aufgabe sieht soweit gut aus. Und du kannst auch mit Lektion 3 weitermachen.

      Zu deiner Frage: Bei der Equity sind die Programme das einfachste. Im Kopf berechnen kannst du das eigentlich nur Halbwegs schnell, wenn du die Equity gegen die Teilranges kennst.

      Gegen 88+ haben wir etwa 40% und das sollte mit 36 möglichen Kombinationen der größte Teil der Range sein. Also wird hier schonmal klar das die Equity um 40% liegen muss.

      Gegen den Rest der Range sind wir recht deutlich vorn, sollten geschätzt so um die 60% sein, aber das sind nur 18 Kombinationen.

      Gegen 2/3 der Range haben wir also etwa 40% und gegen 1/3 der Range etwa 60%, zusammengefasst kommt man dann auf etwa 47% gegen die Gesamtrange.

      Das muss man aber schon ein paarmal gemacht haben, damit das auch nur halbwegs schnell geht und halt wissen, dass man beispielsweise mit AK gegen AJ etwa 75% Equity hat.
    • pokerromes
      pokerromes
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 16
      Frage 0: Downloade und installiere das Equilab.

      Den habe ich bereits ;)



      Frage 1: Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53?

      Preflop

      Equity Win Tie
      MP2 50.78% 50.40% 0.38% KsQs
      MP3 49.22% 48.84% 0.38% 3d3c


      Postflop

      Equity Win Tie
      MP2 26.46% 26.46% 0.00% KsQs
      MP3 73.54% 73.54% 0.00% 3d3c



      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      No Limit Hold'em $2 (9-handed)

      Spieler und Stacks:

      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24


      Preflop: Hero is CO with AJ
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.

      Flop: ($0.25) 263 (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.

      Turn: ($0.25) 5 (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?



      Nach dem Raise von BU liegen $0.91 im Pot. Wir müssten weiter $0.22 setzen um diesen Pot zu gewinnen.

      0.91 / 0.22 = 4.13

      Die Potodds liegen bei 4:1, wir brauchen also somit Odds von mindestens 4:1, damit der Call profitabel ist.

      Auf dem Turn haben wir nun einen Flushdraw, der bei dem Board mit Sicherheit den Showdown gewinnen wird. Ein Flusdraw gibt einem 9 Outs. Da unser Gegner jedoch bis hier hin alle Einsätze gecallt hat, könnte er im schlimmsten Fall ein Set halten, was die zurzeit stärkste Hand wäre, und auch den Call unseres Preflopraises begründen würde. Mein Raise von $0.08 gibt ihm die nötigen Implied Potodds nach der Mitgehen-20 Regel. Eines seiner Karten könnte sicherlich auch ein Kreuz sein und so ziehe ich lieber noch eines ab.
      Somit komme ich auf 8 Outs, die mir helfen können mein Blatt zu verbessern. Bei dem Board und meiner Hand bleiben mir 46 unbekannte Karten. 38 die mir nicht helfen und 8, die mir helfen.

      38 / 8 = 4.75

      Die Odds liegen bei 5:1


      Da die Odds höher sind als die Potodds, rechtfertig das uns mitzugehen und gleichzeitig noch profitabel zu spielen. Ich würde somit callen, auch wenn dieser sehr knapp wäre. Je nach Implied Potodds, die ja durch die Eigenschaften des Gegners oder der Stacks z.B. gegeben sind, hätte man auch in einem ungünstigen Fall folden können, weil der Vergleich der Potodds und Odds zu einem knappen Ergebnis führt.


      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      NL2 - AAo bei drawlastigem Board spielen
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      OK, die Fragen 1 und 3 kannst du mal abhaken. Bei Frage 2 sind aber noch gravierende Fehler drin.
      Um dir nicht die Chance zu nehmen, selbst draufzukommen, schreib ich jetzt noch nichts dazu. Sieh dir einfach nochmal deine Antwort an und versuche, die Fehler zu korrigieren.
      Her noch zwei Hinweise, was so nicht ganz passt:


      Eines seiner Karten könnte sicherlich auch ein Kreuz sein und so ziehe ich lieber noch eines ab.

      Da die Odds höher sind als die Potodds, rechtfertig das uns mitzugehen und gleichzeitig noch profitabel zu spielen.
      Solltest du nicht drauf kommen, was nicht stimmt, gibts aber gern auch eine ausführliche Antwort.
    • pokerromes
      pokerromes
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 16
      Also wenn das mit den Outs nicht stimmt, dann würde ich mir die 9 Stück geben. Oder wenn noch eine 6 z.B käme und mein Gegner dann den Vierling hätte, würde mir die 6 Kreuz nicht helfen, das wäre aber noch so das einzige was mir einfallen würde, wie ich mir die Outs geben würde.

      Und das mit den Potodds und Odds ist mir gerade aufgefallen^^ Die Odds müssen natürlich größer sein als die Potodds damit man callen kann, das hab ich verdreht anscheinend irgendwie sorry :P Da die schlechter sind würde ich in der Situation folden.

      Hoffe jetzt stimmt alles, denn mehr fällt mir erstmal nicht ein und sorry nochmal für den Verdreher ;)
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Das wir hier mit 8 Outs rechnen können stimmt schon, aber die Begründung passte mir nicht. Wir ziehen auf keinen Fall Outs ab, weil der Gegner die Karte halten könnte.
      In dieser Situation müssen wir uns die Range des Gegners genauer anschauen. Wir haben folgende Situation:
      Wenn der Gegner ein Set hält, haben wir 7 Outs (die 3 und 6 in :club: geben ein FH oder Quads, unser Flush ist wertlos).
      Gegen alle anderen Hände haben wir 9 Outs, da auf einem paired Board maximal 2Pair möglich wäre -> unser Flush ist höher ud somit die beste Hand.

      Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass beide Teilbereiche etwa gleich wahrscheinlich sind, die gegnerische Range also zu etwa 50% aus Sets und zu 50% aus dem Rest besteht, können wir mit 8 sauberen Outs rechnen.
      Wenn du hier immer mit 9 rechnen würdest, würdest du dir gegen die Sets zu viel geben. Bei 7 wären es wieder gegen die restlichen Hände zu wenig.

      Die Pot Odds sind in diesem Beispiel bei 8 Outs trotzdem noch zu klein. Aber hier kommen dann die Implieds ins Spiel.
      Aktuell haben wir Pot Odds von etwa 4,1:1. Die benötigten ODds wären (46-8)/8 = 4,75:1
      Es fehlen uns hier also noch 0.65:1. Bei einem zu bringenden Einsatz von $0.22 brauchen wir also am River noch $0.14, die wir dem Gegner abnehmen müssen. Das sollte machbar sein, weil der Pot am River ja schon über $1 groß ist.
      Aus diesem Grund können wir hier noch profitabel callen.
    • pokerromes
      pokerromes
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 16
      Achso ja stimmt die Implied man die hab ich voll verschwitzt^^ Ok aber den Rest hab ich soweit verstanden. Beim nächsten mal ich das nicht so auf die Schnelle :)

      Vielen Dank für die ganzen Tipps.
    • pokerromes
      pokerromes
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2012 Beiträge: 16
      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      NL2 - AKo Riverplay



      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      NL4 - 66 set am Turn bei Drawheavy Board



      Frage 3: Du stehst am Flop mit KQ. Auf dem Board liegt J, 9, 8 und dein Gegner hält 77. Welche Equity besitzt du in diesem Spot?

      Equity Win Tie
      MP1 41.41% 41.41% 0.00% KsQd
      MP3 58.59% 58.59% 0.00% 7h7c
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Die Aufgabe war ja etwas einfacher, deshalb halt ich mich kurz: Passt, weiter zu Lektion 5!