Openlimps in der frühen Phase in early Position

    • meistermieses
      meistermieses
      Bronze
      Dabei seit: 31.12.2006 Beiträge: 11.991
      Meistens ist es ja so, dass wir da eine sehr tighte openraising Range haben. Das heißt bei einem Standard verregten Tisch bekommen wir keinen Value mit guten Händen, bzw. haben mit einem Overpair echt toughe Spots postflop.
      Was spricht dagegen nur Hände zu limpen?

      Vorteile:

      -Wir werden öfter von Gegnern looser isoliert. Der Pot ist auch am Flop größer. Das heiß normalerweise raisen wir preflop mit AA 60, hier isoliert der Reg uns mit einem Raise auf 80. Er c-bettet meistens 100%, wir können sehr viele Flop checkraisen und underreppen unsere Hand.
      Eventuell geht er mit JJ als Overpair am Flop broke, was er wohl ansonsten nur passiv gespielt hätte.

      -In limpt Pots stacken wir Regs meistens eh nur mit Sets, gute Chancen für Set over Set.

      -Balancing mit SCs, bzw. kleinen und mittleren Pocketpairs.

      -Regs können uns nicht auf ne gescheite Range setzen.

      -Wir haben eine limp/Callingrange, eine limp/raising Range und eine limp/folding Range, je nachdem wer uns isoliert.

      Wie würdet ihr adapten, bzw. adaptet jemand da überhaupt oder denken die multitabler nur, lol limp, lol Fisch.
  • 12 Antworten
    • JayGatsby
      JayGatsby
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 27.07.2006 Beiträge: 8.968
      Kommt bald ein Vid von mir genau zu dem Thema ;)
    • PHPNick
      PHPNick
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2011 Beiträge: 536
      Original von JayGatsby
      Kommt bald ein Vid von mir genau zu dem Thema ;)
      Ab welchem Status so?
      Openlimps mache ich nie, aber ich hatte einen ähnlichen Thread indem ich ähnliche Aspekte angesprochen hatte. Würde mich sehr interessieren obs da vielleicht doch profitable Spots gibt...

      Ciao,
      Niklas
    • TAHG2010
      TAHG2010
      Bronze
      Dabei seit: 10.12.2010 Beiträge: 1.662
      die gedanken sind wohl richtig, aber ich denke, wir verpassen es value von den nonregs zu bekommen. was den mehr value von regs wohl ausgleicht.
      wenn du dich an tische mit mehr als 3 regs setzt bist du auch selber schuld. wenn du aber selektierst, verpasst du value.
      außerdem induziere ich mit einem limp von utg auch limp behinds und tophands in multiway pots produzieren ebenso eklige situationen, in denen man nicht weiß, wo man mit dem overpair steht. die sache mit dem selektieren... bei der ersten blindstufe sieht man häufiger mal 3 limper, das sind dann postflop 4-5 gegner...

      wie willst du denn AK uä spielen?

      €: ca 75% der flops haben eine karte >7 dabei. wenn wir also 88+ raisen können wir auch oft ein topset reppen und mit OCdraws c/c spielen.

      aus meiner sicht als reg muss ich auch erstmal eine hand haben mit der ich einen utglimper isolieren will. KJs+,KQ kann ich auch behind limpen, SC und Axs sowieso. btw JJ als overpair broke ich am flop nur gegen die loosen utg limper, wenn ich ne note hab, dass sie auch KTo aus UTG limpen. ausserdem habe ich dich als reg genotet und wenn du am flop ein c/r auspackst, wandert vieles in den muck.
    • Froned
      Froned
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2007 Beiträge: 4.631
      Original von TAHG2010
      die gedanken sind wohl richtig, aber ich denke, wir verpassen es value von den nonregs zu bekommen. was den mehr value von regs wohl ausgleicht.
      wenn du dich an tische mit mehr als 3 regs setzt bist du auch selber schuld. wenn du aber selektierst, verpasst du value.
      außerdem induziere ich mit einem limp von utg auch limp behinds und tophands in multiway pots produzieren ebenso eklige situationen, in denen man nicht weiß, wo man mit dem overpair steht. die sache mit dem selektieren... bei der ersten blindstufe sieht man häufiger mal 3 limper, das sind dann postflop 4-5 gegner...

      wie willst du denn AK uä spielen?

      €: ca 75% der flops haben eine karte >7 dabei. wenn wir also 88+ raisen können wir auch oft ein topset reppen und mit OCdraws c/c spielen.

      aus meiner sicht als reg muss ich auch erstmal eine hand haben mit der ich einen utglimper isolieren will. KJs+,KQ kann ich auch behind limpen, SC und Axs sowieso. btw JJ als overpair broke ich am flop nur gegen die loosen utg limper, wenn ich ne note hab, dass sie auch KTo aus UTG limpen. ausserdem habe ich dich als reg genotet und wenn du am flop ein c/r auspackst, wandert vieles in den muck.

      Ganz hart rautier!!!!!
    • Wumli
      Wumli
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2011 Beiträge: 542
      Du hast die Vorteile eines Openlimps in early Position dargestellt, aber es gibt ja auch jede Menge Nachteile:

      - es muss kein Isolations-Raise kommen, so dass Du 'Dich schnell im Multiway Pot mit einem Overpair und damit sehr schwierigen Entscheidungen wiederfindest. Was bettet der Fisch - Twopair oder doch nur das (kleinere) Top-Pair. Was machst Du, wenn der Reg danach nochmal erhöht. Ohne ein Set stehst Du doof da

      - es müssen ja nicht immer Asse sein, aber wenn Du mit KK, oder QQ openlimpst, hast Du gleich die Gefahr von Overcards am Flop und hast wieder eine schwierige Entscheidung Postflop - besonders, wenn mehrere Spieler dabei bleiben

      - wenn Du (als z. B. 20/15-Reg) nicht auch mit anderen Karten openlimpst, dann ist das (insbesondere in early Position) ja fast schon "Karten verraten" :-) Und mit sehr vielen Karten willst Du early eben nicht openlimpen, oder ? Dann spielst Du oop mit marginalen Händen.

      - tendenziell gewinnt man mit einem hohen Pair oft, aber wenn man verliert, ist es meist auch ein größerer Pot. Diese Tendenz verstärkt man meiner Meinung nach durch einen Limp, denn es kommen eher mehr Leute zum Flop und die Gefahr wächst, dass man geschlagen ist, sofern man kein Set bekommt.

      Nur meine Meinung ...
    • meistermieses
      meistermieses
      Bronze
      Dabei seit: 31.12.2006 Beiträge: 11.991
      Also ich kenne es nur so, dass an einem Standard 60er oder 100er maximal 2-3 unknowns sitzen, wenn überhaupt. Da wird generell preflop kaum gelimpt. Die meisten regs limpen vielleicht 2-3% ihrer Hände.
      Viel interessanter ist es dann, wenn ein Reg im BB sitzt mit 78o. Der Flop kommt dann 2 4 8 und wir betten den Pot. Ist echt ne toughe decission für den Regular. In solche Spots kommt er ja sonst fast nie in der early Phase.

      Mir ist klar, dass bei vielen Fischen am Tisch die geradlinige Spielweise wohl am besten ist, aber wer die 9-Mann SNGs kennt, weiß wie tough die auf den höheren Stakes geworden sind.
      Mit geht es eher darum Regulars in Situationen zu bringen, die sie nicht kennen und so Fehler zu provozieren.
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Wenn du als Balance alle Hände limpen willst, die du aus early spielst, dann haste das große Problem, dass du die Initiative aufgibst. Das ist mit AA,KK,QQ kein Problem, weil die Hände so extrem viel equity haben. Aber mit AK,AQ,AJs,77-JJ ist es blöd OOP ohne initiative zu spielen. Ich denke ne sehr viel bessere Anpassung an sehr tighte verregte tische ist es doch einfach mehr Hände aus early position zu raisen. Du bekommst dann auch öfter Auszahlung für deine starken Hände, weil du ein looseres Image hast.
      Die extrem tighte Spielweise aus early position kommt doch eigentlich nur daher, dass man meistens am Anfang einige schwache Spieler am Tisch hat die alles mögliche coldcallen und man keine marginalen Hände oop spielen will gegen mehrere Gegner. An nem tighten Tisch kann man aber ohne Probleme Cashgameranges spielen.
    • TAHG2010
      TAHG2010
      Bronze
      Dabei seit: 10.12.2010 Beiträge: 1.662
      Original von Maniac81
      Wenn du als Balance alle Hände limpen willst, die du aus early spielst, dann haste das große Problem, dass du die Initiative aufgibst. Das ist mit AA,KK,QQ kein Problem, weil die Hände so extrem viel equity haben. Aber mit AK,AQ,AJs,77-JJ ist es blöd OOP ohne initiative zu spielen. Ich denke ne sehr viel bessere Anpassung an sehr tighte verregte tische ist es doch einfach mehr Hände aus early position zu raisen. Du bekommst dann auch öfter Auszahlung für deine starken Hände, weil du ein looseres Image hast.
      Die extrem tighte Spielweise aus early position kommt doch eigentlich nur daher, dass man meistens am Anfang einige schwache Spieler am Tisch hat die alles mögliche coldcallen und man keine marginalen Hände oop spielen will gegen mehrere Gegner. An nem tighten Tisch kann man aber ohne Probleme Cashgameranges spielen.
      danke für diese sehr interessante sichtweise!
    • Toerke79
      Toerke79
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 6.133
      Original von TAHG2010
      Original von Maniac81
      Wenn du als Balance alle Hände limpen willst, die du aus early spielst, dann haste das große Problem, dass du die Initiative aufgibst. Das ist mit AA,KK,QQ kein Problem, weil die Hände so extrem viel equity haben. Aber mit AK,AQ,AJs,77-JJ ist es blöd OOP ohne initiative zu spielen. Ich denke ne sehr viel bessere Anpassung an sehr tighte verregte tische ist es doch einfach mehr Hände aus early position zu raisen. Du bekommst dann auch öfter Auszahlung für deine starken Hände, weil du ein looseres Image hast.
      Die extrem tighte Spielweise aus early position kommt doch eigentlich nur daher, dass man meistens am Anfang einige schwache Spieler am Tisch hat die alles mögliche coldcallen und man keine marginalen Hände oop spielen will gegen mehrere Gegner. An nem tighten Tisch kann man aber ohne Probleme Cashgameranges spielen.
      danke für diese sehr interessante sichtweise!
      Da möchte ich mich anschließen. Wenn sich das rumspricht und durchsetzt, fängt die Entwicklung von SnGs endlich wieder von vorne an :s_thumbsup:
    • meistermieses
      meistermieses
      Bronze
      Dabei seit: 31.12.2006 Beiträge: 11.991
      Original von Maniac81
      Wenn du als Balance alle Hände limpen willst, die du aus early spielst, dann haste das große Problem, dass du die Initiative aufgibst. Das ist mit AA,KK,QQ kein Problem, weil die Hände so extrem viel equity haben. Aber mit AK,AQ,AJs,77-JJ ist es blöd OOP ohne initiative zu spielen. Ich denke ne sehr viel bessere Anpassung an sehr tighte verregte tische ist es doch einfach mehr Hände aus early position zu raisen. Du bekommst dann auch öfter Auszahlung für deine starken Hände, weil du ein looseres Image hast.
      Die extrem tighte Spielweise aus early position kommt doch eigentlich nur daher, dass man meistens am Anfang einige schwache Spieler am Tisch hat die alles mögliche coldcallen und man keine marginalen Hände oop spielen will gegen mehrere Gegner. An nem tighten Tisch kann man aber ohne Probleme Cashgameranges spielen.
      OK, aber ich verliere weniger Chips preflop. Gegen eine dreibet, muss ich sehr viel weglegen, da ich nicht die Odds zum callen bekomme, dafür kann ich mehr limp callen, bzw. auch einiges limp folden.
      Zusätzlich kann ich auch mehr Hände spielen, vielleicht so 20%.
      Weiterhin denke ich, dass du die Initiative überschätzt. Du spielst so oder so oop, reppst aber eine viel weitere Range, so dass es für den Gegner sehr schwer ist gut gegen dich zu spielen, obwohl er IP ist. Den Standardreg kann man normalerweise gut auf eine Range setzen.

      Ich glaube nicht, dass man wirklich an einem tighten Tisch Cashgameranges spielen kann. Dazu sind wir durch ICM zu benachteiligt.
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      An nem tighten Tisch gewinnst du aber auch sehr oft schon preflop einfach die Blinds wenn du raised. Die gewinnst du nie direkt wenn du limpst.
      Wenn du kompetente Gegner hinter dir hast, wovon ich mal ausgehe weil du anscheinend höhere Stakes spielst wirst du extremst ausgespielt postflop nach dem du isoliert wurdest. Das ist der profitabelste Spielzug im Poker. Den Limper isolieren und dann den Vorteil durch Position und Initiative haben. Das kannst du nicht profitabel spielen gegen gute Gegner.
      Und zu den Cashgameranges: Wir müssen im Prinzip tighter spielen wegen icm.Aber bei Sngs spielen viele Leute in den ersten Level 8/6-12/8 in dem Dreh. Manche sogar noch tighter. Im Cashgame spielen die meisten 14/12-18/15. Von daher kann man theoretisch schon viel openraisen in Sngs, falls nicht zuviele sehr schlechte Spieler dabei sind.
    • TAHG2010
      TAHG2010
      Bronze
      Dabei seit: 10.12.2010 Beiträge: 1.662
      Original von meistermieses

      1.OK, aber ich verliere weniger Chips preflop. Gegen eine dreibet, muss ich sehr viel weglegen, da ich nicht die Odds zum callen bekomme, dafür kann ich mehr limp callen, bzw. auch einiges limp folden.
      Zusätzlich kann ich auch mehr Hände spielen, vielleicht so 20%.
      2.Weiterhin denke ich, dass du die Initiative überschätzt. Du spielst so oder so oop,3. reppst aber eine viel weitere Range, so dass es für den Gegner sehr schwer ist gut gegen dich zu spielen, obwohl er IP ist. Den Standardreg kann man normalerweise gut auf eine Range setzen.

      Ich glaube nicht, dass man wirklich an einem tighten Tisch Cashgameranges spielen kann. Dazu sind wir durch ICM zu benachteiligt.
      erstmal: wenn du die nachteile nachfragst, solltest du auch drüber nachdenken und nicht weiter die vorteile aufzählen. das führt zu nix.

      zu 1. mit limp/c verlierst du doch genauso viel, eher mehr, da man ja meist +1bb pro limper raist. du müsstest ja mehr als die hälfte deiner hände limp callen, damit das raise hinter dir nicht deshalb schon profitabel für den raiser ist. da hast du dann auch keine fehler beim raiser induced. wenn du dich aber mit marginalen händen oop ohne initiative im raised pot befindest, bestehen mehr möglichkeiten, dass du den fehler machst.
      ich denke da levelst du dich selber, wenn du glaubst, dass deine gegner mehr fehler machen, wenn du looser openraised.

      zu 2. verlierst du durch fehlende initiative mit allen spekulativen händen mehr postflop, weil du auf eine cbet oft aufgeben muss. dass du regs auf eine range setzen kannst, bringt dir in position viel mehr ein. wenn du aber am flop flatcallen willst, um am turn zu moven, würde ich das auch eher mit position machen als ohne. ausserdem kostet, dass genauso viele chips, wie mit initiative nur ohne foldequity. * c/r als purebluff kann man natürlich mal machen, aber ohne not bei niedrigen blinds ?(
      aus dem BB im freeplay sollte üblich sein, dass man das ab und zu mal macht.

      zu 3. hast du doch auch eine weitere range ?( wenn du 20% limpen willst, was davon willst du denn limp/callen? das macht es für den gegner im gegensatz zu deiner behauptung ziemlich leicht gut gegen dich zu spielen, weil du eben auch häufig eine marginale hand hältst.
      draws spielen sich aus verschiedenen gründen ip besser. ich meine, dass unsere range so eng ist, liegt vor allem daran, dass wir immer oop spielen müssen und eine gößere wahrscheinlichkeit für ein monster hinter uns besteht-AQ+ hat halt auch immer zwei blocker, SCs nicht.

      als sngspieler liegt meine edge insgesamt doch im pofspiel, meine edge wird postflop nicht so groß sein, wie die eines cgspielers. oder irre ich mich da?
      also vermeide ich es in die genannten marginalen spots zu geraten und das vorallem dadurch, dass ich preflop nicht zu loose werde.

      *wo ich mir grade unsicher bin: kann ich AJs uä nicht vor allem deshalb profitabel oop spielen, weil ich mit einer cbet den pot schon klar machen kann?