NL10 - Das spiel gegen Middstacks

    • Virtuel
      Virtuel
      Bronze
      Dabei seit: 21.05.2011 Beiträge: 307
      Hallo,

      ich habe folgende Frage:

      Wie spielt man am besten gegen Middstacks in den Blinds?
      Grundproblem ist, dass man mit realtiv guten Händen vom BU wie z.B. KQs,ATs usw. nur schwer gegen Middstacks spielen kann.

      Beispiel Hand:

      SB: $4,05
      Hero: $13,06

      Preflop: Hero is BU with K:club: Q:club:
      4 folds, Hero raises to $0,30, SB raises to $0,90, 1 fold, Hero ?

      Ein call ist schwierig, da Villain hier keinen großen Stack mehr in der Hinterhand hat. Auf eine 4-bet ist Villain schon fast comittet.

      Wie ist das allg. beste Play gegen Middstacks?

      Sie leben ja davon, die Blinds agressiv zu stealen und su restealen.
      Das heißt, dass Sie das mit einer weiten Range machen.

      Mit welcher Range sollte man Middstacks dann einfach Allin setzen?
      TT+ und AT+?


      Ich hoffe Ihr versteht mein Anliegen und könnt mir ein paar Tipps geben :-)
  • 3 Antworten
    • MrMarv89
      MrMarv89
      Bronze
      Dabei seit: 03.01.2009 Beiträge: 2.657
      bei so einer pauschalen fragewirst du keine zufriedenstellende antwort bekommen.
      dadurch dass das postflopspiel hier komplett nichtig ist kann der ev hier mit den gleichen ranges +ev bis ---ev sein.

      ich glaube ps.de gibt gegen unknown eine restealrange von 77+ AJ vor. musst jetzt überlegen, ob er einen grund hat tighter oder looser gegen dich zu restealen.

      dann nimmst dir das equilab und suchst die range raus
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.747
      Aus angesprochenen Gründen spiele ich preflop gegen Midstacks auf jeden Fall ein gutes Stück tighter. Wenn im SB ein Midstack sitzt, der seinen Blind aggressiv defendet, wandert 86s dann mal lieber direkt in den Muck.

      Mit welchen Händen ich openraise/push spiele, hängt natürlich vom Spieler ab. Nur weil sie eine gleiche Stacksizes haben, haben diese Spieler nicht alle die gleichen Ranges. Meistens pushe ich dann mit 99+ und AQ+, wobei man das natürlich nicht als Pauschalaussage nehmen darf. Reads und Notes sind da ganz wichtig.

      Es ist sicher kein Fehler, gegen diese Spieler erstmal mit JJ+ und AK broke zu gehen und sich die Hände, die man im Showdown zu sehen bekommen, zu notieren. Darauf kann man dann seine Schlüsse ziehen und die eigene Range gegen diese Spieler entsprechend verändern.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Meine erste Adaption gegen Midstacks in den Blinds, wenn KEIN Fisch mit im Pot ist (bzw. in den Blinds sitzT) ist es nur noch auf 2BB zu openraisen im BU und CO.

      Shortstack und Midstackspiel lebt hauptsächlich davon, dass Spieler Fehler im Blindplay machen und je höher du in den Limits steigst, desto weiter werden die 3-Bet Ranges. D.h. du willst

      a) dem Gegner die Möglichkeit OOP mit dir einen Pot zu spielen, wenn er called

      b) dem Gegner die Möglichkeit NEHMEN viel Geld aus deinen Openraises zu gewinnen

      c) ihn vor die Wahl stellen relativ betrachtet zu große 3-Bets zu machen auf 10BB nachdem auf 2BB nur geraist hast ODER er passt sich an und 3-bettet kleiner -> d.h. du kannst mehr callen, weil mehr effektiver Stack gespielt wird und du Postflop mehr Raum hast mit ihm zu spielen.

      Die genaue Konterstrategie ist wirklich abhängig von seiner 3-Bet Strategie. Du solltest dir unbedingt die MSS Sektion durchlesen und ein bisschen in den Bewertungsforen für dein Limit stöbern und in deiner Datenbank dir Showdowns angucken in solchen Spots um Durchschnittsranges zu bilden und daraus abzuleiten mit welcher Ranges (das erklären die glaub ich sogar selber in der Silbersektion und irgendwelchen Videos) du Gewinn machst bzw. nicht verlierst.
      Ich selber kenn die Dynamiken auf NL10 nicht (zusätzlich musst du auch berücksichtigen welche spezifischen Eigenheiten deine Seite hat - hast du viele deutsche Midstacker, viele Russen, vielle Kanadier etc.: das ist auch noch ein zentraler Faktor, weil die Grundmentalität der Spieler einen gehörigen Bezug auf den gewählten Spielstil hat)