HeatSeeker

    • HeatSeeker
      HeatSeeker
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2008 Beiträge: 58
      Hallo allerseits!

      Nach einer sehr langen Pause möchte ich mich wieder am Pokern versuchen. Vor einigen Jahren habe ich mehr oder weniger erfolgreich NL50 SSS gespielt, jetzt möchte ich mich an der BSS versuchen. Und um mein stark eingerostetes Wissen aufzufrischen werde ich hier den Anfängerkurs absolvieren.

      Habe 200$ auf Stars eingecashed und werde auf NL5 starten, in der Hoffnung recht schnell aufsteigen zu können. Bei einer Sache bin ich mir nicht ganz sicher. In den letzen Tagen hab ich schon ein paar k Hände gespielt (planlos und mehr schlecht als recht ^^) und mir hat's Zoom ziemlich angetan. Spricht etwas dagegen als "Anfänger" diesen Modus zu spielen? (mehr dazu noch bei Frage 2)

      Hausaufgaben:

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      In erster Linie, weil es mir Spaß macht. Ich sehe Poker als forderndes Hobby, das einem, wenn man entsprechend motiviert und strukturiert ran geht, noch den ein oder anderen Euro einbringen kann. Das soll erstmal nicht das primäre Ziel sein, langfristig aber ist die Motivation schon, dass ich mir mit Poker ein kleines Nebeneinkommen erwirtschafte.

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Hier ist mir etwas interessantes aufgefallen. Als ich vor einigen Jahren gespielt habe, hatte ich große Probleme mit scared moneyy (auf allen Limits) und eine oft zu vorsichtige Spielweise, da ich mir auch auf den untersten Limits und trotz positiver Winrates nie eine Edge auf die Gegner gegeben habe.
      Das hat sich komplett ins Gegenteil verändert. Ich habe jetzt ca 10k Hände auf NL5-25 gespielt (wie gesagt ohne BRM und größere Strategie) und hier haben sich ganz andere Probleme gezeigt. Ich nehme weder die Limits, noch meine Gegner ernst. Ständig hatte ich Gedanken wie, "hier geht's doch um nichts" oder "ach, das sind doch alles Fische, da hab ich Postflop ne riesen Edge"im Hinterkopf und werde zu loose, bzw. bringe mich in Situationen, die mich überfordern. Wie's dazu kam weiß ich nicht, aber das muss abgestellt werden. Das ist auch einer der Gründe, warum ich den Kurs mache um so die unteren Limits konzentriert und ernsthaft anzugehen.

      Andere alte Schwächen sind geblieben: Ich bin recht schnell gelangweilt, wenn ich wenig Tische spiele. Das führt dazu, dass ich zu viele Tische spiele. Ich bin dann eben schnell an dem Punkt, an dem ich zwar noch profitabel spiele, aber mein Spiel nicht mehr weiterentwickle. Dem versuche ich jetzt entgegenzuwirken, indem ich Zoom spiele. Hier reichen mir 1-2 Tische um nicht gelangweilt zu werden, komme auf einen anständigen hands/hour Wert und kann trotzdem über jede Aktion nachdenken, sowie neue Konzepte in mein Spiel einbringen.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Tight-aggressive zu spielen bedeutet wenige, starke Hände aggressiv zu spielen. Man spielt preflop nur starke hole cards (natürlich in Abhängigkeit von der Position und Gegner) und diese Hände werden dann aggressiv gespielt. So hält man Postflop oft starke Hände und ist als Preflopaggressor in einer komfortablen Position.
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    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi und willkommen im Kurs!

      Immer diese Zoom-Spieler :) Als "Anfänger" würd ich dir unbedingt davon abraten, weil du da quasi immer gegen unbekannte Gegner spielst. Das schadet dem Lerneffekt und verleitet dazu, rein nur mehr halbautomatisiert auf Buttons zu klicken.
      Wenn du wirklich was lernen und dir Gedanken machen willst, setz dich lieber auf die normalen Tische.
      Gerade bei deiner Schwäche (zu hohe Selbsteinschätzung) könnte Zoom auch arg nach hinten losgehen, weil es dann nicht mehr weit bis zum Tilt ist. Und überleg mal, wieviel Stacks du in 5 Minuten an einem Zoom-Tisch durchbringst und wieviele es an einem normalen Tisch wären. Das Risiko ist einfach extrem groß, eben weil das Spiel so schnell ist.
      Versuch zu Beginn mal, auf 4-6 Tischen zu spielen - das sollte dir als ehemaliger SSSler ja nicht allzu schwer fallen. Wenn dir langweilig wird, beobachte deine Gegner. Was tun die? Welche Hände spielen sie? Wie kansnt du dagegen am effektivsten vorgehen?
      Und mach vielleicht eher mehrere kurze Sessions, sobald Langeweile aufkommt ist die Zeit für eine Pause gekommen. Danach gehts wieder frisch ans Werk.

      Weiterhin viel Erfolg und ab zu Lektion 2!