Intensivbetreuung und Diskussionsthread

  • 692 Antworten
    • tinoo
      tinoo
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2010 Beiträge: 231
      Hey,na dann erst mal herzlich willkommen im neuen Thread Lara & Jens !

      Sooo dann werd ich den Thread mal mit der 1. Handbewertung ergänzen.

      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.10(BB) Replayer
      SB ($10.52)
      BB ($11.52)VPIP/PFR/AF/WTSD/HANDS 19/12/0,9/29/243
      Hero ($10)
      UTG+1 ($10)
      UTG+2 ($7.41)
      MP1 ($10.36)
      MP2 ($10.51)
      CO ($2.73)
      BTN ($10)

      Dealt to Hero A:diamond: A:club:

      Hero raises to $0.40, fold, fold, fold, fold, CO calls $0.40, BTN calls $0.40, fold, BB calls $0.30

      FLOP ($1.65) 6:heart: T:spade: J:spade:

      BB checks, Hero bets $1.50, CO folds, BTN folds, BB calls $1.50

      TURN ($4.65) 6:heart: T:spade: J:spade: 8:spade:

      BB checks, Hero bets $2.70, BB calls $2.70

      RIVER ($10.05) 6:heart: T:spade: J:spade: 8:spade: 8:heart:

      BB checks, Hero checks


      nach meinem utg openraise bekomme ich 3 caller und einen sehr sehr bescheidenen flop,ich bette hier knapp unter potsize for value/protection gegen FD,OESD/combodraws. Da die preflop callingranges meiner gegner hier vermutlich ungefähr so aussehen dürften: QQ-22, AQs-ATs, KTs+, QTs+, JTs, T9s, ATo+, KTo+, QTo+, JTo und mich hier schon viele two pairs,sets etc. beat haben,würde ich am flop auf ein reraise meine hand schon weglegen.
      da auf meine c-bet aber nur ein villain callt und ich nicht geraised werde sehe ich noch value in meiner hand, da villain hier noch einige schlechtere hände halten kann, wie zum beispiel: schlechtere toppairs,FD und straightdraws.
      Am turn sieht meine equity gegen die angenommene flop callingrange so aus:
      de.pokerstrategy.com
      Board: 6hJsTs8s
      Equity Win Tie
      UTG 63.90% 63.90% 0.00% { AdAc }
      BB 36.10% 36.10% 0.00% { QQ-99, 66, AQs-AJs, KJs+, QJs, JTs, T9s, AKo, AJo, KJo, QJo }

      ich bette am turn nur noch knapp über halben pot um 1. den river evtl. gratis zu sehen und 2. um gegen seine draws noch value zu bekommen und 3. gegen den teil seiner range der mich beat hat und jetzt shoved noch folden zu können!
      protection gegen FD und Straightdraws kann ich mir nach diesem turn der einiges aus seiner range komplettiert haben könnte ja sparen!
      nachdem mich villain hier downcallt , checke ich den river behind weil mich auf eine riverbet nicht viel schlechteres mehr callt / nichts besseres mehr foldet.


      ich fand die hand doch recht verzwickt und bin daher mal auf eure einschätzungen und koments gespannt! :P
    • Paranoidy
      Paranoidy
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2011 Beiträge: 348
      Also deine Bewertung finde ich sehr gut - das sehe ich sehr ähnlich wie du!

      Dennoch finde ich deine Preflop-Calling-Range etwas zu weit - ich würde sie etwas eingrenzen.

      Bei QQ sehe ich bei diesen Stats durchaus eine 3-Bet, daher würde ich sie rausnehmen - um das genauer zu bestimmen wäre der 3-Bet-AV interessant.
      Ebenso sehe ich bei AQs eine 3-Bet.

      T9s sehe ich hier auf keinen Fall callen - auch wenn es suited und connected ist nicht. Die Stats weißen darauf hin, dass V zumindest eine Ahnung hat von dem was er tut und darüber nachdenkt, was er spielt. Bei einem Raise aus UTG wird er das nicht callen.

      Mit den Assen und Suited Broadways bin ich sonst einverstanden. Bei KTo und QTo bin ich mir aus gleichem grund wie bei T9s nicht sicher ob ich nicht zumindest QTo aus seiner Range nehmen würde.
      Ich lasse es aber zunächst erstmal stehen.

      Damit hätten wir eine preflop-calling-range von:

      JJ-22, AJ,-ATs, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KTo+, QTo+, JTo


      Mit der nahe-potsize Bet bin ich wie oben schon gesagt einverstanden.

      Die Flop-Calling-Range müsste auch etwas angepasst werden!
      Zum einen ist dir noch ein AKo plötzlich reingerutscht und zum anderen sehe ich diese natürlich entsprechend meine eingeschränkten Pre-Flop-Calling-Range angepasst!



      JJ,TT, 66, AJ, ATs, KTs+, QTs+, JTs, KJo+, QJo+, JTo

      Wobei ich auch hier bei QJo vorsichtig wäre.


      Mit der angepassten Range ergibt sich also:

      Equity Gewonnen Unentschieden Verloren Hand
      Spieler 1: 60,576% 60,576% 0,000% 39,424% AdAc
      Spieler 2: 39,424% 39,424% 0,000% 60,576% JJ-TT, 66, AJs-ATs, KTs+, QTs+, JTs, KJo+, QJo, JTo


      -was natürlich immernoch zu unseren Gunsten steht.

      Daher wäre meine Bet vermutlich ein kleines bisschen größer ausgefallen - aber auch mit deiner Bet bin ich einverstanden!


      Gruß
    • tinoo
      tinoo
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2010 Beiträge: 231
      ich habe die QQ bewußt mit in seiner callingrange gelassen weil sein 3-bet wert nach 243 händen immer noch bei nur 1,2% steht , ansonsten wäre ich auch deiner meinung wenn mann mall davon absieht das auch AA/KK getrappt werden könnten und oftmals von schlechteren spielern nicht geraised werden.

      AKo ist mir da irgendwie mit dazwischen geflutscht, kann man auch weg lassen aber macht den kohl sicher nicht fett.

      zum punkt die preflop callingrange weiter eizugrenzen und deiner aussage: "
      T9s sehe ich hier auf keinen Fall callen - auch wenn es suited und connected ist nicht. Die Stats weißen darauf hin, dass V zumindest eine Ahnung hat von dem was er tut und darüber nachdenkt, was er spielt. Bei einem Raise aus UTG wird er das nicht callen."
      kann ich nur sagen: hier noch mal die hand mit ergebniß! schau mal was die mit solchen stats auf ein raise aus früher position geben und wie weit seine range mit SC so geht.ich glaube das die einschätzung seiner range noch zu klein war!? :D

      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.10(BB) Replayer
      SB ($10.52)
      BB ($11.52)
      Hero ($10)
      UTG+1 ($10)
      UTG+2 ($7.41)
      MP1 ($10.36)
      MP2 ($10.51)
      CO ($2.73)
      BTN ($10)

      Dealt to Hero A:diamond: A:club:

      Hero raises to $0.40, fold, fold, fold, fold, CO calls $0.40, BTN calls $0.40, fold, BB calls $0.30

      FLOP ($1.65) 6:heart: T:spade: J:spade:

      BB checks, Hero bets $1.50, CO folds, BTN folds, BB calls $1.50

      TURN ($4.65) 6:heart: T:spade: J:spade: 8:spade:

      BB checks, Hero bets $2.70, BB calls $2.70

      RIVER ($10.05) 6:heart: T:spade: J:spade: 8:spade: 8:heart:

      BB checks, Hero checks

      BB shows 6:spade: 7:spade:
      (Pre 24%, Flop 50.7%, Turn 100.0%)

      Hero shows A:diamond: A:club:
      (Pre 76%, Flop 49.3%, Turn 0.0%)

      BB wins $9.55


      soo nun bist du wieder drann... ;)
    • uni05mz
      uni05mz
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2007 Beiträge: 3.303
      Original von tinoo
      weil sein 3-bet wert nach 243 händen immer noch bei nur 1,2% steht ,
      Solche Informationen (Stats) solltest Du unbedingt mit zu der Hand posten.
    • Kavalor
      Kavalor
      Gold
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 17.648
      ich würde gern die Turnbetsize ansprechen, Du siehst hier am turn noch einiges schlechteres callen und auch den einen oder anderen draw. Warum dann nicht höher? So 3,2$ und wenn doch so klein, wie sieht es mit einer kleinen riverbet aus gegen JT, AJ, KJ, QJ?
    • tinoo
      tinoo
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2010 Beiträge: 231
      Original von Kavalor
      ich würde gern die Turnbetsize ansprechen, Du siehst hier am turn noch einiges schlechteres callen und auch den einen oder anderen draw. Warum dann nicht höher? So 3,2$ und wenn doch so klein, wie sieht es mit einer kleinen riverbet aus gegen JT, AJ, KJ, QJ?
      Das waren meine Gedanken zur River Bet.


      ich bette am turn nur noch knapp über halben pot um 1. den river evtl. gratis zu sehen und 2. um gegen seine draws noch value zu bekommen und 3. gegen den teil seiner range der mich beat hat und jetzt shoved noch folden zu können!
      protection gegen FD und Straightdraws kann ich mir nach diesem turn der einiges aus seiner range komplettiert haben könnte ja sparen!
      nachdem mich villain hier downcallt , checke ich den river behind weil mich auf eine riverbet nicht viel schlechteres mehr callt / nichts besseres mehr foldet.
    • LaraBenz
      LaraBenz
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2010 Beiträge: 515
      Original von Kavalor
      Hier ist der Neue Thread, wir begrüssen unsere neue Schülerin LaraBenz, mit dabei der Jens

      Lara, stell dich bitte vor und sag uns paar Takte zu der grösse und intention deiner Continuation-Bets.

      Hallo, ich bin die Anna (alias LaraBenz) und als neue Schülerin begrüße ich euch auch alle herzlich.

      Ich wohne in Konstanz am Bodensee, bin Süditalienerin, jedoch in Deutschland geboren und aufgewachsen.

      Ich bin 38 Jahre und habe eine 22 jährige Tochter, die mich bezüglich des Pokerns sehr unterstützt und mich regelmässig dazu motiviert, weiter zu machen.

      Meinen ersten Kontakt mit Poker hatte ich als Kind.
      Mein Vater pokerte damals mehrmals die Woche privat mit seinen Kumpels oder ab und zu auch mal im Casino (5 Card Draw).

      Als neugieriges Mädchen habe ich mir dann eines Tages von meinem Vater die Regeln des 5 Card Draw erklären lassen; und hab dann mit ihm meistens an den Wochenenden mit Monopolyspielgeld gepokert.

      Als ich älter wurde, durfte ich dann sogar ab und zu bei seinen privaten Pokertreffen zusehen.

      Nach der Geburt meiner Tochter verschwand das Pokern erstmal eine sehr lange Zeit aus meinem Leben; da ich als allein erziehende Mutter neben der Schule, des Studiums und später neben der Arbeit auch mit der Erziehung meiner Tochter beschäftigt war.

      Anfang Sommer 2010 (Ende Juni) lernte ich dann bei einem Klinikaufenthalt eine meiner besten Freundinnen kennen, die in den Abendstunden mit den anderen
      Patienten pokerte (Texas Holdem), um die Langeweile zu vertreiben.

      Da ich bis zu diesem Zeitpunkt nur das 5 Card Draw kannte, war ich sehr daran interessiert, das Texas Holdem zu erlernen und war total begeistert davon.

      Und so nahm alles seinen Lauf...

      Meine erste Annäherung an das Online - Pokern war dann Anfang August 2010.

      Ich spielte etwa eine Woche lang mit Playmoney, bevor ich den Versuch wagte, mit echtem Geld zu pokern.

      Dieser Versuch ging mächtig in die Hose. Mir fehlten einfach noch zu viele Kenntnisse über das Texas Holdem, weshalb ich mich dann am 24.08.2010 auf ps.com registriert habe...

      Durch das Besuchen der Coachings, das Studieren der Artikel und das Anschauen der Videos verbesserte ich mich zunehmend und hatte auch kleinere Erfolge.

      Aus gesundheitlichen Gründen musste ich dann jedoch eine längere Auszeit vom Pokern nehmen.

      Doch nun bin ich seit einiger Zeit wieder aktiv dabei.

      Ursprünglich spiele ich sng`s (fullring) und mtt`s / limits sng`s 5.50 - 11 $
      und bei den mtt`s bis zu 33 $.

      Vor ein paar Wochen habe ich dann damit begonnen cash nl bss zu testen und Gefallen daran gefunden.

      Beim Cash Game fahre ich ein 40 full buy in Bankrollmanagement
      und spiele aktuell nl4 - nl10.

      Bezüglich der Größe und Intention meiner Continuation-Bets werde ich in Kürze
      ein paar Takte sagen.
    • adragonro
      adragonro
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2010 Beiträge: 498
      Original von Paranoidy
      ...

      Die Flop-Calling-Range müsste auch etwas angepasst werden!
      Zum einen ist dir noch ein AKo plötzlich reingerutscht und zum anderen sehe ich diese natürlich entsprechend meine eingeschränkten Pre-Flop-Calling-Range angepasst!



      JJ,TT, 66, AJ, ATs, KTs+, QTs+, JTs, KJo+, QJo+, JTo

      Wobei ich auch hier bei QJo vorsichtig wäre.


      Mit der angepassten Range ergibt sich also:

      Equity Gewonnen Unentschieden Verloren Hand
      Spieler 1: 60,576% 60,576% 0,000% 39,424% AdAc
      Spieler 2: 39,424% 39,424% 0,000% 60,576% JJ-TT, 66, AJs-ATs, KTs+, QTs+, JTs, KJo+, QJo, JTo

      ...
      Gruß
      Hey, ich wollte mich mal wieder dazu gesellen. :D
      Die Motivationsbaustelle ist aufgehoben und die Prüfungszeit vorbei.

      Bei der Hand finde ich die Flopcalingrange etwas zu loose. Die Hände, die nur die T getroffen haben sind m.M.n. etwas zu optimistisch.
      Mit 19/12 kommt mir der Kollege nicht so loose rüber, als dass er MPMK ohne Flushdraw bei einer sehr großen Flopbet OOP called.
      Nutzbar wäre %CallContibet oder aber ein aufälliger WTSD-Wert (welchen ich eher nicht benutze). Gegen unknown aber wäre eine tightere Range besser.


      Board: 6:heart: T:spade: J:spade:
             Equity     Win     Tie
      MP2    46.99%  46.96%   0.03% { AdAc }
      MP3    53.01%  52.97%   0.03% { JJ-TT, 66, AJs, KJs, QJs, JTs, KsQs, 9s8s, As6s, QJo, JTo }


      Turnbet und Rivercheck finde ich auch gut, da wir vom Toppair noch Value bekommen und am River wohl keine Hand mehr ch/c, die nicht mind. Twopair bzw. den Flush haben.
      Angst vor einem ch/r hätte ich nicht, aber davor, dass Toppair mucked, wenn wir am Turn zu groß betten. Und am River nochmals klein zu betten finde ich nicht gut, da jetzt auch noch die Draws wegfallen, die am Turn noch callen konnten.
    • Paranoidy
      Paranoidy
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2011 Beiträge: 348
      Original von tinoo
      ich habe die QQ bewußt mit in seiner callingrange gelassen weil sein 3-bet wert nach 243 händen immer noch bei nur 1,2% steht , ansonsten wäre ich auch deiner meinung wenn mann mall davon absieht das auch AA/KK getrappt werden könnten und oftmals von schlechteren spielern nicht geraised werden.

      AKo ist mir da irgendwie mit dazwischen geflutscht, kann man auch weg lassen aber macht den kohl sicher nicht fett.

      zum punkt die preflop callingrange weiter eizugrenzen und deiner aussage: "
      T9s sehe ich hier auf keinen Fall callen - auch wenn es suited und connected ist nicht. Die Stats weißen darauf hin, dass V zumindest eine Ahnung hat von dem was er tut und darüber nachdenkt, was er spielt. Bei einem Raise aus UTG wird er das nicht callen."
      kann ich nur sagen: hier noch mal die hand mit ergebniß! schau mal was die mit solchen stats auf ein raise aus früher position geben und wie weit seine range mit SC so geht.ich glaube das die einschätzung seiner range noch zu klein war!? :D

      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.10(BB) Replayer
      SB ($10.52)
      BB ($11.52)
      Hero ($10)
      UTG+1 ($10)
      UTG+2 ($7.41)
      MP1 ($10.36)
      MP2 ($10.51)
      CO ($2.73)
      BTN ($10)

      Dealt to Hero A:diamond: A:club:

      Hero raises to $0.40, fold, fold, fold, fold, CO calls $0.40, BTN calls $0.40, fold, BB calls $0.30

      FLOP ($1.65) 6:heart: T:spade: J:spade:

      BB checks, Hero bets $1.50, CO folds, BTN folds, BB calls $1.50

      TURN ($4.65) 6:heart: T:spade: J:spade: 8:spade:

      BB checks, Hero bets $2.70, BB calls $2.70

      RIVER ($10.05) 6:heart: T:spade: J:spade: 8:spade: 8:heart:

      BB checks, Hero checks

      BB shows 6:spade: 7:spade:
      (Pre 24%, Flop 50.7%, Turn 100.0%)

      Hero shows A:diamond: A:club:
      (Pre 76%, Flop 49.3%, Turn 0.0%)

      BB wins $9.55


      soo nun bist du wieder drann... ;)

      Alsooooo.....
      Ja in dem Fall nehme ich QQ natürlich mit in die Callingrange!

      Was aber T9s betrifft so bleibe ich bei meiner Meinung - warum er sich entschieden hat 67s zu callen, ich weiß es nicht.
      Dennoch sollten wir meiner Meinung nach bei solchen Stats davon ausgehen, dass er solche Hände auf einen Raise hin (gerade aus früher Position) nicht callen wird.
      Wenn wir grundsätzlich davon ausgehen (nur weil wir hin und wieder soetwas sehen) machen wir denke ich auf Dauer einen falschen Read auf solche Spieler, was zu unnötigen Einbußen führen kann.




      Original von adragonro
      Original von Paranoidy
      ...

      Die Flop-Calling-Range müsste auch etwas angepasst werden!
      Zum einen ist dir noch ein AKo plötzlich reingerutscht und zum anderen sehe ich diese natürlich entsprechend meine eingeschränkten Pre-Flop-Calling-Range angepasst!



      JJ,TT, 66, AJ, ATs, KTs+, QTs+, JTs, KJo+, QJo+, JTo

      Wobei ich auch hier bei QJo vorsichtig wäre.


      Mit der angepassten Range ergibt sich also:

      Equity Gewonnen Unentschieden Verloren Hand
      Spieler 1: 60,576% 60,576% 0,000% 39,424% AdAc
      Spieler 2: 39,424% 39,424% 0,000% 60,576% JJ-TT, 66, AJs-ATs, KTs+, QTs+, JTs, KJo+, QJo, JTo

      ...
      Gruß
      Hey, ich wollte mich mal wieder dazu gesellen. :D
      Die Motivationsbaustelle ist aufgehoben und die Prüfungszeit vorbei.

      Bei der Hand finde ich die Flopcalingrange etwas zu loose. Die Hände, die nur die T getroffen haben sind m.M.n. etwas zu optimistisch.
      Mit 19/12 kommt mir der Kollege nicht so loose rüber, als dass er MPMK ohne Flushdraw bei einer sehr großen Flopbet OOP called.
      Nutzbar wäre %CallContibet oder aber ein aufälliger WTSD-Wert (welchen ich eher nicht benutze). Gegen unknown aber wäre eine tightere Range besser.


      Board: 6:heart: T:spade: J:spade:
             Equity     Win     Tie
      MP2    46.99%  46.96%   0.03% { AdAc }
      MP3    53.01%  52.97%   0.03% { JJ-TT, 66, AJs, KJs, QJs, JTs, KsQs, 9s8s, As6s, QJo, JTo }


      Turnbet und Rivercheck finde ich auch gut, da wir vom Toppair noch Value bekommen und am River wohl keine Hand mehr ch/c, die nicht mind. Twopair bzw. den Flush haben.
      Angst vor einem ch/r hätte ich nicht, aber davor, dass Toppair mucked, wenn wir am Turn zu groß betten. Und am River nochmals klein zu betten finde ich nicht gut, da jetzt auch noch die Draws wegfallen, die am Turn noch callen konnten.

      Ich bin durchaus deiner Meinung - man kann das ganze nochein bisschen eingrenzen. Dennoch würde ich 98s nicht in seine Range nehmen, das wäre wiederum zu loose.

      Und wie bereits gesagt - die Turnbet hätte ich etwas größer gestaltet - Toppair wird auch größere Bets callen.

      Gruß


      P.S.: Ich habe zur Zeit leider kein Internet (bin gerade in einem Café), weil mein Modem den Geist aufgegeben hat. Vermutlich bekomme ich morgen aber ein neues Modem.
    • adragonro
      adragonro
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2010 Beiträge: 498
      Original von Paranoidy

      Ich bin durchaus deiner Meinung - man kann das ganze nochein bisschen eingrenzen. Dennoch würde ich 98s nicht in seine Range nehmen, das wäre wiederum zu loose.

      Und wie bereits gesagt - die Turnbet hätte ich etwas größer gestaltet - Toppair wird auch größere Bets callen.

      Gruß
      Jens

      Mit deiner Turnbeteinschätzung geh ich gerne mit, da wir ja keine Angst vor nem ch/r haben müssen und am River meistens ein Freeshowdown bekommen.

      Aber bei der Prefloprange können wir etwas looser vorgehen, da viele Spieler hier instinktiv vorgehen und mit SC die guten Pododds sehen...da setzt meist SHC-Denken aus. ;)
    • Paranoidy
      Paranoidy
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2011 Beiträge: 348
      Wenn es sich hier um ein First-In (bzw wenn vorher nur gelimpt wurde) handeln würde, dann stimme ich dir zu.

      Aber ein Spieler der 19/12 spielt wird nach einem Raise 98s zum Beispiel wegwerfen.

      Ein Raise zeigt Stärke und im Allgemeinen werden dann tighte Spieler nicht so eine loose Preflop Calling-Range haben.

      Dass sie mal Pokets knapper bezahlen als die bekannte Call20 Regel oder dass sie sich schwer von Broadways trennen und damit noch einen versuch starten (insbesondere suited broadways) - das sehe ich auf jeden Fall so....aber mittlere und kleine suited Connectors sehe ich nicht mehr.

      Gruß
    • LaraBenz
      LaraBenz
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2010 Beiträge: 515
      Hier nun ein paar Takte bezüglich der Größe und Intention meiner Continuation-Bets:

      Als Preflopaggressor setze ich meistens - abhängig von den Gegnern (Anzahl und Spielweise) und der Textur des Boards - mit einer C – Bet meine Aggression der anfänglichen Wettrunde auf dem Flop fort.

      Neben den Aspekten Valuebet und Protection betrachte ich die C – Bet in den meisten Fällen als Bluffbet, indem ich beim Verfehlen des Flops mit dieser Druck auf den Gegner ausübe, damit sich dieser schwer tut, seine Hand weiterspielen zu wollen, falls er den Flop verpasst hat oder je nach Board nur ein niedriges Pocketpaar hält.

      Bei der Größe meiner Continuation-Bet (Bluff) orientiere ich mich am Pot und setze halbe Potsize, damit ich bei einem Call nicht zu viel Geld riskiere.

      Falls ich den Flop getroffen habe, ist die Continuation Bet kein (Semi-) Bluff mehr sondern eine Value Bet. Hier spiele ich auch meistens halbe Potgröße an, um nicht gelesen werden zu können, da sich die Größe der Einsätze nicht voneinander unterscheiden.

      Bei einer Protectionbet auf einem sehr drawlastigen Flop bette ich allerdings volle Potsize, um dem Gegner schlechte Potodds zu geben und ihn dadurch dazu zu bringen, die Hand aufzugeben, da er sie nicht mehr profitabel spielen kann.

      Je nach Gegner (Callingstation) tendiere ich auch dazu eine Overbet für maximale Protection zu bringen.
    • LaraBenz
      LaraBenz
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2010 Beiträge: 515
      Beispiel C-Bet als Bluff:

      Ich halte AQ o und habe als Preflopaggressor einen Caller...
      Flop 5K9 (Rainbow)...hier spiele ich out of Position bzw. in Position nur nach einem Check halbe Potgröße an, da ich gut den König repräsentieren kann.

      Beispiel Value-Bet:

      AQ o...Flop 7Q3 (Rainbow)...mit Toppair/Topkicker setze ich for Value halbe Potsize in der Hoffnung, dass der Gegner z.B. mit einem Underpair (JJ/1010) weiterspielt.

      Beispiel Protection:

      AQ o...Flop Q :heart: 9 :diamond: 5 :heart: ...da die Textur dieses Flops drawlastig ist (Möglichkeit eines Flush), bette ich Potsize und gebe dem Gegner (falls er den Flop verfehlt hat und nur einen Draw hält) damit schlechte Potodds von 2 : 1, die er nur mit einer 50% Chance seine Hand zu verbessern, profitabel callen kann.

      Anmerkung:

      Die C-Bet unter dem Aspekt eines Bluffes wende ich nur bei max. 2 Gegnern an, da bei mehr Gegnern die Wahrscheinlichkeit zu hoch ist, dass einer den Flop getroffen hat.

      Auf einem Flop wie AQ10 (Regenbogen) würde ich als Preflopaggressor mit Pocketpaaren wie 88 oder 99 etc. auf eine C-Bet verzichten, da die Beschaffenheit dieses Boards eher nicht für einen Bluff geeignet ist.
    • k73
      k73
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2008 Beiträge: 4.379
      Original von LaraBenz
      Bei einer Protectionbet auf einem sehr drawlastigen Flop bette ich allerdings volle Potsize, um dem Gegner schlechte Potodds zu geben und ihn dadurch dazu zu bringen, die Hand aufzugeben, da er sie nicht mehr profitabel spielen kann.

      Je nach Gegner (Callingstation) tendiere ich auch dazu eine Overbet für maximale Protection zu bringen.


      Dazu hätte ich mal eine kleine Anmerkung:

      Das Ziel hinter Bets oder Raises ist, dass wir den Gegner in Fehler treiben wollen, denn aus den Fehlern der Gegner ziehen wir unseren Gewinn (und umgekehrt).
      Also sollte es unser Ziel sein den Gegner in einen möglichst großen Fehler zu treiben.

      Nur im Hinblick auf unsere Betsize wäre das natürlich bei einem AI gegeben. Aber da das unser Gegner meistens nicht callen wird mit einem Draw, können wir ihn mit einer AI-Bet auch nicht in einen Fehler treiben, sondern bewirken genau das Gegenteil, nämlich dass er das Richtige macht.

      Meiner Erfahrung nach, folden sehr viele Leute auf eine Potsizebet und erst recht auf eine Overbet (Calling Stations ausgenommen, aber da gehts ja auch eher darum 3 mal for Value zu betten, da sie alles mölgiche halten können. Daher ist Protection hier nicht der erste Grund für die großen Bets).

      Daher halte ich es für fraglich, ob es sinnvoll ist immer Potsize zu betten, wenn du protecten willst. Denn wenn Villain auf diese Potsizebet seinen Draw zu oft einfach direkt am Flop foldet, dann gewinnen wir damit kein Geld, da er keinen Fehler macht.

      Daher wäre ich dafür bei Proctection kleiner zu c-betten.
      Ich persönlich würde einfach jede C-Bet gleich groß machen, bzw. auf ähnlichen Floptexturen die gleich großen C-Bets spielen.

      Das mal an einem Beispiel (ich lehne mich an deine C-Betsizes an):

      Flop1: trocken, wir müssten nciht protecten

      K:d9:s3

      a) Wir halten A:cQ
      -> Wir haben hier nur eine Overcard und unsere C-Bet ist ein Bluff.
      --> Wir betten 1/2 pot

      b) Wir halten 9:h9
      -> Wir floppen ein richtiges Monster
      --> Wir betten 1/2 pot

      c) Wir halten Q:dJ
      -> Wir haben einen (Semi-)Bluff (GS+BDFD)
      --> Wir betten 1/2 pot


      Flop2: wet, wir müssten protecten

      Q:hJ:d9

      a) Wir halten Q:cQ
      -> Wir haben ein Monster
      --> Wir betten potsize

      b) Wir halten 7:s7
      -> Wir halten einen Bluff
      --> Wir betten potsize

      c) Wir halten A:hK
      -> Wir halten einen starken Draw
      --> Wir betten potsize.


      Damit will ich sagen, dass wir unsere C-Betsize, wenn wir sie variieren, nur von der Textur des Boards abhängig machen dürfen.


      Wenn ich was falsches erzähle, dann korrigiert mich :)
      Ich bin ja, wie alle anderen auch, hier um was zu lernen.
    • LaraBenz
      LaraBenz
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2010 Beiträge: 515
      Gestern hab ich beim NL10 mit einer Hand einen ganzen Stack unglücklicherweise
      am River verloren. Möchte die Hand nun hier posten.


      UTG: fold
      UTG+1: fold
      UTG+2: fold
      MP: fold
      MP+1: fold
      Lara (CO): $10,80
      BTN: $14,78
      SB: $3,60
      BB: $07,40

      SB posts SB $0.05, BB posts BB $0,10

      Pre Flop: (Pot: $0,15) Lara 7 :spade: 7 :heart:

      Lara openraise $0,40, BTN calls, SB and BB fold

      Flop: ($0,95, 2 players) 2 :diamond: 7 :diamond: 5 :club:
      Lara bets $0,95, BTN raise to $3,00, Lara raise to $ 9,45 and is all in, BTN calls and shows K :heart: K :diamond:

      Turn: ($21,75) A :diamond:

      River: ($21,75) J :diamond:

      BTN wins $21,75 with Flush King high

      Auf dem Flop habe ich mit einer C-Bet for Value and Protection (Möglichkeit auf einen Flush) Potsize angespielt.

      Nachdem der BTN mich gereraist hat, habe ich ihn auf ein Overpair QQ, KK, AA und eventuell auf ein niedrigeres Set (2er oder 5er) gesetzt und ihn mit der Absicht auf maximale Value all in gestellt, da er mit Overpairs lediglich 2 Outs (ca. 8% Chance) hatte, um sein Set auf dem Turn oder River zu treffen und im Falle eines niedrigeren Sets nur 1 Out, um mich bis zum River mit Quads zu überholen.

      Ich bin der Meinung, dass ich die Hand richtig gespielt habe und auch dass der Call des Gegners mit Pocket Kings nach meinem Push korrekt war.
    • k73
      k73
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2008 Beiträge: 4.379
      Ich fände es besser, wenn du das Ergebnis weglässt ;)

      Zur Hand kann man jetzt nicht so viel sagen.

      Ich persönlich openraise preflop im CO+BU nur 3bb.
      Das hat den Grund, dass unsere Range aus den Late Postion mehr schlechtere Hände beinhaltet mit denen wir einfach nur die Blinds attackieren wollen. Und wenn wir mit der schwächeren Range nur kleiner raisen, dann muss unser Steal weniger oft funktionieren um profitabel zu werden und somit wird es für uns auf lange Sicht hin einfach günstiger.

      Zu der Potsize-C-Bet hab ich ja oben schon meine Meinung geschrieben und auf sein Raise hin gehts natürlich rein.
    • LaraBenz
      LaraBenz
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2010 Beiträge: 515
      Original von k73
      Original von LaraBenz
      Bei einer Protectionbet auf einem sehr drawlastigen Flop bette ich allerdings volle Potsize, um dem Gegner schlechte Potodds zu geben und ihn dadurch dazu zu bringen, die Hand aufzugeben, da er sie nicht mehr profitabel spielen kann.

      Je nach Gegner (Callingstation) tendiere ich auch dazu eine Overbet für maximale Protection zu bringen.


      Dazu hätte ich mal eine kleine Anmerkung:

      Das Ziel hinter Bets oder Raises ist, dass wir den Gegner in Fehler treiben wollen, denn aus den Fehlern der Gegner ziehen wir unseren Gewinn (und umgekehrt).
      Also sollte es unser Ziel sein den Gegner in einen möglichst großen Fehler zu treiben.

      Wenn ich was falsches erzähle, dann korrigiert mich :)
      Ich bin ja, wie alle anderen auch, hier um was zu lernen.
      Damit gebe ich dir vollkommen recht, dass wir den Gegner in Fehler treiben wollen, weil wir aus den Fehlern der Gegner langfristig unseren Gewinn ziehen.

      Da ich gesundheitlich etwas angeschlagen bin, habe ich meine Erklärung zur C-Bet sehr kurz gehalten und diesen Aspekt weggelassen.

      Was die Höhe der Protection-Bet angeht, sehe ich es jedoch anders. Im Falle, dass der Gegner auf dem Flop nur einen Flushdraw hält, gebe ich ihm mit einer Bet in halber Potgröße Potodds von 3:1, die er mit einem Flushdraw (9 Outs) profitabel callen kann. Er würde also bei einem Call keinen Fehler machen.

      Den Fehler würde er nur machen, wenn er die Potsize-Bet callen würde, da er bei dieser schlechtere Potodds von 2:1 hat und diese nur mit einer 50% Chance seinen Draw zu vervollständigen, profitabel callen kann.
    • LaraBenz
      LaraBenz
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2010 Beiträge: 515
      Original von k73
      Ich fände es besser, wenn du das Ergebnis weglässt ;)

      Zur Hand kann man jetzt nicht so viel sagen.

      Ich persönlich openraise preflop im CO+BU nur 3bb.
      Das hat den Grund, dass unsere Range aus den Late Postion mehr schlechtere Hände beinhaltet mit denen wir einfach nur die Blinds attackieren wollen. Und wenn wir mit der schwächeren Range nur kleiner raisen, dann muss unser Steal weniger oft funktionieren um profitabel zu werden und somit wird es für uns auf lange Sicht hin einfach günstiger.

      Zu der Potsize-C-Bet hab ich ja oben schon meine Meinung geschrieben und auf sein Raise hin gehts natürlich rein.
      Das Ergebnis weglassen ?(

      Da ich vorher noch nie Hände gepostet habe, wusste ich jetzt nicht, dass man das Ergebnis weglässt.

      Warum ich hier mit 4bb openraise liegt daran, dass ich out of position spiele.
      Out of postion bette ich immer 4bb und in position (BTN) dann auch nur 3bb.
    • k73
      k73
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2008 Beiträge: 4.379
      Original von LaraBenz

      Was die Höhe der Protection-Bet angeht, sehe ich es jedoch anders. Im Falle, dass der Gegner auf dem Flop nur einen Flushdraw hält, gebe ich ihm mit einer Bet in halber Potgröße Potodds von 3:1, die er mit einem Flushdraw (9 Outs) profitabel callen kann. Er würde also bei einem Call keinen Fehler machen.

      Den Fehler würde er nur machen, wenn er die Potsize-Bet callen würde, da er bei dieser schlechtere Potodds von 2:1 hat und diese nur mit einer 50% Chance seinen Draw zu vervollständigen, profitabel callen kann.
      Ich hab das mit dieser Ausdrucksweise (4:1) nie kapiert (ich muss das für mich immer in Prozent umrechnen), aber ich glaube, deine Aussage ist falsch.

      Um profitabel callen zu können müssen die Pot Odds größer sein, als die Odds.

      Pot Odds sind bei einer 1/2 potsize bet: 3:1
      Odds auf einen Flush von Flop zu Turn sind: 4:1

      Damit sind die Pot Odds kleiner als die Odds und V hätte keinen profitablen Call.


      Aber auch wenn er einen profitablen Call hätte, dann gibt es immer noch genug Betsizes zwischen 1/2 pot und pot, bei denen er nicht die nötigen Pot Odds für einen profitablen Call bekommt, aber dennoch öfter callen wird als auf eine Potsize Bet.

      z.B. 2/3 Pot.


      (kurze Notiz zu meiner Berechnung...Wir bekommen Pot Odds von 1:3, also brauchen wir eine Equity von 1/4 = 25%. Ein FD hat 9 Outs. Dann rechne ich mit der "mal 2" Regel. D.h. du triffst den Flush am Turn mit ca. ~18-20%.
      20% < 25% => kein profitabler Call)