Ace King beginnt mir Angst zu machen

    • Sheltem
      Sheltem
      Bronze
      Dabei seit: 03.01.2012 Beiträge: 212
      Moin

      ich habe heute und gestern einige viele Hände gespielt und ein bisschen überdurchschnittlich viele AK bekommen - und jedesmal beschlich mich ein ungutes Gefühl "Die Dinger müssen etwas treffen."

      Ich spiele so im NL2 BSS FR: openraise, egal wo, 4BB/call oder 3x reraise/call.

      Und da fangen die Probleme schon an:

      Im Normalfall sind Hände die sich dadrauf einlassen, Pockets. Dagegen sieht die Equity mit 40 zu 60 schonmal schlecht aus.
      Bei einer 4Bet sehe ich mich eigentlich immer mit QQ+ konfrontiert, wogegen ich nach Equity besser gefoldet hätte.

      Dann bin ich noch mit mit dem Positionsproblem konfrontiert - wenn ich von egal wo openraise und mir ein reraise hinter mir einfange, will ich den flop eigentlich gar nicht mehr sehen.

      Und um die 40% Equity gegen Pockets wirklich zu nutzen, müsste ich ja auch irgendwie bis zum River kommen. Also habe ich die Wahl zwischen slow spielen und Freecards nehmen oder semi-bluffen.
      Dann wiederrum kann ich davon ausgehen, dass gegen die Semi-bluffs nurnoch TopPairs, 2pairs, Sets und gute draws drin bleiben. Wenn ich dann doch noch treffe, sehe ich mich immernoch mindestens zu Hälfte behind.
      OOP trau ich mich daher kaum am Turn zu 2nd barreln ... aber andersrum spiel ich Villian eigentlich nur chips in die Tasche.

      Es erscheint mir also besser gleich preflop AI zu kommen - dagegen ist meine Equity gegen 22+,AKo,AKs imho sogar -EV. Ich brauch also wiederrum dead-money oder eine fish mit weiterer push-Range.
      Gegen solche Gegner mit mehr nicht-pockets gewinn ich dann aber wiederrum ähnlich oft mit AQ .. vllt sogar AJ - und muss mit stats spielen.
      Wenn der Rest des Tisches mich nun aber besonders ärgern will, callt einer oder viele einfach nur hinter mir und der flop zeigt mir kein/ein A/K... dann kann ich schon aufgeben.


      Ich bin also ziemlich scared von AK und vorallem das 40 zu 60 Equityproblem würde ich gern gelöst haben - weil das sagt eigentlich, dass ich AK nie reraisen sollte.
      Die Einkünfte kommen also nur von folds auf meine Aggro aber die größeren Suckouts von Händen bei denen ich weit überholt wurde.
      Ich könnt mir vorstellen, dass es dazu schon viele Threads gibt, aber man kann so schlecht nach "AK" suchen ;)
      Ich bin gespannt auf konstruktive Antworten.
  • 3 Antworten
    • R3l4x3
      R3l4x3
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 12.096
      Hallo Sheltem,

      vorweg wäre es natürlich, um auf deine Ausführungen einzugehen interessant zu wissen, ob du SH oder FR spielst.

      Alles in Allem hat PS.de da aber eine gute Kolumne drüber rausgebracht, die, wenn du alle 4 Teile gelesen hast, keine Fragen mehr offen lassen sollte :)

      http://de.pokerstrategy.com/strategy/weekly-no-limit/1776/1/
    • coringaal
      coringaal
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2012 Beiträge: 14
      Hi,

      ich habe gerade mal angefangen, den Artikel durchzulesen. Eine Frage: Im Beispiel 2 in http://de.pokerstrategy.com/strategy/weekly-no-limit/1776/1/ :

      Es wird gesagt, man kann hier flat call spielen, oder aber 3bet/broke. Meine Frage ist: Was ist equity-technisch der Unterschied zwischen call und 3bet/call (welches nicht als Möglichkeit angegeben wird)? Zwei Unterschiede sind: Die kleinere Varianz von call und ein höheres equity (rel. zur Varianz) bei call falls man sein set macht (da größerer Hebel). Aber es muss noch mehr Unterschiede geben, denn sonst wäre doch sicherlich auch 3bet/call ähnlich wie call zu bewerten, oder? Kann mir jemand hier weiterhelfen? (Natürlich ist QQ oop gegen kleinere pockets auf einem Board mit A oder K im Nachteil, aber dies ist sowohl bei call als auch bei 3bet/call der Fall... oder ist das Problem, dass bei 3bet/call der Anteil der niedrigeren pockets in der range im Vergleich zu flat call ansteigt?).
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      AK hat zwei zentrale Faktoren inne:

      1. es ist die beste nicht gepaarte Hand im Spiel

      2. ausser gegen AA hat sie immer akzeptable Equity - dadurch das sie AA und KK Kombinationen blockiert werden AA/KK zusammen genauso wahrscheinlich wie QQ.


      Ich habe aber schon Schwierigkeiten deine Notation zu verstehen:

      Ich spiele so im NL2 BSS FR: openraise, egal wo, 4BB/call oder 3x reraise/call.


      Was genau möchtest du damit ausdrücken?

      Dann bin ich noch mit mit dem Positionsproblem konfrontiert - wenn ich von egal wo openraise und mir ein reraise hinter mir einfange, will ich den flop eigentlich gar nicht mehr sehen.


      i) Position - wenn du Position auf deinen Gegner hast, dann kannst du nach einem Openraise eher eine 3-Bet callen als OOP.

      ii) die 3-Bet Range des Gegners - je weiter und schwächer die 3-Bet Range des Gegners ist, desto attraktiver wird das Weiterspiel.

      Wenn dein Gegner beispielsweise nur AK, QQ+ 3-bettet, dann schmeiss ich AK ganz plump weg.


             Equity     Win     Tie
      MP2    60.41%  40.08%  20.33% { QQ+, AKs, AKo }
      MP3    39.59%  19.27%  20.33% { AKs, AKo }



      Du hast keine Equityedge und gewinnst kein Geld. AK wird dann interessant, wenn du beginnst Hände aus der 3-Bet Range des Gegners zu schlagen (z.b. AQ) und/oder die 3-Bet Range sehr weit wird.

      i) OOP würde ich in solchen Fällen zur 4-Bet greifen. Die Kombination aus Foldequity + Potequity in einer All In Situation wird den gesamten Spielzug +EV machen.

      ii) IP würde ich es davon abhängig machen wie die All In Range des Gegners genau strukturiert ist. Wenn dein Gegner AQ oder KQ z.b. 3-bettet, aber auf eine 4-Bet bzw. ein All In folded, dann ist es besser zu callen und genau diese Hände in der Hand zu halten.