tillsenstar

    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Hallo liebe Pokerstrategen,

      hier nun mein Arbeitsthread zum erfolgreichen bestehen des NL Anfängerkurses.

      Kurz ein paar Fakten zu mir:

      Ich heiße Till und bin 24 Jahre alt.
      Spiele seit Ende 2011 wieder Poker mit der Intention das ganze etwas genauer und engagierter anzugehen. Davor beschränkte sich mein Pokerspiel auf Homegamerunden mit Freunden und unregelmäßige SNG's auf bwin ohne jegliches BRM.

      Nun zu den Fragen aus Lektion 1:

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass es nicht auch wegen dem Geld ist welches man durch Poker verdienen kann. Dennoch soll Poker weiterhin ein Spiel für mich bleiben mit dem positiven Nebeneffekt ein wenig nebenher zu verdienen. Ansonsten mag ich die Herausforderung beim Pokerspielen im Internet. Das lesen der Gegner und der Versuch immer etwas besser als der Gegner zu sein. Generell kann man sagen, dass Pokerstrategy dazu beigetragen hat mein Interesse am Poker noch zu verstärken. Ich spiele Poker weil es mir Spaß macht.

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Meine Schwächen zeigen sich immer dann wenn ich von einer schlechteren Hand geschlagen werde oder sich das Board auf Turn und River so dermaßen verschlechtert, dass meine ansich starke Hand preflop nun fast nichts mehr wert ist. Ich rege mich dadurch auf und merke wie ich ganz schnell in ein B- bzw. C-Game Spiel verfalle. Man kann also sagen das ich tiltanfällig bin. Desweiteren bin ich in manchen Fällen sehr ungeduldig und zu spielfreudig was sich natürlich auch negativ auf mein Spiel auswirken kann.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Als TAG spielt man nur eine ausgewählte Range an Starthänden. Man begrenzt also seine Hände mit denen man Preflop Geld investieren möchte. Schwächere Hände werden preflop direkt gefoldet. Sollte man jedoch mit einer guten Hand aufwachen wird diese eben aggressiv gespielt. Man steigt dann mit einer Bet in das Spielgeschehen ein. Sollte ein Spieler bereits geopenraised haben wird mit einem Raise drübergegangen. Ebenso versucht ein TAG immer den Positionsvorteil zu seinen Gunsten zu nutzen. Denn ein Positionsvorteil bedeutet gleichsam auch ein Informationsvorteil, da man auf die Aktionen der Gegner reagieren kann.

      Ich hoffe ich kann hiermit Lektion 1 abschließen.

      So weit
      tillsenstar
  • 16 Antworten
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hallo Till, willkommen im Kurs!

      Die erste Lektion war ja noch keine große Schwierigkeit, deshalb kann ich da gleich ein "Bestanden" in den Raum werfen. An deinem Tiltproblem solltest du auf jeden Fall arbeiten. LEider gibt es dafür keine allgemein gültigen Ratschläge, da musst du selbst durch. Was vielleicht helfen könnte, wäre irgendein "Rage-Ableiter" wie beispielsweise ein Stressball oder irgendwas, wo man mal kräftig draufschlagen kann. Kurz aufregen, alles rauslassen und dann ganz normal weiterspielen.

      Weiterhin viel Erfolg im Kurs und ab zu Lektion 2!
    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Danke CKW,

      hier nun die Fragen zu Lektion 2 und meine Antworten.

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Sobald sich eine Multiway Situation anbahnt würde ich nicht unbedingt aus den frühen Positionen folden sondern eher den Grundeinsatz callen wenn ich denn mit einer spielbaren Hand wie z.B. 75s oder 22 dort sitze. Man bekommt einen relativ guten Preis um sich den Flop anzusehen und kriegt bei Hit meist gute Auszahlungen.

      Aufgrund der Tatsache, dass Minimumraises nicht im Chart berücksichtigt werden kann es sein, dass man eine spielbare Hand in Position folden muss aufgrund des Charts. Bin ich jedoch in Position und habe z.b. eine Hand wie T9s würde ich diese lieber callen, da sich solch eine Hand sehr gut in Position spielen lässt.

      Ebenso calle ich teilweise lieber eine Erhöhung eines tighten Spielers aus früher Position mit meinem AK um mich nicht gegen die Range von Villain zu isolieren. Sollte dieser nämlich auf meine 3bet sich dazu entschließen zu 4betten laufe ich gegen eine Handrange, welche mein AK beat hat.

      Auch im Blindbattle würde ich deutlich aufloosen und in den späten Positionen mehr marginale Hände spielen. Dies allerdings nur gegen tighte Spieler. Sollten sich in den Blinds dagegen loose bzw. aggressive Gegner befinden sollte man eher tighter werden.

      Auch Isolationsraises sollten bei einem limp von Villain gespielt werden. Man sichert sich dadurch die Initiative am Flop und kann ggfs. durch eine CBet am Flop den Pot einfahren.


      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      Link: KTo Isoraise gegen Fish (Bitte beachten, dass es sich um einen NL Shorthanded Tisch handelt)

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?


      Equity Win Tie
      MP2 53.68% 45.27% 8.41% 88+, AJs+, KQs, AKo
      MP3 46.32% 37.91% 8.41% AKo

      Somit habe ich 46,32% Equity gegen die Top 5 % Range von Villain und liege mit AKo somit knapp hinten (Coinflip Situation).

      Ich hoffe ich konnte die Fragen zu eurer Zufriedenheit beantworten und wünsche euch noch einen schönen Tag!

      Euer tillsenstar
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Original von tillsenstar
      Sobald sich eine Multiway Situation anbahnt würde ich nicht unbedingt aus den frühen Positionen folden sondern eher den Grundeinsatz callen wenn ich denn mit einer spielbaren Hand wie z.B. 75s oder 22 dort sitze. Man bekommt einen relativ guten Preis um sich den Flop anzusehen und kriegt bei Hit meist gute Auszahlungen.
      Und wie erkennst du aus frühen Positionen zielsicher, dass sich ein Multiway-Pot bilden wird? Das macht ja nur aus UTG2 Sinn, wenn UTG und UTG1 schon eingestiegen sind. Und selbst da hast du bisher maximal 3 Gegner, also Pot Odds von 3,5:1. Ob das für diese arg spekulativen Hände wie 75s reicht, bezweifle ich jetzt mal. Im schlimmsten Fall spielst du dann auch noch relativ OOP.
      Aus später mittlerer oder später Position macht es aber manchmal Sinn.

      Der Rest ist soweit in ORdnung, viel Spaß bei Lektion 3!
    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Und wie erkennst du aus frühen Positionen zielsicher, dass sich ein Multiway-Pot bilden wird? Das macht ja nur aus UTG2 Sinn, wenn UTG und UTG1 schon eingestiegen sind. Und selbst da hast du bisher maximal 3 Gegner, also Pot Odds von 3,5:1. Ob das für diese arg spekulativen Hände wie 75s reicht, bezweifle ich jetzt mal. Im schlimmsten Fall spielst du dann auch noch relativ OOP. Aus später mittlerer oder später Position macht es aber manchmal Sinn.


      Habe mich da vertan es geht natürlich um die späten Positionen bzw. um den SB.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Das klingt schon besser :) Da hab ich auch nix mehr dran auszusetzen.
    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Dann weiter im Sauseschritt mit Lektion 3.

      Frage 0: Downloade und installiere das Equilab.

      wurde bereits installiert und läuft einwandfrei

      Frage 1: Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53?

      Equity vor dem Flop:

      Equity Win Tie
      MP2 50.78% 50.40% 0.38% KsQs
      MP3 49.22% 48.84% 0.38% 3d3c

      Vor dem Flop können wir somit von einem "Coinflip" sprechen.

      Equity auf o.g. Flop:

      Equity Win Tie
      MP2 26.46% 26.46% 0.00% KsQs
      MP3 73.54% 73.54% 0.00% 3d3c

      Aufgrund der Tatsache, dass Villain sein Set trifft liegen wir meilenweit hinten.

      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      No Limit Hold'em $2 (9-handed)
      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24
      Preflop: Hero is CO with AJ
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.
      Flop: ($0.25) 2 6 3 (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.
      Turn: ($0.25) 5 (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      (Leider konnte die Hand nicht richtig in meinen Post eingebunden werden, sry dafür!)


      Ergebnis: Call

      Situation: Sind in einem 3way Pot mit 2 Coldcallern.

      As played semibluffen wir mit AJs in der Hoffnung den Pot am Turn einstreichen zu können.
      Ob ein Call hier profitabel wäre ist anhand meiner Odds und Pot Odds zu entscheiden.
      Wir haben 9 Outs auf den Nutflush und 3 Outs wegen unserer Gutshot Straight (1 Out wurde discounted, und zwar die Kreuz 4). Das Raise vom BU am Turn sieht für mich stark aus und ich entscheide mich dafür mir keine Outs auf die Overcards zu geben, da dies nicht mehr die beste Hand sein wird.

      34/12 = 2,83, fast 3/1

      (0,25+0,22+0,44)/(0,44-0,22)=0,91/0,22=4,14 also 4,14:1

      Da die Pot Odds größer sind als die Odds, mache ich langfristig Gewinn und entscheide mich für den Call.

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      Link zur Hand: JhJc auf Q75h Monoboard

      Euer tillseN
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, zu deiner Beispielhand hat dir ja Sportbernd schon geantwortet und deine Antwort zur Frage 1 passt auch.

      Ich denke wir können daher hier etwas näher auf die 2te Frage eingehen.

      Wir haben 3 Outs auf die Straight, passt soweit auch, aber haben wir mit der Straight dann auch die beste Hand?

      Gibt es ausserdem vielleicht auch Situationen, in denen wir eines von den 9 Flushouts treffen, aber wir dennoch geschlagen sind?

      Wie beeinflusst das unsere Entscheidung?
    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Hi Speedy,

      Wir haben 3 Outs auf die Straight, passt soweit auch, aber haben wir mit der Straight dann auch die beste Hand?


      Ich denke schon, dass wir (sollten wir die Straight rivern) die beste Hand halten. Die einzige Hand die uns schlägt wäre in diesem Falle 4,7. Sets haben wir beat solange sich das Board nicht pairt.

      Gibt es ausserdem vielleicht auch Situationen, in denen wir eines von den 9 Flushouts treffen, aber wir dennoch geschlagen sind?


      Dies wäre dann der Fall, wenn Villain preflop mit einem Set gecoldcallt hat und sich das Board auf dem River pairt. Dann hat Villain uns mit seinem FH beat.

      Wie beeinflusst das unsere Entscheidung?


      Es beeinflusst unsere Entscheidung insoweit, dass wir unsere Outs auf den möglichen Nutflush discounten sollten und uns ein Out weniger anrechnen sollten.

      Soweit erstmal ;)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Original von tillsenstar
      Hi Speedy,

      Wir haben 3 Outs auf die Straight, passt soweit auch, aber haben wir mit der Straight dann auch die beste Hand?


      Ich denke schon, dass wir (sollten wir die Straight rivern) die beste Hand halten. Die einzige Hand die uns schlägt wäre in diesem Falle 4,7. Sets haben wir beat solange sich das Board nicht pairt.
      Naja, schau bitte nochmal genau hin. Wenn die 4 kommt, liegt 2 3 4 5 6 auf dem Board. Also hat jeder die Stright, im besten Fall haben wir also einen Splitpot. Zudem schlägt uns jede 7. Also können wir die Outs auf den Gutshot getrost vergessen.

      Gibt es ausserdem vielleicht auch Situationen, in denen wir eines von den 9 Flushouts treffen, aber wir dennoch geschlagen sind?


      Dies wäre dann der Fall, wenn Villain preflop mit einem Set gecoldcallt hat und sich das Board auf dem River pairt. Dann hat Villain uns mit seinem FH beat.

      Wie beeinflusst das unsere Entscheidung?


      Es beeinflusst unsere Entscheidung insoweit, dass wir unsere Outs auf den möglichen Nutflush discounten sollten und uns ein Out weniger anrechnen sollten.

      Soweit erstmal ;)
      Genau das ist die Situation, Villain kann hier schon das Full House machen. Aber warum nur 1 Out discounten, dass musst du mir nochmal erklären.
    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Berichtigung:

      Wir sollten zunächst 2 Outs discounten. Dies machen wir aufgrund der Tatsache, dass eben die Möglichkeit besteht, dass der Gegner bereits ein Set gehittet haben kann und ein FH möglich ist am River. Die 6 und die 3 in Kreuz werden discounted, da diese uns zwar den Flush bringen, dem Gegner jedoch das FH. Somit verbleiben uns 7 volle Outs wenn Villain hier bereits ein Set getroffen hat. In allen anderen Fällen haben wir jedoch 9 Outs. Somit können wir durchschnittlich mit 8 Outs unsere Berechnungen anstellen. Mit Hilfe von den Implied Odds sehe ich hier einen knappen Call von Hero.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      OK, mit der Begründung kannst du die Lektion als abgehakt betrachten und mit der Nächsten weitermachen :)
    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Danke dir CKWebsolutions für die Freigabe zu Lektion 4.

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      KQ auf A97 two suited board

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      NL 4 KQo spew

      Frage 3: Du stehst am Flop mit KQ. Auf dem Board liegt J, 9,
      8 und dein Gegner hält 77. Welche Equity besitzt du in diesem Spot?



      Equity Win Tie
      MP2 41.41% 41.41% 0.00% KsQd
      MP3 58.59% 58.59% 0.00% 7h7c

      Soweit zur 4. Lektion ;)

      bis dahin euer tillSeN!
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Jop, sieht alles gut aus. Zu den Händen geposteten Händen werden sich noch unsere Handbewerter äussern, aber dass sieht alles gut aus.

      Und bei Lektion 3 sagte CK ja schon, dass das jetzt passt. Also viel Spaß mit Lektion 5.
    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Nach einer etwas längeren Arbeitspause hier die Antworten auf die Fragen von Lektion 5.

      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du deine Entscheidungen von den Stats deines Gegners abhängig gemacht hast.

      AQo auf 9TA Board

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      [NL10] AQo im BB vs. BU Steal

      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      6 :diamond: , 7 :diamond: auf dem Board 3 :diamond: , 3 :heart: , T :diamond: Turn J :diamond:

      Meiner Meinung nach scheint es auf jeden Fall profitabel 67s am Button gegen die beiden Spieler in den Blinds zu spielen. Der BB (schlechterer Spieler der beiden) callt zwar mit einer großen Range muss dann den Flop aber oop gegen mich spielen. Der SB foldet auch oft preflop, da er ein relativ tighter Spieler ist. Gegen 2 Spieler würde ich das Board am Flop womöglich sogar contibetten wobei ein check auch zu vertreten ist (mMn sogar besseres play). Der Turn ist hier auf jeden Fall zu raisen (raise/broke), um den SB der hier womöglich JT, AJ, any pocket getroffen haben kann aus der Hand zu bekommen (eine Karte in :diamond: kann gut dabei sein) . Mit einem Call würden wir eher bluffs inducen. Dies ist zwar auch kein schlechtes Play, da wir relativ oft vorne liegen, dennoch gibt es Karten am River welche wir nicht sehen wollen (any :diamond:) .
      Somit tendiere ich zu raise/broke Turn.

      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:

      J :heart: , J :spade: auf folgendem Board 6 :heart: , 9 :spade: , T :club:

      Zunächst einmal finde ich die preflop Action zwar ok, dennoch denke ich schon, dass man darüber diskutieren kann. Ich calle sehr ungerne eine 3bet mit JJ oop. Eine 4Bet jedoch führt dazu, dass Villain Hände wegwirft, welche ich womöglich preflop noch beat habe. Um diese Hände in seiner Range zu behalten wäre es wohl wirklich sinnvoll seine 3Bet nur zu callen. Den Flop würde ich zunächst checken, da er aus Sicht von Villain auf jeden Fall eine Contibet wert ist. Dies kann er mit schwächeren Händen wie AK machen AQ etc. Somit können wir dann getrost seine Contibet callen und auf eine entsprechende Karte am Turn selber groß betten woraufhin Villain dann folden muss.

      Soweit so gut, Gruß tillSeN! :s_cool:
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Dann nehm ich das mal wieder auseinander :s_biggrin:

      Bei Frage 3 gefällt mir deine Argumentation nicht, im Speziellen dieser Teil:

      um den SB der hier womöglich JT, AJ, any pocket getroffen haben kann aus der Hand zu bekommen
      Warum? Hast du jemals irgendwo gelesen/gehört, dass wir versuchen, schlechtere Hände zu vertreiben? Genau die sollen uns ja auszahlen!
      Wenn man deiner Linie folgt, willst du dich mit dem Raise gegen bessere Hände isolieren und da dann auch noch broke gehen. Davon halt ich absolut nichts.
      Richtig ist, dass wir protecten wollen. Der Raise hat also den Sinn, One-Card-Draws und "FH-Draws" von Sets und 2Pairs unprofitabel teuer zu machen. Aber wir wollen sicher keine schlechteren Hände zum Folden bringen.

      Bei Frage 4 stimm ich dir zu, die Preflop-Action ist nicht so berauschend. Persönlich würd ich hier pushen. Mit einem Call spielen wir gegen einen sehr aggressiven Gegner OOP. Die 3Bet bedeutet ja noch nicht unbedingt eine starke Hand, bei den Werten wird seine Range entsprechend groß sein. Und da laufen wir dann Gefahr, dass z.B. suited Broadways drin sind, die bei passendem Flop unsere Hand sehr alt aussehen lassen.
      Am Flop macht ein Check auf jeden Fall Sinn, die Contibet wird ziemlich sicher kommen. Aber der Call danach ist wieder nicht so prickelnd. Daddurch wissen wir wieder nicht, wo wir stehen und geben BU die Möglichkeit, eine weitere Karte zu sehen.
      Es liegt immerhin ein Straight Draw am Tisch, der ziemlich gut zur Range von BU passen könnte.
      Die Überlegung sollte sich eher darum drehen, ob wir selbst anspielen oder checkraisen. Anspielen hat den Nachteil, dass wir von schlechteren Händen kein Geld mehr zu erwarten haben (der WTS von BU ist ja im normalen Bereich). Mit dem Checkraise bekommen wir von diesen Händen aber zumindest noch die Contibet.

      Wenn du dazu noch Fragen hast einfach nachfragen, ansonsten viel Spaß bei Lektion 6!
    • tillsenstar
      tillsenstar
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2011 Beiträge: 454
      Bei Frage 3 gefällt mir deine Argumentation nicht, im Speziellen dieser Teil:
      Zitat:

      um den SB der hier womöglich JT, AJ, any pocket getroffen haben kann aus der Hand zu bekommen


      Warum? Hast du jemals irgendwo gelesen/gehört, dass wir versuchen, schlechtere Hände zu vertreiben? Genau die sollen uns ja auszahlen!
      Wenn man deiner Linie folgt, willst du dich mit dem Raise gegen bessere Hände isolieren und da dann auch noch broke gehen. Davon halt ich absolut nichts.
      Richtig ist, dass wir protecten wollen. Der Raise hat also den Sinn, One-Card-Draws und "FH-Draws" von Sets und 2Pairs unprofitabel teuer zu machen. Aber wir wollen sicher keine schlechteren Hände zum Folden bringen.



      Möchte trotz erfolgreich bestandener Lektion 5 nochmal kurz Stellung zu deiner Aussage nehmen.

      Nach nochmaligem Lesen meines Posts stimme ich dir zu, dass ich mich wahrscheinlich etw. falsch ausgedrückt habe in Sachen Turnplay.
      Set, Top2, A :diamond: J sollen natürlich unser Raise callen, aber für einen Preis , welchen Sie eigentlich nicht bezahlen dürfen um Ihren Flushdraw, FH-Draw zu completen. Natürlich stellen wir unseren gesamten Stack gerne als Favorit in die Mitte. Uns gegen bessere Hände zu isolieren und dann broke zu gehen ist natürlich keineswegs eine gute Idee ;)

      Danke für die Kritik, sehen uns dann in Lektion 6 :s_grin: