Iacturus

    • Iacturus
      Iacturus
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2005 Beiträge: 231
      Guten Tag!

      Über mich

      Hier stand mal etwas...

      Lektion 1

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?
      Zum einem ist Poker ein interessantes Spiel und ich spiele einfach gerne, sowohl digital als auch analog. Außerdem ist Geld natürlich ein schöner Anreiz, wobei ich nicht davon ausgehe, in naher Zukunft Unmengen damit zu verdienen. Pokern bietet außerdem eine interessante Mischung von Glück und Können, sowie verschiedene Spielweisen und/wegen verschiedene(n) Gegner(n).

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?
      Wie schon beschrieben, ist die Langzeitmotivation eine meiner größten Schwächen. Direkt am Tisch schlägt sich das durchaus auch in Langeweile (-> mehr Hände spielen) wieder. Außerdem kommt es vor, dass ich vom A-Game abweiche, wenn es besonders gut (-> Übermotivation) oder besonders schlecht (-> Verlangen den Verlust wieder reinzuholen) läuft.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
      Wenige/ausgewählte/starke Hände ("wenige statt viele") aggressiv ("setzen statt mitgehen") spielen. Dadurch lassen sich im Mittel die Gegner am besten und einfachsten ausspielen, da sie zum einen mit schlechteren Händen ihr Geld "verschenken" oder zum anderen zu vorsichtig (oder allgemein zu schlecht) sind, wenn durch Bets unter Druck gesetzt werden.


      Das war es dann erst einmal von mir.

      Vielen Dank schon mal für die Unterstützung!
  • 10 Antworten
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hallo Robert, willkommen im Kurs!

      Wenn dir die Zeit für Poker fehlt, ist das an sich kein Problem. Der Fortschritt dauert dann eben etwas länger. Wichtig ist nur das Durchhaltevermögen und der Wille, sich mit dem Spiel zu beschäftigen. Und da bist du ja schon auf dem richtigen Weg.

      Zur ersten Lektion gibts nicht viel zu sagen, die "Standortbestimmung" hast du hinbekommen, damit kansnt du auch gleich Lektion 2 in Angriff nehmen.
    • Iacturus
      Iacturus
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2005 Beiträge: 231
      Lektion 2

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?
      Das SHC fasst viele Situationen zusammen und soll vor "schwierigen" Entscheidungen nach dem Flop schützen. Informationen wie suited/unsuited Hände, Anzahl von Limpern, Stacksizes und Höhen von (Re-)Raises werden vernachlässigt. Aber vor allem werden die Spielweisen der Gegner vernachlässigt. Berücksichtigt man diese Informationen, kann und sollte man vom SHC abweichen. Als Beispiel dafür möchte ich das Stealen und Restealen nennen, was gegen entsprechend tighte Spieler in den Blinds auch mit mehr Händen als im SHC auf Dauer +EV ist.

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.
      Siehe NL2 AQo, Preflop, Midposi, Action behind
      Ist aber noch unbeantwortet (Stand 15.4. 22:49 Uhr)

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?
      46.32%

      Vielen Dank und bis später.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, erstmal auch von mir willkommen im Kurs.

      Zur Aufgabe finde ich, das sieht eigentlich ganz gut aus. Bei Frage 2 geben wir ruhig unseren Handbewertern noch etwas Zeit, die wollen vielleicht an einem Sonntagabend auch noch etwas anderes machen, als im Forum rumzugammeln.

      Aber ich denke das ist ein einfacher Fold. Du hast bisher nur 8 cent investiert und du bist Out of Position gegen 2 Gegner. Die scheinbar eine starke Hand haben. Die 8 Cent sind da einfach das risiko nicht wert die Hand zu spelen.

      Also, von meiner Seite viel Spaß mit Lektion 3.
    • Iacturus
      Iacturus
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2005 Beiträge: 231
      Lektion 3

      Frage 1: Du hältst K:spade: Q:spade: . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3:diamond: 3:club: ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J:spade: 5:diamond: 3:spade: ?
      Vor dem Flop: 50,78%
      Nach dem Flop: 26.46%
      Die Equity geht also deutlich nach unten auf dem Flop - vom Flip zu 1:3, da nur noch ein Flush ohne ein Paar auf dem Board hilft.

      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?
      Call. Seine Range würde ich auf ca. TT-22,54s,8d7d,7c6c schätzen - also alle Sets und vielleicht Overpairs bis TT. JJ+ wären wohl vor dem Flop geraised worden. Zusätzlich alles was mindestens eine Straße hat oder einen OESD+FD. Gegen diese Range hätte ich noch 29,13% Equity, was mir durchaus einen call erlaubt, da ich für einen Pot von 0,91 nur 0,22 zahlen muss und durchaus noch mehr gezahlt wird, wenn ich den Flush treffe.

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.
      NL2 Set Protecten/Aufgeben gegen Flush(draw)
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Deine angegebene Range bei Frage 2 regt etwas zum Nachdenken an. Warum sollte BU mit einem Overpair gerade am Turn Druck machen, wo er doch am Flop auch schon was tun hätte können? Selbiges gilt dür die :diamond: -Draws, warum gerade jetzt? Bedenke, dass BU am Flop als LEtzter dran war und alle zu ihm checken. Das wäre doch die Gelegenheit, mal anzuspielen.

      Am Turn machen eigentlich nur die Sets, die Straight und vielleicht bei einem sehr aggressiven Gegner ein :club: -FD Sinn. Selten vielleicht auch mal ein 2Pair.

      Wir haben hier trotzdem etwa 8 saubere Outs (7 gegen die Sets, aber 9 gegen die Restrange), womit wir Pot ODds von etwa 4,75:1 brauchen würden. Mit den Implieds lässt sich das in etwa erreichen. Damit geht der Call in Ordnung.
    • Iacturus
      Iacturus
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2005 Beiträge: 231
      Original von CKWebsolutions
      Deine angegebene Range bei Frage 2 regt etwas zum Nachdenken an. Warum sollte BU mit einem Overpair gerade am Turn Druck machen, wo er doch am Flop auch schon was tun hätte können? Selbiges gilt dür die :diamond: -Draws, warum gerade jetzt? Bedenke, dass BU am Flop als LEtzter dran war und alle zu ihm checken. Das wäre doch die Gelegenheit, mal anzuspielen.
      Nach meiner Erfahrung auf NL2 ist es nicht unrealistisch, dass das kleine Overpair slow gespielt wird (passive Spieler) - was natürlich ein schlechtes Spiel ist. Am Turn bekommt er dann doch Angst vor den Draws und macht einen Minraise.
      Bei meinen angegebenen :diamond: -Draws kommt noch der OESD dazu. Derartige Spieler denken sich, dass sie kein zusätzliches Geld gewinnen, wenn sie den Flop anspielen und alle anderen folden. Machen dann aber einen Minraise, mit einem sehr guten Draw um Value zu bekommen.
      Es ist schwer die Gegner pauschal einzuschätzen, daher habe ich diese Hände mit rein genommen.
    • Iacturus
      Iacturus
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2005 Beiträge: 231
      Hmm... *push*
      Gibt es noch mehr dazu zu sagen oder kann ich mit der nächsten Lektion weitermachen?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Naja, wie CK schon sagt. Die Hände machen eigentlich keinen Sinn bei der Line, die Villain hier spielt. Und ich denke selbst auf den Microlimits sollte man erstmal davon ausgehen, dass der Gegner vernünftig spielt. Ich meine wenn du die entsprechenden Reads auf den Gegner hast, kannst du die Hände schon in die Range nehmen, aber das ist hier nicht der Fall.
    • Iacturus
      Iacturus
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2005 Beiträge: 231
      Wenn man auf Grund des Mangels von Reads von vernünftige Spielweise ausgeht, wäre meine beschriebene Range wohl nicht sinnvoll.
      Aber dann wären auch Sets nicht unbedingt sinnvoll, da man die am Flop hätte schützen sollen auf dem drawlastigen Board, oder?
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Naja, zimindest das Set mit 55 kann am Flop nicht geschützt werden, weil es ja dort noch nicht existiert. Bei den anderen Sets geb ich dir Recht, da wäre Protection auf jeden Fall sinnvoll gewesen. Ganz ausschließen würd ich die Hände aber trotzdem nicht, BU kann vielleicht trotzdem einen Slowplay-Versuch gestartet haben. Vernünftiges Spiel ist ja nicht gleichzusetzen mit perfektem Spiel. Wir sollten nur auf jeden Fall vermeiden, den Gegner immer pauschal als totalen Fisch zu sehen, solang wir keine Reads haben. Überleg dir immer, mit welchen Händen du selbst in der gegebenen Situation so gespielt hättest und erweitere die Range um ein paar Made Hands, die du protected hättest. Das ist gerade auf den kleinen Limits nämlich ein großer Fehler der Gegner, die haben keine Ahnung von Protection und können so wie in dem Beispiel auch mal slowplayen, wo es wenig Sinn macht. Frei nach dem Prinzip "ich hab ja ein Set, damit bin ich der King".
      Jetzt lassen wirs mal gut sein für die Lektion, viel Spaß beim nächsten Schritt!