Verlust am anfang der Session

    • gumbles
      gumbles
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2010 Beiträge: 6.424
      In letzter Zeit beginnen meine Sessions alle damit, dass ich 2-3 stacks nach unten falle.
      Das passiert in den ersten 100 bis 200 Haenden, ich analysiere natuerlich die Haende die ich verliere und zum großen Teil sind sie richtig gespielt.
      Ich hitte mein Set und Villain trifft am river seinen 1card flush oder schlaegt meine Premiumhaende mit hoeheren. Also AA ueber KK und aehnliches. Mal verlier ich nen ganzen Stack, mal nur kleine Teile weil ich rechtzeitig aus der Hand komme. Ich treffe keine Sets, flushs kommen nicht an, straights werden vom FH geschlagen. Meine Graphen sind also Treppenartig.

      Nach mehreren solchen beats fang ich langsam an zu tilten, weil die Varianz so hart zuschlaegt und ich lass mich dazu verleiten schlecht zu Spielen und verliere teilweise noch mehr, sodass ich bis zu 5 Stacks unten bin in nur 200 Haenden.
      Das Tiltproblem ist aber recht schnell wieder beseitigt. Sind ja nur badbeats.
      Ab den 200 Haenden "dreht" die Varianz und meine Sets kommen an, flushs und straights am Flop und Toppairs reichen oft um die Hand zu gewinnen.
      Ich spiele aehnliche Haende, calle nicht unbedingt tighter als vorher, veraendere meine Betsizes nicht, dennoch bleiben die Gegner in der Hand, callen schlechte Haende und spielen nicht mehr "-EV-Call Preflop, gutshot/backdoor flush draw Flop, -EV call Flop, runner runner flush". Ich hab dann aber irgendwie ein besseres Mindset.
      Am anfang heist es: ach, ich hab eh ne Edge gegen die, also straight forward rein, mein flush wird schon kommen. Er kommt aber nie. Im "Upswing" der Session spiel ich vlt etwas vorsichtiger, aber die Draws kommen oefters an. Und ich laufe immer in Villains Toprange
      Ist das nur subjektiv?

      Im Moment laeuft bei mir eine Challange mit maximal 1k Haenden / Session und nach 2 wochen gewinnt die groeßere BR.
      Wie gesagt gehts ab 200 Haenden dann aufwaerts sodass ich gegen 700-800 Haenden wieder breakeven bin. Auf die naechsten 100 Haende gehts dann so 1-2 stacks up, sodass ich meine Session mit nem leichten Plus beende.
      Ich faende es natuerlich besser wenn der anfangsdownswing nicht waere. Ich weiß aber nicht ob es am Mindset oder an den Villains liegt, die dann looser callen weil sie denken ich spiele schlecht.

      Ich weiß auch nicht wie ich das Tiltproblem durch den "downswing" abfangen kann. Ich weiß ja inzwischen, dass die Sessions wohl so anfangen, liegt es vlt daran? Schlechtes Chi?

      Hat jemand hier das gleiche Problem? Oder meint ihr es hilft wenn ich mich weiterhin mit meinem Spiel beschaeftige und das so hinnehme?
      Die Swings stellen immerhin einen unterschied von 5-6 Stacks dar. Wenn ich meine Sessions statt mit 1 Stack, mit 5 beenden wuerde, waere das natuerlich Super.
  • 9 Antworten
    • stylus20
      stylus20
      Black
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 9.020
      ich hatte das problem auch ma, hab dann aber gelernt das es einfach nur varianz ist und ich quitte die session auch nicht wenn meine hands gut gespielt waren.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      die einfache Antwort wäre: ist nur subjektiv, bzw. du hast derzeit zu Beginn der Sessions mehr Pech als durchschnittlich und verallgemeinerst das.
      - hieße: man kann nichts machen als sich klarzumachen, dass es kein Gesetz oder so ähnlich gibt, dass du am Anfang schlecht runnst, sondern dass das derzeit halt so ist, aber nicht bleiben wird und du nichts dran ändern kannst - abwarten und weiter grinden.

      Die längere Antwort wäre: dein mindset ist angegriffen durch das Auftreten der Negativerlebnisse zu Sessionbeginn und daher spielst du (unabsichtlich) darauf hin, dass das erwartete Ergebnis (am Anfang gehts in den Keller) auch eintritt.
      Das nennt man eine self fulfilling prophecy, da man unterbewusst auf das Scheitern hinarbeitet und es somit wirklich wahrscheinlicher macht. So entsteht ein Teufelskreis, bzw. eine Abwärtsspirale.
      Nehmen wir an bei dir ist das der Fall, dann musst du aktiv dagegen angehen.
      Eine Idee wäre die Sessions auf einem kleineren Limit zu beginnen, dort zum warm werden 200 Hände spielen und schauen ob du auch dort wie immer down gehst, wenn ja war's nicht so teuer, wenn nein, kannst du dir das in Zukunft ja sparen.
      Eine weitere Option wäre wesentlich tighter zu spielen, auch dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass du schnell tief im Minus bist.

      Ich kenne das mit der Abwärtsspirale übrigens aus eigener Erfahrung und bei mir war es so, dass ich zu sehr zu Beginn mit der Brechstange gespielt habe, wilde bluffs gemacht hab oder einfach gegen raises nicht gefoldet um schnell meinen Gewinn zu realisieren und prompt war ich in der Tinte und im Minus und musste mich langsam rausarbeiten, wenn angemesseneres Spiel zu Sessionbeginn und das Wissen, dass es nunmal in ~50% der Sessions zunächst down gehen wird, d.h. sollte es also eintreffen ist es ganz normal und man muss genauso weiterspielen wie sonst auch, einen vor Schaden bewahrt hätte.
    • gumbles
      gumbles
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2010 Beiträge: 6.424
      Ob ich mir Mindset und Strategietipps von Scoop geben lassen sollte? :coolface:

      no offense scoop ;)

      Danke fuer eure Meinungen. Ich werde das die naechsten Tage mal probieren mir den ganzen Tag einzureden dass ich gutes Pokerspiele und der Downswing am anfang nicht sein muss. Vlt hillft es ja.
      Sessions quitten tu ich eh erst wenn ich eine gewisse samplesize habe, wo ich sehe dass ich heute entweder scheiße spiele oder ich merke, dass ich durch irgendetwas abgelenkt werde.
      5 stacks im badbeat verlieren trotz gutem Play (durch das wissen also auch nicht zu tilten) und dann quitten halte ich fuer -EV
    • Extramask
      Extramask
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 5.042
      Bei mir ist es immer genau das Gegenteil. Erst mal schön 3-5 Stacks up nur um am Ende gerade mal 1 Stack im plus zu sein. Gerade eben auch 2k Session gehabt. Schnell 5 Stacks up dann runter auf 0.8 Stacks up um am Ende der Session mit +3,5 Stacks dazustehen. Wichtig ist halt, dass die Hände wirklich gut gespielt sind und nicht overplayt etc. Ist teilweise echt Varianz oder durch einen dummen Move verballert worden. Was ich auch bei mir festgestellt habe, ist dass man anfängt bissl fancy und spewey zu spielen wodurch der Anfangsdown nur unnötig verstärkt wird.

      Aber das Problem wie du es beschreibst hatte ich auch schon zu genüge. ;)
    • gumbles
      gumbles
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2010 Beiträge: 6.424
      Und wieder so eine Session..

      nach 20 Haenden war ich etwas up, dannach gings straight auf -2 stacks...
      Hab die Session dann nach 200 Haenden beendet, als der upswing wieder begann weil ich zu einer Bildungseinrichtung musste.
      Als ich wiederkam dann 9tabled auf 700 Haende, den upswing mitgenommen und bei 2stacks up gelandet. Haetten 3 werden koennen aber ich hab 2-3 Haende ungluecklich verloren.

      :f_mad:
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      noch ein mindsettipp von mir :P , wobei der eigentlich von leatherass ist:
      versuche mal 1ne Woche lang NICHT in den Cassier zu gucken, notiere dir den Stand der Bankroll zu Beginn und dann schau wo du ne Woche später stehst und natürlich zwischendrin auch die stacks nicht mitzählen, sondern einfach A-game spielen, wayne money.^^
    • gumbles
      gumbles
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2010 Beiträge: 6.424
      ich denke nicht dass es an scared money liegt. Weil ich spiele wayne money^^
      Der ehrgeiz im moment kommt zum großenteil aus der Challenge und dem drang besser zu werden. Das wochenende ueber werd ich wohl auch wieder einige Stratartikelsessions einlegen und weniger spielen.

      Mal sehen ob es klappt wenn ich die ersten Haende sehr tight spiele .
    • olebowle
      olebowle
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2011 Beiträge: 257
      Hatte das angesprochene Problem auch.Hab dann festgestellt das ich am Anfang der Session uebermotiviert bin.Nach dem Motto "ran an Rechner und Attacke". Und nach der Session Haende durchgesehen.
      Nun schau ich VOR der Session die Haende durch....mir persoenlich hilfts um zu Anfang der Session die Geduld und Coolness zu finden und den Enthusiasmus n bissl zu bremsen.Ausserdem bin ich vor der Session frischer und reservierter zu den Haenden vom Vortag,weniger voreingenommen von meinem Spiel als direkt danach.
    • gumbles
      gumbles
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2010 Beiträge: 6.424
      heute wars anders rum. erst liefs gut, dann ab 200 Haende nur badbeats... thats poker^^