Es gibt Leute, die mit Online-Skat Geld verdienen?

    • DrPepper
      DrPepper
      Gold
      Dabei seit: 20.10.2006 Beiträge: 1.333
      Hi,
      ich habe mal gehört, dass es Leute gibt, die ähnlich wie wir Pokerspieler mit Online-Skat Geld verdienen. Ich hab eben mal etwas recherchiert, da ich auch Lust hätte, ein wenig Online-Skat zum Spaß zu spielen, aber der Rake scheint sich da immer im 15-20% Bereich zu bewegen. Das ist natürlich einfach lächerlich. Es kann mir doch niemand erzählen, dass den irgendjemand auf der Welt schlagen kann. Mir ist es sowieso ein Rätsel wie es Profi-Skatspieler geben kann, da ja beim Skat der Glücksfaktor noch mal um einiges größer ist als beim Pokern und 9/10 Spielen sowieso schon vor Beginn der Runde entschieden sind. Kennt sich da vielleicht jemand etwas besser aus als ich?
  • 18 Antworten
    • Libertines
      Libertines
      Bronze
      Dabei seit: 24.12.2007 Beiträge: 1.562
      9/10 niemals. liegt halt aber massiv am partner ob man den AS umbiegen kann.
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.481
      Original von DrPepper
      da ja beim Skat der Glücksfaktor noch mal um einiges größer ist als beim Pokern
      absolut falsch, der glücksfaktor ist beim Pokern weit weit höher
    • olebowle
      olebowle
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2011 Beiträge: 257
      Mir ist es sowieso ein Rätsel wie es Profi-Skatspieler geben kann, da ja beim Skat der Glücksfaktor noch mal um einiges größer ist als beim Pokern und 9/10 Spielen sowieso schon vor Beginn der Runde entschieden sind.



      definitiv nicht!!!
    • Nachteule02
      Nachteule02
      Silber
      Dabei seit: 22.05.2010 Beiträge: 16
      9 von 10 Spielen sind vor "vor der Runde" entschieden.
      Sollte sich diese Behauptung auf die einzelnen Blätter beziehen, muß ich widersprechen. Der Prozentsatz ausgespielter Blätter ist höher.

      Was stört beim bezhahlten Online-Skat sind die Rakes, die wie eingangs
      behauptet mit 15-20 Prozent zu hoch sind, zumal es bei den Anbietern
      selten Rake-back-Programme gibt.
    • MXh
      MXh
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2009 Beiträge: 638
      Skatstrategy? Wie sieht die aus? Tight-aggressiv: Nur unverlierbare (zumindest zu 90%) Blätter spielen?
    • Nachteule02
      Nachteule02
      Silber
      Dabei seit: 22.05.2010 Beiträge: 16
      Tight -aggressive ist einfach zu langweilig. Das liefe auf stereotypes 18-passe
      hinaus.
      Ein anständiger "donk" reizt aggressiver bis 22 und spielt mit Schrottblättern
      "loose-aggressive" ein Nullspiel.
    • escheAA
      escheAA
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2008 Beiträge: 2.310
      ist da nicht easy colluding angesagt?
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Original von MXh
      Skatstrategy? Wie sieht die aus? Tight-aggressiv: Nur unverlierbare (zumindest zu 90%) Blätter spielen?
      Kommt drauf an, was du genau spielst, aber imo sollte longterm +EV drin sein, wenn du in 2 von 3 Spielen gewinnst.

      Glücksfaktor btw viel geringer als im Poker...Skat kann man im Prinzip bis zur absoluten Perfektion lernen(also fast, theoretisch könnte jemand "bluffen", ist aber unwahrscheinlich)...
    • derf0s
      derf0s
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2008 Beiträge: 14.898
      rake ist kaum schlagbar bei den gängigen plattformen.

      frage mich aber wieso pokeranbieter sowas nicht anbieten mit "fairem" rake
    • LordPoker
      LordPoker
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2007 Beiträge: 12.784
      Original von derf0s
      rake ist kaum schlagbar bei den gängigen plattformen.

      frage mich aber wieso pokeranbieter sowas nicht anbieten mit "fairem" rake
      Weils sich wahrscheinlich einfach nicht lohnt.

      Das Spiel ich auf 3 Spieler limitiert und einfach zu komplex für eine Massentauglichkeit. Du wirst kaum auf DSF (Sport1 blabla) Phil Hellmuth gegen Negreanu und Dwan Skat HU for rollz spielen sehen. Dafür is das Spiel einfach zu komplex und vielshcichtig.

      Beim Poker kann ja jeder 0815 Donk sagen "lol 2 Karten ALLIN" und auch ohne Skill mitspielen.


      Und Pokerstars wird wohl einfach riesige Skaleneffekte erzielen im Gegensatz zu einem reinen Skatanbieter. Mal ganz davon abgesehen, wie willst du das Pricing machen? Bezahlst du pro Spiel? Du kannst ja nicht einfach folden, weil dann theoretisch das ganze als zu 0 Spiel gewertet werden könnte.


      ;)
    • Pokerfox68
      Pokerfox68
      Silber
      Dabei seit: 25.08.2006 Beiträge: 2.371
      Das mit den 15-20% Rake kann man wohl nicht so pauschal sagen.Die meisten Anbieter bieten gute Prämien für Vielspieler an.Ich habe dort schon einzelne Turniere gespielt,was definitiv -EV ist.

      Aber man kann auch Centskat spielen,wo der Rake schlecht zu berechnen ist,da man nur ein kleines Tischgeld zahlt.

      Der Glücksfaktor beim Skat sollte zwar etwas geringer sein als beim Poker,aber man spielt ja dort wesentlich weniger Spiele,als beim Poker Hände.Man kann ja nie mehr als einen Tisch spielen.Und ein Spiel dauert online nunmal im Schnitt 1 min.

      Also dauerhaft grössere Beträge,wie beim Poker,kann man wohl mit Skat online nicht verdienen.
    • marc0506
      marc0506
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 8.241
      Original von Pokerfox68
      Das mit den 15-20% Rake kann man wohl nicht so pauschal sagen.Die meisten Anbieter bieten gute Prämien für Vielspieler an.Ich habe dort schon einzelne Turniere gespielt,was definitiv -EV ist.

      Aber man kann auch Centskat spielen,wo der Rake schlecht zu berechnen ist,da man nur ein kleines Tischgeld zahlt.

      Der Glücksfaktor beim Skat sollte zwar etwas geringer sein als beim Poker,aber man spielt ja dort wesentlich weniger Spiele,als beim Poker Hände.Man kann ja nie mehr als einen Tisch spielen.Und ein Spiel dauert online nunmal im Schnitt 1 min.

      Also dauerhaft grössere Beträge,wie beim Poker,kann man wohl mit Skat online nicht verdienen.
      [x] in before: ich 20-table skat und merke mir alle gespielten karten... :coolface:

      im ernst: spielt hier jemand um nennenswerte beträge skat? wie schützt man sich vor collusion?
    • DrPepper
      DrPepper
      Gold
      Dabei seit: 20.10.2006 Beiträge: 1.333
      Wie gesagt, ich kenne mich nicht so gut aus mit Skat. Ich habe immer wieder gerne in Hobby-Runden gespielt, aber nie wirklich intensiv und ich bin sicher auch nur ein mittelmäßiger Spieler.

      Viele von euch haben geschrieben, dass der Glücksfaktor beim Skat eben nicht höher sei als beim Pokern. Bitte erklärt mir das etwas ausführlicher. Mein Eindruck von Skat ist, dass man einfach nichts machen kann, wenn man keine guten Karten bekommt. Man kann einfach nicht gewinnen, wenn man nicht die besten Karten hat. Natürlich gleicht sich das auf Dauer aus, aber so kann man ja trotzdem nix gewinnen. Beim Pokern kann man schließlich bluffen und ein guter Spieler weiß wann und wie. So kann man auch mit der schlechtesten Hand Geld gewinnen.

      Außerdem kann man beim Pokern versuchen, mit schlechten Karten wenig zu verlieren und mit guten viel zu gewinnen. Ich kann ja beim Skat nicht folden, wenn ich Dreck auf der Hand halte und muss den Typen, der Grand Hand spielt trotzdem ausbezahlen.

      Mir macht Skat wirklich Spaß, aber es fühlt sich für mich meistens eher wie Kniffel an, wenn man mit Leuten spielt, die halbwegs wissen was sie tun. Natürlich kann man Fehler machen, aber selbst wenn man hin und wieder ein knappes Spiel abgibt und der andere nicht, dann scheint mir das einfach prozentual so wenig zu sein, dass es kaum ins Gewicht fällt.

      Ich gehe davon aus, das ich hier vieles falsch einschätze, also bitte erklärt mir etwas ausführlicher, was es mit de Skat-Glück auf sich hat.
    • Pokerfox68
      Pokerfox68
      Silber
      Dabei seit: 25.08.2006 Beiträge: 2.371
      Zum Thema Glück beim Skat:

      Das Problem ist,das man einschätzen muss,ob die Karten die man erhält,wiklich gut oder schlecht sind.Einen Oma Grand Hand kann jeder spielen.Aber die meisten Spiele sind grenzwertige Spiele.Das kann meist nur ein guter Spieler richtig einschätzen und dann auch gewinnen.

      Wenn man erkannt hat, das man mit 2 Pflaumen am Tisch spielt,die das Gegenspiel nicht ordentlich beherrschen,kann man auch riskantere Spiele durchziehen.Am Ende setzen sich am Tisch,wenn die Runde 48 Spiele beträgt,eigentlich meist die besseren Spieler durch.Nur wenn der Unterschied in der Spielstärke nicht allzugross ist entscheidet dann mehr oder weniger doch das Glück.Auch bei kürzeren Listen kann es vorkommen,das sich hin und wieder mal der Anfänger durchsetzt.

      Ganz ohne Glück geht es auch nicht,auch beim Skat gibt es Downswingphasen.Doch der Glücksfaktor sollte doch wesentlich kleiner sein,wie beim Poker.
    • DrPepper
      DrPepper
      Gold
      Dabei seit: 20.10.2006 Beiträge: 1.333
      Hmm, ok, da gebe ich dir wohl recht. Vielleicht hatte ich auch immer nur den Eindruck es sei alles Glück, weil wir in meiner Gruppe wohl alle recht gleich stark waren.

      Eine andere Sache hat mich beim Skat übrigens immer gestört. Ich finde es sehr schade, dass es egal ist, ob man mit 61 oder 89 Punkten gewinnt. Ich glaube, mir würde es besser gefallen, wenn sich jeder einzelne erzielte Punkt am Ende im Ergebnis wiederspiegeln würde. Wie genau das gemacht werden sollte, weiß ich auch nicht. Man müsste die Punktzahl der Spieler irgendwie mit in den letztendlichen Spielwert einrechnen. Dies würde viele Spiele etwas interessanter machen, nicht nur die ganz knappen, da man so immer um jeden einzelnen Punkt kämpfen würde. Oft weiß man ja vor Beginn der Runde schon, dass z.B. der Alleinspieler gewinnen und die andere Partei Schneider schaffen wird. Solche Runden spielt man dann einfach etwas gelangweilt runter, weil eh nichts anders laufen wird. Käme es auf jeden Punkt an, würde man auch hier immer voll dabei sein müssen. Außerdem könnte man als guter Spieler sich so auf lange Sicht einen größeren Vorteil erarbeiten. Was würdet ihr von so einer Regelerweiterung halten?
    • StephanN
      StephanN
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2007 Beiträge: 6.522
      Was ist denn Glück?

      Mit Glück kann Varianz gemeint sein. Also Sagen wir man hat 100€ und kann Poker oder Skat spielen, dann ist beim SKat die Varianz einfach deutlich niedriger.

      Mit Glück kann aber natürlich auch gemeint sein, in wie weit ich das Spiel Ergebnis beeinflussen kann, Poker wissen die meisten wie viele Möglichkeiten es gibt und wie schwierig es sein kann.

      Ich denke, Skat ist etwas weniger kompliziert und man hat einfach gegen Hobby Spieler niedrigere Edges. Man schafft ja auch nur niedrigere Volumina.

      So richtig ist mir das auch nicht klar..
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Original von StephanN
      Was ist denn Glück?

      Mit Glück kann Varianz gemeint sein. Also Sagen wir man hat 100€ und kann Poker oder Skat spielen, dann ist beim SKat die Varianz einfach deutlich niedriger.

      Mit Glück kann aber natürlich auch gemeint sein, in wie weit ich das Spiel Ergebnis beeinflussen kann, Poker wissen die meisten wie viele Möglichkeiten es gibt und wie schwierig es sein kann.

      Ich denke, Skat ist etwas weniger kompliziert und man hat einfach gegen Hobby Spieler niedrigere Edges. Man schafft ja auch nur niedrigere Volumina.

      So richtig ist mir das auch nicht klar..
      Naja, im Skat liegen Topspieler und Hobbyspieler näher beieinander als beim Poker. Vorteil ist halt, dass es weniger mögliche Szenarien gibt und deswegen die Varianz geringer ist :-)
    • DrPepper
      DrPepper
      Gold
      Dabei seit: 20.10.2006 Beiträge: 1.333
      Original von StephanN
      Was ist denn Glück?

      Mit Glück kann Varianz gemeint sein. Also Sagen wir man hat 100€ und kann Poker oder Skat spielen, dann ist beim SKat die Varianz einfach deutlich niedriger.

      Mit Glück kann aber natürlich auch gemeint sein, in wie weit ich das Spiel Ergebnis beeinflussen kann, Poker wissen die meisten wie viele Möglichkeiten es gibt und wie schwierig es sein kann.

      Ich denke, Skat ist etwas weniger kompliziert und man hat einfach gegen Hobby Spieler niedrigere Edges. Man schafft ja auch nur niedrigere Volumina.

      So richtig ist mir das auch nicht klar..
      Danke für diese Antwort, ich glaube damit hast du einiges Licht in meine Gedanken gebracht. Ich habe einfach Glück mit Varianz verwechselt. Ich denke genau so ist es: Beim Skat ist die Varianz kleiner, aber dafür auch die Edge, die du gegen schlechte Spieler hast. Daher wird es vermutlich niemals so proftitabel sein wie Pokern.