...bis der LAG erkennt, dass er geschlagen ist...

    • Flat1975
      Flat1975
      Einsteiger
      Dabei seit: 18.09.2010 Beiträge: 36
      Grüße!
      Ich hab da mal wieder ne blöde Frage, die sich beim Lesen der Bücher stellte, und Theorie und Praxis sind ja oft zwei paar Stiefel, daher mal an die schon länger spielenden unter euch: wie "tickt" so ein LAG oder Hyper-LAG bei Calls, also "passiver Gegenwehr"?
      Beispiel: auf einem Rainbow Board mit A76 callt ein Spieler die C-Bet des LAGs.
      Im Turn kommt eine 5, also eine gute Karte für den Caller.

      Bringt der (gute) LAG hier dennoch eine Second Barrel?
      Oder checkt er und foldet auf die zu erwartende Bet des Gegners?
      Oder denkt er an einen Float-Versuch und Check-raist?

      Klar, ist immer gegnerabhängig, mir geht es vielmehr auch um die grundsätzliche Denkweise.
      An welcher Stelle im Beispiel kommt das Konzept der Bücher zum Tragen "er macht so lange Druck bis er erkennt, dass er geschlagen ist."?

      Danke!
  • 2 Antworten
    • askari21
      askari21
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2006 Beiträge: 4.342
      Es kommt auf die Situation an und vor allem die Ranges. Wenn "der" Lag aus UTG raist und wird von einem Standard Reg aus MP/Blinds gecallt und wird dann auf dem Board gecallt, gibt er oft auf mit Air. Die Wahrscheinlichkeit gegen ein gutes Ace+ zu laufen ist einfach zu hoch. Es kommt aber auch darauf an wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist am Turn einen c/r zu kassieren und wieviele Outs (Equity) die Hand noch hat. Eigendlich geht es dir doch darum welchen Teil seiner Range er weiterspielt und in welcher Situation. Das er AJ+ und gute Draws betet ist klar und das mit Air barreln -EV ist auch. Nun ist nur die Frage wieviele Outs braucht man um den verlorenen EV durch die Foldequity auszugleichen. Blind vs Blind oder CO vs BU ist etwas anderes und dann kann man nicht pauschal beantworten.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      http://www.youtube.com/watch?v=8SNMXVGBx3I

      Schau dir das mal an. Es ist wichtig herauszufinden wie dein "Lag/Maniac" Gegner denkt. Es dreht sich im Endeffekt alles um die Equity deiner gegen seine Barrelingrange. Jeder Spieler am Tisch hat individuelle Beweggründe für seine Entscheidungen und es ist kritisch gegen aggressive Spieler herauszufinden in welcher Situation sie ZU aggressiv sind. Ein guter Lag wird dich unter Druck setzen, weil er

      a) dünn genug valubetten kann

      um seine

      b) weite Bluffrange zu "balancen"

      Sein Spielansatz ist folgender: Er versucht die regulären und tighten Spieler durch Aggressivität zu überrennen und greift prinzipiell immer dann an, wenn deine Handrange schwach und verwundbar ist. Gleichzeitig kann er mit sehr schlechten Spielern in viele marginale Situationen verwickelt werden, die ihm erlauben NOCH mehr zu gewinnen.

      Je schlechter der Lag ist, desto öfter wird er irgendwas "zu oft" machen. Der Schlüssel gegen aggressive Spieler ist also herauszufinden WANN sie zuoft bluffen und sie entsprechend dafür bestrafen. Was du beachten musst ist folgendes: Es gibt grade in den Micros und Lowstakes einige Spieler, die Preflop richtig krass auf die Kacke hauen, aber Postflop sehr solide und überhaupt nicht laggy spielen. Nur weil jemand Preflop 40/30 z.b. spielt, heisst das noch lange nicht, dass er Postflop megakrass rumspewed und du jetzt in jedem Spot locker flockig runtercallen kannst.