Wie spielt ihr small PPs (22-55) in...

  • 11 Antworten
    • grrgrrbla
      grrgrrbla
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2010 Beiträge: 421
      aus den Blinds: 3xb > folds > call , ab einer range kleiner als 20% call, 3xb hängt von villains openraising-range / foldto3xb / call3xb-range / 4xb-range ab, je mehr villain 4xbet/fold spielt desto profitabler 3xb/push, 22-55 sind gute Hände um die 5xb-range zu balancen, wenn villain viel auf cbets in 3xbpots foldet ist die 3xb wieder gut etc. je tighter villain pre desto mehr value liegt in setminen, je looser villain desto eher fold/ 3xb weil wir nie payoff vs villains weake range bekommen wenn wir hitten und er uns immer von unserem nicht vorhandenen showdownvalue barreln wird,

      in position gilt ähnliches wie oben erwähnt, nur ist hier call > 3xb > fold, wieder abhängig von villains openraising-range / barreltendenzen postflop, je barrelhappier villain und je größer seine range desto eher 3xb / fold, würde sagen so ab 25% openraising-range und 70% cbFlop und 50% cbetTurn wirds auf jeden Fall unprofitabel der Rest ist guesswork.... erklärung wie oben: wir haben 0 showdownvalue und villain barrelt uns zu oft runter wir können selten moven da wir postflop selten mehr als 2 outs haben etc.

      vielleicht schreib ich später noch mehr dazu, muss los
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Grundsätzlich bin ich kein Freund von den kleinen PPs.

      OOP sind sie kaum +EV zu spielen. Bliebe die Alternative zu bluffen, jedoch ohne Card Removal und ohne Playability Postflop muss ich das nicht haben.

      Meine 3-bet-Range ist groß genug, da brauche ich die kleinen PPs nicht.



      Original von IronPumper
      ...
      a.) SBvsBTN/Co//MP/UTG
      Default: Fold

      Ausnahmen:
      => schlechter Spieler raist
      => Deepstacks gg eher schlechten Spieler
      => Multiway-Pot
      => BB ist eine Calling Station
      => Villain hat eine tighte Range und ich demnach implieds

      Original von IronPumper
      b.) BBvsBTN/Co/MP/UTG
      Default: Fold

      Ausnahmen:
      => schlechter Spieler raist
      => Deepstacks gg eher schlechten Spieler
      => Multiway-Pot
      => Villain hat eine tighte Range und ich demnach implieds

      Original von IronPumper
      c.) BTNvsCo/MP/UTG
      Default: Call

      Ausnahmen:
      => Die Blinds sind sehr aggro, squeezen häufig. Dann käme auch mal ein Fold in Betracht, natürlich sehr ungern.
      => Der OR 4-bettet sehr loose, dann wirds ab und an 3-bet/shove gespielt



      Original von IronPumper
      d.) CovsMP/UTG
      Default: Call

      Ähnlich wie der Fall davor, nur dass 3-bet/shove eher rausfällt. Fehlt auch etwas die Notwendigkeit.

      Ist neben den Blinds auch der BU aggro käme auch hier ein Fold in Betracht. In erster Linie mit 22/33, diese beiden Hände raise ich bspw. auch nicht aus UTG.

      Original von IronPumper
      e.) MPvsUTG
      Default: Call/Fold

      22/33 kann man mMn mucken. Da kann hinter uns zu viel passieren, glaube kaum dass es longterm sehr profitabel ist. Klar ist 44/55 nicht um Welten besser, dennoch ist nunmal 55>>22.

      3-bet kommt nicht in Frage, bis auf Ausnahmen habe ich in MP aber gar keine 3-bet-Range (gerade aufgrund der vielen Squeezes wird vieles auf Squeeze Induce gecallt, halte ich für sinnvoller anstatt mit AA UTG zu 3-betten).

      Warum dann als Bluff 3-betten?
    • IronPumper
      IronPumper
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      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.838
      Original von grrgrrbla
      aus den Blinds: 3xb > folds > call , ab einer range kleiner als 20% call, 3xb hängt von villains openraising-range / foldto3xb / call3xb-range / 4xb-range ab, je mehr villain 4xbet/fold spielt desto profitabler 3xb/push, 22-55 sind gute Hände um die 5xb-range zu balancen, wenn villain viel auf cbets in 3xbpots foldet ist die 3xb wieder gut etc. je tighter villain pre desto mehr value liegt in setminen, je looser villain desto eher fold/ 3xb weil wir nie payoff vs villains weake range bekommen wenn wir hitten und er uns immer von unserem nicht vorhandenen showdownvalue barreln wird,

      in position gilt ähnliches wie oben erwähnt, nur ist hier call > 3xb > fold, wieder abhängig von villains openraising-range / barreltendenzen postflop, je barrelhappier villain und je größer seine range desto eher 3xb / fold, würde sagen so ab 25% openraising-range und 70% cbFlop und 50% cbetTurn wirds auf jeden Fall unprofitabel der Rest ist guesswork.... erklärung wie oben: wir haben 0 showdownvalue und villain barrelt uns zu oft runter wir können selten moven da wir postflop selten mehr als 2 outs haben etc.

      vielleicht schreib ich später noch mehr dazu, muss los
      Sehr guter Post schon mal - hab hier ähnliche Gedanken.
      In Co/MP folde ich sie zmeinst (außer Fische behind) und m BTN (speziell vs. Co) hängt es von Villain ab - du hast hier schon sehr gute Kriterien genannt.

      Nur mit einer Sache bin ich nie einverstanden und wundere mich, dass das von vielen nicht gesehen wird:
      -> du sagst "aus den Blinds" - für mich ist hier eine Unterscheidung zwingend notwendig.

      im SB haben wir mit soliden REGs behind kaum eine CC-range -> hier folde ich der 3b/5b ich small PP, je nach Gegner.
      Im BB dagegen bin ich last to act und bekomme bessere Odds -> ich defende reasonable weit passiv in BBvsBTN.
      Hier denke ich, dass es gut für meine Range ist, kleine PPs drin zu haben -> und zwar weil ch dann auf diversen Boards auch kleine Sets in meiner range habe (reppen kann)...
    • IronPumper
      IronPumper
      Coach
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      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.838
      Auch schon mal sehr solider Post -> ich zitiere einfach Anmerkungen "fettgedruckt" hinein^^


      Original von MiiWiin
      Grundsätzlich bin ich kein Freund von den kleinen PPs.

      OOP sind sie kaum +EV zu spielen. Bliebe die Alternative zu bluffen, jedoch ohne Card Removal und ohne Playability Postflop muss ich das nicht haben.

      Meine 3-bet-Range ist groß genug, da brauche ich die kleinen PPs nicht.



      Original von IronPumper
      ...
      a.) SBvsBTN/Co//MP/UTG
      Default: Fold

      Für mich persönlich agree in SB vs fast alle Cut Offs und agree zmeist in SBvsMP/UTG.In SBvsBTN ist es für mich entweder auch ein Fold oder doch eine 3bet.Zwar sind es nicht die besten 3b-Hänfe, aber solide 5b-Hände.Wenn der BTN sehr weit stealt, dann defende ich halt auch aggr. mit small PPs, sonst aber fold.

      Ausnahmen:
      => schlechter Spieler raist
      => Deepstacks gg eher schlechten Spieler
      was ist wenn deep ein guter REG stealt und BB ein solider Reg ist? (IP kann mans 3betten, aber OOP weiß ich es nicht)
      => Multiway-Pot
      => BB ist eine Calling Station
      (sowieso -> also wenn BB ein Fisch ist, dann call ich immer -> ich geh hier als default immer aus dass BB ein solider REG ist)
      => Villain hat eine tighte Range und ich demnach implieds
      Interessant, aber gefährlich -> angenommen ein UTG-REG opened nur 12% UTG - dann hat man bei Action postflop schon wieder die erhöhte Gefahr oversetted zu sein, wenn es reingeht -> weil Nits in der Regel UTGvsSB/BB nicht all zu light bei massiver action postflop broke gehen.

      Original von IronPumper
      b.) BBvsBTN/Co/MP/UTG
      Default: FoldHier stimme ich in BBvsUTG/MP fast ausnahmslos mit Fold überein und oft auch in CovsBB, aber eben def. nicht in BBvsBTN.Wir bekommen bessere Odds pre, sind last to act und wichtig ist eben der Punkt, dass ich denke es Merrit hat diese in einer passiven Defendingrange drin zu haben.
      Ausnahmen:
      => schlechter Spieler raist
      => Deepstacks gg eher schlechten Spieler
      => Multiway-Pot
      => Villain hat eine tighte Range und ich demnach implieds

      Original von IronPumper
      c.) BTNvsCo/MP/UTG
      Default: Call

      Ausnahmen:
      => Die Blinds sind sehr aggro, squeezen häufig. Dann käme auch mal ein Fold in Betracht, natürlich sehr ungern.
      Wobei dann auch c/backship vs. Sqz möglich wäre
      => Der OR 4-bettet sehr loose, dann wirds ab und an 3-bet/shove gespielt
      Ich hab das bis dato noch gar nicht in meinen Game drin, fühle aber, dass es gerade merrit in CovsBTN hat.Evtl. gerade gegen aggr. Bareller, die selten als PFA X/F spielen und pre oft (bluff)4betten und reasonable weit vom Co stealen (25%+).Auch weil mein Fold to 4bet-stat mit den Posis sehr hoch ist, da ich hier weniger solide 5bet-hands finde....Evtl. kannst du nochmal drauf eingehen, wann genau du hier 3b/5b magst und auch in der Praxis durchziehst?off topic:was macht ihr in BTNvsCo, wann mit Q und in BTNvsMP/UTG und auch in CovsMP/UTG und MPvsUTG?



      Original von IronPumper
      d.) CovsMP/UTG
      Default: Call
      Hab mich hier schon mit vielen Leuten ausgetauscht incl. DB-Checks -> scheint für die mesiten -ev zu sein hier small PPs zu coldcallen <-> außer wenn ein Fisch behind ist.
      Umso besser der BTN, umso schlechter wird dann obv. auch ein coldcall


      Ähnlich wie der Fall davor, nur dass 3-bet/shove eher rausfällt. Fehlt auch etwas die Notwendigkeit.

      agree

      Ist neben den Blinds auch der BU aggro käme auch hier ein Fold in Betracht. In erster Linie mit 22/33, diese beiden Hände raise ich bspw. auch nicht aus UTG.
      bin hier sogar noch tighter und raise 22-55 nicht UTG (DB-check bei mir selber), außer ein Fisch ist im BB zum targen und MP/Co, aber speziell der BTN sind rel. tight...

      Original von IronPumper
      e.) MPvsUTG
      Default: Call/Fold

      22/33 kann man mMn mucken. Da kann hinter uns zu viel passieren, glaube kaum dass es longterm sehr profitabel ist. Klar ist 44/55 nicht um Welten besser, dennoch ist nunmal 55>>22.

      Calle hier (wenn keine fishe behind) ab 88+^^

      3-bet kommt nicht in Frage, bis auf Ausnahmen habe ich in MP aber gar keine 3-bet-Range (gerade aufgrund der vielen Squeezes wird vieles auf Squeeze Induce gecallt, halte ich für sinnvoller anstatt mit AA UTG zu 3-betten).

      Warum dann als Bluff 3-betten?
      agree
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      [quote]Original von IronPumper
      Auch schon mal sehr solider Post -> ich zitiere einfach Anmerkungen "fettgedruckt" hinein^^


      Original von MiiWiin
      Grundsätzlich bin ich kein Freund von den kleinen PPs.

      OOP sind sie kaum +EV zu spielen. Bliebe die Alternative zu bluffen, jedoch ohne Card Removal und ohne Playability Postflop muss ich das nicht haben.

      Meine 3-bet-Range ist groß genug, da brauche ich die kleinen PPs nicht.



      Original von IronPumper
      ...
      a.) SBvsBTN/Co//MP/UTG
      Default: Fold

      Für mich persönlich agree in SB vs fast alle Cut Offs und agree zmeist in SBvsMP/UTG.In SBvsBTN ist es für mich entweder auch ein Fold oder doch eine 3bet.Zwar sind es nicht die besten 3b-Hänfe, aber solide 5b-Hände.Wenn der BTN sehr weit stealt, dann defende ich halt auch aggr. mit small PPs, sonst aber fold.

      Ausnahmen:
      => schlechter Spieler raist
      => Deepstacks gg eher schlechten Spieler
      was ist wenn deep ein guter REG stealt und BB ein solider Reg ist? (IP kann mans 3betten, aber OOP weiß ich es nicht)
      => Multiway-Pot
      => BB ist eine Calling Station
      (sowieso -> also wenn BB ein Fisch ist, dann call ich immer -> ich geh hier als default immer aus dass BB ein solider REG ist)
      => Villain hat eine tighte Range und ich demnach implieds
      Interessant, aber gefährlich -> angenommen ein UTG-REG opened nur 12% UTG - dann hat man bei Action postflop schon wieder die erhöhte Gefahr oversetted zu sein, wenn es reingeht -> weil Nits in der Regel UTGvsSB/BB nicht all zu light bei massiver action postflop broke gehen.
      Zu Deepstack:

      Sagte ja, dass ein "schlechter" Spieler besser wäre. Hier sind nun zwei gute/solide Spieler im Rennen, da helfen die Deepstacks nur bedingt.

      Ziel ist es ja dicke Pötte zu gewinnen, und gerade deepstacked wird die broke-Range da etwas tighter. Wenn es da mit Bottom Set reingeht für über 200BB wirds natürlich irgendwann eng.

      Dafür ist die Foldequity etwas größer, nur um zu "moven" braucht man keine unimproved Pocket Pairs (bzw. es gibt natürlich deutlich bessere Hände dafür [mit Equity im Rücken, wenn man denn semibluffen will]).


      Ähnliches Problem nennst du bei dem Punkt mit einem tighten Spieler.

      Umgekehrt: Du wüsstest, dass Villain ausschließlich JJ+ openraist. Callst du dann mit 22-55 auf Set Value?

      Im Grunde ist aus solchen groben Annahmen ja der Ansatz entstanden.
    • IronPumper
      IronPumper
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      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.838
      [quote]Original von MiiWiin
      Original von IronPumper
      Auch schon mal sehr solider Post -> ich zitiere einfach Anmerkungen "fettgedruckt" hinein^^


      Original von MiiWiin
      Grundsätzlich bin ich kein Freund von den kleinen PPs.

      OOP sind sie kaum +EV zu spielen. Bliebe die Alternative zu bluffen, jedoch ohne Card Removal und ohne Playability Postflop muss ich das nicht haben.

      Meine 3-bet-Range ist groß genug, da brauche ich die kleinen PPs nicht.



      Original von IronPumper
      ...
      a.) SBvsBTN/Co//MP/UTG
      Default: Fold

      Für mich persönlich agree in SB vs fast alle Cut Offs und agree zmeist in SBvsMP/UTG.In SBvsBTN ist es für mich entweder auch ein Fold oder doch eine 3bet.Zwar sind es nicht die besten 3b-Hänfe, aber solide 5b-Hände.Wenn der BTN sehr weit stealt, dann defende ich halt auch aggr. mit small PPs, sonst aber fold.

      Ausnahmen:
      => schlechter Spieler raist
      => Deepstacks gg eher schlechten Spieler
      was ist wenn deep ein guter REG stealt und BB ein solider Reg ist? (IP kann mans 3betten, aber OOP weiß ich es nicht)
      => Multiway-Pot
      => BB ist eine Calling Station
      (sowieso -> also wenn BB ein Fisch ist, dann call ich immer -> ich geh hier als default immer aus dass BB ein solider REG ist)
      => Villain hat eine tighte Range und ich demnach implieds
      Interessant, aber gefährlich -> angenommen ein UTG-REG opened nur 12% UTG - dann hat man bei Action postflop schon wieder die erhöhte Gefahr oversetted zu sein, wenn es reingeht -> weil Nits in der Regel UTGvsSB/BB nicht all zu light bei massiver action postflop broke gehen.
      Zu Deepstack:

      Sagte ja, dass ein "schlechter" Spieler besser wäre. Hier sind nun zwei gute/solide Spieler im Rennen, da helfen die Deepstacks nur bedingt.

      Ziel ist es ja dicke Pötte zu gewinnen, und gerade deepstacked wird die broke-Range da etwas tighter. Wenn es da mit Bottom Set reingeht für über 200BB wirds natürlich irgendwann eng.

      Dafür ist die Foldequity etwas größer, nur um zu "moven" braucht man keine unimproved Pocket Pairs (bzw. es gibt natürlich deutlich bessere Hände dafür [mit Equity im Rücken, wenn man denn semibluffen will]).


      Ähnliches Problem nennst du bei dem Punkt mit einem tighten Spieler.

      Umgekehrt: Du wüsstest, dass Villain ausschließlich JJ+ openraist. Callst du dann mit 22-55 auf Set Value?Im Grunde ist aus solchen groben Annahmen ja der Ansatz entstanden.
      schwierig - aber dann eben eher nicht, wenn ich davon ausgehe, dass ich bei sethits nicht max. Payout gegen OPs bekomme, umgekehrt aber erhöhte RIOs gegen bessere sets habe und ansonsten eh in ca. 88% aller Fälle zu allermeist die Hand verliere.
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Ich sehe bei Pocket Pairs in erster Linie zwei Probleme:

      1.) Man sieht es als tolle made hand an (ich kann doch ein PP nicht Preflop folden, bin doch sogar gegen AK vorne...)

      2.) "Set Value"...hört sich super an, viele geben sich auch beim Call von 3-bets dickes Set Value


      Zu 1.)

      Stimmt natürlich nicht. Equity hin oder her...die ändert sich Postflop eben dramatisch. Ohne Hit, sprich in 7/8 Fällen, haben wir meistens einen 2-Outer. Sehen wir die Hand als made hand an, ist es ein recht marginaler Spot. Und das noch Out of Position - nein Danke.

      Zu 2.)

      Set Value ist ja auch nur indirekt gegeben. Früher, an FR-Tischen, wo man nicht wußte wie man (andere) Hände besser spielen kann, da war es halt erstmal einfach PPs einfach zu callen und nur bei Set weiter zu spielen.

      Damit gewinnst du heute halt keinen Blumentopf mehr. Wann wird man denn mal mit einem Set ausgezahlt? Heutzutage holt man mit Sets doch deutlich eher Value raus weil Villain dreimal durchblufft, aber nicht weil er ein Overpair halt (natürlich gibts die Spots noch, aber das Verhältnis hat sich verschlechert).


      Wir wollen halt Postflop spielen, und wenn wir uns da schon mit marginalen Händen reinbegeben, dann doch lieber mit Händen die Playability vorweisen können (bspw. SCs, Gappers etc.).

      Daher bleibt die Frage, was wir erwarten wenn wir gegen einen aggressiven Cutoff-Open 33 am Button callen. Oder wenn wir gegen 13/10er UTG-Open 33 am BU callen. Im zweiten Spot kann man den Set Value Faktor noch heranziehen, nur wenn man dann Postflop nicht broke gehen kann/will, weil Set-over-Set möglich ist, dann callt man Preflop halt nicht.

      Ich denke nicht, dass ein riesiger Gewinn in Händen wie 22-55 steckt, vor allem nicht OOP.

      Die Spots wo wir bspw. am BU callen, muss man ausklammern.Wenn wir Postflop einigermaßen geschickt spielen können wir da auch mit einem Joker und einer Uno-Karte Gewinn machen.
    • IronPumper
      IronPumper
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      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.838
      Original von MiiWiin
      Ich sehe bei Pocket Pairs in erster Linie zwei Probleme:

      1.) Man sieht es als tolle made hand an (ich kann doch ein PP nicht Preflop folden, bin doch sogar gegen AK vorne...)

      2.) "Set Value"...hört sich super an, viele geben sich auch beim Call von 3-bets dickes Set Value


      Zu 1.)

      Stimmt natürlich nicht. Equity hin oder her...die ändert sich Postflop eben dramatisch. Ohne Hit, sprich in 7/8 Fällen, haben wir meistens einen 2-Outer. Sehen wir die Hand als made hand an, ist es ein recht marginaler Spot. Und das noch Out of Position - nein Danke.

      Zu 2.)

      Set Value ist ja auch nur indirekt gegeben. Früher, an FR-Tischen, wo man nicht wußte wie man (andere) Hände besser spielen kann, da war es halt erstmal einfach PPs einfach zu callen und nur bei Set weiter zu spielen.

      Damit gewinnst du heute halt keinen Blumentopf mehr. Wann wird man denn mal mit einem Set ausgezahlt? Heutzutage holt man mit Sets doch deutlich eher Value raus weil Villain dreimal durchblufft, aber nicht weil er ein Overpair halt (natürlich gibts die Spots noch, aber das Verhältnis hat sich verschlechert).


      Wir wollen halt Postflop spielen, und wenn wir uns da schon mit marginalen Händen reinbegeben, dann doch lieber mit Händen die Playability vorweisen können (bspw. SCs, Gappers etc.).

      Daher bleibt die Frage, was wir erwarten wenn wir gegen einen aggressiven Cutoff-Open 33 am Button callen. Oder wenn wir gegen 13/10er UTG-Open 33 am BU callen. Im zweiten Spot kann man den Set Value Faktor noch heranziehen, nur wenn man dann Postflop nicht broke gehen kann/will, weil Set-over-Set möglich ist, dann callt man Preflop halt nicht.

      Ich denke nicht, dass ein riesiger Gewinn in Händen wie 22-55 steckt, vor allem nicht OOP.

      Die Spots wo wir bspw. am BU callen, muss man ausklammern.Wenn wir Postflop einigermaßen geschickt spielen können wir da auch mit einem Joker und einer Uno-Karte Gewinn machen.
      agree 100% mit 1+2 -> sehe es ja genauso, daher auch der Thread, um meine Gedanken mal von erfahrenen Leute (wie zb. dich) checken zu lassen.

      Kannst du noch evtl. was zu dem imo Spezialfall BBvsBTN sagen und hier auf meine Argumentation (weiter oben, als ich dich gequotet habe) eingehen, weiso ich denke, dass es sich hier um einen Spezialfall handelt.

      Ansonsten agree -> sogar im BTNvsCo (einem Spot, wo man meinen könnte, das "nichts schief gehn kann") sind 22-55 gegen aggr. gute Leute halt zumeist nur
      low EQ-Bluffcathcers und daher 3b/6b (wenn er genug bluff4bettet) wohl halt einfach besser.
      Gegen Leute, die zu oft als PFA Ch/F spielen oder sonstige leaks postflop haben (die man zu exploiten weiß), kann man es imo in BvB oder BTNvsCo trotzdem callen <-> gegen toughe aggr. Regs wird es da schon problematisch, imo.
      Ab 66+ wird es dann wiederum imo schon wieder (zumind. IP) besser, weil noch etwas mehr (realler) SD-Value longterm hinzukommt...
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Original von IronPumper
      Original von IronPumper
      b.) BBvsBTN/Co/MP/UTG
      Default: FoldHier stimme ich in BBvsUTG/MP fast ausnahmslos mit Fold überein und oft auch in CovsBB, aber eben def. nicht in BBvsBTN.Wir bekommen bessere Odds pre, sind last to act und wichtig ist eben der Punkt, dass ich denke es Merrit hat diese in einer passiven Defendingrange drin zu haben.
      Ausnahmen:
      => schlechter Spieler raist
      => Deepstacks gg eher schlechten Spieler
      => Multiway-Pot
      => Villain hat eine tighte Range und ich demnach implieds
      Gerade die Punkte "Odds" und "last-to-act" stimmen doch genauso wenn TUG/MP/CO raist?

      Wo ist da der Unterschied?

      Letztlich ist die Range natürlich sehr weit, das hat Vor- und Nachteile. Implieds sind geringer, wenn überhaupt entstehzen sie halt durch den Fall dass Villain zu loose durchbarrelt. Dies bedeutet aber auch, dass wir selten die Hand zum Showdown tragen können (zum moven verdamm?).

      Ich verstehe nicht ganz das Argument, dass wir gegen BU eher callen sollten als gegen UTG. Deine genannten treffen halt auf alle Spots zu!? ?(
    • IronPumper
      IronPumper
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      Original von MiiWiin
      Original von IronPumper
      Original von IronPumper
      b.) BBvsBTN/Co/MP/UTG
      Default: FoldHier stimme ich in BBvsUTG/MP fast ausnahmslos mit Fold überein und oft auch in CovsBB, aber eben def. nicht in BBvsBTN.Wir bekommen bessere Odds pre, sind last to act und wichtig ist eben der Punkt, dass ich denke es Merrit hat diese in einer passiven Defendingrange drin zu haben.
      Ausnahmen:
      => schlechter Spieler raist
      => Deepstacks gg eher schlechten Spieler
      => Multiway-Pot
      => Villain hat eine tighte Range und ich demnach implieds
      Gerade die Punkte "Odds" und "last-to-act" stimmen doch genauso wenn TUG/MP/CO raist?

      Wo ist da der Unterschied?

      Ich habe gegen die meisten UTG/MP-oR-ranges eine kleine Coldcallrange im BB - auch in CovsBB ist diese nicht groß.In BBvsBTN defnede ich aber schon reasonable weit OOP.Hier ist es für meine gesamten passive Defendingrange gut, wenn ich auf best. Boards auch kleine Sets in meiner Range habe (und reppen kann).Natürlich bekommt man auch pre zumeist bessere odds, da BTN-opens oft kleiner sind.Auch wird jemand der 60%+ im BTN stealt und nicht verblödet ist, auch mal öfter am Flop mit wenig/keiner EQ direkt aufgeben und wir können den Pot am Turn per Stab mitnehmen.Das sind zb. paar so Unterschiede, die mir spontan einfallen.

      Letztlich ist die Range natürlich sehr weit, das hat Vor- und Nachteile. Implieds sind geringer, wenn überhaupt entstehzen sie halt durch den Fall dass Villain zu loose durchbarrelt. Dies bedeutet aber auch, dass wir selten die Hand zum Showdown tragen können (zum moven verdamm?).

      Ich verstehe nicht ganz das Argument, dass wir gegen BU eher callen sollten als gegen UTG. Deine genannten treffen halt auf alle Spots zu!? ?(
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Original von IronPumper
      Original von MiiWiin
      Original von IronPumper
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      b.) BBvsBTN/Co/MP/UTG
      Default: FoldHier stimme ich in BBvsUTG/MP fast ausnahmslos mit Fold überein und oft auch in CovsBB, aber eben def. nicht in BBvsBTN.Wir bekommen bessere Odds pre, sind last to act und wichtig ist eben der Punkt, dass ich denke es Merrit hat diese in einer passiven Defendingrange drin zu haben.
      Ausnahmen:
      => schlechter Spieler raist
      => Deepstacks gg eher schlechten Spieler
      => Multiway-Pot
      => Villain hat eine tighte Range und ich demnach implieds
      Gerade die Punkte "Odds" und "last-to-act" stimmen doch genauso wenn TUG/MP/CO raist?

      Wo ist da der Unterschied?

      Ich habe gegen die meisten UTG/MP-oR-ranges eine kleine Coldcallrange im BB - auch in CovsBB ist diese nicht groß.In BBvsBTN defnede ich aber schon reasonable weit OOP.Hier ist es für meine gesamten passive Defendingrange gut, wenn ich auf best. Boards auch kleine Sets in meiner Range habe (und reppen kann).Natürlich bekommt man auch pre zumeist bessere odds, da BTN-opens oft kleiner sind.Auch wird jemand der 60%+ im BTN stealt und nicht verblödet ist, auch mal öfter am Flop mit wenig/keiner EQ direkt aufgeben und wir können den Pot am Turn per Stab mitnehmen.Das sind zb. paar so Unterschiede, die mir spontan einfallen.

      Letztlich ist die Range natürlich sehr weit, das hat Vor- und Nachteile. Implieds sind geringer, wenn überhaupt entstehzen sie halt durch den Fall dass Villain zu loose durchbarrelt. Dies bedeutet aber auch, dass wir selten die Hand zum Showdown tragen können (zum moven verdamm?).

      Ich verstehe nicht ganz das Argument, dass wir gegen BU eher callen sollten als gegen UTG. Deine genannten treffen halt auf alle Spots zu!? ?(
      Damit hast du mMn auch Recht.

      Letztlich gehts es darum das wir defenden müssen, eine durchaus passable Range vorweisen können und Postflop versuchen können Druck aufzubauen.

      Dabei geht es dann nicht zwangsweise um implieds. Dennoch will man im Battle gegen Regs OOP ohne Initiative zumindest einen Dolch in der Hand halten und keinen Zahnstocher...ich denke es wird nicht schlimm sein wenn du 22-55 da nicht reppen kannst.

      Letztlich wird in diesen Spots auch nicht jedes Mal knallhart durchgebarrelt, häufig gehts auch zum Showdown und da ist longterm halt 66 >> 22.

      Stimme dem daher zu, mir gefielen nur die beiden Argumente (Odds, last-to-act) nicht, weil die nicht wirklich ausschlaggebend sind (im Vergleich zu EP/MP/CO).