chrkal

    • chrkal
      chrkal
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Hallo,

      ich bin Chris aus Berlin. Ich poker seit etwa 2.5 Jahren, angefangen habe ich es mit Arbeitskollegen. Am Anfang habe ich ausschließlich mit Kollegen gepokert, danach habe ich es auch online versucht. Dort kam mir die Idee, um seinen ganzen Stack zu spielen, aber als zu radikal vor, und ich habe auf Partypoker 100fl gespielt. Schwerer Fehler, wie ich bemerken sollte, als ich dort richtig richtig viel verlor.

      Habe danach Full Tilt entdeckt und bin dort hängengeblieben, habe alles mögliche gespielt, low limtis nl, sngs, kleinere tournys, exotoische sachen wie 10 game und danach halt auch das geile Rush Poker. Mir ging es nie darum, an meinem Spiel zu arbeiten, ich habe es immer als Spaß und Zeitvertreib gesehen und entsprechend viel verloren.

      Nach dem Ende von Full Tilt war ich auf Pokerstars und habe hin und wieder cash games und sngs gespielt, aber nach wie vor mag ich den look und die software nicht und will auch nicht mehr wirklich dort spielen.

      Im August 2011 habe ich dann das Livepokern entdeckt. Angefangen mit 20+2 sngs habe ich danach 1/1 und 2/2 cash games und vor allem auch Turniere gespielt. Im Livepoker stellten sich dann auch die ersten Erfolge ein und ich habe mehrere tausend Euro gewonnen. Trotzdem empfinde ich Livepoker oftmals nicht als "richtiges" Poker, sondern als Gedonke, und zwar nicht nur im cash game.

      Deshalb war es mir ein Anliegen, auch online winning player zu werden und das ganze systematisch anzugehen. Dazu bin ich zurück zu Partypoker, bin jedoch erstmal auf PLO25 hängen geblieben (daher mein aktueller Gold Status lol). In den letzten 10 Tagen habe ich dann allerdings angefangen systematisch nl zu spielen, also unten anfangen und sich dann hocharbeiten.

      Das ist jedoch hart gefailed, ich hatte seit dem 10.04 20 Sessions 6-tabled mit 30h Spielzeit und 10k Händen und dabei hatte ich nur 2 Sessions mit marginalen Gewinnen, in allen anderen waren ich massiv down mit insgtesamt 150 Dollar. Die meisten Verluste waren wegen Tilt nach bösen bad beats, aber ich habe mir einzelne Hände nachher nochmal angesehen und musste mir eingestehen, auch vorher schon schlecht gespielt zu haben.

      Tja, und deswegen bin ich jetzt hier, um mich noch einmal systematisch mit den Grundlagen vertraut zu machen und dadurch hoffentlich ein besserer Spieler zu werden.
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    • chrkal
      chrkal
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      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Ok, habe aus Lektion 1 jetzt alle Artikel und Videos gesehen und eine erste Hand gepostet.


      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Ich finde das Spiel absolut faszinierend, mir macht das Spielen riesigen Spaß. Zumal es mit all den Pokerformen und -formaten nie langweilig werden kann.


      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Ich spiel viel zu loose und gerate dann oft in marginale Situationen, in denen ich online meist weit hinten bin. Das Problem wird noch größer, wenn die Summe, um die ich spiele, mit zwei Euro minimal ist, dann spiele ich nicht nur zu loose, drawe zu viel, sondern spiele auch noch zu aggressiv in Situationen, in denen ich mich vorne sehe, es aber gar nicht bin. Ich neige zum Tilt, schaffe es online aber nicht, rechtzeitig aufzuhören. Komischerweise fällt mir das live viel leichter, da steh ich dann einfach auf und gehe.


      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Man spielt eine kleine Auswahl der besten Starthände, und diese spielt man aggressiv, also wettet / raised gegen Gegner, die potentiell eine schlechtere Hand halten und folden müssen oder uns auszahlen. Postflop c-betten wir geeignete Flops, also solche, die wenig draws zulassen, woraufhin Gegner ohne starke Draws oder made hands folden müssen. Wenn wir treffen, wetten wir für value gegen schlechtere Hände unsere Gegner.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hallo Chris, willkommen im Kurs!

      Die erste Hürde ist genommen, bleiben nur noch sieben :)
      Bezüglich deiner Schwächen solltest du dich gerade zu Beginn nahe am Starting Hands Chart halten. Dadurch wirst du mehr oder weniger gezwungen, tight zu spielen und machst weniger Fehler.
      Weiters kann ich dir das Handbewertungsforum empfehlen. Poste einfach Hände, die du für schlecht gespielt hältst oder wo du dir unsicher bist/warst. Es ist mnchmal ganz erstaunlich, auf welche Denkansätze kan durch eine zweite Meinung kommen kann.

      Bei der TAG-Definition fehlt mir noch ein bisschen was zur Postflop-Spielweise. Wenn du das noch nachlieferst, kannst du dich auf Lektion 2 stürzen.
    • chrkal
      chrkal
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      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Ok, habs mal editiert.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
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      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Das, was ich hören wollte, ist immer noch nicht dabei :)
      Der wichtige Postflop-Punkt ist, dass wir uns auch mal von einer scheinbar guten Hand trennen, wenn wir uns geschlagen sehen. Also nicht nur sinnlos drauflosfeuern, sondern mitdenken und unprofitable Situationen meiden.

      Jetzt kannst du dich auch mit Lektion 2 beschäftigen.
    • chrkal
      chrkal
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      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Ja, das ist einer meiner Schwachpunkte :D Ok, dann starte ich mal durch.
    • chrkal
      chrkal
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Gerade eine Session mit 1000 Händen gespielt, absolut diszipliniert nach Chart und auch postflop im Zweifelsfall eher gefoldet. Insgesamt 12.38 USD gewonnen, das kann sich sehen lassen. Einige schwach gespielt Hände waren dabei, hatte in manchen Situationen auch Glück, aber so ist das halt.

      Was mich etwas stört, und wo ich mir noch unsicher bin: Wenn ich gegen maniacs spiele, so 50-75% VPIP und 40-50% PFR, die raisen natürlich auch meine Hände des chart raising range, so daß ich dessen Großteil dann nur limpne kann. Aber natürlich hat der chart raising range den manic raising range crushed, so daß ich nicht weiß, ob manchmal nen reraise nicht besser wäre. Und kann ich die non-suited face cards dann wirklich folden?

      Achso, ich gehe davon aus, daß die "minraise = 2 limper" regel auch in bezug auf den limping range zu verstehen ist, daß ich also den limping range auch gegen einen minraise callen kann und nicht folden muß.

      Und bei den suited connectors kann ich die one-gapper auch mit einbeziehen, oder?
    • chrkal
      chrkal
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Wenn ich gegen maniacs spiele, so 50-75% VPIP und 40-50% PFR, die raisen natürlich auch meine Hände des chart raising range, so daß ich dessen Großteil dann nur limpen kann. Aber natürlich hat der chart raising range den manic raising range crushed, so daß ich nicht weiß, ob manchmal nen reraise nicht besser wäre. Und kann ich die non-suited face cards dann wirklich folden?

      Bei suited connectors ist imo das entscheidene Kriterium, das man damit den nut straight machen kann. Das geht auch mit suited 2-gappern. Die würde ich gerne spielen und mache das manchmal auch. Enstprechend würde man dann auch mit J8s, J9s und Q9s verfahren. Ist das zu loose?

      Die kleinen Pocktes soll ich early folden, wenn alle vor mir folden, aber wenn einer raised, gilt die call20 Regel. Also wenn ich UTG3 bin und alle folden, folde ich 9er, aber wenn UTG1 raised, calle ich gemäß der call20 Regel. Wäre es nicht sinnvoller, schon UTG1 zu limpen und dann raises entsprechend der call20 Regel zu callen oder halt zu folden?


      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      AQo gegen maniac


      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?


      equity win tie pots won pots tied
      Hand 0: 46.442% 37.38% 09.07% 384008184 93133374.00 { AKo }
      Hand 1: 53.558% 44.49% 09.07% 457107468 93133374.00 { 88+, AJs+, KQs, AKo }
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
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      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, gegen Maniacs ist es meist nicht so einfach zu spielen. Du bist halt mit der SHC Range meist meilenweit vorn, aber wenn du damit reraist, kann es ganz schnell zu sehr teuren Händen kommen, die du dann evtl. so oder so aufgeben musst. Wichtig ist hier die Position, gegen solche Gegner sollte man einfach versuchen möglichst viel in Position zu spielen. Ansonsten kann man oft nur wenig machen, ausser auf eine gute Hand zu warten, und sich auszahlen lassen.

      Mit den One- oder 2-Gappern kann man zwar auch eine Straight machen, allerdings hat man dazu deutlich weniger Möglichkeiten. Von daher sollte man mit diesen Blättern schon etwas mehr aufpassen und sie lieber nur aus guten Spots (vom CO oder BU gegen tighte Gegner, die viel folden) spielen.

      Pockets sind so eine Sache, die kann man auch einfach alle First In raisen. Hier kommt allerdings wieder der Punkt ins Spiel, dass das SHC versucht uns aus schwierigen Spots herraus zu halten, denn man muss sich Postflop schon sicher sein, kleine Overpairs oder Midpairs sind meist nicht einfach zu spielen.

      Fragen 2 und 3 passen soweit. Ich wünsche dir also viel Spaß mit Lektion 3.
    • chrkal
      chrkal
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      1.) 50,78% ---> 26,465%

      2.) Schwierig, dem Gegner hier ein Range zu geben. Womit callt er preflop nen raise, checkt den flop und raised dann den turn? Es ist gut möglich, daß er den straight schon hat, womit A und J keine outs mehr sind. Ich würde nicht davon ausgehen, daß er hier 2 pair oder nen set hält, das hätte er am flop anspielen müssen. Somit sind alle outs für den Flush gut, was uns 4:1 odds gibt. Wir müssen 0.22 für 0.69 callen, also 3,1:1. Ist also ein Fold.

      3.) Full House gefloppt - wie slowplayen?
    • chrkal
      chrkal
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Rückfrage zu Implied Odds, die Idee, das konkret zu berechnen ist mir völlig neu. Nehmen wir mal Frage 2: Um callen zu können, brauchen wir 4:1 pot odds, also müssten im Pot 0,88 sein, es fehlen also 0,19. Wenn wir den flush kriegen und der Gegner die 19 cent zahlt, ist der turn call also breakeven. Aber: Wir treffen ja nur in jedem fünften Fall, verlieren also in vier von fünf Fällen die 0,19. Heißt das nicht, daß wir 5*0,19 = 0,95 auf dem river erzielen müssen, um mit dem turn call nur breakeven zu sein? Weil das wäre ja eine fast pot sized bet auf dem river, die der Gegner im Prinzip nur mit dem straight zahlen kann, und das auch nur, wenn er uns keinerlei credit für den Flush gibt.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
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      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, Fragen 1 und 3 passen.

      Schauen wir uns also hier mal Frage 2 etwas genauer an.


      Wir müssen 0.22 für 0.69 callen, also 3,1:1. Ist also ein Fold.


      Wie kommst du auf diese Potsize? Hier sind schon 91 Cent im Pot. (25c + 22c + 44c = 91) Wenn du callst sind es sogar schon $1.13. Wie sieht es dann mit unseren Potodds aus?


      Ich würde nicht davon ausgehen, daß er hier 2 pair oder nen set hält, das hätte er am flop anspielen müssen. Somit sind alle outs für den Flush gut, was uns 4:1 odds gibt.


      Okay, wenn du das so siehst. Aber wie sähe die Situation denn aus, wenn wir die Sets und 2 Pairs bei Villain nicht ausgeschlossen hätten? Viel viele Outs könnten wir uns dann gegen seine Gesamtrange geben?

      Das mit den Implied Odds schauen wir uns dann anschließend an ;) .
    • chrkal
      chrkal
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      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Ups. Also korrekterweise müssen wir 0,22 für 0,91 callen, das sind 4,1:1.

      Falls alle outs für den Flush gut sind, reicht das zum callen. Wenn wir davon ausgehen, daß er auch 2 pair oder nen set halten kann, sind 3c und 6c keine outs mehr. Mit der 6c könnte er zudem nen straight flush machen. Das sind 7 outs bei 44 verbleibenden Karten, also 7/44~1:6,3. demnach klarer fold!
    • chrkal
      chrkal
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      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      7/46 * (1.13 + x) - 39/46 * 0.22 = 0

      x = 0,0957
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
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      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      So, dann beteilige ich mich auch wieder mal an der Diskussion :-)

      Die Pot Odds sind mal in Ordnung. Bei den benötigten Odds hast du aber einen schweren Denkfehler drin.
      Die Formel lautet:
      Unbekannte Karten - Outs : Outs

      Vom Turn zum River hast du noch 46 unbekannte Karten (52 sind im Deck, 2 hast du in der Hand und 4 liegen am Tisch).
      Somit würden wir bei 7 Outs auf
      46-7:7 = 39:7 = 5,57:1 kommen.

      Aber müssen wir wirklich auf 7 Outs discounten? Das gilt ja nur gegen Sets/2Pairs, was ist mit dem Rest der Range? Schließt du die anderen Hände jetzt pauschal aus, die du im vorigen Posting noch als die einzig möglichen Hände drin hattest?

      Wenn wir jetzt mal mit 7 Outs weiterrechnen, können wir das Verhältnis vergleichen.
      Die Pot Odds liegen bei 4,1:!, die benötigten Odds sind 5,57:1. 1 entspricht hier immer dem zu callenden Betrag, in diesem Fall also $0.22.

      Demnach müsste der Pot 5,57:0.22 = $1.23 groß sein, um hier profitabel weiterspielen zu können.
      Anders ausgedrückt: in einem Fall gewinnen wir $1.23, in 5,57 Fällen verlieren wir $0.22, was gesamt wieder $1.23 entspricht. Damit sind wir gesamt auf +/- 0.

      Der Pot ist aktuell aber nur $0.91 groß. Somit brauchen wir den "Fehlbetrag" noch an Implieds, um die Situation profitabel abschließen zu können. Heißt, dass wir den Gegner dazu bringen müssen, den Restbetrag am River noch nachzuzahlen, wenn wir treffen.
      Wieviel das genau ist lässt sich einfach berechnen: $1.23 - $0.91 = $0.32.
      Diese 32 Cent sind genau die erforderlichen Implieds, um den Call zu rechtfertigen.
      Jetzt müssen wir uns natürlcih überlegen, ob das realistisch ist. Der Pot ist am River $1.13 ($0.91 und unsere $0.22) groß. $0.32 sind etwa ein Drittel davon, das könnte noch realistisch zu holen sein.
    • chrkal
      chrkal
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      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Original von CKWebsolutions
      So, dann beteilige ich mich auch wieder mal an der Diskussion :-)

      Die Pot Odds sind mal in Ordnung. Bei den benötigten Odds hast du aber einen schweren Denkfehler drin.
      Die Formel lautet:
      Unbekannte Karten - Outs : Outs

      Vom Turn zum River hast du noch 46 unbekannte Karten (52 sind im Deck, 2 hast du in der Hand und 4 liegen am Tisch).
      Somit würden wir bei 7 Outs auf
      46-7:7 = 39:7 = 5,57:1 kommen.
      Dachte, die Karten, die unsere Gegner halten, werden nicht mitgezählt, weil sie logischerweise auch nicht mehr ausgeteilt werden können.


      Original von CKWebsolutions
      Aber müssen wir wirklich auf 7 Outs discounten? Das gilt ja nur gegen Sets/2Pairs, was ist mit dem Rest der Range? Schließt du die anderen Hände jetzt pauschal aus, die du im vorigen Posting noch als die einzig möglichen Hände drin hattest?
      Verstehe ich jetzt nicht. Ich hatte geschrieben, daß er mglw. den straight schon hat, aber kaum 2 pair oder nen set. Damit wären 9 outs für den Flush gut. Wenn wir ihm credit für ein set oder 2 pair geben, müssen die FLush outs, die ihm ein Full House geben könnten, abgezogen werden, dann sind es nur noch 7.

      Ich machs nochmal neu:

      Unserer Hand A :club: J :club: helfen auf einem Board von 2 :club: 6 :diamond: 3 :diamond: 5 :club: folgende Outs:

      A:spade: A:heart: A:diamond: J :spade: J :heart: J :diamond: (gibt uns TPGK)
      4:spade: 4:heart: 4:diamond: 4:club: (gibt uns einen straight)
      K :club: Q :club: T :club: 9 :club: 8 :club: 7 :club: 6 :club: 4 :club: 3 :club: (nut flush)

      Wenn der Gegner einen diamond flush draw hat, ist unsere Hand vielleicht schon so die beste, falls er A :diamond: K :diamond: oder A :diamond: Q :diamond: hält, würden vier Buben uns die beste Hand geben. Wenn er blufft oder einen kleineren club flush draw hat, haben wir bereits die bessere Hand. Falls er ein overpair unterhalb des Buben, aber kein Set hat, haben wir wieder die 6 outs mit nem höheren Pair.

      Wenn der Gegner bereits den straight mit der 4 hat, können wir den Pot nur splitten, wenn eine weitere 4 kommt. Allerdings könnte er auch eine Hand wie 74 oder Ad7d halten, dagegen können wir uns nicht verbesseren, so daß die straight outs komplett abzuziehen sind.

      Wenn der Gegner bereits 2 pair oder ein set hat, helfen uns die pair outs nichts mehr, so daß wir diese ebenfalls discounten müssen.

      Dann müssen wir von den verbleibenden flush outs diejenigen abziehen, welche das board pairen würden, das sind 6 :club: und 3 :club: .

      Falls er 6 :club: 3 :club: hat, kann er mit der 4 :club: einen straight flush machen, so daß uns nur 6 outs für den nut flush bleiben. Da dies aber extremst unwahrscheinlich ist, können wir bei 7 outs bleiben.

      Da der Gegner hier nicht immer ein set / 2 pair halten muss, können wir gemäß des Artikels dazu auch einfach mit 8 oder 7.5 outs rechnen.


      Original von CKWebsolutions
      Wenn wir jetzt mal mit 7 Outs weiterrechnen, können wir das Verhältnis vergleichen.
      Die Pot Odds liegen bei 4,1:!, die benötigten Odds sind 5,57:1. 1 entspricht hier immer dem zu callenden Betrag, in diesem Fall also $0.22.

      Demnach müsste der Pot 5,57:0.22 = $1.23 groß sein, um hier profitabel weiterspielen zu können.
      Anders ausgedrückt: in einem Fall gewinnen wir $1.23, in 5,57 Fällen verlieren wir $0.22, was gesamt wieder $1.23 entspricht. Damit sind wir gesamt auf +/- 0.

      Der Pot ist aktuell aber nur $0.91 groß. Somit brauchen wir den "Fehlbetrag" noch an Implieds, um die Situation profitabel abschließen zu können. Heißt, dass wir den Gegner dazu bringen müssen, den Restbetrag am River noch nachzuzahlen, wenn wir treffen.
      Wieviel das genau ist lässt sich einfach berechnen: $1.23 - $0.91 = $0.32.
      Diese 32 Cent sind genau die erforderlichen Implieds, um den Call zu rechtfertigen.
      Jetzt müssen wir uns natürlcih überlegen, ob das realistisch ist. Der Pot ist am River $1.13 ($0.91 und unsere $0.22) groß. $0.32 sind etwa ein Drittel davon, das könnte noch realistisch zu holen sein.
      Ok, das macht natürlich Sinn, da habe ich etwas zu kurz gedacht...
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Original von chrkal
      Original von CKWebsolutions
      So, dann beteilige ich mich auch wieder mal an der Diskussion :-)

      Die Pot Odds sind mal in Ordnung. Bei den benötigten Odds hast du aber einen schweren Denkfehler drin.
      Die Formel lautet:
      Unbekannte Karten - Outs : Outs

      Vom Turn zum River hast du noch 46 unbekannte Karten (52 sind im Deck, 2 hast du in der Hand und 4 liegen am Tisch).
      Somit würden wir bei 7 Outs auf
      46-7:7 = 39:7 = 5,57:1 kommen.
      Dachte, die Karten, die unsere Gegner halten, werden nicht mitgezählt, weil sie logischerweise auch nicht mehr ausgeteilt werden können.
      Naja, es geht ja nur um bekannte und unbekannte Karten und wenn du nicht cheatest, kannst du ja nicht wissen, was der Gegner hat ;) . Die Karten des Gegner musst du also betrachten, als wären sie nicht ausgeteilt wurden.


      Original von CKWebsolutions
      Aber müssen wir wirklich auf 7 Outs discounten? Das gilt ja nur gegen Sets/2Pairs, was ist mit dem Rest der Range? Schließt du die anderen Hände jetzt pauschal aus, die du im vorigen Posting noch als die einzig möglichen Hände drin hattest?
      Verstehe ich jetzt nicht. Ich hatte geschrieben, daß er mglw. den straight schon hat, aber kaum 2 pair oder nen set. Damit wären 9 outs für den Flush gut. Wenn wir ihm credit für ein set oder 2 pair geben, müssen die FLush outs, die ihm ein Full House geben könnten, abgezogen werden, dann sind es nur noch 7.

      ...

      Da der Gegner hier nicht immer ein set / 2 pair halten muss, können wir gemäß des Artikels dazu auch einfach mit 8 oder 7.5 outs rechnen.

      Also, die Fälle, dass der Gegner hier einen Flushdraw hat, können wir imo ausser Acht lassen, da ich nicht denke, dass er diese Raisen würde.

      Letztendlich musst du hier seine Range einfach Aufteilen. Sinnvoll wäre hier beispielsweise eine Aufteilung in:

      - Sets (7 Outs)
      - Alles Andere (9 Outs)

      Dann schaust du mit wie vielen Handkombinationen seiner Gesamtrange er ein Set hat. Dann dann weißt du auch gegen wie viel % der Gesamtrange du 7 Outs hast, und gegen wie viel % der Gesamtrange du 9 Outs hast, und dann kannst es einfach ausrechnen.

      Am Tisch würde dass allerdings zu lange dauern, deswegen würde ich hier für die Rechnung einfach Pi mal Daumen 8 Outs sagen ;) .

      Ich denke mit der Aufgabe haben wir dich dann auch genug gequält ;) . Und Falls CK nicht noch etwas hinzufügen möchte, oder du noch fragen hast, kannst du gern mit der nächsten Lektion weitermachen.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Wenn du das Prinzip dahinter verstanden hast und glaubst, das Ganze sicher anwenden zu können, dann kannst du mit der nächsten Lektion weitermachen :)
    • chrkal
      chrkal
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Lehrjahre sind keine Herrenjahre :p


      OK, also hier die nächste Hausaufgabe:

      1.) TPGK gegen donkbet Er donkt in mich rein, aber ich übernehme die Initiative dann wieder. Hoffe das passt!

      2.) NL10: mal wieder die RiverDonk vom Fish

      3.) 41.4%
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, na das können wir doch mal schnell abhaken auf die Hände werden unsere Handbewerter noch genauer eingehen, und deine Antwort auf die Frage 3 ist Korrekt.

      Damit wünsche ich dir auch schon viel Spaß mit Lektion 5.