wie am besten session analysieren?

    • TheBrain90
      TheBrain90
      Bronze
      Dabei seit: 05.07.2008 Beiträge: 1.051
      mich würde interessieren, wie man am besten/effektivsten im nachhinein eine session analysieren und auf fehler untersuchen kann?

      ich hab es bisher immer so gemacht, dass ich mir alle pötte, in denen ich min. 15BB gewonnen/verloren hab, im holdem manager rausgefiltert, mir diese hände dann angeschaut und ggf im forum gepostet habe.
      allerdings finde ich dadurch nur die fehler, die mich einmalig größere summen kosten. jedoch will ich auch kleine fehler finden, die vllt nur ein paar BB kosten, dafür aber regelmäßig auftreten.

      grund für diese überlegungen ist, dass ich heute eine session gespielt habe in der ich ~6 stacks (2,5k hände) verloren habe. hab mir dann - wie beschrieben - die größten hände angeschaut und da waren dann halt sachen, wie set over set, KK vs AA, etc. dabei, also hände bei denen ich nicht viel machen kann. jedoch habe ich durch diese hände (also in denen ich min. 15BB gewonnen/verloren hab) "nur" 2 stacks verloren, dass heißt iwo müssen die anderen 4 stacks verloren gegangen sein und genau den will ich auf den grund gehen.
  • 3 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Die besten und effektivsten Sessionanalysen machst du mit einem Freund zusammen. Wenn du deine eigenen Sessions anschaust, dann gehtst du oft schlampig damit um (zumindest habe ich das oft getan) und übersiehst häufig kleine Fehler, die du auch in deinem normalen Spiel nicht identifizierst.

      Das "Problem" ist auch, dass viele Leaks gar nicht erkannt werden in solchen Sessionreviews, weil du eindimensional analysierst. Du guckst dir z.b. einen Openraise und würdest ihn immer wieder machen unter deinen Beweggründen, aber tatsächlich ist er schlecht und findest es nicht heraus. Du guckst dir eine Cbet an (oder bei deiner Methode auch oft nicht^^^) und beschliesst, dass die Cbet gut - tatsächlich ist sie es aber nicht.

      Grade am Anfang ist es wichtig, dass du vor allem bessere Spieler ab und an mal über deine Hände gucken lässt, um grundlegende Leaks zu identifizieren (z.b. Betsizes, zuwenig Barrels/zuviel Barrels, zu weake Checks, zu loose Bets, sinnlose Bets, sinnlose Checks, sinnlose Call etc.).

      Das meiste Geld wird von Microlimitspielern in den Non-SD Winnings verblasen.

      1. Openraise - Cbet - Aufgabe ist eine typische Line -> 6.5BB - 12BB sind dann schonmal weg. Das machst du 10x und du bist den ersten Stack los

      2. Große Pötte aufbauen und dann doch aussteigen -> z.b. Doublebarrels ohne Triplebarrels schiessen, WENN sie geeignet sind / 3-Bets und dann Postflop superweak spielen / Coldcalls mit Pocketpairs und dann am Flop "erstmal callen", weil der Gegner ja oft Overcards hat

      Das Geld geht in solchen Spots (und noch viel mehr Spot, aber solche Spots sind die häufigsten) verloren. Wenn dann noch dazukommt, dass nicht oft und dünn genug valubettet wird (was meistens leider der Fall ist), dann sammeln sich so langsam aber sicher Verluste an, die durch die offensichtliche Valuespots nicht kompensiert werden können.
    • jojo1882
      jojo1882
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2009 Beiträge: 881
      Heißt das so viel wie das wir uns auch die Hände bis 6 BB runter am besten auch anschauen sollen. Weil bei 2,5k händen ist man da dann doch mehrere Stunden beschäftigt?



      Die gleiche Frage hab ich auch. und ich weiß auch genau das da meine Leaks liegen. Zurzeit bin ich am suchen bei den kleinen Pots weil meine Non-SD-winnings doch immer wieder in den Keller gehen.

      Was ein weiterer Tip wäre ist jemanden bei deiner Session zuschauen zu lassen.
      dies geht zum Beispiel gut über Teamviewer 7 oder wie ich es in letzter Zeit schon das ein oder andere mal gemacht hab. Ich habe mich mit einem Kumpel verabredet gemeinsam zu zocken. Dann haben wir unsere Laptops zusammen gestellt und ne Session gestartet.

      Bringt natürlich mehr wenn nur einer spielen würde. Und man sollte auch mit den Tischen deutlich runterdrehen. Bringt aber grad in die kleinen Pots disziplin und man wird oft auf Leaks hingewiesen.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Hängt doch davon ab, wie gut ihr euer Flopspiel beherrscht. Mit einem Anfänger würde ich definitiv auch die kleinen Pötte alle durchgehen, weil sich da viel Geld verbirgt (unraised Pots, durchgecheckte Pötte, Single Raised Pots am Flop etc.). Wenn du die Zeit nicht investieren willst, dann ist das letztendlich deine Entscheidung - du musst auch hier einen Tradeoff machen, ob dir der Zeitverlust einen potenziellen Skillzuwachs wert ist und das kannst nur DU beurteilen.