Gedankenspiele: Ein Deutscher in Tansania

    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Was meint ihr?
      Wenn ein Deutscher in Tansania leben würde, wäre er dann Tansianer (= shols Neologismus für" Einwohner Tansanias")?
      Würde es einen Unterschied machen, wenn er, aus welchen Gründen auch immer, Tansianische Staatsbürgerschaft erhält?

      Nun, meiner Meinung nach irgendwie nicht. Für mich wäre es immernoch ein Deutscher und ich Wette, für die Tansianische Bevölkerung wäre er auch Deutscher. Bin ich deshalb Rassist, oder sind die Tansanier deshalb Rassisten? Wohl kaum.
      Denn der Deutsche in Tansania denkt immernoch deutsch (sowohl in der Sprache als auch in der Denkweise), spricht immernoch mehr/besser deutsch, als die Landessprache und er folgt immernoch deutschen Traditionen.
      Kein Tansianer wird deshalb zum Rassisten, weil er "Deutscher" zu dem Deutschen sagt. Erst wenn er keiner Achtung mehr vor dem Andersdenkenden und -handelnden Menschen hat, ist er ein Rassist.
      Würden wir einen rassistischen Tansianer dazu bringen, mehr Achtung vor dem Deutschen als Mensch zu haben, nur weil der Deutsche wegen seiner neu erworbenen Staatsbürgerschaft plötzlich als Tansianer bezeichnet würde? Würde sich der Deutsche mehr respektiert oder eher verarscht fühlen?

      Ich denke, jeder weiß worauf ich hinaus will. Ist es nicht erz-lächerlich zu einem ßthiopier mit deutscher Staatsbürgerschaft "Deutscher, ßthiopischer Abstammung"? Der Effekt ist Null. Deshalb denkt nichtmal ein allgemeiner Menschenfreund, wie z.B. ich, dass der ßthiopier ein Deutscher wäre.
      Imo ergeben sich daraus sogar eher Nachteile als Vorteile. Man gibt durch diese merkwürdige Formulierung den wirklcihen Rassisten neues Hetz-Futter und man schafft es sogar noch andere Sachen, die wirklich nicht lustig sind, ins lächerliche zu ziehen.
      Bezeichnet man den ßthiopier nämlich erst einmal als Deutschen und geht folgend davon aus, er sei ein Deutscher, wie kann man dann jemandem Rassistische Absichten vorwerfen, der diesen Deutschen zusammenschlägt? Was ist rassistisch daran, einen Deutschen zusammenzuschlagen? verwirrt

      Ich finde, wir übertreiben es gewaltig, mit unserem Schuldbewusstsein. Natürlich haben wir einige Verbrechen auch nach Generationen noch zu verantworten, aber auch Schuldbewusstsein ist in übertriebener, schon fast kitschiger Form, einfach nur falsch.
      Wisst ihr wieviele Deutsche in Potsdam an Straßenbahnhaltestellen überfallen wurden in letzter Zeit? Sind jetzt die Deutschen keine Menschen mehr, dass es egal ist, wenn von "denen" ein paar Hops gehen?
      Heben wir dadurch nicht die geringfügige Andersartigkeit des ßthiopiers, die einfach "nur" eine andere Hautfarbe und eine andere Kultur beinhaltet, extrem weit hervor?
      Ist es nicht ziemlich rassistisch von uns, so auf der Andersartigkeit des ßthiopiers herumpochen, dass jetzt auch der hinterste ßsi (hi g3nius!) weiß, wie ne Straßenbahnhaltestelle in Potsdam aussieht?
  • 36 Antworten
    • Nordlicht
      Nordlicht
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2005 Beiträge: 330
      Original von sholvar
      Ich denke, jeder weiß worauf ich hinaus will. Ist es nicht erz-lächerlich zu einem ßthiopier mit deutscher Staatsbürgerschaft "Deutscher, ßthiopischer Abstammung"? Der Effekt ist Null. Deshalb denkt nichtmal ein allgemeiner Menschenfreund, wie z.B. ich, dass der ßthiopier ein Deutscher wäre.
      Was genau macht denn "Deutschsein" aus? Wodurch unterscheiden sich "ßthiopier" und "Deutscher" denn? In diesem Beispiel ist die Hautfarbe offensichtlich ein Unterschied. Was macht aber genau den Unterschied zwischen "Deutschsein" und "Holländischsein" aus? Oder den Unterschied zwischen "ßthiopischsein" und "Simbabwischsein"?
    • SlannesH
      SlannesH
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      Dabei seit: 23.01.2005 Beiträge: 7.738
      Genau. Man sollte aufhöhren über Nationalitäten zu reden sondern alle als "Mensch" bezeichnen.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Original von Nordlicht
      Original von sholvar
      Ich denke, jeder weiß worauf ich hinaus will. Ist es nicht erz-lächerlich zu einem ßthiopier mit deutscher Staatsbürgerschaft "Deutscher, ßthiopischer Abstammung"? Der Effekt ist Null. Deshalb denkt nichtmal ein allgemeiner Menschenfreund, wie z.B. ich, dass der ßthiopier ein Deutscher wäre.
      Was genau macht denn "Deutschsein" aus? Wodurch unterscheiden sich "ßthiopier" und "Deutscher" denn? In diesem Beispiel ist die Hautfarbe offensichtlich ein Unterschied. Was macht aber genau den Unterschied zwischen "Deutschsein" und "Holländischsein" aus? Oder den Unterschied zwischen "ßthiopischsein" und "Simbabwischsein"?
      ich habe mehrere Punkte aufgezählt. Die Sprache in der man denkt und spricht, die Kultur, die das Handeln des Menschen beeinflusst. Es gibt noch offensichtlichere Punkte, die ich wegen dieser Offensichtlichkeit nicht für nötig befunden habe, sie zu nenne, wie z.B. Geburtsort, Elternhaus.
    • Zircon
      Zircon
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 462
      Original von sholvar
      Original von Nordlicht
      Original von sholvar
      Ich denke, jeder weiß worauf ich hinaus will. Ist es nicht erz-lächerlich zu einem ßthiopier mit deutscher Staatsbürgerschaft "Deutscher, ßthiopischer Abstammung"? Der Effekt ist Null. Deshalb denkt nichtmal ein allgemeiner Menschenfreund, wie z.B. ich, dass der ßthiopier ein Deutscher wäre.
      Was genau macht denn "Deutschsein" aus? Wodurch unterscheiden sich "ßthiopier" und "Deutscher" denn? In diesem Beispiel ist die Hautfarbe offensichtlich ein Unterschied. Was macht aber genau den Unterschied zwischen "Deutschsein" und "Holländischsein" aus? Oder den Unterschied zwischen "ßthiopischsein" und "Simbabwischsein"?
      ich habe mehrere Punkte aufgezählt. Die Sprache in der man denkt und spricht, die Kultur, die das Handeln des Menschen beeinflusst. Es gibt noch offensichtlichere Punkte, die ich wegen dieser Offensichtlichkeit nicht für nötig befunden habe, sie zu nenne, wie z.B. Geburtsort, Elternhaus.
      Ist z.B. Mola Adebisi für Dich ein Deutscher? Ich weiss nicht ob er schon in Deutschland auf die Welt kam, oder nicht. Was die Sprache und Kultur angeht ist er auf jeden Fall ein Deutscher. Wie siehst Du das? Ist Hautfarbe da für Dich noch ein Kriterium oder ethnische Herkiunft?
    • Zircon
      Zircon
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 462
      Original von sholvar

      Wisst ihr wieviele Deutsche in Potsdam an Straßenbahnhaltestellen überfallen wurden in letzter Zeit? Sind jetzt die Deutschen keine Menschen mehr, dass es egal ist, wenn von "denen" ein paar Hops gehen?

      Natürlich ist es nicht egal. Dabei geht es aber nie um rassistische Motive und Rassismus ist so ziemlich das Abschäulichste in der westlichen Welt, daher MUSS man solche Fälle auch in der ßffentlichkeit diskutieren, damit es nicht alltäglich wird.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Hautfarbe habe ich nie als Unterscheidungsgrund genannt. Ich habe es kritisiert, dass wir aufgrund solcher Unterschiede wie der Hautfarbe einen Menschen zu etwas extrem Besonderem machen und ihn in Nachrichten Deutschlandweit Wochenlang aktuell halten, wo wir uns für nen überfallenen, gebürtigen Weißhäutigen keine 2 Tage interessieren und Deutschlandweit erst recht niemand davon viel erfährt.
      Aus welchen Gründen, wird diese Tat denn so polulär? Weil ein schwarzhäutiger Mensch, der aus ßthiopien kommt hier überfallen wird.
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      There are no races, only countries of people Chuck Norris has beaten to different shades of black and blue.


      Fällt mir gerade so ein ;)



      Ich liebe halt die Chuck Norris Sprüche =D


      edit: ich habe noch was gefunden: http://www.bizzos.org/patten/chuck1.jpg


      lol ! :D
    • Zircon
      Zircon
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 462
      Original von sholvar
      Hautfarbe habe ich nie als Unterscheidungsgrund genannt. Ich habe es kritisiert, dass wir aufgrund solcher Unterschiede wie der Hautfarbe einen Menschen zu etwas extrem Besonderem machen und ihn in Nachrichten Deutschlandweit Wochenlang aktuell halten, wo wir uns für nen überfallenen, gebürtigen Weißhäutigen keine 2 Tage interessieren und Deutschlandweit erst recht niemand davon viel erfährt.
      Aus welchen Gründen, wird diese Tat denn so polulär? Weil ein schwarzhäutiger Mensch, der aus ßthiopien kommt hier überfallen wird.
      Du blickst es echt nicht. Traurig.

      Versuch es Dir mal vorzustellen, dass dein "Tansanier (so heisst es übrigens richtig) deutscher Herkunft" wegen seiner Hautfarbe fast totgeschlagen wird. Ich meine kannst Du die Gefühle eines solchen Menschen nach so einer Tat nachvollziehen? Denk mal nach.

      Ausserdem ist das Thema NICHT wegen der Hautfarbe des Mannes, sondern wegen dem Hintergrund der Tat wochenlang aktuell. ...und es is richtig so!
    • Nordlicht
      Nordlicht
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2005 Beiträge: 330
      Original von sholvar
      ich habe mehrere Punkte aufgezählt. Die Sprache in der man denkt und spricht, die Kultur, die das Handeln des Menschen beeinflusst. Es gibt noch offensichtlichere Punkte, die ich wegen dieser Offensichtlichkeit nicht für nötig befunden habe, sie zu nenne, wie z.B. Geburtsort, Elternhaus.
      Sprache und Kultur sind erlernbare Aspekte. Ist ein schwarzer "ßthiopier", der adoptiert in einer "deutschen" Familie aufwächst, für dich ein "Deutscher", weil er "deutsch" denkt und spricht und der "deutsche" Kultur entspricht, "während ein weißer "Deutscher", der adoptiert in einer äthiopischen Familie aufwächst, ebenso ein ßthiopier ist? Und warum kann ein "ßthiopier" nicht zum "Deutschen" werden? Viele Menschen, die lange Zeit in einem anderen Land leben, sprechen diese Sprache, handeln entsprechend der Kultur und denken/träumen häufig in der "fremden" Sprache. Im Gegenzug unterscheiden sich Menscher gleicher "Nationalität" häufig stärker als sie sich von ihren Grenznachbarn unterscheiden, die eine andere Nationalität haben.

      Und wie ist das mit den Eltern (Vorfahren)? Wieviele Generationen spielen da eine Rolle? Was ist mit Eltern unterschiedlicher Herkunft?

      Um es ganz extrem zu machen. Was bin ich?

      Mein Vater kommt aus China, meine Mutter aus Peru. Beide treffen sich, als sie in London arbeiten und zeugen mich da. Mein Vater haut ab. Meine Mutter geht mit gebrochenem Herzen in die USA, wo ich geboren werde, mich eine französische Gouvernante erzieht und mir französische "Manieren" beibringt. Mit 16 suche ich meinen Vater, der mittlerweile in Deutschland lebt. Ich verliebe mich in die Nachbarstochter und bleibe da. Jetzt bin ich 80, habe 64 Jahre in Deutschland gelebt, spreche perfekt Deutsch und träume/denke in Deutsch. Macht mich das zum Deutschen? Oder bin ich Engländer (Zeugungsort)? Bin ich Amerikaner (Geburtsort)? Franzose (jugendliche Prägung)? Peruaner (Mutter)? Chinese (Vater)? Was ist, wenn ich meinen Alterswohnsitz nach Mallorca verlege? Macht mich das zum Spanier?

      Du hast viele "Kriterien" genannt, die gerade in dieser Fülle riesige "Kombinationsmöglichkeiten" ergeben (gerade in einer globalisierten Welt) und eine Unterscheidung äußerst schwierig sein können.
    • Nordlicht
      Nordlicht
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2005 Beiträge: 330
      Original von sholvar
      Hautfarbe habe ich nie als Unterscheidungsgrund genannt. Ich habe es kritisiert, dass wir aufgrund solcher Unterschiede wie der Hautfarbe einen Menschen zu etwas extrem Besonderem machen und ihn in Nachrichten Deutschlandweit Wochenlang aktuell halten, wo wir uns für nen überfallenen, gebürtigen Weißhäutigen keine 2 Tage interessieren und Deutschlandweit erst recht niemand davon viel erfährt.
      Aus welchen Gründen, wird diese Tat denn so polulär? Weil ein schwarzhäutiger Mensch, der aus ßthiopien kommt hier überfallen wird.
      Die Hautfarbe ist deshalb so entscheidend, weil sie scheinbar der Grund für den Angriff war. Wenn ein Weißer einen anderen Weißen angreift, ist das natürlich auch schlimm. Keine Frage. Dann ist es aber meist eine willkürliche Tat, während es hier scheinbar einen konkreten und äußerst absurden Grund gab: Eine andere Hautfarbe.
    • tron02
      tron02
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2006 Beiträge: 463
      Du bist 80 Jahre ? Wohl einer der ältesten Mitglieder von PS.de ;)

      Um es ganz extrem zu machen. Was bin ich?


      1942 mittem im 2WK ziehst du als Amerikaner mit Abstammung Peru+China nach Deutschland ?
      Würd sagen du bist mutig....
    • Nordlicht
      Nordlicht
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2005 Beiträge: 330
      Original von tron02
      Du bist 80 Jahre ? Wohl einer der ältesten Mitglieder von PS.de ;)

      Um es ganz extrem zu machen. Was bin ich?


      1942 mittem im 2WK ziehst du als Amerikaner mit Abstammung Peru+China nach Deutschland ?
      Würd sagen du bist mutig....
      Also nicht deutsch? ;)
    • Rifter
      Rifter
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 547
      nice post nordlicht.
    • Macc
      Macc
      Global
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 1.607
      Hey sholvar, weißt du was in deinem Post noch fehlt?
      "Als Deutscher kann man auf sein Land garnicht mehr stolz sein, weil man dann als Nazi gilt! Und das mit den Juden, ICH hab das nicht gemacht. Der Zentralrat der Juden unterdrückt mich ja für Sachen, die weder ich noch meine Großeltern getan haben!"
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Selbst für den glatzigsten Rassisten ist die Hautfarbe nicht der Grund für seine Taten. Es wird als Grund missbraucht, weil der Rassist psychologisch und soziologisch nicht das Wissen und die Fähigkeiten besitzt, die Gründe für sein Handeln herauszufinden. Dazu bräuchte er psychologische Betreuung. Nachdem er einen Menschen so zugerichtet hat, ist er allerdings nicht nur nach Meinung des Staates keinen teuren, qualifizierten Psychologen mehr Wert (sondern auch nach meiner Meinung).
      Aber mit dem scheinbar schliesst du ja eventuelle Alternaiven ein. Gut, wenn der Staat dadurch bewegt wird, den Täter hart zu bestrafen, solls mir recht sein, ob er eine oberflächliche Betrachtung für genügend erachtet (der Staat mags wegen seiner Vergangenheit verständlicherweise sehr, jemanden zu finden, der Fremdenfeindlich ist und an ihm ein Exempel zu statuieren um mal wieder zu zeigen, dass man selbst ja nichtmehr so Fremdenfeindlich ist).

      Und ich will jetzt nicht stundenlang mit dir genau herausarbeiten, wann jemand welcher Herkunft ist. Der treffende Punkt ist, wenn dir meine Gründe nicht reichen um einer Person "einen Stempel aufzudrücken", dann wird der einzelne Grund, dass man aus welchen Gründen auch immer eine Staatsbürgerschaft in irgendeinem Land erhalten hat wahrscheinlich auch nicht reichen.
      Ich habe nicht vor, jemanden in irgendeine Ecke zu drängen. Vielleicht habe ich mich da etwas unklug ausgedrückt. Es wird einfach nur zu übertrieben auf Weltoffen gemacht.

      *edit*
      Mal nochmal ein Vergleich:
      "35 Jähriger wird Opfer streitsüchtiger Halbstarker"
      "Deutsch-ßthiopier wird Opfer von rassistischen Halbstarken"

      Meiner Meinung nach können die Beweggründe für beide Taten die selben sein. Der Typ an der Straßenbahnhaltestelle ist allein, die Täter sind in der ßberzahl und brauchen etwas "Bestätigung".
      Bei dem einen wird dann die komische Lederjacke zum "Grund", bei dem anderen die Hautfarbe. Die erste Tat landet irgendwo unten kleingedruckt in der örtlichen Polizeispalte, die andere Tat wird wochenlang Schlagzeile.
    • Macc
      Macc
      Global
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 1.607
      Ich krieg das Kotzen.

      Hast du schonmal darüber nachgedacht, dass dieser einzelne Fall so hauchgebauscht wird, weil einigen Leuten damit vielleicht leichter klar wird, dass es in Deutschland auch noch das Problem "Rassismus" gibt? Dreh es dir hin wie du willst, solange Leute wegen ihrer Hautfarbe Angst haben müssen, geschlagen oder angepöbelt zu werden, existiert ein Problem. Und dieses Problem existiert auch. Dieses Problem ist etwas anderes als das Problem, dass irgendwelche Halbstarken Stress machen.

      Und bitte, bitte fang nicht mit den armen armen blonden Deutschen, die tagtäglich auf Deutschlands Straßen sterben, an. Gewalt ist generell ein Problem. Richtig. Dieses Problem lässt sich aber schwerer Beseitigen als Rassismus. Erst wenn die Hautfarbe so wie die Haarfarbe behandelt wird, kannst du mit "Die haben sich eben die Hautfarbe als Grund gesucht, halb so schlimm" kommen.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Original von Macc
      Hey sholvar, weißt du was in deinem Post noch fehlt?
      "Als Deutscher kann man auf sein Land garnicht mehr stolz sein, weil man dann als Nazi gilt! Und das mit den Juden, ICH hab das nicht gemacht. Der Zentralrat der Juden unterdrückt mich ja für Sachen, die weder ich noch meine Großeltern getan haben!"
      Genau DAS bezeichne ich als übertriebenes Schuldbewusstsein. Jeder, der nicht mitmacht, ist gleich ein Nazi und wird mit dem berühmtesten Scheitelträger und ein paar Glatzen in einen Topf geworfen.

      An welcher Stelle habe ich den ßthiopier diskriminiert? Sags mir. Weil ich nicht bereit bin, Deutscher zu ihm zu sagen?
    • Macc
      Macc
      Global
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 1.607
      Wo hab ich gesagt, dass du wen diskriminierst? Wo hab ich gesagt, dass du Hitler himself bist? Ich halte dich für keinen Nazi oder Rassisten, wirklich nicht. Ich halte dich nur für eine merkwürdige Person, die durch ihre Gedankenspiele paar Probleme übersieht.
    • Zircon
      Zircon
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 462
      Sholvar, das Problem ist, dass Du ein ganz übles Problem (nicht nur in Deutschland, aber eben auch in Deutschland) verharmlosen möchtest. Das hat alles überhaupt nichts mit übertriebenem Schuldbewusstsein oder ßbertriebener Weltoffenheit zu tun. Denk doch mal nur ein bisschen nach und versuch Dich in die Lage des Opfers eines rassistischen ßbergriffes hineizuversetzen. Ich kann echt nicht glauben, dass ein halbwegs intelligenter Mensch die Schwere einer solchen Tat offensichtlich nicht erkennt und (sorry, aber) völlig wirres Zeug von sich gibt.

      ßbrigens denke ich, wenn ich von solchen rassistischen ßberfällen höre, nie an das Dritte Reich. Rassismus ist in ganz Europa ein Problem, auch in Russland oder Polen.
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