wann sollte man aufhören?

  • 16 Antworten
    • MastaMANSON
      MastaMANSON
      Gold
      Dabei seit: 24.08.2007 Beiträge: 5.432
      Danke für deinen Beitrag, aber solche Posts müssen hier nicht sein

      Ghostmaster
    • BumblebeeAK
      BumblebeeAK
      Bronze
      Dabei seit: 14.03.2011 Beiträge: 3.505
      Ich denke man kann das prozentual sehen zb sobald dein stack am tisch 10% deiner BR beträgt verlässt du denn tisch !
    • BradNitt
      BradNitt
      Silber
      Dabei seit: 22.07.2011 Beiträge: 28.510
      Kommt eher auf andere Faktoren an wann du aufhören solltest,als darauf wieviel du gewonnen oder verloren hast (es sei denn es beeinflußt dein spiel negativ).
      Es empfiehlt sich eher darauf zu achten ob mann konzentriert ist, seine Entscheidungungen gut wählt, ob mann profitable Tische spielt-

      Das mit den 10% muss man auch relativieren. Wenn du mit 1000bb an einen Tisch mit schlechten Spielern sitzt wo du noch mehr holen kannst soltest du dranbleiben. Sind viele gute Spieler am Tisch die auch soviel haben wie du dann besser verlassen.
    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      It is one big session!


      (Oder aber falls Du unter Winning Tilt leidest....quitte nach 2-3 BuyIns und erfreue Dich daran)
    • schauer3
      schauer3
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2010 Beiträge: 11
      danke für eure Antworten.

      Ich habe mir das so vorgestellt:

      Jeder Spieler gewinnt im Schnitt einen gewissen Betrag pro Stunde/Tag. Ich komme jetzt an einen Tisch und habe schnell ein paar wunderbare Hände, Spieler gehen mit und geben ordentlich an mich ab. Spiele ich weiter ist es wahrscheinlich, dass ich langfristig wieder auf eine normale (lineare) Kurve zurückkomme (Kurzfristig kann ich z.b. 5 Sechser hintereinander würfeln, aber langfristig wird jede Zahl gleich oft vorkommen).

      Grüße
    • schauer3
      schauer3
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2010 Beiträge: 11
      [img][IMG]http://thumbnails77.imagebam.com/19188/857ec9191878181.jpg[/IMG][/img]
    • Knudsen
      Knudsen
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 4.314
      nein, das ist Quatsch. Wahrscheinlichkeit hat kein Gedächtnis.

      edit: Wenn die rote Kurve dein EV ist, dann ist die schwarze Kurve dein EV zum Zeitpunkt, wo du schon viel gewonnen hast.

    • schauer3
      schauer3
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2010 Beiträge: 11
      Original von Knudsen
      nein, das ist Quatsch. Wahrscheinlichkeit hat kein Gedächtnis.

      Sicher, aber z.b. ein Spieler der glaubt, dass er im Münzwerfen ein edge hat, und vielleicht 10x (Kopf) richtig rät, macht langfristig +- 0 Profit.

      Trotzdem kann er kurzfristig mit 10x (Kopf) richtig liegen und unnatürliche Gewinne einfahren.
    • schauer3
      schauer3
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2010 Beiträge: 11
      Original von Knudsen
      nein, das ist Quatsch. Wahrscheinlichkeit hat kein Gedächtnis.

      edit: Wenn die rote Kurve dein EV ist, dann ist die schwarze Kurve dein EV zum Zeitpunkt, wo du schon viel gewonnen hast.

      wenn dein ev nach oben hüpft, muss sich aber dein langfristiger edge verbessert haben; d.h.: du bist besser geworden.

      Angenommen ich habe ein System mit dem ich in 60% der Fälle richtig liege. Plötzlich habe ich innerhalb einer Woche 100% hitrate. Wenn meine Statistiken einige Jahre zurückgehen, soll ich dann an dieser Stelle mehr wetten oder eher mein Risiko reduzieren?
    • ritschy22
      ritschy22
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2006 Beiträge: 544
      Sobald du nicht mehr in deiner "Komfortzone" spielen kannst! IMO

      Also dein A-Game durchziehst, dass kann folgende gründe haben:

      -Schicksalsschläge (Verstorbenennachricht, Hausbrand, Apokalypse....)
      -schlechte I-net Verbindung
      -nervige Freundin/Freunde im Hintergrund
      -Tilt (weil zuviel gewonnen/verloren)
      -(Kopf-) Schmerzen
      [-zu gutes Wetter draußen]
      -KOPFKINO´s die deine Gedanken zu sehr beschäftigen
      -zuviele Entscheidungen entgegen deines "Gameplans"

      Ich kann dir das sagen als Tunierspieler, weil ich nicht die Chance besitze "einfach so" auszublinden. Man sollte sich meines Erachtens in den Pausen gut kräftigen erholen und auch mal bewegen und sich darauf berufen stets seinen Gameplan umzusetzen.

      Das sind so meine Erkenntnisse.

      lg ritschy
    • toyberg
      toyberg
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2009 Beiträge: 1.940
      Um mal dein Münzbeispiel aufzunehmen. Du kannst immer weiter spielen. Und wenn 100 mal hintereinander Kopf kam, ist die Chance, dass wieder Kopf kommt bei 50%.

      Genauso ist es beim Pokern. Es ist völlig egal, ob du die letzten 10k hände alle 10 Hände AA hattest oder insgesamt nur 2 mal. Die Chance, dass deine nächste Hand AA ist, ist trotzdem gleich.


      Demnach solltest du deine Sessiondauer nur von dem Gewinn/Verlust abhängig machen, wenn du schlechter spielst, ab einem bestimmten Gewinn/Verlust. Ansonsten ist es nur wichtig, ob man genügens Fische am Tisch hat und ob man konzentriert ist und richtige Entscheidungen trifft.
    • BradNitt
      BradNitt
      Silber
      Dabei seit: 22.07.2011 Beiträge: 28.510
      Original von schauer3


      Ich habe mir das so vorgestellt:Ich komme jetzt an einen Tisch und habe schnell ein paar wunderbare Hände, Spieler gehen mit und geben ordentlich an mich ab. Spiele ich weiter ist es wahrscheinlich, dass ich langfristig wieder auf eine normale (lineare) Kurve zurückkomme (Kurzfristig kann ich z.b. 5 Sechser hintereinander würfeln, aber langfristig wird jede Zahl gleich oft vorkommen).

      Grüße
      So stell ich mir das auch immer vor :baby:

      ernsthaft: der kurzfristige Gewinn hat auch immer mit Glück zu tun.
      Du kannst die Session starten und KK<AA, Set< Set haben, danach noch Gewinn machen wenn du trotdem gut weiterspielst genauso umgekehrt kannst du erst gewinnen und dann noch minus machen dem wirst du nicht aus dem Weg gehen können.
      Die langfristige Kurve wird dein Edge auf deine Gegner auf dem Limit wiederspiegeln und da kommt auch das Mindset uA mit ins Spiel
    • Coheed85
      Coheed85
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2010 Beiträge: 245
      Wenn du A-Game spielst, dann weiter machen, egal wie die Umstände und Gewinne/Verluste sind.

      Sobald du nicht mehr A-Game spielst quitten, egal wie die Umstände und Gewinne/Verluste sind.

      That´s it!
    • ritschy22
      ritschy22
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2006 Beiträge: 544
      Original von schauer3
      danke für eure Antworten.

      Ich habe mir das so vorgestellt:

      Jeder Spieler gewinnt im Schnitt einen gewissen Betrag pro Stunde/Tag. Ich komme jetzt an einen Tisch und habe schnell ein paar wunderbare Hände, Spieler gehen mit und geben ordentlich an mich ab. Spiele ich weiter ist es wahrscheinlich, dass ich langfristig wieder auf eine normale (lineare) Kurve zurückkomme (Kurzfristig kann ich z.b. 5 Sechser hintereinander würfeln, aber langfristig wird jede Zahl gleich oft vorkommen).

      Grüße
      Also ich habe mal gehört es gibt in etwa 70% loosing Player 20% Break Even Player(+- versteht sich) und 10% winning Player, es kann schon per se nicht sein, dass alle etwas pro Stunde gewinnen, weil der Pokeranbieter Rakes bezieht und nicht JEDER gewinnen kann.

      Das mit der langfristig normalen (linearen) Kurve, ist in deinem Zusammenhang eher Quatsch. Ich weiß nicht wieviele Hände du schon gespielt hast, aber warum sollte sich die "Varianz anpassen" (entgegen deines Upswings) nur weil du a) mal gute Karten hast/hattest und vorallem b) dein Stack größer ist?

      Deine Einstellung zum Spiel und deine Erfahrung mit der Varianz, vorallem dein Verständnis dafür bildet sich erst nach einer sehr sehr sehr großen Anzahl gespielter Hände (ca. x-Millionen). Jedoch besitzen viele Leute das Problem über Varianz zu sprechen, während das eigendliche Problem ganz woanders steckt.

      chrsbckr75:O der aber falls Du unter Winning Tilt leidest....quitte nach 2-3 BuyIns und erfreue Dich daran

      Der Beitrag in den Klammern ist ein sehr guter Ansatz zum Nachdenken und gehört eher fett gedruckt, als so versteckt.

      Winning Tilt ist das eine, Deebstacked Poker Skills das andere und die Varianz nochmal was ganz anderes.

      Winning Tilt: Durch übermäßigen Gewinn und unerklärlichen Gründen, verlässt du dein A-Game und triffst merkwürdige Entscheidungen, die du im nachinein bereust. Warum? - du weisst es nicht!
      -->Finde es heraus. Fokussiere dich auf 1-2 Tische
      such dir markante Hände wo du unsicher warst und poste Sie im Forum.

      Deebstacked Skills: Du sitzt am Tisch es lief bisher alles ganz gut. Schöne Hände ein All-IN oder ein 3-Way AI du hast gewonnen, sprich du sitzt mit 250+ BB am Tisch. Keine 30 Minuten später verlierst du auf einmal 3/4 bis deinen gesamten Stack und du ärgerst dich tierisch. Was ist passiert? Das Pokerspiel als solches ist sehr dynamisch mit vielen unbekannten Variabeln. Die effektive Stacksize und der maximale Gewinn oder Verlust kann je nach Umständen erheblich und sehr schnell varieren. Preflop geraiste Tophände verlieren an Gewicht und Stärke am Flop nach Anzahl von Spielern und deren Stacksizes.

      Beispiel: Du hälst AA-QQ raist in MP+1 und erhälst calls vom MP+3, BU und BB.
      ..der Flop geht auf ist random connected und weder dry noch paired. Du hälst hier meistens dein "Overpairchen", welches bei 100BB auch meistens die "nutz" sein können, aber spielst du hier deepstacked möchtest du nicht 3 Stacks damit verlieren. Am T kommt keine Blank und keine Trips für dich. Man sollte sich ersthaft Fragen, ob die/der Gegner nicht vlt. doch eine (marginal) bessere Hand hält.

      Fazit: Deepstacked Poker wird meistens postflop entschieden, aber postflop spielen können die wenigsten Reg´s wirklich richtig gut.
      Überlege dir zunächst, ob du Deepstacked spielen magst, sprich ob du es einfach verkraften kannst 250BB+ zu verlieren und trotzdem noch dein A-Game spielst.
      Überlege dir, ob deine Gegner welche auch deebstacked sind für dich eher Gegner oder Opfer sind.
      Überlege dir, ob deine Skills der Aufgabe gewachsen sind.

      -->Frei nach dem Motto Übung macht den Meister, arbeite dran falls du es verbessern willst. Spiele wenige Tische, auf denen du schon 1-2 Buyins+ gewonnen hast und konzentriere dich auf sie und poste Hände im Forum.


      lg ritschy


      --------------------------------------------------------
      "Varianz" ist das Wort, welches zuviele Pokerspieler benutzen um von ihren eigenen Defiziten abzulenken.
      Wer zu oft über "seine eigene" Varianz spricht, der besitzt eine zu kleine "Edge" gegenüber dem gewähltem Gegner
    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      Original von ritschy22
      -Schicksalsschläge (Verstorbenennachricht, Hausbrand, Apokalypse....)
      -schlechte I-net Verbindung

      Lustig, dass die beiden Dinger direkt aufeinander folgen....rofl :D
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Du musst Risiko und mögliche Rendite trennen. Wenn du risikoavers bist und auch so handelst (d.h. wenn du einen Betrag X gewonnen hast und dann gehst, weil du denkst das du ab dort aufgrund von was auch immer für subjektiven Gründen verlierst), dann ist Poker schlichtweg das falsche Spiel für dich.

      Als Pokerspieler solltest du risikoneutral sein. D.h. im Prinzip die Position des Bankhalters übernehmen und die Entscheidungen treffen, die den größten Erwartungswert (und somit die höchste Rendite) versprechen. Wenn Risiko ein relevanter Faktor für dich dabei spielt, dann ist dein Bankrollmanagement tendenziell nicht geeignet. Das BRM ist quasi für dich das was für jede Bank die Eigenkapitalanforderung ist, die notwendigerweise hinterlegt sein muss. D.h. es muss auch mal ein profitables Investment schiefgehen können ohne das du danach zuviel verloren hast.

      Wenn du ein sehr enges BRM benutzt (z.b. 20 oder 25 Stacks), dann ist es tendenziell sinnvoll vom Tisch zu gehen, wenn du mehr als 10% deiner effektiven Bankroll riskierst. D.h. wenn du und ein anderer Spieler am Tisch effektiv 10% deiner Bankroll jeweils am Tisch haben und du diesen Betrag verlieren könntest (unabhängig davon ob du eine gute oder schlechte Entscheidung triffst). Ich persönlich würde zwar zu deutlich ausgeprägteren Bankrolls raten (maximal 1% riskieren pro Hand), aber grade in der Aufbauphase deines Spiels und auch zur Limitprogression wäre das viel zu passiv und du würdest dein ganzes Leben mit Grinden verbringen - daher ist ein aggressiverer Umgang mit der Bankroll tendenziell sinnvoller. (vor allem dann, wenn du Poker als Freizeitbeschäftigung siehst und nicht damit deinen Lebensunterhalt aktuelle verdienst)

      Die Sache mit dem A-Game (sprich ob du wirklich konstant in der Lage bist die beste Entscheidung zu treffen am Tisch) haben die Poster vor mir ja schon angesprochen. Das geht eher in die psychologische Richtung und ist ein ziemlich komplexes Thema. Da gibts hier glaub ich aber ein paar Videos zu und einige lesbare Bücher (wobei ich die meisten pokerbezogenen Sachen da ziemlich schlecht finde, aber ausprobieren muss es jeder für sich selber).