Schwierigkeitsgrad zw. NL5 und NL10 ?

  • 7 Antworten
    • marzelz
      marzelz
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2010 Beiträge: 1.559
      etwas tighter ... einige mehr russische nits ... overall aber trotzdem gut schlagbar
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Eigentlich kaum Unterschied, nagut, zwischen NL100 und NL200 auch nciht, zwischen NL50 und NL100 auch nicht, zwischen NL10 und NL25 auch nicht nicht ?(

      Ja mach dir keinen Kopf, wenn du NL5 in der Tasche hast, dann klappt es auch NL10^^
    • SimplePlan
      SimplePlan
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2008 Beiträge: 4.157
      spiele mich gerade wieder von nl2 hoch, da ich früher auf ftp gezockt habe ~~

      meiner meinung ist es von nl5 zu nl10 schon ein kleiner strung.
      es kommen deutlich mehr nits dazu, die dich nicht so leicht ausgezahlen wie auf nl5.
      klar sind die leute immer noch super schlecht, kann mir aber vorstellen, dass man als anfanger mit dem aufstieg schwierigkeiten bekommen kann.
      Musst nun halt mehr darauf achten gegen wen du da spielst, gibt eigent. nur 2 sorten auf nl10, looser fish oder nitty tag ;)
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Grundsätzlich gilt: Je höher du kommst, desto looser solltest du werden, weil insgesamt der Schnitt tighter wird, jedenfalls bis NL50.

      Sehr viel schwieriger wird es nicht, es ist halt nur vom psychologischen her anders, da die Pötte im Schnitt halt doppelt so hoch sind.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Der Unterschied im Schwierigkeitsgrad ist in der Tat zwischen den einzelnen Limits sehr gering - das "Problem" ist aber, dass deine Skilledge im allgemeinen im Poker sehr gering ist. (du musst mal überlegen, dass der durchschnittliche Gewinner 2BB - 6BB/100 gewinnt)

      Poker ist im Endeffekt ein Spiel der kleinen Edges und es geht eigentlich eher weniger darum mit AA Preflop All In zu gehen (klar gehört das dazu). Das Geld gewinnst du aber letztendlich in Situationen, die deine Gegner vollkommen anders und vor allem schlechter spielen als du.

      Auf NL2 - 10 z.b. sind viele Spieler passiv und sie folden oder callen hauptsächlich. Du musst herausfinden wie du diese Schwäche am effektivsten angreifst und gegen sie im Schnitt mehr gewinnst als verlierst (das ist noch sehr einfach -> deine Gegner raisen sehr starke Hände, also machst du relativ tighte Folds). Wenn du jetzt NL10 mit NL200 aber z.b. vergleichst, dann ist das Spiel grundlegend noch das gleiche, aber deine Gegner könne ihre Gegner wiederum viel viel besser einschätzen.

      Wenn du jetzt z.b. auf NL200 den Ansatz deiner NL10 Strategie spielst, dann wirst du gnadenlos untergehen, weil du einfach zu tight spielst und zuviel foldest, da die meisten deiner Gegner erkannt haben, dass es schwierig ist in NLH Made Hands zu machen. Aber auch diese Spieler haben wieder Lücken -> sie machen z.b. in einer bestimmten Situationen etwas zu 10% zu häufig.

      => der Punkt ist, dass die Fehler auf den Microlimits und Lowstakes häufig noch sehr offensichtlich sind - je höher du in den Limits aufsteigst, desto schwieriger werden die Fehler zu finden und die richtige Adaption dagegen zu konstruieren. Ich z.b. bekomme seit Jahren nicht richtig den Zugang in die Highstakes, weil mich die Spieler dort einfach outthinken - sie sind einfach besser als ich.

      Es ist grade bei Anfängern das "Problem", dass sie losspielen und eigentlich nicht erklären können warum sie auf einem Limit gewinnen sollten (tatsächlich tun es viele Spieler auch nicht, weil sie die Mischung Rake + andere Regs auf ihrem Skilllevel + Fisch nicht schlagen). Es reicht im Prinzip auf den Micros im Prinzip noch aus eine sehr statische Strategie zu lernen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen - ich hab z.b. vor ein paar Tagen ein NL2 FR Video gesehen auf Pokerstars und ich denke das die reine Bronzestrategie dort nicht mehr ausreicht, um Gewinner zu sein (aufgrund des Rakes und des relativ kleinen Anteils tighter zu sehr sehr loosen Spieler).

      Das Ding z.b. ist, dass der SHC ultratight ist - der Grund dafür ist, dass die Tische vor Jahren mal bis in die Midstakes hoch mit loosen und passiven Spielern überflutet waren. Heutzutage scheint es grade auf den Majorseiten so zu sein, dass sich eine Schar von Breakeven/Loosingspielern mit tighten Ansätzen in den Microlimits trifft und ein bisschen das Geld von Links nach Rechts schieben. Heisst das jetzt, dass man da nicht mehr gewinnen kann? Selbstverständlich kann man noch gewinnen, aber man muss wissen warum:

      1. Tableselection -> das Geld kommt von schlechten Spielern. Ich sehe gar nichtmal so selten, dass Leute freiwillig an Tischen sitzen an denen nur tighte Spieler sitzen (nicht das diese ultragut sind, aber ihr müsst eure relative Skilledge immer im Hinterkopf halten - ihr könnt nicht sagen, dass alle am Tisch Fische sind, wenn ihr genauso spielt im Prinzip wie sie und niemand eine Skilledge hat)

      2. Gegnertargetting -> schlechte Spieler identifizieren und ganz gezielt angreifen. Es wundert mich häufig in Coachings, dass im SB lieber gegen den 20/15 Spieler mit 80% der Hände eröffnet wird, als den Tischfisch im BB vielleicht auch aus MP etwas aggressiver anzugreifen


      Die Wahl der Seite gehört dazu - natürlich sind so Seiten wie Pokerstars oder Partypoker recht angenehm zu spielen, weil viele Tische am Start sind und die Software ziemlich gut ist. Aber auf die Idee werdet nicht nur ihr kommen - d.h. ihr werdet definitiv auf solchen Seiten mit vielen Spielern konfrontiert, die auf eurem Limit eine ähnliche Skilledge habt wie ihr. Und hier muss man ehrlich zu sich selber sein und sich fragen: " Warum habe ICH objektiv betrachtet eine Skilledge und welche Fehler mache ICH nicht, die der größte Teil meiner Gegner macht und WIE kann ich die Fehler meiner Gegner angreifen? ". Die meisten Spieler, die ich in den vergangenen Jahren gecoached habe (und auch ich selber gehörte mal dazu) konnten mir diese Frage nicht beantworten.

      Der Schlüssel liegt letztendlich darin herauszufinden warum man gewinnt, wie man das Limit im Schnitt schlägt und wie man von spezifischen Gegner am allermeisten gewinnt.
    • Ominousmonkey
      Ominousmonkey
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2012 Beiträge: 29
      Spiele jetzt seit ca 26k Händen auf NL10 mit gesamt $45 Verlust bei $150 Rake.
      Habe zuerst eher nittig gespielt, aber relativ bald festgestellt, das NL10 (meiner Empfindung nach) deutlich das preflop 3betten belohnt, und gegen andere Regs auch das Bluff4betten.

      Habe seitdem ich Preflop aggressiver Spieler, also auf den letzten 9000 Händen z.B. $23 plus bei $56 Rake. Das ist zwar eine sehr geringe Samplesize und eine sehr geringe Winrate, aber ich bin der Meinung, dass NL10 aggressiver als NL5 zu spielen ist.

      Das ganze bestätigt aber eigentlich nur das was Ghostmaster gesagt hat, nur dass ich die hinzukommende Agressivität auf das Preflop Spiel beschränke. Aber ich spiel ja auch nur Micros
    • Witch4077
      Witch4077
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2009 Beiträge: 21
      Danke echt super erklärt !

      Hat mir sehr weitergeholfen !!!

      Gruß Witch4077