Spielen von kleinen und mittleren Pocketpaaren

    • Klosinho00
      Klosinho00
      Einsteiger
      Dabei seit: 19.05.2012 Beiträge: 19
      Hallo zusammen,
      ich habe ein kleines Problem mit dem Spielen von kleinen bis mittleren Pocketpairs (22-99).
      Meine Spielweise ist hier meistens so, dass ich mit denen einfach nur limpe. Auf dem flop wird man ja meistens von vielen höheren Karten dominiert und die Pocketcards entwickeln erst bei einem Set "Stärke". Auf einen Raise gehe ich meistens raus.
      Ich spiele übrigens Fullring, wie sollte ich die am besten spielen? Limp/Fold - Limp/Call oder gar raisen?

      Vielen Dank =)
  • 3 Antworten
    • TheCelt
      TheCelt
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 3.932
      Kleine Pärchen

      Da wurde wohl das wichtigste gesagt.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Grundsätzlich halte ich es für ziemlich schlecht mit irgendwelchen Händen einen Openlimp zu machen (d.h. 22 - 77 oder was da laut SHC gelimpt wird, solltest du tendenziell eher folden oder raisen). Der Grund ist simpel:

      Du splittest deine Range sehr offensichtlich auf und für jeden, der Handreading auch nur ansatzweise versteht liegen deine Karten sozusagen auf den Tisch, wenn du limpst (da du halt nur 22 - 77 haben kannst). Auf den Microlimits werden dir die meisten deiner Gegner noch keinen Strick daraus drehen (können), allerdings wenn deine Gegner etwas besser werden (vermutlich so ab NL25 - 50) kann es dir schnell passieren, dass deine Limp/Call Lines nicht mehr profitabel werden, weil dir schlichtweg die Implied Odds fehlen.

      Der Grund dafür:

      Deine Gegner werden deine Openlimps superaggressiv und mit einer relativ weiten Range angreifen, weil deine Hand ja so deutlich am unteren Ende deiner mittelstarken Hände befinden und somit dich

      a) Postflop dauernd von der Hand runterholen

      b) dich nicht oft genug auszahlen, wenn du tatsächlich das Set triffst


      Schau dir mal die Videoserie Crushing NL50 an - da haben wir das Preflopspiel für viele Szenarien relativ deutlich erläutert und die Abweichungen vom SHC eingeführt.
    • tehbuzz
      tehbuzz
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2009 Beiträge: 216
      Wichtig ist, dass du die call20 regel verstanden hast. Um mit pockets zu callen, brauchst du immer die nötigen impieds, um sie profitabl zu spielen.

      Das hängt zum einen von der effektive stackgrösse und zum anderen vom spielstiel deines gegners ab.

      Das ziel von setmining ist, dein set zu treffen und damit broke zu gehen.

      Von welchen spielern bekommst du nun das meisste geld mit deinem set, wenn du es triffst?

      Nun, diese spieler brauchen erstmal einen ordendlichen stack (du genau so). Siehe call20 regel.

      Was ich auch wichtig finde:
      Tighte gegner hitten das board oft besser um broke zu gehen, als loose spieler. Zum beispiel haben sie öfter overpairs, welche sie auf den micros eh nie weglegen.

      Loose sind dagegen weniger profitabel, weil du gegen sie seltener ganze stacks gewinnst (was ja der grund vom setmining ist), als gegen tightere spieler.