Kennt ihr das auch?

    • FlavourFlave
      FlavourFlave
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2010 Beiträge: 488
      Hallo,

      ich habe gerade mal wieder eine poker session hinter mir und es ist mir aufgefallen das ich verdammt oft die line bet/check/fold habe...
      Also wenn ich preflop die initiative habe...ich denke ihr wisst was ich meine...
      Jedesmal frag ich mich ob ich nicht anders hätte spielen sollen, weil auch auf nl2 die leute soweit sind, dass sie auch wissen das es nur eine standart c-bet und die mich spätestens am river VIELLEICHT rausbetten... aber da es schon so verdammt oft passiert ist müsste ich das vielleicht eigentlich gar nicht schreiben....^^

      Aufjedenfall

      Kennt jemand ein strategieartikel oder ein tipp wie mein bei bestimmten board auch ohne hit am river bzw. am turn callt?..bzw. second barrelt, wenn nicht sogar third barrelt?

      danke schonmal
  • 6 Antworten
    • yoshiscr
      yoshiscr
      Platin
      Dabei seit: 11.10.2010 Beiträge: 1.918
      Gibt nen Artikel dazu, ist aber leider erst ab Gold

      Nur kurz so viel:

      - vl cbettest du zu viel: wenn die Gegner zu wenig folden machen cbets nur mehr bedingt sinn, da du ja auch cbets oft ohne equity machst --> cbette valuelastiger und lass dich auszahlen

      - 2nd, 3rd barrel: überlege dir bei jeder karte ob diese deine range oder die von villian improvet--> deine improvet --> 2nd barrel machbar ( aufpassen gegen callingstations )
      villian improvet --> lass die bluffs

      Aber wie gesagt - verushce vl auf den Micros etwas valuelastiger zu cbetten

      Lg ;)
    • tehbuzz
      tehbuzz
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2009 Beiträge: 216
      Hatte diese gefühl welches du beschreibst auch sehr oft, bevor ich mich intensiv mit c-bet's beschäftigt habe. Hab mir dann auf nl2 so ein paar richtlinien festgelegt, wie ich da am besten in solchen situationen spiele.

      -gegner
      Ist es sinvoll gegen deinen gegner zu cbeten?
      ->extremes beispiel: spiel ich gegen ne callingstation bluff-cbet ich kaum, baller aber extra hoch value-cbets durch. Spiel ich gegen nen tag der preflop nur auf setvalue callt, bluff ich oft.

      -cbet
      Bluff oder for value?
      Das schöne auf den micros ist, dass du oft sehr viel value bekommst, wenn du gut triffst. Das heisst, du kannst locker auf bluff spots gegen callingstations verzichten.

      -board
      Kann ich überhaupt was repräsentieren? Wie könnte vil das board getroffen haben?
      Da musst du dir die preflop action nochmal anschauen. Da gibt es viele unterschiedliche konstelationen.
      Limp, isoraise / bet, call / etc.. Und jeh nach positionen.

      Wenn du dich in cbet's sicherer fühlst, kannst dich dann mit weiteren barrels beschäftigen.
      Auf den nl2 reichts imo aber locker aus, normales value poker weiter zu spielen.
    • Thunder1214
      Thunder1214
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2010 Beiträge: 921
      Stell doch mal einige Hände, bei denen du dir unsicher bist, ins HBF und lasse sie bewerten.
      Dann wirst du sehen, ob du gut oder schlecht gehandelt hast.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Hast du dir Crushing NL50 schon angeschaut? Falls nein, dann solltest du das tun - ich glaub da ist mind. ein halbes Video das sich nur mit Floptexturen und Cbets beschäftigt.

      Ansonsten kannst du aber auch selber mal dran gehen und dir vor der Cbet zwei Dinge überlegen:

      1. Wieso gewinnst du mit der Cbet sofort?

      => d.h. du solltest dir mal überlegen wie oft ungefähr dein Gegner am Flop getroffen hat und wie oft deine Cbet erfolgreich sein muss, um Profit zu zeigen.


      2. Was mache ich, wenn der Gegner weiterspielt?

      => falls du nicht einen "sofortigen Profit" mit deiner Cbet machst, weil der Gegner sooft folded, dann solltest du einen Plan in der Rückhand haben.

      Beispiel:

      KQo auf A72r? Dein Gegner kann im Prinzip nur relativ wenige Made Hands haben -> Ax, 7x, 88 - KK, 22, 77, AA

      AQo auf 9h8h6s ohne Backdoorflushdraw in deiner Hand? Dein Gegner kann im Prinzip relativ viele (marginale) Made Hands haben (TT - AA, 99, 88, 66, 76 etc.) und einige Draws (Flushdraw, OESD, die Pair + Drawhände etc.)


      Jetzt stellen, die Hände, die dein Gegner weiterspielt, einen bestimmten Prozentteil seiner Range dar mit der er am Flop ankommt.
      Je öfter ein Gegner folded, desto besser wird eine Cbet im Vakuum und desto besser muss deine Hand sein. Im ersten Schritt solltest du dir mal Boardstrukturen zusammenbauen:

      1. Axxr/Kxxr

      2. Q/J/Txxr

      3. paired Boards (hier solltest du zwischen AAx - TTx und 99x - 22x Boards unterscheiden)

      4. High Coordinated Boards QJx, KQx, KJx etc.

      5. Low Coordinated Board with/without Highcard 457, 954, 982 Q56, Q87 etc.

      etc.


      Du kannst deine Boards jetzt immer stärker koordinieren und dann noch Flushdraws hinzufügen. Du musst üben, dass du die gegnerische Range auf Boardstrukturen übertragen kannst - wenn du keine Ahnung hast wer dein Gegner ist, dann musst du seine Range verallgemeinern (wie man das macht können wir gerne diskutieren).

      Die Gegner auf den Microlimits callen im übrigen soviel, weil sie gerne callen und ihre "Chancen" nutzen wollen. 2 Overcards auf 953r? Kein Ding sie callen häufig einmal. Gutshot mit A9 auf 875hh? Auch da sind sie dabei.

      Zusätzlich musst du berücksichtigen, dass die Range eines 40/10 Spielers auf AT2r ganz anders getroffen haben wird als eines Rocks.
      Der Rock kann nur bisschen Ax (da er nur sehr wenige Ax Kombos spielt wie AQ - AK und ATs - AKs z.b.) und 3 Sets halten und einige wenige Gutshots mit QKs und QJs.
      Der 40/10 Spieler kann jetzt jedoch zig Hände halten -> Ax in jeglicher möglichen Kombination, zig Gutshots etc., Hände wie Tx wird er oft callen und vielelicht sogar sowas wie K2s oder 77.

      Änder das AT2r Board in ein KT2r Board, dann verändert sich gegen die Nit nicht allzuviel - gegen den Fisch ändert sich plötzlich alles, weil viele Ax Kombos wegefallen und K2o dann doch nicht so häufig gespielt wird wie A2o.

      Änderst du das AT2r Board in ein AT7r Board -> die Foldequity gegen die Nit bleibt ähnlich hoch; die Foldequity gegen den Fisch sinkt jedoch weiter, weil er zusätzlich Draws halten kann (89, J9, J8) etc.

      Ich habe dir hier das ganze schonmal erklärt:

      c-bet (schaut mal rein)

      Du wirst nicht darum kommen dir selberständig Gedanken zu machen und selbstständig diese Equityanalysen mit Foldequity durchzuführen, wenn du kein intuitives Verständnis hast wie groß der Anteil der gegnerischen Range ungefähr ist, der bestimmte Boardtexturen wie getroffen hat. Ich hatte dieses Verständnis auch nicht und im Prinzip ist die Mathematik EIN Hilfsmittel um es zu lernen - das ist superzeitaufwendig, aber funktioniert.
    • FlavourFlave
      FlavourFlave
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2010 Beiträge: 488
      Ja ok...dann werd ich mich mal in die Mathematik stürmen, obwohl ich doch erst einen einfachen weg gehen wollte..
      Aber ein problem hab ich trotzdem...
      wenn ich gegen ein unknown spiele was eigentlich verdammt oft der fall ist durch die ständigen tischwechsel und spielerwechsel..... bzw. wenn man gerade am tisch ist
      hab ich keine reads auf ihn und kann kaum seine range einschätzen....
      Kann höchstens von seine Position die range ein bisschen einschränken aber besonders gut gehts ja oftmals nicht aufgrund diesen problemen..
      mit stats spiel ich noch nicht von daher bleibt die lösung auch aus....

      Sollte ich mir hier doch stats besorgen, sollte ich die standart range benutzen wenn ich keine reads habe oder wie sollte ich die equity berechnen?

      mfg!!!
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Du nimmst eine Standardrange an für jede Position, die du aus dem ableitest was du so im Durchschnitt auf deinem Limit erwartest. Auf den Microlimits würde ich eher loosere und passive Ranges annehmen; wenn ich NL400 spiele, dann würde ich unkown eher eine solide und aggressive Range geben.

      Du ziehst quasi einen "Durchschnitt" durch alle Spieler und arbeitest damit. Wenn du etwas siehst was aus diesem Durchschnitt auffällt, dann notierst du das und hast deinen ersten Read und möglicherweise einen Ansatz wie du dagegen gezielt vorgehst.

      Edit: Ich hab leider immer noch keine Zeit gefunden dein Video zu kommentieren. Dort ist aber ein zentraler Faktor, dass du quasi überhaupt nicht auf deine Gegner und Tische achtest, sondern dich hauptsächlich auf deine Karten konzentrierst. Die fällt nicht auf, dass du nach 5 Orbits von Fischen umkreist bist und spielst deinen "Stiefel runter". Gegen unkown gewinnst du im Schnitt nicht viel (ausser du bist ein extrem guter Spieler) - deine Gewinne werden von eindeutig schlechten Spielern kommen. Gegen unkown/bessere Spieler ist dein Spielansatz im Schnitt möglichst wenig zu verlieren.