Ideen gegen "Winnings Saven" Einstellung

    • bigpimponline
      bigpimponline
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 1.231
      Irgendwie sieht das doof aus, wenn ich das so eindeutsche, aber ist glaub klar was gemeint ist. Immer wenn ich gut runne, will ich so schnell wie möglich quitten, damit das nen guter Abschluss für den Tag ist. Was natürlich ne bescheuerte Denke ist. Was mir bissle hilft, ist das Motto "Its all one big session". Habt ihr sonstige Tipps dagegen? Wie geht ihr damit um?
  • 10 Antworten
    • habeichja
      habeichja
      Gold
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.312
      Das Problem hatte ich auch immer, habe dann dank the mental Game of Poker eine andere Sichtweise eingenommen.

      Ich setze mir für jede Session zeitliche Ziele oder eine Handanzahl die ich runterspiele. Es ist absolut egal wie ich runne. Ob ich 5 Stacks up oder down bin ist egal, die Session wird so lange gespielt wie vorher geplant.

      Gut heute bin ich müde geworden da habe ich dann irgendwann einfach aufgehört.


      Vielleicht versuchst du mal nicht auf den Kontostand während der Session zu schauen, das kann u.U. auch helfen. Was vielleicht auch hilft ist seine eigenen Stats am Tisch auszublenden, so verfällt man nicht der Versuchung sich über den aktuellen stand zu informieren ob man down oder up ist.


      Ich halte meinen ersten Tipp als besten, einfach deine Ziele von den monetären Gedanken lösen und andere Parameter wählen, wie eben Zeit oder Handanzahl.
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 12.403
      Anstatt ein Geldziel zu setzen kannst du dir ja auch einfach eine Handanzahl bzw. Zeit setzen in der du spielst und höchstens aufhörst wenn du eine Form von Tilt hast. Dazu schaust du in der Zeit nicht auf deine Gewinne, dann kannst du deswegen auch nicht aufhören. Je nach Gegner und Lust kannst du natürlich die Session auch verlängern.

      2 Stunden Session starten -> 2 Stunden Session beenden -> Winnings anschauen, wenn du es brauchst
    • gust4vg4ns
      gust4vg4ns
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 236
      wenn du z.b. 8 buy ins up bist, sag zu dir selbst, dass du aufhörst wenn du die nächsten 2 buy ins verlierst. so verhinderst du dass du zu wenig spielst wenn du wahrscheinlich gerade dein A game spielst und vermeidest das schlechte gefühl deine winnings wieder verdonkt zu haben. dann mach ne weile pause, guck irgend nen pokervid oder so und fang wieder an wenn du die andere session wieder "vergessen" hast.
    • habeichja
      habeichja
      Gold
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.312
      Original von gust4vg4ns
      wenn du z.b. 8 buy ins up bist, sag zu dir selbst, dass du aufhörst wenn du die nächsten 2 buy ins verlierst. so verhinderst du dass du zu wenig spielst wenn du wahrscheinlich gerade dein A game spielst und vermeidest das schlechte gefühl deine winnings wieder verdonkt zu haben. dann mach ne weile pause, guck irgend nen pokervid oder so und fang wieder an wenn du die andere session wieder "vergessen" hast.

      das ist mMn sehr kontraproduktiv, Bsp. ich bin 8 buy ins vorne bekomme dann zweimal Preflop AA vs KK und KK vs AK oder so rein und verlieren, warum in gottes Namen sollte ich jetzt quitten, warum es macht keinen Sinn.


      Genauso gut kann ich jetzt fragen, warum beeinflussen die 8stacks up meine zukünftigen Entscheidungen? Warum sollten sie das nicht?

      Falls ich mir bei einer Hand unsicher bin, wird diese makiert und nach der Session analysiert aber nicht in der Session da wird weitergespielt.
    • gust4vg4ns
      gust4vg4ns
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 236
      Original von habeichja
      Original von gust4vg4ns
      wenn du z.b. 8 buy ins up bist, sag zu dir selbst, dass du aufhörst wenn du die nächsten 2 buy ins verlierst. so verhinderst du dass du zu wenig spielst wenn du wahrscheinlich gerade dein A game spielst und vermeidest das schlechte gefühl deine winnings wieder verdonkt zu haben. dann mach ne weile pause, guck irgend nen pokervid oder so und fang wieder an wenn du die andere session wieder "vergessen" hast.

      das ist mMn sehr kontraproduktiv, Bsp. ich bin 8 buy ins vorne bekomme dann zweimal Preflop AA vs KK und KK vs AK oder so rein und verlieren, warum in gottes Namen sollte ich jetzt quitten, warum es macht keinen Sinn.


      Genauso gut kann ich jetzt fragen, warum beeinflussen die 8stacks up meine zukünftigen Entscheidungen? Warum sollten sie das nicht?

      Falls ich mir bei einer Hand unsicher bin, wird diese makiert und nach der Session analysiert aber nicht in der Session da wird weitergespielt.

      weil es dich 1. vom tilten abhält und 2. in dem moment sicherstellt dass du dein momentum solange wie möglich ausnutzt.

      wenn du es natürlich schaffst dein a game zu spielen egal was passiert und es dich hinterher auch nicht stört aus nem krassen winning day nen losing day gemacht zu haben, dann solltest du einfach weiterspielen, aber das hilft op ja nicht.^^


      ich halte es btw nicht für optimal sich ne bestimmte handanzahl zu setzen, ausser man ergrindet supernova elite oder sowas, da es bei viele spielern einfach dazu führt dass sie anfangen zu autopiloten.
    • BudSpencer8
      BudSpencer8
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2008 Beiträge: 7.811
      Ich zock immer ziemlich genau 1h.
    • cHaiNSawMasSacRe
      cHaiNSawMasSacRe
      Silber
      Dabei seit: 05.11.2011 Beiträge: 4.899
      Original von habeichja
      Ich setze mir für jede Session zeitliche Ziele oder eine Handanzahl die ich runterspiele. Es ist absolut egal wie ich runne. Ob ich 5 Stacks up oder down bin ist egal, die Session wird so lange gespielt wie vorher geplant.
      diese denkweise ist doch kaum besser als die von OP.

      ich spiel HU SNGs und da isses doch optimal, wenn ein gegner, der verliert, weiter rematcht. selbst wenn man etwas glück hatte (und der gegner sich dessen bewusst ist), wird er in den meisten fällen auf tilt sein (zu aggressiv spielen z.b.).

      dann aufzuhören - nur weil jetzt die 100 games voll sind - ist ziemlich dum.
    • assfuempf
      assfuempf
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2011 Beiträge: 51
      Original von cHaiNSawMasSacRe
      Original von habeichja
      ...
      ...
      dann aufzuhören - nur weil jetzt die 100 games voll sind - ist ziemlich dum.
      nicht wenn man mindsettechnisch darauf eingestellt ist und durch das weiterspielen möglicherweise schlechter spielt. man könnte z.B. nach 100 games evaluieren anhand vorher festgelegter kriterien ob es sinn macht weiter zu spielen.
    • habeichja
      habeichja
      Gold
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.312
      Original von cHaiNSawMasSacRe
      Original von habeichja
      Ich setze mir für jede Session zeitliche Ziele oder eine Handanzahl die ich runterspiele. Es ist absolut egal wie ich runne. Ob ich 5 Stacks up oder down bin ist egal, die Session wird so lange gespielt wie vorher geplant.
      diese denkweise ist doch kaum besser als die von OP.

      ich spiel HU SNGs und da isses doch optimal, wenn ein gegner, der verliert, weiter rematcht. selbst wenn man etwas glück hatte (und der gegner sich dessen bewusst ist), wird er in den meisten fällen auf tilt sein (zu aggressiv spielen z.b.).

      dann aufzuhören - nur weil jetzt die 100 games voll sind - ist ziemlich dum.
      Wieso ist meine Denkweise genauso "schlecht" wie die von OP du hast mich einfach nicht verstanden, ich löse meine Ziele vom Gewinn oder Verlust der einzelnen Session. Und das ich anderen Tilt unterstellen kann, weiss nicht spiele halt Cashgame shorthanded mit mehreren Spielern, kann sein das bei HU oder HUSnG es sinnvoll ist den Gegner weiterzuspielen.

      Ich finde es nicht dumm nach 100 Games zu quitten, wenn ich diese Sichtweise hätte müsste ich auf meinem Limit allday long spielen also wirklich 24 stunden, und irgendwie musst du ja deine Pokerzeit terminieren um ein wenig planen zu können?
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Ich geb habeichja recht, man muss es allerdings erstmal schaffen, das Mindset dahingehend zu bringen und sollte einfach seinen Kontostand nicht anschauen.

      Ich grinde immer so lange, bis mein A-Game nachlässt, wenn ich das spüre, dann quitte ich. Ich schaffe es aber auch, mich aus dem Tilt rauszuspielen, ich rege mich halt wirklich auf, wenns mies läuft, gebe mir aber einen Ruck und bin wieder nahe am Mindsetoptimum, was natürlich gut ist, wenn man den Chat zu geballert hat, obwohl ich auf Tilt bin im Kopf, spiele ich kurze Zeit einen Autopiloten, mache mir im Kopf klar, dass es hier um mein Geld geht und es zum verlieren führt, wenn ich spewe und spiele denn wieder A-Game. Konnte ich nicht immer, aber es läuft ganz gut so. Mein A-Game lässt dann eher nach, wenn ich müde, unkonzentriert oder hungrig werde, dann höre ich halt auf.

      Im Prinzip mache ich es wie Habeichja, ich habe relativ feste Grindzeiten und spiele eine Session von 2h, wenn ich noch gut drauf bin und die Tische einfach noch zu gut sind, denn spiele ich so lange bis mein "Hauptfisch" weg ist.

      Allerdings erwische ich mich auch öfter dabei, dass ich bei 1k up einfach aufhöre, ich mein, ich will ja auch Freizeit und RL genießen, also warum soll ich weiter machen, wenn so gut up bin? Ja Pensum und so, aber das ist mir in dem Moment egal, letztendlich sollte das zählen, was für einen am besten funktioniert und ich sehe auch keinen Grund darin, nicht aufzuhören, wenn man hammermäßig up ist. Diese Einstellung ist wiederum eher unprofessionell und bestimmt eine Baustelle im Gesamt-Mindset bei mir persönlich.