Wie süchtig sind wir?

    • Peterprinzip
      Peterprinzip
      Einsteiger
      Dabei seit: 24.06.2012 Beiträge: 10
      Bin auf einen Text vom für mich besten Pokerkolumnisten SchallundRauch gestoßen, der mich zum nachdenken gebracht hat.

      Ich dachte immer winning Player können nicht als Spielsüchtig gelten.

      Was sagt ihr dazu?


      Der allseits unbekannte 2. Bundesliga Spieler Rene Schnitzler ist letztens mit folgender Neuigkeit an die Öffentlichkeit getreten. Ihm wurden 100.000 € von einem Wettpaten angeboten für die er fünf Spiele manipulieren sollte. Das Geld hat er genommen, die Manipulation blieb er schuldig. Ziemlich gewagt, auch wenn sich hinter dem Wettpaten wohl nur ein einzelner Holländer und keine albanische Mafia verbarg.

      Und als er dann so am Plaudern war erzählte er auch von seiner persönlichen Spielsucht und die vereinsintere Zockerei. Poker war das Spiel seiner Wahl und er war öfter in Schenefeld an der Kasse als im Millerntor am Ball. Die Spielbanken haben ihn wohl auch trotz Sperre weiter spielen lassen. Durch die Internetgemeinde ging ein Aufschrei der Entrüstung. Die Casinos wieder mal. Raffgierige Institutionen, die nur den eigenen Profit im Sinn haben.

      Da sind die online Plattformen doch ganz anders. Belohnungssysteme wie V.I.P Level und Rakeback haben nicht etwa die Spielerbindung zum Ziel, nein, sowas gibt es nur, um das viele Geld an die Spieler zurück zu geben.

      Und während das Leben an den Nachwuchsnerds vorbeirauscht, werden morgens die Vorhänge zugezogen, damit das Sonnenlicht nicht blendet auf der Jagd nach dem Platinumstar. Privilegiert ist wer gleich im Keller lebt. Der hat dann wiederum das Problem des Treppensteigens mit voller Pissflasche.

      Und wenn man dann doch mal eine Pause einlegt, auf den Pokernewsseiten surft und vom Schicksal des Herrn Schnitzler liest, kann man froh sein, dass man nicht auch spielsüchtig ist. Man gewinnt schließlich . Und außerdem müsste man dann ja raus in die Casinos gehen und verpasst womöglich die nächste Milestone Hand.

      Viele entschuldigen den teilweise schon pathologischen Spieldrang mit der monetären Vergütung. Es geht nicht ums Spiel, sondern ums Geld. Das Streben nach Geld ist aber nur solange eine legitime Entschuldigung bis das Ziel erreicht ist. Denn wann ist denn mal Schluss? Selbst die Millionäre hören nicht auf, sondern spielen dann halt 100k Events in der Karibik. Egal wieviel gewonnnen wird, es wird sowieso ein Leben lang weiter gespielt.

      Mir wäre es neu, wenn ein Minenarbeiter, der sich 2 Millionen erarbeitet hat, immer noch nichts anderes als die Mine im Kopf hat. Oder der sich sogar im Urlaub eine Mine sucht und abends ne Runde arbeiten geht. Es geht also nicht ums Geld, sondern ums Spiel.

      Als Fazit bleibt zu sagen, dass Spielsucht keine Krankheit ist, die man sich nur im Casino am Automaten holt, die völlig unabhängig davon ist, ob man gewinnt oder verliert, und man von keiner Institution Hilfe erwarten kann, die vom Spieltrieb lebt , egal ob online oder live. Lieber sollte die Pokergemeinde dieses Outing zum Anlass nehmen, das eigene Spielverhalten zu hinterfragen, auch unter Einbezug der Meinung von Dritten. Denn wie heißt es so schön: Ich habe kein Problem mit dem Zocken, aber fragen Sie mal meine Frau.
  • 84 Antworten
    • Astron1984
      Astron1984
      Bronze
      Dabei seit: 30.03.2011 Beiträge: 2.971
      guter atikel
    • JumperJ
      JumperJ
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2009 Beiträge: 203
      ich gebe frei heraus zu dass ich pokersüchtig bin... und jetzt?
      das wusste ich auch schon vor dem artikel (der echt gut geschrieben ist) und finds auch nicht schlimm. hab mein eigenes pokerkonto also auch kein finanzielles prob für mein leben :D
    • Todde1972
      Todde1972
      Bronze
      Dabei seit: 21.08.2008 Beiträge: 1.802
      der ist von opaofpoka...
    • stylus20
      stylus20
      Black
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 9.020
      bin leider nicht süchtig genug ... ganz ehrlich, find den "artikel" ziemlich schwach. is jemand süchtig nach arbeit wenn man 8-10 stunden täglich drin hockt um ne mikrige hourly nach hause zu bringen? allein der auszug ...
      Denn wann ist denn mal Schluss? Selbst die Millionäre hören nicht auf, sondern spielen dann halt 100k Events in der Karibik. Egal wieviel gewonnnen wird, es wird sowieso ein Leben lang weiter gespielt.


      schon ma dran gedacht dass es den leuten einfach spass macht mit poker ihr leben zu bestreiten? der pokerlifestyle is für aussenstehende sicher nur schwer zu verstehen, aber das muss halt jeder individuell für sich entscheiden welchen weg er gehen will.
    • larseda
      larseda
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 9.299
      finds schlecht geschrieben auch wenn die intention löblich ist

      ich wäre gern bissle mehr spielsüchtig ... dann wirde ich ma bissle mehr spielen
    • gothisteam
      gothisteam
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2012 Beiträge: 468
      Süchtig sein ist +EV... :f_ugly:
    • Barbarendave
      Barbarendave
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2007 Beiträge: 822
      Ich habe mal gelesen, dass Spielsucht dadaurch entsteht, dass man bei einem Spiel, in dem man einen negativen EV hat, trotzdem hin und wieder gewinnt, also wenn z.B. jemand ab und zu Geld aus nem Automaten holt, langfristig aber natürlich verliert, jedoch das Gefühl hat, das "System" überlistet zu haben.
      Ich denke, dass jeder, der verstanden hat, was EV ist, kaum süchtig werden kann und Pokerspieler, die seit Jahren Gewinn machen deswegen eher einer Leidenschaft nachgehen als einer Sucht. Bei mir ist es so, dass ich in meiner Freizeit gerne und viel Poker spiele, natürlich auch wegen des Geldes, aber noch nie im Urlaub oder wenn ich bei Eltern oder Verwandten war, das Pokerspielen auch nur eine Sekunde vermisst hätte. Da spiel ich dann gar nicht und find das eher entspannend, eben wie Urlaub; bei einer Sucht wäre es wohl nicht so und man könnte kaum an was anderes denken.
    • richum
      richum
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 2.169
      Zwischen viel spielen und sucht gibt es halt immer noch einen Unterschied. Ich verliere jedenfalls immer mehr und mehr die Lust daran in so fern bin ich dann wohl eher nicht so süchtig...Den Artikel finde ich übrigens auch nicht so toll geschrieben, ist IMO ziemlich plakativ und oberflächlich.
    • Yann1ck5894
      Yann1ck5894
      Bronze
      Dabei seit: 06.12.2011 Beiträge: 372
      Original von richum
      Zwischen viel spielen und sucht gibt es halt immer noch einen Unterschied. Ich verliere jedenfalls immer mehr und mehr die Lust daran in so fern bin ich dann wohl eher nicht so süchtig...Den Artikel finde ich übrigens auch nicht so toll geschrieben, ist IMO ziemlich plakativ und oberflächlich.
      Aber wenn du die Lust verlierst aber trotzdem im gleichen Maß weiterspielst bist du schon eher süchtig.
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.832
      lol wieso davor nen fakeaccount machen? :D

      ansonsten paar wahren punkte im artikel, viel polemik und absolut nix neues :)
    • Razello
      Razello
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2009 Beiträge: 2.287
      sucht ist beim pokern temporär, wars früher ein Kampf mich von den Tischen wegzuziehen, ist es heute ein Kampf die Tische zu öffnen :) .
    • amayaner
      amayaner
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2009 Beiträge: 2.267
      Blabla Polemik... Leute die sich 10 Stunden mit Poker beschäftigen haben natürlich massive Probleme in allen Lebensbereichen!!! Aber Leute, die selbständig sind, sechs Tage die Woche 10 Stunden schuften um sich und ihre kleine Firma voranzubringen, sind Helden.

      Alles klar...
    • Drawhunter666
      Drawhunter666
      Silber
      Dabei seit: 09.01.2011 Beiträge: 482
      Wenn ich sowas Lese, könnte ich kotzen.

      Das Beispiel mit dem Mienenarbeiter, einfach nur Geil :f_biggrin:
      Der Verfasser wird, mit sehr sehr hoher Warscheinlichkeit, einiges an Geld verloren haben und hat sich einfach mal ne Std hingesetzt um sein Geheule gut zu verkaufen.

      Warum sollte ich süchtig danach sein Geld zu verballern? Wenn es mal schlecht läuft, hört man doch irgendwann automatisch auf zu spielen und macht Pause. Oder kommt dann die Sucht ins Spiel? ?(

      Ich habe den Eindruck, dass es ihm einfach nich gefällt, dass einige Leute so viel Geld mit Poker verdienen, wie er mit 8 Std Arbeit am Tag.

      just my 2 Cents
    • Skyhand
      Skyhand
      Global
      Dabei seit: 04.09.2006 Beiträge: 2.057
      Zusammenhangloses Gewäsch, keine Argumente, hinkende Vergleiche, billige Polemik.
    • FishButPiranha
      FishButPiranha
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2011 Beiträge: 3.405
      Original von Razello
      sucht ist beim pokern temporär, wars früher ein Kampf mich von den Tischen wegzuziehen, ist es heute ein Kampf die Tische zu öffnen :) .
      this. poker's getting old. vor allem online ist es echt *gähn*. live macht mir 10000x mehr spaß aufgrund der sozialen komponente.
    • mazew
      mazew
      Silber
      Dabei seit: 06.10.2007 Beiträge: 116
      epischer vergleich...

      minenarbeiter: - arbeit nach plan - weisungsgebunden -kaum risiko - wahrscheinlich wenig motivation - kann seinen job lieben muss aber nicht

      pokerspieler: -spielt eigenverantwortlich - muss gut sein um je erfolgreich werden zu können - braucht bzw hat daher zwangweise hohe motivation, eine leidenschaft für das was er tut

      geschäftsführer des unternehmens, dass die mine ausbeutet: -trägt verantwortung in seinem beruf - braucht gewisse motivation um seine stellung erreichen zu können

      So nun die Aufgabe: Suche in den drei Beispielen die beiden Personen bei denen du es als wahrscheinlicher erachtest, dass sie in ihrem gebiet weiter machen obwohl sie 2kk € besitzen^^
    • mazew
      mazew
      Silber
      Dabei seit: 06.10.2007 Beiträge: 116
      Original von larseda
      ich wäre gern bissle mehr spielsüchtig ... dann wirde ich ma bissle mehr spielen
      so true
    • CoconutDealer
      CoconutDealer
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2010 Beiträge: 442
      Original von Skyhand
      Zusammenhangloses Gewäsch, keine Argumente, hinkende Vergleiche, billige Polemik.
      Kann mich den Vormeinungen nur anschließen. Total oberflächlich und er hat sich kaum mit dem pokerlifestyle beschäftigt. Natürlich sind fulltime Pokerspieler "Spielsüchtig" genauso, wie Leute für die ihre Arbeit eine hohe priorität im Leben annimmt. Macht absolut keinen Sinn sich darüber auszulassen. Man geht auch nicht zu einem CEO von BMW hin und fragt ihn, ob er schonmal über eine theraphie nachgedacht hat.
    • jgee91
      jgee91
      Gold
      Dabei seit: 06.11.2010 Beiträge: 2.233
      ich denke das "Spielsucht" eine ganz andere Sache ist, als die, die im Artikel beschrieben wird :rolleyes: