2-7 - Bester Draw nach 1,1 unimproved

    • ChrisA3
      ChrisA3
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2005 Beiträge: 6.481
      Eigentlich ein Standardspot, aber grad bin ich mir nicht sicher ob ich den richtig spiele.

      Beispiel HH:
      Ich 3bet button pre mit 237, co callt.
      draw 2 draw 2
      krieg 2347 er c/callt meine bet
      draw 1 draw 1
      2347K er checkt, ich??

      Wenn ich den besten Draw habe hab ich im Normalfall ~52-57%, insofern betbar, grade wenn mein Gegner nicht donkt. Wenn ich aber hier immer bette, wird es für meinen Gegner sehr profitabel jeden hit zu c/raisen und dann krieg ich (wenn er bspw 86 gemacht hat) nicht eine Bet mit 55% rein, sondern 2 bets mit 14%.

      Insofern hier ein checkbehind gegen gute Gegner sinnvoller? Und nur Bet gegen Leute die jede Madehand donken? Wobei wenn wir hier 100% behind checken ohne Pat Hand, werden unsere guten Gegner ja anfangen wieder ihre ganze Valuerange zu donken und wir können gegen ihren Check wieder unseren 55%-Draw valuebetten? Ist es insofern vielleicht sinnvoll eine gemischte Strategie zu fahren, in der wir nur Pathände und ein ganz paar Draws betten? Oder bspw Draws nur betten wenn wir schon low cards die uns gepaired haben discarded haben?

      Mit cb halten wir natürlich auch den Pot kleiner, was für denjenigen mit besseren Reads und mehr Ahnung von sinnvollen Frequenzen ja nicht schlecht ist.
  • 4 Antworten
    • xxpavelx
      xxpavelx
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 995
      wenn du bettest ist es für deinen gegner schwer einen buben oder zehn pat zu spielen-> du gewinnst zusätzliche equity wenn du bettest und er wechselt seinen buben, aber natürlich solltest du nicht immer betten. eine exakten mathematischen ansatz kann ich dir nicht sagen, aber deine ansätze sind schon gut, glaube ich.
    • Chief0r
      Chief0r
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2008 Beiträge: 3.808
      Ein straight forward spieler dürfte hier keine pat hand paten und wenn du bettest dürfte es also minimal +EV sein?
    • ChrisA3
      ChrisA3
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2005 Beiträge: 6.481
      Original von Chief0r
      Ein straight forward spieler dürfte hier keine pat hand paten und wenn du bettest dürfte es also minimal +EV sein?
      du meinst "keine pat hand checken" right? Gegen schlechte/sehr straightforward Leute kann mans immer betten, aber das ist halt ein Exploitplay. Bessere Leute fangen dann an ihre Pat Hände zu c/raisen wenn du immer mit draws bettest, daher kann "immer betten" nicht optimal sein. Ich habs bislang auch immer einfach gebettet. Jetzt bin an einer Lösung gegen kompetente Gegner interessiert, die quasi "GTO" ist und die ich als Standard nehmen kann bis ich einschätzen kann wie die spielen und ich weiß halt nicht recht ob alles checken gut ist. Am besten wär halt eine Line, mit der er mit Betverhalten nicht exploiten kann.

      Wenn ich 100% bette ist viel c/raisen gut, wenn ich 100% behind checke muss er jede Pat Hand donken. Das macht es für mich einfacher zu spielen, aber ich verpasse damit in den 75% der Fälle die er nicht improved meine Bet mit 55%.

      Wenn wir von 55% Edge mit meinem Draw ausgehen gewinn ich jedesmal wo er unimproved ist 5% von 2BB = 0.1BB. Jedes Mal wo er improved hat und ich UI bin, hab ich on average etwa 14% (gute 9er,8er,7er). Da verlier ich also 0.72BB in den 75% wo ich UI bin.

      (1-x) * 0.1 = -.72 * x
      .1 = .62*x
      x= 0.161

      Heißt wenn ich mehr als 16,1% mit meinen Draws bette, kann er das durch c/raises exploiten. Das ist wenn er weiß dass ich UI bin, in den 25% wo ich auch improve sind gewinn ich natürlich etwas mehr als er, weil ich on avg knapp bessere Hände habe. Insofern kann ich eher 20% oder 25% meiner Draws betten bevor er zwischen c/r und donk indifferent wird.

      3cards die ich 3bette: 237,247,257,267,238,248,258
      draws ich ich behalte:
      2347, 2357, 2367, 2457, 2467, 2567, 2348,2358, 2458, 2378, 2478 (je 2mal), 2368,2468,2578. Sind 25 Combos, 1/5 davon sind 5 und die besten 5 sind 2347,2357,2457, 2367 und 2467. Das sind zudem die Hände bei denen die Equity am höchsten ist wenn beide UI sind, also würd ich sagen fast jeden 7draw nochmal betten und jeden 8draw behind checken.

      Das führt natürlich ein wenig zu Problemen am River wenn jemand meine exakten Frequenzen kennt, weil ich nach cb turn am River fast nie eine 7 habe, aber das find ich nicht ganz so schlimm.

      Dazu kommt der Effekt, dass ich öfter mal einen J oder T zum breaken zwinge mit der Bet, insofern ist es wahrscheinlich sogar okay wenn man einfach jeden 7 draw nochmal bettet.

      Hat jemand da andere Ideen zu bet oder check? Kann auch sein dass mehr checken doch besser ist wenn man das Riverplay mit einbezieht.
    • MartinK13
      MartinK13
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 348
      ich habe es nicht ganz verstanden wie dein Spiel jetzt aussehen soll. Aber das gute an GTO ist ja, dass es gegen jeden Gegner einigermaßen performen soll.

      Du kannst also wenn du willst mal überlegen wie du gegen folgende Gegner läufst:

      der alles <=J c/r
      der Ts und Js c/r und <=9 donkt
      der <=9 c/r und T und J donkt
      der alles <=J donkt

      Also ich sehe nicht so das Problem darin, dass er mit seinen value hands c/r spielen kann. Problematisch wird es Ts oder Js profitabel c/r kann und dich dann mit pat-Händen zum drawn bringen kann. Und dafür musste du wohl auch berücksichtigen wie häufig du ne 3bet machen kannst.

      P.S: wie schon gesagt, habe nahezu keine praktische Erfahrung in dem Spiel, sind nur theoretische Überlegungen. Sagt mir bitte wenn ich quatsch schreibe :)