norm4n123

    • norm4n123
      norm4n123
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2012 Beiträge: 101
      Hallo,

      Ich heisze Norman, bin 25 Jahre, Informatiker und habe mit ca 22 die ersten Erfahrungen mit Poker gemacht. Damals noch mit SnGs. Erfolgreich war ich damit nicht, sondern eher Break Even. Hatte ein paar Strategien durchgelesen und das Buch von Moshman, aber so viel gebracht hat es nicht.
      Dann habe ich mal aus Lust und Laune wieder bei Everest angefangen mit Cash Games. Bankroll war so in 2-3 Tagen weg -.- Waren so 50 Euro. Sooo.. Nachdem ich die ersten 50 Euro auf Bwin verzockt habe, da kein BR-Management und SH Multitabling mit 6 Tischen, gehe ich etwas systematischer an Poker heran. Seit dem ich hier gelesen habe mache ich mir viel mehr Gedanken zum Spiel und merke, dass Poker mehr ist, als nur mit Klicken Geld zu verdienen/verlieren.
      Habe auf Bwin nochmal 100 eingezahlt und bin mittlerweile auf 150 gekommen mit der MSS FR, habe dann wieder SH multitabling gemacht, weil so wenige FR spielen und das meiste von den 50 Euro Gewinn verzockt ^^. Und jetzt spiele ich max. 2 SH Tische. Ich moechte auf jeden Fall SH spielen, FR gibts so wenige und ich spiele auch gerne die GegnerInnen und nicht nur meine Hand.
      Spiele momentan NL2 auf Everest und NL2 auf Bwin, sobald ich aufsteigen kann mache ich das natuerlich.
      Die 30 Dollar auf Everest sind mittlerweile 56 geworden, durch die MSS FR, aber mittlerweile auch SH. Ich benutze seit kurzem Pokertracker und mit 2 Tischen merke ich sehr schnell, gegen wen ich Schrott mit Button Openraisen kann, weil Rock, und wer aufm Flop jedes Mal meine CBet oder mein Valueraise mit einer 3Bet blufft. Solche Spots erkannte ich als ich an 6 Tischen war halt nicht und habe wohl dadurch das meiste verloren. Zumindest aber damit nichts gewonnen.

      Ich erhoffe mir von diesem Lehrgang nicht nur ein umfangreicheres Verstaendnis fuer das Spiel, sondern dass ich mir waehrend des Spiels mehr Gedanken mache, Spielzuege strategisch auskluegle, im Vorraus denke und damit den optimalen Weg einschlage und nicht staendig in den Zombie-Klick-Modus verfalle.
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    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi und willkommen im Kurs! Und auch gleich die erste Rückfrage: Welche Variante spielst du denn jetzt?
      Der Kurs ist auf BSS FR ausgelegt - einige Inhalte lassen sich aber auch problemlos auf SH anwenden. Die MSS wird allerdings nur in der letzten Lektion kurz gestreift.
    • norm4n123
      norm4n123
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2012 Beiträge: 101
      Hi,
      die ersten paar Tausend Haende habe ich FR MSS gespielt auf NL2/4/5/10.
      Jetzt spiele ich 6max NL4 BSS und will auch dabei bleiben. Habe mir die Theorie/Strategy mehr oder weniger aus Videos abgeschaut und nutze halt Postflop bisschen Erfahrung durch die Tausende von Haenden. Spiele am Tag mind 2k Haende.

      Hm, wenn der Kurs nicht auch fuer SH nuetzlich ist, dann wuerde ich mir die Zeit sparen, allerdings denke ich, dass die theoretischen Grundlagen fuer das Postflopspiel genauso gelten und wenn ich etwas verbessern muss, dann sicherlich das :)
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Lies dir am Besten einfach die ersten paar Lektionen durch und entscheide selbst, ob dir die Inhalte noch weiterhelfen :)
    • norm4n123
      norm4n123
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2012 Beiträge: 101
      Habe mich entschloszen diesen Kurs doch zu machen.
      Spiele momentan FR SnGs BI $5.50. Da die gut laufen und Spasz machen bleibt es auch erstmal bei SnGs. Der kurs wird mir trotzdem helfen.

      Lektion 1:
      Erledige folgende Hausaufgabe:


      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      1. Turniere machen mir sehr viel Spasz. Ich will Erster werden.
      2. Interesse an der Anwendung des mathematischen Konzepts und das Wechselspiel zwischen erfolgsorientiertem Denken (ausgeloest durch zum Beispiel Reads) und dem Maximieren des Erwartungswertes durch Risikoabschaetzung.
      3. Ich moechte damit Geld verdienen, am liebsten nicht nur Taschengeld. Zumindest einen Lebensabschnitt moechte ich voll und ganz dem Pokern widmen

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Meine Schwaechen im Cashgame:
      - oftmals glaube ich den Gegner_innen nicht, dass sie mehr als Air in den Haenden halten, daraufhin versuche ich durch hyperaggressives Spielen diese aus dem Pott zu draengen
      - Ich tilte haeufig mal
      - Es macht mir keinen Spasz, habe keinen Anreiz

      Schwaechen beim SnG:
      - Beim Bubble Spiel mit kleinerem und mittlerem Stack, weisz ich noch nicht die optimalen Pushingranges (pushe eventuell zu tight)
      - Mit einem groszen Stack verdonke ich manchmal in marginalen Situationen die Haelfte meines Stacks im Early-Midgame, was mir den riesen Vorteil des Bigstacks auf der Bubble versaut. (oftmals schneide ich bei Spielen, in denen ich frueh einen Bigstack habe, schlechter ab)
      - Mehr als 4 SnGs gleichzeitig kann ich nicht spielen (auch hardwarebedingt)
      - Vielleicht 3-bette ich zuwenig im Mid/Lategame, kenne die Ranges nicht und kann es daher nicht abschaetzen. Allerdings befinde ich mich auf dem Level, auf dem ich spiele nur sehr selten in einer solchen Situation

      Allgemein:
      - Ich weisz nicht, was ich mit Minbets anfangen soll
      - Ich rege mich sehr schnell ueber idiotisches Verhalten auf und hasse, dass ich den Chat nicht abstellen kann


      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
      Tight-aggressiv bedeutet:
      1. Man spielt tight. Das heiszt man spielt nur einen geringen Anteil an hochwertigen Haenden, also Haenden die Preflop, den meisten anderen Haenden ueberlegen sind.
      2. Aggressiv bedeutet: Preflop wird nicht, auszer in Ausnahmefaellen auf Setvalue oder suited Connectors in LP, bei mehreren Limpern davor, gelimpt. Es wird niemals geopenlimpt. Wenn man eine Hand spielen moechte, wird sie idR preflop geraised. Mit mehr Erfahrung kann man auch mal in Position ein Raise callen, allerdings wird man haeufiger 3-betten, um den Pot schon preflop mitzunehmen.
      Postflop: Wenn man in Position ist, das Board ok scheint und nicht mehr als 2 Spieler_innen im Pot sind, setzt man eine Continuationbet unabhaengig davon, ob man getroffen hat oder nicht.
      Hat man getroffen bettet man immer for Value oder Protection. Slowplay wird nur gespielt wenn man absolute Monster hat oder man entprechende Reads auf andere hat (zum Beispiel, wenn jemand super gerne bettet, aber auf bets eher foldet)

      Warum diese Strategie funktioniert: Zu erst einmal geht man Preflop nur mit den besten Haenden ins Rennen. D.h. in den meisten Faellen wird der Flop uns zur staerksten Hand machen, ob wir ihn treffen oder nicht. Zudem werden wir uns durch das Preflopraise meistens Postflop mit wenigen Gegner_innen konfrontiert sehen.
      Wenn unsere Gegner_innen uns beobachten oder tracken und mitdenken, werden sie uns automatisch eine starke Hand geben, sobald wir uns am Pot beteiligen. Daher kommt in spaeteren Limits auch noch das Image hinzu.

      Postflop sieht die Situation nun so aus, dass wir mit <=2 Spieler_innen den Flop sehen, Preflopaggressor_in waren und vermutlich auch in Position sitzen. Wenn auf dem Flop eine Scarecard erscheint werden wir mit einer CBet in vielen Faellen den Pot direkt einstreichen. Vermutlich lassen sich sogar welche aus dem Pot draengen, die die Scarecard getroffen haben, allerdings mit einem kleinen/mittleren Kicker.
      Das heiszt, durch unsere Aggression Pre-, sowie Postflop schuechtern wir die Gegner_innen ein, dass sie aus Angst Geld zu verschenken, den Pot lieber verlassen + in den meisten Faellen haben wir die besseren Karten. Sollte jemand also brav jede Bet callen, haben wir meistens noch einen ganzen Stack am Showdown gewonnen.

      Ich hoffe ich bin nicht abgeschweift und das war ausfuehrlich genug ^^
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Willkommen zurück!
      Die erste Lektion kannst du mal abhaken, die Fragen waren ja hauptsächlich zur Standortbestimmung/Selbstfindung gedacht. Die TAG-Definition ist gut getroffen, von daher: Viel Erfolg bei Lektion 2!