Privat im Ausland krankenversichern statt Gesetzliche in Deutschland?

    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 1.784
      Hi,
      also bevor hier irgendwelche Hinweise erscheinen: Ich weiß, dass man sich theorhetisch in Deutschland krankenversichern muss. Ich habe derzeit keine Krankenversicherung.

      Folgendes: Ich habe weder Job noch Einkommen, kann nicht zum Amt wegen Hartz IV gehen, da ich zu Hause bleiben muss, um mich um meine kranke Mutter zu kümmern.

      Bleibt nur die Möglichkeit sich freiwillig zu krankenversichern, was ca. 153 Euro im Monat kostet. Das finde ich in meinem Alter natürlich vollkommen überzogen und will auch den aufgeblasenen Verwaltungsapparat nicht unterstützen.

      In Thailand hatte ne Krankenversicherung bei ner renommierten britischen Gesellschaft für meine Altersklasse 250 Euro im Jahr gekostet (für Ausgewanderte, also mit dem vollen Programm), und dort sind die privaten Krankenhäuser alle andere als billig.

      Ich wohne ziemlich nah an der Grenze zu Tschechien und wollte mal fragen, ob das jemand von euch schon durchgezogen hat, quasi nur eine Versicherung im Ausland und keine deutsche mehr. Selbstbehalt bis 500 oder so wäre auch okay, ich will quasi nur Unfälle und schwere Krankheiten abdecken und nicht für Arztbesuche wegen paar Antibiotika die Beiträge bezahlen, das kann ich auch aus eigener Tasche löhnen.

      Das ganze soll temporär sein, bis es meiner Mum mal wieder besser geht und ich nen Job annehmen kann. Bitte nicht nur spekulieren.
  • 39 Antworten
    • JimCooper
      JimCooper
      Bronze
      Dabei seit: 29.05.2007 Beiträge: 9.608
      Besteht dein Problem darin, dass du zu viel Geld aufm Konto hast oder warum ist Hartz 4 keine Option?

      Arbeitslosengeld II

      Anders ist die Situation bei Hartz IV. Wer Angehörigen pflegt, kann grundsätzlich bei finanzieller Bedürftigkeit Arbeitslosengeld II beziehen und muss dabei nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Wenn sich die Erwerbstätigkeit mit der Angehörigenpflege nicht vereinbaren lässt, besteht keine Arbeitsverpflichtung. Paragraf 10 des zweiten Sozialgesetzbuchs regelt zwar ausdrücklich, dass erwerbsfähigen Hilfebedürftigen "jede Arbeit zumutbar" ist. Dies gilt jedoch ausdrücklich nicht, wenn "die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann". Genau das Gleiche gilt übrigens auch bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren.

      Praktisch bedeutet das: Wer wegen der Angehörigenpflege vorübergehend aus seinem Job ausscheidet, kann sofort Hartz IV beantragen. Er sollte belegen, dass er einen Angehörigen pflegt - zunächst gegebenenfalls nur mit einer ärztlichen Bescheinigung, später mit einem Bescheid der Pflegekasse. Dass er Arbeit sucht, muss dann nicht nachgewiesen werden. Er muss auch nicht damit rechnen, dass er zum Beispiel einen Ein-Euro-Job oder eine andere Maßnahme annehmen muss.

      Klar ist allerdings: Die pflegenden Angehörigen müssen dann - wie alle anderen ALG-II-Antragsteller - detailliert ihre Bedürftigkeit belegen. Beispielsweise dürfen ihre frei verfügbaren Rücklagen nicht höher als 150 Euro pro Lebensjahr sein. Zusätzlich sind noch pro Person 750 Euro an Rücklagen für Anschaffungen erlaubt. Eine alleinstehende 40-jährige Tochter, die ihre Mutter pflegt, darf damit also 6.750 Euro an Sparguthaben besitzen. Zusätzlich sind noch Rücklagen fürs Alter erlaubt.
      http://www.ihre-vorsorge.de/magazin/aktuell-beleuchtet/pflege-und-lebensunterhalt.html
    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 1.784
      Problem ist, dass die mich dann ständig vermitteln wollen, ich aber zuhause sein muss. Ich bekomm leider keinen Nachweis für die Krankheit um irgendwie freigestellt zu werden.

      Sollte vielleicht noch dazu sagen, dass ich seit 2004 im Ausland war und kein Anrecht auf irgendwelche Bezüge außer Hartz IV hätte. Darum gehts auch gar nicht, sondern um die Frage, wie man das mit der Krankenversicherung regeln kann.

      Gibt auch Pokerspieler, die so gesehen kein reguläres Einkommen haben, aber sich deswegen obv nicht für Hartz IV qualifizieren, und bei ihrer KV was sparen könnten. Dewegen find ich, die Diskussion könnte auch andere interessieren, die Poker spielen und an der Grenze wohnen.
    • amayaner
      amayaner
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2009 Beiträge: 2.267
      Was heißt in dem Kontext "an der Grenze wohnen"? Ist das ein Kriterium, weil Du vielleicht einen Fakewohnsitz im Ausland anmelden möchtest oder ist das relevant, um eine tschechische Versicherung in Betracht zu ziehen?
    • JimCooper
      JimCooper
      Bronze
      Dabei seit: 29.05.2007 Beiträge: 9.608
      Das ist wohl relevant, um dann dort zu den Ärzten gehen zu können.
    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 1.784
      Nein, ohne Fakewohnsitz. Nur wenn ich mir das Bein brech und ne lokale Versicherung von dort hab, dann müsste ich mich obv auch dort behandeln lassen.

      Das mit dem Wohnsitz könnte sicherlich eine größere Rolle spielen, aber zum Beispiel war es der britischen BUPA in Thailand egal, wo mein Hauptwohnsitz ist, solange ich mich nur in dem Land des Versicherungsschutzes behandeln lasse und meine Beiträge bezahl.

      Einer privaten Versicherung sollte das ja auch eigenltich relativ egal sein, wo man den Hauptwohnsitz hat. Ob sich nun ein Ausländer oder Einheimischer behandeln lässt, die Kosten sind ja die gleichen.
    • elbandini
      elbandini
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2010 Beiträge: 767
      Für diesen Fall würde ich vorschlagen:

      Melde Dich arbeitslos und such´ Dir dann einen 400 Euro Job.

      - du bist krankenversichert

      - das Amt gibt Ruhe, da Dein Wille zum Arbeiten gegeben ist und Sie wissen, das Du auch einen kranken Menschen (Deine Mutter) zu pflegen hast.
    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 1.784
      Ja danke für den Ratschlag aber ich will und kann nicht von zuhause weg sein. Es geht hier wirklich nur um eine private KV im Ausland und nicht darum, was ich in DE für Optionen hab. Ist nicht bös gemeint, aber ich will nicht dass der Thread am Ende derailt wird und inner Versenkung verschwindet.
    • chrkal
      chrkal
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Wie warst Du denn vor 2004 krankenversichert? Ich sehe erstmal grundsätzlich zwei Probleme, nämlich bei den gesetzlichen Kassen, daß diese dich gar nicht aufnehmen müssen, wenn Du die letzten Jahre nicht gesetzlich versichert warst. In der GKV könntest Du dann evtl. nur durch Versichereungspflicht Mitglied werden, sprich als Arbeitnehmer mit über 400 Euro Einkommen (bei weniger bist Du gar nicht pflichtig!) oder durch H4. Bei den privaten brauchst Du immer nachweisbare Vorversicherungszeiten, weil die naheliegdnerweise keine Leute wollen, die in den letzten Jahren gar nicht krankenversichert waren. Und ob britische Auslandsreisekrankenversicherungen als Vorversicherung akzeptiert werden, ist erstmal fraglich.

      Vorerst reicht aber vielleicht eine deutsche AUslandsreisekrankenversicherung, die Dir Schutz bei temporären Auslandsreisen für dortige akute Krankheiten gibt, sowas gibt es schon für 66 cent im Monat. Das würde Dir den gewünschten Schutz in Tschechien geben, aber auch nur den, Du müsstest dann also bei akuter Krankheit quasi gerade in Tschechien sein. So oder so musst Du dich zeitnah um richtigen Versicherungsschutz bemühen.
    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 1.784
      Moin, hatte während der Zeit ne Auslandkrankenversicherung.

      Also nochmal: Ich will einfach nur privat irgendwo meine Beiträge an ein privates Unternehmen bezahlen, damit ich im Krankheitsfall die Behandlung bezahlt bekomme. Das hat außer evtl. bestehenden Krankheiten bei Vertragsabschluss nicht viel damit zu tun, wo ich vorher versichert war oder wie lange.

      Ich klammere hier explizit Deutschland aus, hier geht das ja ohnehin nicht.

      Also ich will weder eine deutsche private KV, noch eine Auslands-KV, sondern eine private ortansässige KV in einem Land außerhalb Deutschlands, die im Behandlungsfall greift, auch wenn ich dort keinen Wohnsitz habe.

      edit: um mich natürlich dann dort auch behandeln zu lassen, da ich an der Grenze wohne.
    • elbandini
      elbandini
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2010 Beiträge: 767
      Original von wump1
      Ja danke für den Ratschlag aber ich will und kann nicht von zuhause weg sein. Es geht hier wirklich nur um eine private KV im Ausland und nicht darum, was ich in DE für Optionen hab. Ist nicht bös gemeint, aber ich will nicht dass der Thread am Ende derailt wird und inner Versenkung verschwindet.
      Verstehe ich nicht ganz:

      - Du bist in D. (so wie ich es gelesen habe).

      - für 400 Euro oder etwas mehr wären es 1- 1,5 Tage pro Woche, wo Du außer aus wärst (die Tage könnten auch gestreckt werden!)

      Oder ist es Doch das Geld (Vermögen), was beim Amt offengelegt werden müßte?
    • elbandini
      elbandini
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2010 Beiträge: 767
      Original von wump1
      Moin, hatte während der Zeit ne Auslandkrankenversicherung.

      Also nochmal: Ich will einfach nur privat irgendwo meine Beiträge an ein privates Unternehmen bezahlen, damit ich im Krankheitsfall die Behandlung bezahlt bekomme. Das hat außer evtl. bestehenden Krankheiten bei Vertragsabschluss nicht viel damit zu tun, wo ich vorher versichert war oder wie lange.

      Ich klammere hier explizit Deutschland aus, hier geht das ja ohnehin nicht.

      Also ich will weder eine deutsche private KV, noch eine Auslands-KV, sondern eine private ortansässige KV in einem Land außerhalb Deutschlands, die im Behandlungsfall greift, auch wenn ich dort keinen Wohnsitz habe.

      edit: um mich natürlich dann dort auch behandeln zu lassen, da ich an der Grenze wohne.
      Seriously, Du wohnst in D. und willst ne ausländische KV??????????
    • chrkal
      chrkal
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Denke nicht, daß das funktioniert. Und selbst wenn, wird es kaum günstiger als die 150 Euro sein, welche Dir schon zuviel waren. Hast ja selber gesehen, daß die britische AuslandsreiseKV schon teurer war.
    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 1.784
      Geld hab ich so gut wie keins. Ich will einfach nicht hier mind. 2 volle Tage in der Woche (leb im Osten) weg sein, wenn meine Mum zuhause nichts mehr alleine machen kann, und das ganze nur um ne Krankenversicherung zu haben. Darum gehts aber auch gar nicht.
    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 1.784
      Original von chrkal
      Denke nicht, daß das funktioniert. Und selbst wenn, wird es kaum günstiger als die 150 Euro sein, welche Dir schon zuviel waren. Hast ja selber gesehen, daß die britische AuslandsreiseKV schon teurer war.
      Das waren 250 Euro im Jahr. Ich find 150 Euro einfach nicht okay, in Australien ist alles doppelt so teuer und die Löhne zumindest bei Arbeiterjobs ca. doppelt so hoch, aber die Krankenversicherung hat immer nur 1% gekostet. Ich will auch hier gar keine Diskussion über Sinn und Unsinn der GKV lostreten, sondern suche, wenns das den gibt, nen Anbieter im Ausland, der mich für 30-50 Euro im Monat aufnimmt.
    • elbandini
      elbandini
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2010 Beiträge: 767
      Original von wump1
      Geld hab ich so gut wie keins. Ich will einfach nicht hier mind. 2 volle Tage in der Woche (leb im Osten) weg sein, wenn meine Mum zuhause nichts mehr alleine machen kann, und das ganze nur um ne Krankenversicherung zu haben. Darum gehts aber auch gar nicht.
      Ganz ernsthaft:

      Wenn Du in D. wohnst, auch im letzten Winkel im Osten, gibt es sicherlich ne Möglichkeit einen Job für 2- 4 Stunden täglich zu bekommen, damit Du einerseits Deinen Arbeitswillen zeigst und andererseits etwas Ruhe hast vom Arbeitsamt (Du gleichzeitig beruhigt sein kannst wegen der KV)

      Ich rate hiermit ab: weder in Deutschland noch im Ausland Dich PV zu versichern, solange Du in D. wohnst (vor PV rate ich so oder so ab; bzgl. Solidaritätsprinzip)
    • chrkal
      chrkal
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2010 Beiträge: 3.184
      Das Dir eine tschechische Krankenversicherung dafür keinen vollen Versicherungsschutz in Deutschland anbieten könnte, sollte klar sein. Es ist ja auch denen bekannt, daß wir das teuerste Gesundheitssystem der Welt haben.

      Du hast aber auch noch ein anderes Problem: Mit der deutschen Krankenversicherungspflicht, die es ja erst seit kurzem gibt, kam auch die Verpflcihtung, für Zeiten ohne Versicherungsschutz die Beiträge nachzahlen zu müssen, für bis zu fünf Jahre, bei privaten als auch bei gesetzlichen.

      Seit wie vielen Monaten bist Du denn wieder in Deutschland?
    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 1.784
      Ich hab doch schon gesagt, dass ich das nicht machen kann, weil ich zuhause sein muss. Ich werde definitiv nicht arbeiten gehen, dann hab ich halt keine KV.

      Mir gings nur um die Möglichkeit, dass es vielleicht noch was anderes gibt, aber anscheind gibts in Tschechien keine privaten KVs und in die gesetzliche kann ich ohne Job dort nicht (würde auch keinen Sinn machen).
    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 1.784
      Original von chrkal
      ...Mit der deutschen Krankenversicherungspflicht, die es ja erst seit kurzem gibt, kam auch die Verpflcihtung, für Zeiten ohne Versicherungsschutz die Beiträge nachzahlen zu müssen, für bis zu fünf Jahre, bei privaten als auch bei gesetzlichen.

      Seit wie vielen Monaten bist Du denn wieder in Deutschland?
      Gerade angekommen. An wen soll ich denn nachzahlen? Die zukünftige Krankenkasse?
    • elbandini
      elbandini
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2010 Beiträge: 767
      Der Gedanke, Dich im Ausland zu versichern (wenn Du in D. lebst), würde ich verwerfen.

      (Qualität vor Quantität)

      Der Schuss (der ausländischen KV) geht sonst nach hinten los.........................................................................................!!!


      PS: An wen Du nachzahlen must:
      Ab dem Zeitpunkt, wo Du nicht mehr KV warst, bis zu dem Eintritt, wo Du wieder KV bist, must Du 1:1 wieder nach- bzw. einzahlen!

      PS 2: Du must theoretisch 2-3 Stunden täglich das Haus verlassen, um einen 400 Euro Job anzunehmen! Wo ist das Problem?
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