[NL] sgriglae

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    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      Hausaufgabe Nr.1:

      1. Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Als ich mit dem Studium begonnen habe, bin ich durch Mitbewohner meines alten Studentenwohnheims auf Poker aufmerksam geworden. Ich kaufte mich also in die ersten Homegamerunden ein und war sofort begeistert.
      Nachdem ich dann die ersten Hände auf Pokerstars gespielt hatte, war ich gänzlich fasziniert vom Game. Ich wollte natürlich schnell Geld verdienen und dabei Spaß haben. Ziemlich lange war Poker sowas wie eine Freizeitbeschäftigung, die Spaß macht, ähnlich einem Computerspiel. Mein Mindset war allerdings grottig, es ging mir nur um Ergebnisse.
      Jetzt möchte ich das ändern, ich spiele Poker um meine Grenzen zu erweitern, mein Gehirn zu fordern und +EV Entscheidungen zu treffen. Wenn dann am Ende auch Gewinn dabei herauspringt, ärgere ich mich natürlich nicht darüber. ;)

      2. Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Wie schon erwähnt, schlechtes Mindset, schlechte Tilt-Toleranz und ergebnisorientiertes Denken. Oft spiele ich im Robotermodus und denke nicht nach beim spielen. Ich weiß also nicht immer warum ich eine Aktion mache und was ich damit erreichen möchte. Bisher kein BRM und unnötige shots auf Limits bei denen ich lediglich zwei Stacks hatte... :f_cool:

      3. Was heisst es tight-aggresiv zu spielen?

      Vielleicht sowas wie ein Boxkampf. Man wartet geduldig, kraftsparend und in Deckung bis sich eine günstige Gelegenheit ergibt, um dann mit voller Wucht in die Lücke der Deckung vom Gegener zu schlagen. Letztendlich gewinnt man den Kampf, weil der Gegner viel zu viele unüberlegte, nicht effiziente Schläge in deine Deckung geschlagen hat und so seine Kraft verbraucht hat.
      Also quasi viele -EV-Schläge, die dich zwar ab und zu treffen allerdings langfristig gegen deine +EV-Schläge keine Chance haben.

      Oder wie beim Bogenschießen. Man wartet hochkonzentriert und zurückhaltend mit gespannten Bogen, um dann einen Treffer zu landen.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi und willkommen im Kurs!

      Die erste Lektion war ja noch mehr oder weniger "Standortbestimmung", deshalb gibt es zu den Antworten auch nicht viel zu sagen.
      Das Mindset-Problem solltest du mit dem Kurs halbwegs in den Griff bekommen, wenn du die Lektionen Schritt für Schritt abarbeitest und die Inhalte auch befolgst. Bei Fragen zu einzelnen Spielsituationen empfielt sich auch das Handbewertungsforum, welches dir auch in den Hausaufgaben immer wieder über den Weg laufen wird.

      Weiterhin viel Erfolg beim Kurs und viel Spaß bei Lektion 2!
    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      Hausaufgabe Nr.2:

      1. Generell weiche ich vom SHC ab, wenn nach der Auswertung aller zu verfügung stehenden Informationen eine Situation mit positivem Erwartungswert vor liegt.

      Bsp:

      - ich calle in später Position einen suitet-gap-connecter, wenn vor mir mehr als ein Spieler gelimped hat

      - auf dem Button versuche ich mit fast allen Händen die Blinds zu stehlen, wenn SB und BB offensichtliche Rock´s sind

      - ich isoliere einen limpenden Bigstack in Position mit einem Raise, da der Gegner auf dem Flop nach dem Continuationbet in den meisten Fällen folden wird und die Situation langfristig +EV ist

      2. Zoom Nl5 77 set value call ok?

      3.
      Equity Win Tie
      MP2 46.32% 37.92% 8.41% { AKo }
      MP3 53.68% 45.27% 8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }
    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      Hausaufgabe Nr. 3:

      1.
      Equity Win Tie
      MP2 50.78% 50.40% 0.38% { KsQs }
      MP3 49.22% 48.84% 0.38% { 3d3c }

      Board: 5dJs3s
      Equity Win Tie
      MP2 26.46% 26.46% 0.00% { KsQs }
      MP3 73.54% 73.54% 0.00% { 3d3c }

      Ich schließe daraus, dass ich in diesem Fall mit KsQs passiv weiter spiele (wenn ich 33 in der Range des Gegners sehe) Potcontroll betreibe und auf meine Outs calle, wenn die Potodds stimmen.

      Hätte ich 33, versuche ich direkt all in zu kommen, da ich klarer Favorit bin.


      2.Nachdem der Button erhöht hat befinden 0.91$(0.25+0.22+0.44) im Pot.

      Hero muss weitere 0.22$ zahlen um auf den flush zu drawen. 0.22 zu 0.91 also knapp 1 zu 4 wenn ich das richtig verstanden habe.
      Dementsprechend könnte Hero profitabel auf den flush drawen.

      Gebe ich dem Gegner hier allerdings ein set in seiner range, muss ich quasi 6 :club: und 3 :club: abziehen wegen dem möglichen full. Er könnte jedoch auch A4 halten, dann währen die outs wieder clean.

      Seine reasonable raising-range sollte in etwa so aussehen.

      Board: 6d3d2c5c
      Equity Win Tie
      MP2 20.91% 18.18% 2.73% { AcJc }
      MP3 79.09% 76.36% 2.73% { 66-22, A4s, A4o }

      vom EV her, ist hier demnach der Fold die beste Alternative.


      3. Zoom Nl5 AA Cooler oder braindead missplay?
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Bitte immer nur eine Lektion auf einmal posten und dann auf eine Antwort warten, sonst könnte es zu Verwirrungen kommen wenn es Rückfragen zu einzelnen Antworten gibt.

      Lektion 2 sieht soweit ganz gut aus und die Abweichungen gehen in Ordnung. Grundsätzlich geht es ja darum, dass das SHC verallgemeinert und nicht auf die einzelnen Gegner eingehen kann. Wenn du zusätzliche Reads hast, die eine Situation profitabel machen, welche nicht im SHC angeführt ist, solltest du diese Reads natürlich nutzen.

      Die Equityberechnung in Lektion 3 ist auch korrekt, die Hand wieder ein Fall für die Handbewerter.

      Bei Frage 2 gefällt mir der Fold überhaupt nicht. Überleg mal, mit wievielen Outs du hier im Durchschnitt rechnen kannst. Mir fehlen in der Range auch noch solche Spezialfälle wie z.B. SC (54s, 43s), die durchaus auch so gespielt werden könnten. Vielleicht auch 2Pair mit 65?
      Wenn du die Out-Anzahl hast, kannst du die benötigten ODds berechnen und das Ergebnis mit den PotOdds vergleichen. Vielleicht kommst du ja dann auf ein anderes Ergebnis.
    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      Um die vermeindlich beste Hand zu halten, drawe ich auf 9 Karten zum Flush + drei Karten (4) zur straight.

      46-13 : 13 = 33 : 13 = 2,6 zu 1


      Die PotOdds stehen bei 4 zu 1 (Berechnung siehe oben)


      Demnach sind die Pot Odds größer als die Odds und es entsteht langfristig ein profitabler Call.

      Die mögliche Range von Villain, ist in dieser Rechnung allerdings überhaupt nicht berücksichtigt.

      Da er ja hier erhöht, gebe ich ihm hier eher eine made Hand oder einen sehr starken draw. Ich muss hier von den :club: keine discounten, da ich das A :club: halte.

      Bei der vier sieht es schon anders aus. Diese kann ich discounten, da Villain eine bessere Straight halten kann.

      Streiche ich die 4en als Outs, sind meine Odds 4,1 zu 1.

      Ich gewinne also mit dem Flush in einem von 5 Fällen und kann immer noch profitabel callen.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Also auf die Straight zu drawen finde ich hier sehr gewagt. Und warum rechnest du hier mit 3 Outs? Es gibt die 4 ja wie alle anderen Karten auch in vier Farben.
      Das Problem an der Karte: Wenn sie fällt, liegt die Straight am Tisch. D.h. es gibt maximal einen Split Pot, im schlimmsten Fall hält der Gegner die höhere Straight und Hero geht leer aus.


      Da er ja hier erhöht, gebe ich ihm hier eher eine made Hand oder einen sehr starken draw. Ich muss hier von den Club keine discounten, da ich das A :club: halte.
      Und das A :club: schützt uns inwieweit vor gefährlichen Situationen?
      Beginn vielleicht erst mal damit, eine Range für BU aufzustellen. Welche Hände siehst du da genau, die er so spielen könnte wie er es getan hat?
    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      1.Weil ich die :club: 4 bereits abgezogen habe, da ich sie zu den flush outs zähle.

      2. Das :club: A schützt zumindest davor, nicht in einen höheren Flush zu laufen, sollte ein weiteres :club: fallen.

      3. Ich gebe Villain hier:

      22-66, A4,45,

      Flushdraws in :diamond: schließe ich aus, da er damit wohl den Flop gebettet hätte.

      Board: 6d3d2c5c
      Equity Win Tie
      MP2 21.35% 18.67% 2.68% { AcJc }
      MP3 78.65% 75.97% 2.68% { 66-22, A4s, 54s, A4o, 54o }

      Pot Odds sind 1 zu 4 also kann ich mit 21% Equity hier knapp callen.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      1) Schade, bist nicht drauf reingefallen :f_biggrin: Ist natürlich richtig, wir zählen Outs nicht doppelt.

      2) Korrekt, ich denk aber, dass BU einen FD hier nicht so überspielen würde. Die Gefahr ist also relativ klein, dass Hero überhaupt in einen Flush in :club: läuft.

      3) Die Range sieht soweit mal vernünftig aus. Ich denk aber, dass du A4o und 54o wegfallen lassen kannst. Das sind keine Hände, mit denen man einen Preflop-Raise callen sollte. Nicht mal IP. Haben ja kaum Potential.

      Damit sieht die Equity dann folgendermaßen aus:

      Board: 6:diamond: 3:diamond: 2:club:  5:club:
             Equity     Win     Tie
      UTG    20.60%  17.90%   2.70% { AcJc }
      UTG+1  79.40%  76.70%   2.70% { 66-22, A4s, 54s }


      Theoretisch noch ein Call laut Equity, allerdings ohne Berücksichtigung des Rake.
      Da sich die Lektion aber um Odds, Outs und Implied Pot Odds dreht würde ich mich freuen, wenn du das Ganze auf diese Art auch noch lösen würdest. Am Tisch hast du ja auch kein Equilab. Wieviele Outs gibst du dir hier beispielsweise gegen die angenommene Range? Die 9 Flush-Outs sind ja nicht wirklich sauber.
    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      Haha, du stellst also Fallen ja? Da werd ich Zukunft wohl drauf achten müssen.

      Gegen seine Range ziehe ich jetzt also die :club: 6+3 ab, da sie das Full House für Villain ermöglichen könnten.

      Habe demnach noch 7 saubere Outs.

      52-4(Flop+Turn)-7(Outs)= 41

      Odds: 41:7= 5,9 zu 1 > Pot Odds: 4 zu 1 = Fold gegen seine Range.


      Dann war doch mein erster Post doch ganz gut. Nur nicht ganz korrekt aufgeschlüsselt.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Naja, nicht nur ich stelle Fallen, sondern auch die Kursersteller :)

      Wenn wir uns die Range anschauen, beinhaltet sie Sets und Rest. Gegen die Sets haben wir 7 saubere Outs. Gegen den Rest aber die vollen 9.
      Beide Teilranges sind in Etwa gleich groß, deshalb können wir uns hier mit einem Kompromiss zufrieden geben und mit 8 sauberen Outs rechnen. Dadurch haben wir zwar eines zu viel gegen die Sets, aber eines zu wenig gegen die Restrange. Gleicht sich also wieder aus.

      Dadurch ergeben sich dann benötigte Odds von 4,75:1. Wir bekommen hier aber nur 4,1:1
      Da lohnt sich dann ein Blick auf die benötigten Implieds, viel fehlt ja nicht mehr. Wenn wir davon ausgehen können, den restlichen Betrag noch zu kassieren wenn wir treffen, haben wir einen Call.
    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      Hausaufgabe Nr. 4:

      1. Zoom Nl5 QQ overpair all in am river

      2. KK; Ace on the river

      3.

      Board: 8hJs9c
      Equity Win Tie
      MP2 41.41% 41.41% 0.00% { KsQd }
      MP3 58.59% 58.59% 0.00% { 7h7c }
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Bei der Lektion gibts für mich eigentlich nichts mehr zu tun. Die Hände gehören den HB, die Equity ist korrekt, deshalb halt ich dich nicht weiter auf. Viel Spaß bei Lektion 5!
    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      Hi!


      Lektion 5:

      1. Zoom Nl5 QQ calldown auf TT22 Board

      2. NL5 Zoom

      3. Den BB kategosiere ich aufgrund dem hohem Gap con Vpip/Pfr und dem erhöten WTS als aggressiven Freizeitspieler, der auch gerne mal einen Bluff auspackt bzw. zum falschen Zeitpunkt blufft und seine relative Handstärke noch zu oft überschätzt.

      Der SB scheint ein solide spielender TAG zu sein.

      Preflop:

      Callingrange SB: alle Pockets bis 99, einige suited Connector 67s+, Brodways höchstens AQs, KQs

      BB:ATo-AQo, A2s-AQs, alle Broadways, alle Pockets bis JJ, einige suited und offsuited Connector und suitetd one gap-connector .


      Flop: da alle Spieler checken und niemand protected, kann man eigentlich keine Rangereduktion vornehmen.
      Oder was kann das bedeuten?
      1. Slowplay von TT. 2. Keine Semibluffs mit draws. 3. Alle haben den Flop verfehlt.

      Turn: Der Bet vom SB ist relativ hoch.
      Entweder er möchte hier protecten. Nur womit? Ein Flush mit niedrigen Karten könnte so spielen.
      Oder er versucht mit nem A :diamond: oder nen OESD zu semibluffen.
      Oder Villain versucht die am Flop verpasste Value mit TT zu generieren.

      Der BB called: Entweder er hat einen guten Draw mit A :diamond: .
      Oder er hällt ein Monster wie TT, JJ und möchte Hero nicht vertreiben.

      Welchen Sinn hat ein Bet? Value generieren oder stärkere Hände aus dem Pot drängen. Beide Fälle sehe ich hier nicht gegeben.
      Da hero kaum noch subere Outs hat (zb. zu einem straightflush) müsste er die Hand hier wohl aufgeben.

      Hätte der BB gefoldet, kann man über b/f oder call und dann River neuevaluieren nachdenken.


      4. Villain scheint einen soliden Loose Aggresive Style zu spielen. Aufgrund seines massiven Positionsvorteils sowie seiner hohen Pfr und AF werte ist seine 3-bettingrange sehr groß.

      Range BU: 22+, ATo+, A2s+, KTs+, KQo, suited/offsuit-connector 78+

      Das Board ist relativ straightdrawlastig. 87 hat hier schon ein fertiges Monster.

      Hero sollte hier for value betten, da sich viele straightdraws in Villains range befinden. Den Turn dann b/f spielen.

      C/r ist hier nicht so sinnvoll, da schlechtere Hände dann nicht mehr callen würden und man sich gegen die Monster isoliert.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi

      Also, die ersten beiden Fragen überlasse ich direkt mal unseren Handbewertern.

      Von daher kommen wir doch gleich zur Frage 3.

      Und da muss ich sagen gefällt mir deine Entscheidung nicht. Wir haben hier immerhin den Flush, und der Flop wurde einfach durchgecheckt. Wir folden also einen Flush auf eine einfache bet, die einfach eine random Hand sein kann? Das finde ich viel zu weak.

      Zuersteinmal muss man hier sagen, dass wohl eine Conti am Flop wesentlich besser gewesen wäre mit dem Flushdraw, dann hätte man am Turn auch eine klarere Situation.

      Am Turn selbst sehe ich halt keinen Fold, da die Range der Gegner halt fast noch random ist. Von daher ist eher die Frage, ob Raise oder Call.


      Dann mal zu Frage 4. Und hier fangen wir doch ersteinmal Preflop an.

      - Wie bewertest du hier Heros Preflopcall?
      - Welche Auswirkungen hat dieser auf das Postflopspiel?
    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      hey,

      zur ersten Hand. Du hast schon Recht. Hätte ich hier am Tisch gesessen, dann hätte ich auch niemals nen fertigen flush gefoldet.

      Der Conti wäre ja auch quasi nen Semibluff gewesen, der schonmal einen Spieler zum folden hätte bringen können.




      Frage 4:

      Naja, Hero sitzt oop. Dementsprechend ist es wohl langfristig hier nicht optimal zu callen. Auf setvalue called er ja hier definitiv nicht mehr.

      Wie man sieht, ist hero immer der erste, der spricht. Somit kann hero nie wirklich erfahren, wo er steht und wie gut seine Hand gegenüber der range des villain ist.

      Als line sehe ich hier entweder den direkten fold oder, da der Button ziemlich Laggy scheint 4-bet/fold aber nicht 4-bet/broke.

      Wie spielt man denn hier optimal bzw. welche Faktoren kann ich mir denn merken, welche Preflop zu beachten sind, um schon möglichst +EV in eine Hand zu starten?

      Meine Checkliste ist meist:

      - die eigene Handstärke in Relation zu ->
      - Position von hero und first in raiser
      - Stacksize des Gegners (ich hab ja immer 100bb+)
      - Stats von Villain (wenn die sample stimmt)

      desweiteren:
      - oop nur mit Monster oder auf setvalue spielen
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Okay, der Fold ist eine Möglichkeit.

      4-Bet/Fold geht allerdings gar nicht. Was willst du damit erreichen? Du verwandelst damit die Jacks nur in einen Bluff. Und grade gegen solch einen loosen Gegner kann man auch schon mal mit den Jacks preflop Broke gehen.

      Jetzt hast du allerdings noch nichts zu den Auswirkungen des Calls auf das Postflopspiel geschrieben...
    • sgriglae
      sgriglae
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2009 Beiträge: 202
      OOP postflop zu spielen ist immer eine schwierige Sache.

      Wir haben dadurch entscheidende Nachteile.

      1. Villain kann auf uns reagieren, hero muss agieren.
      2. Dadurch hat Villain ip immer einen Informationsvorteil
      3. oop gibt es weniger Möglichkeiten und lines eine Hand profitabel zu spielen.
      4. Dadurch ist es shwerer einen Gegner zu stacken, der ip zu uns sitzt.
      5. Oop können wir keine Freecards nehmen, keine Floats oder check behinds machen.
      6. Hero kann oop nie wirklich bestimmen, wie groß der Pot werden soll.
      7. OOp ist es schwieriger Bluffs und Semibluffs zu spielen.

      mehr fällt mir grad nicht ein.


      Praktisch auf die Hand bezogen bedeutet das also: Wenn wir b/f spielen, dann werden uns wahrscheinlich nur bessere Hände 3-betten. Allerdings könnten so auch bessere Hände callen und dann am turn hat sich für uns nichts verändert (es sei denn wir treffen einen unserer 2 outs).

      Da Villain so aggressiv ist und wahrscheinlich seine gesamte Range ip mit Initiative contibetten wird, könnte man auch über nen c/c nachdenken. Somit würde er auch Hände in seiner Range behalten, die wir schlagen. Z.B. AJ-AK, evtl 77 oder 88. Wobei das eher wenige Kombinationen sind.

      Seine Range enthält 77+ wir wissen eigentlich nie wo wir stehen also ist c/c keine gute Idee.

      Aufgrund der schlechten Aussichten auf späteren Streets und dem massiven Informationsnachteils ist hier wohl c/f die beste line.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Gerade den C/F hat Hero hier durch seinen Preflopcall ausgeschlossen. Wir müssen halt schauen, warum wir Preflop callen?

      Setvalue? – Nein, dazu ist die 3-Bet von Villain zu groß.
      Postflopvorteile? – Position, Skill was auch immer. Sehe ich hier auch nicht.
      Handstärke? – Das kommt schon eher hin. Ich denke Hero callt hier, weil er denkt die stärkste Hand zu haben.

      Was bedeutet das also für das Postflopspiel?

      Meiner Ansicht nach nichts, wir haben immer noch ein Overpair und es sind keine megaschlechten Karten gefallen. Also wenn wir vor dem Flop davon ausgingen die beste Hand zu haben, dann sollten wir das jetzt auch noch tun.

      Und man kann auch mal darüber nachdenken, auf welchen Flops wird sonst mit den JJs weiterspielen können? In 60% aller Fälle haben wir Overcards im Flop. Und mit der Ausnahme eines Sethits, ist dieser Flop so ziemlich der Beste den man sich mit JJ wünschen kann.

      Also, C/F ist ausgeschlossen.

      Eine Bet macht auch wenig Sinn, diese gibt dem Gegner einfach eine zu leichte Entscheidung. Hat er hier eine bessere Madehand wird er einfach callen oder raisen. Und auch wenn er keine bessere Hand hat, hat er 2 relativ leichte Optionen, er kann einfach folden, oder aber diese Hand in einen Bluff verwandeln und das sind beides Möglichkeiten, gegen die wir nicht viel ausrichten können.

      Also, eine Bet ist dann auch ausgeschlossen.

      Bleiben noch C/C oder C/R…
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