Equilab - unterschiedliche Statistiken

    • Popoface
      Popoface
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2011 Beiträge: 991
      Hallo,

      gestern abend wollte ich mir mal die EV "grenzwertiger" spekkulativer Hände anschauen. Dabei fiel mir folgendes auf:

      Monte Carlo


             Equity     Win     Tie
      MP2    15.06%  13.78%   1.28% { JdTh }
      MP3    18.00%  16.69%   1.31% { 55+, A2s+, K4s+, Q6s+, J8s+, T8s+, 98s, A5o+, K8o+, Q9o+, J9o+, T9o }
      CO     18.22%  16.98%   1.24% { 22+, A2s+, K4s+, Q7s+, J8s+, T8s+, 98s, A5o+, K8o+, Q9o+, J9o+, T9o }
      BU     17.33%  16.12%   1.21% { 22+, A2s+, K3s+, Q5s+, J7s+, T7s+, 97s+, 87s, A3o+, K7o+, Q8o+, J9o+, T9o }
      SB     15.75%  14.68%   1.07% { 22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J2s+, T3s+, 95s+, 85s+, 75s+, 64s+, 54s, A2o+, K5o+, Q5o+, J7o+, T7o+, 97o+, 87o }
      BB     15.64%  14.62%   1.02% { 22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J2s+, T3s+, 95s+, 85s+, 74s+, 64s+, 54s, A2o+, K2o+, Q5o+, J7o+, T7o+, 97o+, 87o, 76o }


      Enumerate all


             Equity     Win     Tie
      MP2    12.88%  12.38%   0.50% { JdTh }
      MP3    29.15%   1.44%  27.71% { 55+, A2s+, K4s+, Q6s+, J8s+, T8s+, 98s, A5o+, K8o+, Q9o+, J9o+, T9o }
      CO     30.30%   2.59%  27.71% { 22+, A2s+, K4s+, Q7s+, J8s+, T8s+, 98s, A5o+, K8o+, Q9o+, J9o+, T9o }
      BU      8.76%   8.56%   0.20% { 22+, A2s+, K3s+, Q5s+, J7s+, T7s+, 97s+, 87s, A3o+, K7o+, Q8o+, J9o+, T9o }
      SB      3.63%   3.21%   0.42% { 22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J2s+, T3s+, 95s+, 85s+, 75s+, 64s+, 54s, A2o+, K5o+, Q5o+, J7o+, T7o+, 97o+, 87o }
      BB     15.28%  14.92%   0.36% { 22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J2s+, T3s+, 95s+, 85s+, 74s+, 64s+, 54s, A2o+, K2o+, Q5o+, J7o+, T7o+, 97o+, 87o, 76o }


      Wie man sehen kann, gibt es bei den beiden Berechnungsarten gravierende Unterschiede in der EV v.A. in den Blinds. Auch die Equity und Win haben z.T. merkwürdige Ergebnisse, z.B. bei MP3 29% und 1.5%

      Ähnlich unterscheidliche Ergebnisse habe ich auch bei anderen Händen.
  • 6 Antworten
    • Iacturus
      Iacturus
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2005 Beiträge: 231
      Ich bezweifle mal, dass du "Enumerate all" wirklich durchlaufen lassen hast, was die Ergebnisse auch direkt erklärt.
    • nopi
      nopi
      Gold
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.716
      Hallo Popoface,

      es ist sehr wahrscheinlich genau so, wie Iacturus sagte. Du hast sicher "Enumerate All" vor Beendigung abgebrochen.

      Genau für solche Fälle, d. h. viele Ranges gegeneinander, ist die "Monte Carlo" Berechnungsmethode implementiert. Eine Berechnung aller, aber auch wirklich aller, Szenarien dauert bei vielen Ranges gegeneinander u. U. sehr, sehr lange. In Deinem Beispiel wird das kurz geschätzt mehrere Tage dauern.

      In den [FAQ] PokerStrategy.com Equilab & Equilab-Omaha kannst Du nochmal den genauen Unterschied zwischen "Enumerate All" und "Monte Carlo" nachlesen.,

      Gruß, nopi
    • Popoface
      Popoface
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2011 Beiträge: 991
      Original von Iacturus
      Ich bezweifle mal, dass du "Enumerate all" wirklich durchlaufen lassen hast, was die Ergebnisse auch direkt erklärt.
      Das würde auf dem Rechner Stunden dauern.

      Ich habe immer gewartet, bis sich die Ergebnisse nicht mehr ändern (höchstens geringfügig hinter dem Komma).

      Dennoch: worin liegt der Unterschied?
    • Popoface
      Popoface
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2011 Beiträge: 991
      Danke nobi,

      damit ist es auch mir klar geworden.
    • Iacturus
      Iacturus
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2005 Beiträge: 231
      Original von Popoface
      Dennoch: worin liegt der Unterschied?
      Wie bereits gesagt wurde: Bei "Enumerate all" werden alle Möglichkeiten durchprobiert, was bei so vielen Spielern und entsprechenden Ranges ewig dauert. Dass sich die Zahlen "irgendwann" nicht ändern, liegt dabei auch daran, dass gerade Karten durchprobiert werden, die wenig Einfluss haben. Karten die einem Spieler/einer Range "helfen" kommen dann erst später dran und erst dann steigt die Equity für den Spieler wieder.

      Bei Monte Carlo werden immer wieder zufällig Karten verteilt (natürlich entsprechend der Ranges) - es kann dabei auch vorkommen das gewisse Verteilungen doppelt/mehrfach oder gar nicht vorkommen. Daher hat dies auch kein Ende. Mathematisch ist es aber so, dass je Größer die Anzahl der Zufallsversuche ist, desto genauer nähert sich das Ergebnis dem Tatsächlichen an.
    • nopi
      nopi
      Gold
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.716
      Original von Iacturus
      Original von Popoface
      Dennoch: worin liegt der Unterschied?
      Wie bereits gesagt wurde: Bei "Enumerate all" werden alle Möglichkeiten durchprobiert, was bei so vielen Spielern und entsprechenden Ranges ewig dauert. Dass sich die Zahlen "irgendwann" nicht ändern, liegt dabei auch daran, dass gerade Karten durchprobiert werden, die wenig Einfluss haben. Karten die einem Spieler/einer Range "helfen" kommen dann erst später dran und erst dann steigt die Equity für den Spieler wieder.

      Bei Monte Carlo werden immer wieder zufällig Karten verteilt (natürlich entsprechend der Ranges) - es kann dabei auch vorkommen das gewisse Verteilungen doppelt/mehrfach oder gar nicht vorkommen. Daher hat dies auch kein Ende. Mathematisch ist es aber so, dass je Größer die Anzahl der Zufallsversuche ist, desto genauer nähert sich das Ergebnis dem Tatsächlichen an.
      this! ... Danke


      fyi: Bei den gegebenen Ranges ergibt sich folgende Anzahl:
      1 * 385 * 399 * 473 * 696 * 748 * C (52-12, 5) = 24.890.680.900.014.209.280 Kombinationen ...
      Bei geschätzten 5 Millionen Berechnungen pro Sekunde ergibt sich eine Berechnungszeit von geschätzten 157.855 Jahren.

      Gruß, nopi