Smayyy

    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Hallo liebe Community,

      mein Name ist Florian, ich bin 24 Jahre alt und komme aus dem schönen Niedersachsen. Zurzeit studiere ich Informatik im 4ten Semester. In meiner Freizeit mache ich viel Musik ( 70er Jahre psychedelic Rock ), an der Gitarre oder am Schlagzeug.

      Persönlich bin ich vor ca. 6 Jahren auf Onlinepoker gestoßen und habe es hin und wieder mal gespielt. Durch ein paar Freerolls oder Bonusse habe ich mir mein erstes Geld zusammen "gespielt" und habe dann auf den unteren Limits ein wenig SSH gespielt. Doch dieser Spielstil hat mir nicht wirklich zugesagt, da es mehr einem Einarmigen-Banditen geähnelt hat als alles andere und nicht wirklich "Skill" benötigte ( meiner Meinung nach ). Deshalb hörte ich auch um so schneller wieder mit Poker auf.

      Nun hat mir mein Bruder seinen alten Account überlassen und somit wurde mein Interesse geweckt. Dies mal wollte ich das ganze aber anders angehen, ALSO ab zu Pokerstrategy und alle Artikel aufgesaugt wie ein Schwamm. Nun habe ich mir sehr viel Theorie in das Gehirn gepumpt, aber beim praktischen Teil noch nicht wirklich viel gespielt oder auch eine gewisse Angst verspürt, unvorbereitet zu sein. Da kam mir natürlich der Anfängerkurs sehr sehr gelegen - aber mal sehen wohin die Reise geht =) nun erst mal zur Lektion 1!


      1. - Lies die Artikel

      Wie oben beschrieben schon längst alles getätigt ;)

      Lektion 1: Über den Kurs und PokerStrategy.com

      *done*

      Coaching Podcast - Live-Coaching Woche 1

      *done* + angefangen Paxis erste Podcast zu schauen!


      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Für mich war früher Poker eher ein reines Glücksspiel mit ein wenig psychologischen Einschätzungsvermögen. Aber später entdeckte ich für mich das es sehr viel mit Mathematik und logischem bzw. analytischen Denken zu tun hat, was mir sehr zuspricht. Ich möchte vor allem lernen in Situationen richtig zu handeln und nicht immer auf mein Bauch zu hören. Außerdem reizt mich das Poker ein hohes Maß an Disziplin und Organisation von einem abverlangt, was ich bis dato noch nicht im Poker hatte. Natürlich ist es auch ein sehr schöner Nebeneffekt mehr Geld auf seinem Konto zu haben und vor allem (!) zu sehen wie das Geld wächst wenn man kontinuierlich seiner Strategie folgt - naja hoffentlich :P .

      Als Student hat man natürlich mehr Zeit und ein gewisses Geldpolster sich mit Poker anzusparen ist immer "nett" - aber das ist nicht meine höchste Priorität!

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Wie oben kurz angeschnitten war das BRM für mich früher ein Problem, dieses will ich natürlich dieses mal strickt einhalten!
      Als andere Schwächen würde ich evtl. noch aufzählen das die Praxiserfahrung des gelernten fehlt. Vor allem Sachen wie Pot Odds sind halt schwieriger live an einem Tisch zu berechnen, anstatt wenn man sich irgendwelche Beispiel anguckt oder ähnliches. An sich finde ich die BSS noch etwas verwirrend, da es gerade ab dem Flop viele Sachen zu beachten gibt und für einen Anfänger wie mich, kann das noch recht verwirrend sein, außerdem ist eine gewisse Angst vorhanden - man will halt eben keine Fehler machen ( aber die gehören eben dazu )!

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      tight-aggressiv zu spielen bedeutet das man wenig Hände spielt, diese aber sehr Aggressiv! Dadurch versucht man mit den "wenigen" Händen die man spielt, einen hohen Betrag in den Pott zu kriegen - dieses variiert natürlich aber noch zu der gespielten Taktik. Ein tight-aggressiv Spieler wird vermehrt eher raisen anstatt zu limpen - außerdem wird er relativ viel folden!

      Wichtig ist dabei auch, dass man auf seine Position achtet ( wie eigentlich bei fast jeder Strategie ).



      Viele Grüße

      Flo
  • 20 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi Florian, willkommen in unserem NL Einsteiger Kurs.

      Ich denke dir wird der Kurs recht viel weiterhelfen. Was du als Schwächen nennst, wird sich legen, wenn du dran bleibst und auch ab und an Hände im HB Forum postest.

      Ansonsten gefällt mir das alles sehr gut. Von daher kann ich nur nochmal sagen, willkommen im Kurs und viel Spaß bei Lektion 2.
    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Lektion 2


      1. - Lies die Artikel:
      *done*

      Hierzu habe ich aber mehrere Fragen:

      Ich habe mir die gesamte Kolumne von Crushing NL50 durchgelesen (weiß nicht ob das so angedacht war). Diese Kolumne fand ich auch wirklich super, nur hat es bei mir selber relativ viele Fragen aufgeworfen...
      Ich befinde mich momentan auf einem Level wo ich extreeeeeeeeem viel Theorie in mich reinschaufel und dadurch das ich jetzt etwas über den Tellerrand schaue ( wie z.b durch die Kolumne ), gibt es halt gewisse "Widersprüche". Was man vorher nicht machen "sollte" ist jetzt +EV, unter Berücksichtung gewisser Informationen etc. Man wird halt zum selber denken angeregt!
      Soweit ist auch alles gut, weil auch gerade das für mich den Reiz des pokerns ausmacht - selber spielen statt ABC. NUR - momentan schleicht sich immer mehr eine gewisse Unsicherheit bei meinem Spiel ein. Ich habe soviel Theorie in letzter Zeit mir angeschaut, dass ich denke, ich gehe eher Rückwärts, anstatt Vorwärts - da ich eben nicht mehr den genauen "Plan" im Kopf habe.

      Außerdem zum Thema Equity:

      Für meine Spielanalyse eine Supersache! Auch am Tisch kann ich Gegner auf bestimmte Ranges mittlerweile setzen, durch getätigte Aktionen.
      Im weiteren wird oft davon geredet das man sich eine gewisse Equity live am Tisch errechnet bzw. abschätzt. Ist damit das Prinzip der Outs bzw. Odds gemeint? Dieses errechnet ja auch Wahrscheinlichkeiten und ich kann aus Villains Range ja meine Disconnected Outs bestimmen. Nur so wie ich es aufgefasst habe bestimmt ja die Equity ja eher die Wahrscheinlichkeit wie häufig ich gegen eine Range gewinne, anstatt wie häufig ich am River eine gewisse Kartenkombination halten werde ( Daher sag ich mal nein :P ).
      Deswegen ist es mir noch etwas schleierhaft wie ich schnell und effektiv eine Equity am Tisch errechne?

      Zusätzlich wird z.b in der Kolumne davon geredet das man auf SH umsteigen soll oder schon umgestiegen ist. Dieses trifft bei mir eben noch nicht zu. Sollte ich den wechsel aber nun anstreben?

      Naja... genug gefragt :P weiter im Text!


      2. - Sieh dir Videos an

      *done*

      ( obwohl die beiden Videos in einem krassen Verhältnis stehen :P )

      3. schaue Coaching Podcast - Live Coaching Woche 2

      *done*


      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Ich würde gerade in den Späteren Positionen wie CO oder BU anders spielen, um mehr Stealing zu betreiben. Auch evtl. würde ich mein Spiel an den Blinds anpassen, um eher gegen Blindstealing "geschützt" zu sein. Natürlich alles unter Berücksichtung der Informationen am Tisch.

      Gerade jetzt, wo ich lerne mehr Informationen von meinen Gegnern zu sammeln, würde ich auch gegen bestimmte tightere Spieler aggressiver Spielen - z.b die limps stealen.


      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      klick mich


      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?


             Equity     Win     Tie
      Villain  53.68%  45.27%   8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }
      Hero    46.32%  37.91%   8.41% { AKo }



      Lieben Gruß und bis zur nächsten Lektion :)

      Flo
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, den Wechsel auf SH solltest du erst machen, wenn du dich auch wirklich sicher in deinem Spiel fühlst. Den du wirst durch die geringere Spieleranzahl am Tisch dazu gezwungen mehr Hände zu spielen, und kommst so auch öfter postflop in schwierige Situationen. Also, den Umstieg sollte man schon als Ziel haben, aber eben erst wenn man sich auch sicher fühlt.

      Zum Thema Equity berechnen, würde ich dich gern auf die nächste Lektion vertrösten, da haben wir dann auch Beispiele, an denen wir das genauer durchgehen können. Aber im wesentlichen sind damit die Odds und Outs gemeint ;) .

      Nun erstmal zu den Aufgaben.

      Frage 1:
      Okay, dass sind 2 Punkte, in denen das SHC nicht unbedingt optimal ist und in denen man sicher was ändern kann, aber was genau möchtest du hier anders machen?

      Frage 2:
      Hier wirst du noch eine Rückmeldung unserer Handbewerter bekommen.

      Frage 3:
      Das passt.

      Also, bitte nochmal die Frage 1 etwas genauer und anschließend können wir uns dann auch in der Lektion 3 näher mit den Odds und Outs beschäftigen.
    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Original von SpeedyBK
      Frage 1:
      Okay, dass sind 2 Punkte, in denen das SHC nicht unbedingt optimal ist und in denen man sicher was ändern kann, aber was genau möchtest du hier anders machen?
      Gerade in späteren Positionen wird die Range an Händen die ich spielen kann eher größer. Aber um auch effektiver gegen tighte Spieler Geld zu gewinnen ( durch z.b blindsteals ), ist es von Nöten hier auch mit "schlechteren" Händen zu raisen. Diese Hände sollten aber auch noch Postflop spielbar sein - d.h offsuited connectors, suited one-gapper, Ax offsuited und Kx suited. Das gleiche gilt natürlich auch im umgedrehten Fall - aber alles nur unter Berücksichtigung des Gegners!

      Als Ergänzung könnte man noch spezielle Fälle hinzufügen, z.b das jemand nur minraist und wir wissen das es z.b ein looser Spieler ist. Hier kann ich meine eigene Range auch herunterfahren und würde z.b Suited connectors ab etwa 89 (jenachdem) spielen.

      Es gibt sicher noch ein paar Punkte anzusprechen, aber das könnte durchaus immer spezieller werden. Meiner Meinung nach muss man eben seine Range dem Gegner anpassen.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Okay, dass sieht doch dann ganz okay aus. Also damit viel Spaß beim Lektion 3.
    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Lektion 3

      1. - Lies die Artikel

      *done*
      "Poker nach Mustern" hat mir da besonders geholfen. Ich hatte den Gedanken schon länger gehabt, war nur leider zu faul gewesen, bis jetzt. Die Tage werde ich mich dransetzen und sehr ausführlich alles ausarbeiten. Dieses kann ich dann auch gerne ins Forum dann stellen, falls dieses erwünscht ist! Hilft ja vielleicht auch anderen Mitgliedern!


      2. - Sieh dir Videos an

      *done*


      siehe Coaching Podcast - Live Coaching Week 3

      *done*


      4. - Erledige folgende Hausaufgabe:


      Frage 1: Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53?

      Vor dem Flop

             Equity     Win     Tie
      Villain   49.22%  48.84%   0.38% { 3d3c }
      Hero  50.78%  50.40%   0.38% { KsQs }


      Am Flop

      Board: 5:diamond: J:spade: 3:spade:
             Equity     Win     Tie
      Villain   73.54%  73.54%   0.00% { 3d3c }
      Hero  26.46%  26.46%   0.00% { KsQs }



      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      *Korrektur - bitte weiter unten einsehen!*

      Fold!
      Da Villain Preflop nur gecalled hat, veringert sich seine Range ( die vorher bei ~26% lag ) um höhere Karten wie AA, KK, AK. Diese hätte er eher erhöht.
      Am Flop checked Villain behind, was evtl. darauf vermuten lässt das er nix getroffen hat.
      Durch den Raise von Villain am Turn würde ich ihm folgende Range und Equity geben:


      [
      Board: 6:diamond: 3:diamond: 2:club:  5:club:
             Equity     Win     Tie
      UTG    73.50%  70.92%   2.58% { QQ-TT, 77-22, Ad6d, Ad5d, Ad4d, Ah4h, As4s, Ad3d, Ad2d }
      UTG+1  26.50%  23.92%   2.58% { AcJc }




      Die Equity spricht damit nicht wirklich für uns und der EV sollte ins minus gehen, den ~0,23$ sind unser Anteil am Pot - mit allem anderen fahren wir minus. ( wenn ich das richtig verstanden habe ).

      Wenn wir nun aber nach Potodds spielen würden, währe der Call auch unprofitabel! Wir haben einen Flushdraw + Gutshot, aber nur mit 9 Outs, da die 4 :diamond: einen flush ermöglichen würde und 6 :club: / 3 :club: ( bei getroffenen Set ) ein Full House. Also 4:1 zu ~ 2:1 - also unprofitabel. Ohne Informationen von meinen Gegner kann man mMn. auch nicht auf Implied Odds callen.


      Korrektur -> Ich sollte so spät keine Aufgabe lösen... mir ist gerade aufgefallen das wir ja nur 0,22$ Callen müssen (nicht wie gedacht 0,44$)! Das wären ca 1/4 des Pots, also würde nach Potodds es ein klarer Call sein! Auch nach dem EV-Wert würde dies ja <= 0,23$ liegen, also auch +EV bringen ( sofern richtig erechnet ). Aber mir ist auch aufgefallen, dass wir uns den Gutshot nicht anrechnen lassen dürfen - da er zu einer höheren Straße führt und auf einen Tie hinausläuft. Deswegen können wir uns nur 7 Outs geben, was fold bedeuten würde! Entweder wir müssen folden oder auf implied odds spielen. Nach Implied Odds, ist es eigentlich dann ein relativ leichter call, denn 0,22*6=1,32-0,91=0,41$. Da am River der Pot 1,13$ groß ist, wären 0,41$ so um die 1/3 des Pots. Dieses ist durchaus realistisch noch einzufahren! Deswegen würde ich callen.
      Im allgemeinen ist es sehr unwahrscheinlich das am River das Fullhouse ankommt, warum wir wahrscheinlich auf längere Sicht +EV fahren!


      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      first
      second
      third
      fourth



      Liebe Grüße

      Flo =)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, ich denke zu den Aufgaben 1 und 3 brauche ich nicht viel zu sagen, die sehen beide gut aus. Und auch die Aufgabe 2 ist nach der Korrektur schon viel besser.

      Aber ein paar kleine Punkte habe ich dennoch:

      Auch nach dem EV-Wert würde dies ja <= 0,23$ liegen, also auch +EV bringen ( sofern richtig erechnet ).


      Wie sieht denn die Rechnung dazu aus?


      Deswegen können wir uns nur 7 Outs geben
      Warum 7 Outs?
    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Original von SpeedyBK
      Wie sieht denn die Rechnung dazu aus?
      Wenn ich mir die Handrange ( bzw. equity ) errechne ( so wie oben übers Equilab ), habe ich ja eine ungefähre Gewinnrate gegen eine gewisse Handrange. Prozentual liegt die ja bei uns momentan bei ~26%.
      Der Pot ist momentan 0,91$ groß. Das würde also bedeuten ~73% Anteil am Pot hält der Gegner und ~26% halten wir.
      Rechne ich nun -> 0,91*26% ergibt dieses ~0,23$. Das heißt, jedes mal wenn wir <= 0,23$ callen, machen wir auf längere Sicht +EV ( sofern ich das richtig verstanden habe ).

      Original von SpeedyBK
      Warum 7 Outs?
      Wir spielen ja auf den Flushdraw, also 9 Outs. Bei getroffenen Flush kann uns einzig und allein das Full House ( oder Vierling ) nur noch überholen. Da er wahrscheinlich ein getroffenes Set anspielt, müssen wir uns bei den 9 Outs die 6 :club: und 3 :club: disconnecten - da diese dem Gegner ein Fullhouse geben könnten oder sogar ein Vierling. Somit sind es nur 7 klare Outs.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Original von Smayyy
      Original von SpeedyBK
      Warum 7 Outs?
      Wir spielen ja auf den Flushdraw, also 9 Outs. Bei getroffenen Flush kann uns einzig und allein das Full House ( oder Vierling ) nur noch überholen. Da er wahrscheinlich ein getroffenes Set anspielt, müssen wir uns bei den 9 Outs die 6 :club: und 3 :club: disconnecten - da diese dem Gegner ein Fullhouse geben könnten oder sogar ein Vierling. Somit sind es nur 7 klare Outs.
      Wenn er IMMER das Set hat, dann ist das richtig, aber hat er hier IMMER das Set?


      Zur Rechnung, ich finde das äusserst umständlich und auch falsch so zu rechnen. Du willst ja hier nicht berechnet, bis zu welchem Betrag du callen kannst, sondern welche Equity du brauchst, um den gesetzen Betrag zu callen.

      Und dazu nimmst du am Tisch am besten die Potodds her, da diese einfach im Kopf zu berechenen sind.

      Die Potodds geben das Verhältnis von Möglichem Gewinn / dem zu callenden betrag an.

      91 Cent kannst du Gewinnen, und 22 Cent musst du callen.

      91/22 = ca. 4,2/1

      Du brauchst also Potodds von 4,2 zu 1 .

      Wie viele Outs brauchst du für den Call? Und wenn du nicht die ausreichenden Outs hast, fallen dir vielleich noch andere Konzepte ein, die dir einen Call erlauben?
    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Original von SpeedyBK
      Wie viele Outs brauchst du für den Call? Und wenn du nicht die ausreichenden Outs hast, fallen dir vielleich noch andere Konzepte ein, die dir einen Call erlauben?
      Um einen korrekten call bei 4.2/1 zu machen, benötigen wir 10 Outs, die haben wir so oder so nicht. Aber ( wie schon oben beschrieben ) können wir hier das Prinzip der implied Potodds anwenden.

      Es ist auch richtig das er nicht immer ein Set hält, er könnte eben so gut suited connectors oder ähnliches halten. Da wir uns nur in 2 Fällen nicht die vollen 9 Outs geben können, hätte ich persönlich ein Mittelwert von 8 genommen. Wo wir dann ein Verhältnis von 5:1 hätten. Somit können wir aber immer noch nicht callen und müssten auf Implied Potodds spielen.

      Rechnung dazu wäre ->

      0,91*20% = 0,18$

      Also müssten wir auf den kommenden Streets noch 0,18$ verdienen. Villain wird bei getroffenem Set oder Straight dieses sicherlich noch investieren - obwohl ein angekommener Flushdraw ziemlich obv. ist.


      LG
      Flo
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Ich würde jetzt einmal behaupten, wir brauchen nur 9 Outs für einen profitabeln Call.

      37 nicht hilfreiche Karten/ 9 Hilfreiche Karten =4,1/1 und damit liegen wir schon unter den 4,2 zu 1.

      Also, zur Rechnung:
      Wir müssen hier 22 cent callen. Die 22 entsprechen als 1 in der Schreibweise mit den Potodds. Wenn wir uns jetzt 8 Outs geben, brauchen wir 5:1. Es müsste als das 5-fache der 22 Cent im Pot sein um profitabel zu callen, also 1,10$. Wir müssen nun also die Differenz von $1,10 und $0,91 am River noch irgendwie in den Pot bekommen.
    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Original von SpeedyBK
      Also, zur Rechnung:
      Wir müssen hier 22 cent callen. Die 22 entsprechen als 1 in der Schreibweise mit den Potodds. Wenn wir uns jetzt 8 Outs geben, brauchen wir 5:1. Es müsste als das 5-fache der 22 Cent im Pot sein um profitabel zu callen, also 1,10$. Wir müssen nun also die Differenz von $1,10 und $0,91 am River noch irgendwie in den Pot bekommen.
      Naja das habe ich ja oben im Prinzip ja schon so gerechnet, nur mit den falschen Outs ->

      Original von Smayyy
      Nach Implied Odds, ist es eigentlich dann ein relativ leichter call, denn 0,22*6=1,32-0,91=0,41$. Da am River der Pot 1,13$ groß ist, wären 0,41$ so um die 1/3 des Pots. Dieses ist durchaus realistisch noch einzufahren! Deswegen würde ich callen.

      Aber allem in allen war ich anscheinend ziemlich unkonzentriert bei dieser Aufgabe...

      Sind wir jetzt eigentlich fertig oder muss ich noch was überarbeiten?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Nö, kannst dich dann auf Lektion 4 stürzen. Viel Spaß dabei ;) .
    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Lektion 3


      1. - Lies die Artikel

      *done*

      2. - Sieh dir die Videos an

      *done*

      3. - Nimm an Live-Coachings teil

      *done*

      4. - Erledige folgende Hausaufgabe:

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      klick mich

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      Nr.1
      Nr.2
      Nr.3
      Nr.4

      Frage 3: Du stehst am Flop mit KQ. Auf dem Board liegt J, 9, 8 und dein Gegner hält 77. Welche Equity besitzt du in diesem Spot?



      Board: 8:heart: J:spade: 9:club:
             Equity     Win     Tie
      UTG    41.41%  41.41%   0.00% { KsQd }
      UTG+1  58.59%  58.59%   0.00% { 7h7c }




      LG
      Flo
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Das ist Lektion 4 nicht 3 :P . Aber die hast du top gelöst. Zu den Händen werden unsere Handbewerter noch etwas sagen, sofern das noch nicht geschehen ist.

      Von meiner Seite aus kannst du dann auch direkt mit Lektion 5 weitermachen ;) .
    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Lektion 4 ääääh Lektion 5 ;)

      1. - Lies die Artikel:

      *done*

      2. - Sieh dir Videos an:

      *done*

      3. - Nimm an Live-Coachings teil:

      *done*

      4. - Erledige folgende Hausaufgabe:

      Zu Frage 1-2 würde ich auf die vorhergehenden Lektionen verweisen. Die Hand aus Lektion 4, wo ich die Initiative hatte, habe ich auch nach Stats gespielt und diese auch so analysiert. Gleiches gilt für Frage 2, zu Lektion 4.
      Falls es gewünscht ist, werde ich natürlich mein Holdem Manager noch mal durchsuchen und ein paar Hände posten. =)

      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      Mhh schwierige Situation! Ich denke das der BB hierbei eher weniger zu beachten ist! Sein AF-Wert von 2 ist ein wenig zu hoch, als dass er hier seine Monster nur callen würde. Ich denke das der BB kleinere Pocketpairs hält oder vielleicht ein Ax, vielleicht auch noch einen Flushdraw oder OESD.
      Es ist auch gut vorstellbar das er am Turn den Jack mit guten Kicker getroffen hat. Allem in allen macht er ein sehr looses Image

      Beim SB sieht das ganze wieder anders aus. Er spielt eine tightere Range, die ich ungefähr auf JJ-22,AQs-ATs,KTs+,QJs,AQo-AJo,KQo festlegen würde. Vielleicht kann man die Range auch ein bisschen größer gestalten, da immerhin die Blinds attackiert wurden.
      Es ist schwierig zusagen was der SB getroffen hat, aber es ist durchaus möglich das er mit kleineren PP raised oder mit TPTK wie AJ. Vielleicht hatte er auch schon was am Flop und hat auf die C-Bet vom PFR gewartet ( C/R ), was für ein Fullhouse spricht.

      Ich sehe eigentlich nur 2 Möglichkeiten die uns Beat haben, ein Full-House und jeder höhere 2-Card Flush.
      Da wir uns nicht weiter verbessern können, macht ein Call eigentlich kein Sinn. Für einen Fold ist unser Blatt und unsere Equity einfach zu gut!
      MMn wäre es hier am besten zu 3betten um a) Information vom Gegner zu kriegen und b) unseren Flush zu protecten. Es wäre nicht schlimm wenn beide Gegner folden, da unser Flush mit einem evtl. kommenden :diamond: am River, ziemlich schlecht wird. Und da das Board gepaired ist, besteht noch die Gefahr für ein evtl. kommendes Fullhouse!
      Ich denke man kann bei dieser Struktur eine gute Foldequity aufbauen und gegen alles andere sind wir sowieso schon Beat.

      Fazit:
      Ich würde 3betten und auf eine 4bet hin aussteigen.


      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:

      Villain macht einen sehr starken LAG-Eindruck.
      Seine Range würde ich hier auf 88+,A4s+,K7s+,QTs+,JTs,A8o+,KJo+,QJo setzen. Gegen diese Range liegen wir in 66% vorn.
      Da ein so aggressiver Spieler sehr wahrscheinlich eine C-Bet setzen wird würde ich hier erst mal checken. Eine Donkbet wird er sicher reraisen.
      Ich persönlich würde hier die Line c/c und am Turn c/r spielen, solange auf dem Turn kein Q+ kommt. Aber da JJ sehr anfällig ist, würde ich eher c/r am Flop spielen.


      LG
      Smayyy



      * Nachschub aus dem Handbewertungsforum*

      Nr.1
      Nr.2
      Nr.3
      Nr.4
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      So, nun bin ich auch wieder vom Modweekend zurück, dann kanns ja hier mal wieder weitergehen.

      Falls es gewünscht ist, werde ich natürlich mein Holdem Manager noch mal durchsuchen und ein paar Hände posten. fröhlich


      Du musst immer daran denken, dass du die Hände nicht für uns postest, sondern um dein Spiel zu verbessern, es kann also nicht schaden nochmal die eine oder andere Hand zu posten.

      Frage 3:

      Also, ersteinmal ein AF von 2 ist jetzt nicht wirklich hoch. Alles unter 1 ist superpassiv, 1-3 ist so mittelmäßig und ab 3 kann man eigentlich sagen, dass ein Spieler aggressiv ist. Man muss das natürlich noch mit den Preflopwerten in verbindung bringen, aber also Richtwert kann man das so nehmen.

      Also, wenn du hier 3-Bettest, dann muss das Geld einfach auch rein, du hast zu viel in den Pot investiert, als dass du noch folden könntest.

      Gegen welche Hände siehst du hier den Foldequity, und willst du diese überhaupt haben?


      Frage 4:

      Okay, für einen Fold sind unsere Jacks auf dem Board einfach zu stark. Und eine Bet macht keinen Sinn, da diese nur von Händen gecallt wird, die wir auch schlagen. Und schlechtere Hände folden einfach, oder bluffen, beides ist nicht in unserem Sinn.

      Was ist denn deine Meinung zu Heros Preflopspiel, und welche Auswirkungen hat das Preflopspiel von Hero auf die Postfloplines?
    • Smayyy
      Smayyy
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 47
      Original von SpeedyBK
      Falls es gewünscht ist, werde ich natürlich mein Holdem Manager noch mal durchsuchen und ein paar Hände posten. fröhlich


      Du musst immer daran denken, dass du die Hände nicht für uns postest, sondern um dein Spiel zu verbessern, es kann also nicht schaden nochmal die eine oder andere Hand zu posten.
      Das ist mir klar. Es geht nur darum das ich im Handbewertungsforum selber aktiv unterwegs bin, um MEIN eigenes Spiel voranzutreiben. Daher poste ich ja meist hier mehrere Hände ( im letzten "Anhang" befindet sich ja auch ein Update ).
      Ich möchte halt ungern "künstlich" Hände posten, nur um meine Aufgabe zu erfüllen! Daher fand ich, dass sich die Hand aus der letzten Lektion für beide eignet, mehr nicht.


      Original von SpeedyBK
      Gegen welche Hände siehst du hier den Foldequity, und willst du diese überhaupt haben?
      Auf einen Push werden größtenteils schlechtere Flushs, Pairs, OESD´s und Flushdraws folden. Callen werden uns Fullhouse´s und höhere Flushs.

      Aber callen wir hier, schlagen wir am River nur einen evtl. angekommenden OESD oder alles dadrunter. Das wir einen Flush schlagen ist sehr unwahrscheinlich ( hätte hier jemand mit 2 :diamond: , 4 :diamond: , 5 :diamond: Preflop gecalled? ).
      Daher müsste man meiner Meinung nach den Turn entweder folden oder pushen. Aber persönlich bin ich gegen einen fold, da der flush zu stark dafür ist und wir noch einiges schlagen!
      Pushen wir und werden gecalled, hat uns sehr wahrscheinlich ein Fullhouse oder ein starker Flush geschlagen - aber wir werden auch ein paar Flushs vertreiben können, die besser sind als unserer.
      Würden wir hier nur callen, müssten wir meist gegen eine Bet am River aussteigen ( wenn sie nicht zu klein ist ).
      Auf so einem Board kann uns Villain auch immer leicht rausbluffen.

      Ich bin der Ansicht lieber mehr Foldequity aufzubauen, anstatt das uns am River K :heart: 8 :diamond: schlägt! Zwar lassen wir sicher mehr Value liegen, nur sehe ich uns am River zu selten vorn!

      Original von SpeedyBK
      Was ist denn deine Meinung zu Heros Preflopspiel, und welche Auswirkungen hat das Preflopspiel von Hero auf die Postfloplines?
      Vorweg hat Hero seine Call-20 Regel nicht eingehalten, aber das sei mal dahingestellt.

      Das Problem ist, dass wir nicht genau abschätzen können, gegen welche Range wir spielen. Hätte Hero Preflop ge-4-bettet hätte man die Range auf ungefähr AK,KK,AA,QQ abschätzen können ( da Villain etwas looser ist ), wenn er gepushed hätte. Natürlich hätte ich allgemein den fold gefunden gegen die 3-Bet und hätte auch nicht ge-4-bettet!

      Aber da Hero nur gecalled hat, ist die Range relativ schwierig einzuschätzen. Sogesehen könnten wir schon am Flop geschlagen sein. Daher müsste man wahrscheinlich auf jeder Street c/c spielen, da wir nach dem Way ahead/Way behind Verfahren dann spielen.


      LG
      Smayyy
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Ich bin der Ansicht lieber mehr Foldequity aufzubauen, anstatt das uns am River K 8 schlägt! Zwar lassen wir sicher mehr Value liegen, nur sehe ich uns am River zu selten vorn!


      Das ist für mich der Punkt, ich möchte, dass solche Hände für die Rivercard bezahlen müssen, und so von eben diesen Händen Value bekommen. Das hier bessere Flushes folden würde ich bezweifeln, aber aufgrund von Value und Protection kann man den Raise trotzdem gut anbringen.


      Natürlich hätte ich allgemein den fold gefunden gegen die 3-Bet und hätte auch nicht ge-4-bettet!
      Naja, im allgemeinen wohl schon, aber gegen so einen loosen und aggressiven Gegner kann man das auch mal reinstellen.

      Wie du schon sagst, wir haben uns nicht an die Call-20 Regel gehalten, somit können wir auch nicht mehr profitabel fit or fold spielen. Der Fold am Flop scheidet also aus.

      Mit einer Bet geben wir hingegen dem Gegner eine zu einfach Entscheidung, er wird einfach schlechtere Hände als unsere Jacks folden, und bessere Hände callen. Und selbst wenn ich schlechtere Hände nicht foldet, kann er sie recht einfach in einen Bluff verwandeln und wir können nichts dagegen tun.

      Von daher ist hier ersteinmal ein Check angesagt. Ob dann C/R oder C/C ist dann so eine Sache, beides hat seine Vor- und Nachteile. Und letztendlich ist beides spielbar.

      Dennoch ist wohl die beste Line "gar nicht erst in die Situation zu kommen". Also in diesem Fall einfach 4-Bet oder Fold Preflop.
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