SH: KQo aus MP gegen UTG-Raise callen?

    • slevink23
      slevink23
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 3.676
      Ich weiß nicht ob das Thema nicht vllt. sogar in HB-Forum gehört, falls ja einfach verschieben:

      Und zwar stelle ich mir die Frage ob man gegen einen unknown-UTG-Raise KQo callen sollte oder eher standardfold.

      Was ist also euer defaultplay?


      Vorteil:
      -KQo ist eigentlich eine ziemlich starke Hand
      -Man hat Position!

      Nachteil:
      -Man ist gegen eine Standard-UTG-Range hinten:

             Equity     Win     Tie
      MP2    37.76%  36.62%   1.13% { KQo }
      MP3    62.24%  61.11%   1.13% { 22+, AJs+, KQs, AJo+ }


      -Wenn man Action bekommt ist man meist dominiert.(Z.b fällt ein Calldown auf Q5297 schwer)


      Würde mich über eure Meinungen freuen.
  • 7 Antworten
    • Pokermage2008
      Pokermage2008
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 6.784
      wenn ich es spiele, dann 3bette ich es direkt. du bekommst viel credit und erzeugst viele folds. wenn der gegner aber sich mal zum call entscheidet dann hast gegen seine flat range meist noch cleane outs (wenn er zb pockets callt)

      gegen den call spricht , dass man gegen squeezes folden muss und ja sogut lassen sich die toppair hands ned spielen, weil man gegen die 3barrelranges wohl ziemlich kaputt ist.


      fold finde ich persönlich zu weak, außer er opened weniger als 10-12 %
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.741
      Wollte ähnliches schreiben, finde die 3Bet auch sehr gut. Gegen eine 4Bet kann man ohne Probleme weglegen und wenn man in den nächsten Händen eine starke Hand bekommt, bekommt man auch noch mehr Auszahlung. Außerdem kannst du wie schon gesagt, nach einem Call von ihm AK häufig ausschließen und bist nicht mehr stark dominiert.
    • TempoKamille
      TempoKamille
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2010 Beiträge: 4.980
      ja, 3betten oder folden

      KQ sollte Top of your Foldingrange sein und ist damit eine super Hand zum bluff3betten in den Posis.
    • slevink23
      slevink23
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 3.676
      Original von TempoKamille
      ja, 3betten oder folden

      KQ sollte Top of your Foldingrange sein und ist damit eine super Hand zum bluff3betten in den Posis.
      KQ? Also selbst KQs würdest du folden?
    • Phanaticthehoe
      Phanaticthehoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.08.2011 Beiträge: 200
      Original von TempoKamille
      ja, 3betten oder folden
    • TempoKamille
      TempoKamille
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2010 Beiträge: 4.980
      Ich 3bette es halt meistens aber callen werde ich damit gegen eine "normale" UTG-Range auf keinen Fall. Wir dominieren nichts und sind oft dominiert.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      In den Microlimits würde ich wahrscheinlich meisten Fold > 3-Bet > Call mit KQo spielen.

      Ich denke der Hauptgrund ist erstmal, dass die Spieler dort AKo auch ohne Position ohne weiteres callen und OOP nicht dazu tendieren eher weniger zu callen und eher zu reraisen oder direkt zu folden.


      Im Prinzip musst du dir einen Coldcall als Spielzug vorstellen, der die Bluff 3-bet quasi nur nach hinten raus verzögert. Du hast z.b. mit KQs häufig die Wahl zwischen dem Coldcall und der 3-Bet; früher wurde fast immer die 3-Bet bevorzugt, weil die Gegner einfach sehr schlecht gegen 3-Bets gespielt haben un der Profit auch direkt meßbar war. Es ist nunmal sehr schwierig zu quantifizieren welchen EV ein Coldcall mit KQs hat - durch die Weiterentwicklung des Spiels, wurde aber erkannt, dass mit entsprechenden Postflopfähigkeiten MEHR zu gewinnen ist, als mit einem Reraise und die Konterstrategie gegen 3-Bets nicht der Call mit anschliessenden C/F ist.


      In den Microlimits wirst du mit den 3-Bets vermutlich immer noch superviel Geld gewinnen, weil dort kaum jemand aktive Konterstrategien gegen dich aufbringen wird (in Form von lighten 4-Bets oder Preflopcalls mit dem Plan viele Flops zu shoven) - je besser deine Gegner werden, desto schwieriger wird es diese in Situationen zu verwickeln in denen sie Geld verlieren. Dort kommen die Coldcalls ins Spiel, die Ranges undurchsichtiger und schwerer zu lesen machen.

      Wenn du z.b. gegen einen UTG Raise nur Sets coldcallst und deine Raises immer Sets sind, dann wirst du nicht ausbezahlt, falls dein Gegner das erkennt. Du hast jetzt die Möglichkeit auch ohne Sets so zu spielen (und nimmst ein paar deine Pocketpairs und spielst sie genauso als hättest du ein Set) oder du erweiterst deine Preflopcallingrange, um Postflop auch mit Händen plötzlich aufzutauchen, die den Gegner vor Fragen stellen. Fragen, die er nicht richtig beantworten kann, weil er sie noch nie gestellt bekommen hat oder schlichtweg keine Antwort drauf kennt.

      D.h. die Idee hinter dem Coldcall ist es den Gegner oft genug Postflop in eine Situation zu verwickeln in der er potenziell einen Fehler macht, der größer ist als der Fehler, den er Preflop machen könnte.