mathematischer aspekt im poker

    • Matziano
      Matziano
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2011 Beiträge: 812
      Hi ihr,

      ich habe im januar diesen jahres auf nl2 fr mit der bss angefangen und bis jetzt (nl50,~300k hände) mehr so nach gefühl gespielt.

      zb die outs überschlagen und dann geschaut was ich callen muss, 1/4 pot 2/4 3/4 usw.
      da ich jetzt ca 3+wochen aus diversen gründen nicht mehr gespielt habe , dachte ich mir , es wäre evtl sinnvoll sich mit der von mir vernachlässigten mathematik auseinander zu setzten.

      habe jetzt halt kurz durch die anfänger videos geskipt und dachte nur wtf, das hat nichts mit meinem spiel zu tun.

      ich würde jetzt halt gerne wissen WOFRÜR GENAU ich den mathematischen teil brauche.

      - um knappe spots zu lösen?
      - foldequity auszurechnen?
      - profitabelität eines bluffs zu überprüfen?
      - ein varianzärmeres spiel zu erzielen? positiv wie negativ

      weiß zwar das profitables poker auf die mathematik angewiesen ist aber würde halt gerne wissen wie wo und warum.


      Vielen Dank im Voraus :P
  • 6 Antworten
    • Matziano
      Matziano
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2011 Beiträge: 812
      24 hits und keine antwort??????

      seht ma zu der wecker klingelt um 5uhr morgenfrüh ;)
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Bei nl holdem BSS ist Mathematik nicht so wichtig. Viele Sachen weiss man halt intuitiv wie z.B:Keine Potsizebets mit nem Gutshot callen etc. Man kan auch nen -ev call machen mit nem Draw wenn man Implied odds hat usw.. Das kann man alles nicht so genau bestimmen.

      Was mathematisch interessant ist sind spieltheoretische Sachen. Das ist aber dann schon für fortgeschrittene Spieler und es gibt dazu kaum Content. Das sind dann solche Sachen wie: "Wie muss ich meine Range balancen, damit der Gegner nicht ATC profitabel cbetten kann am Flop? Mit welchen Teilen meiner Range sollte ich dann c/r bluffen? z.B

      Aber von deinem Ausgangspost zu urteilen wirst du eh keinen Bock auf solche Berechnungen haben.
    • Matziano
      Matziano
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2011 Beiträge: 812
      thx für deine einschätzung,

      wenn ich kein interesse hätte dann würde ich einfach weiterspielen und mich nen dreck drum scheren.

      habe auf den unteren limits ein "gefühl" für gewisse spots entwickelt und denke halt das ich so langsam aber sicher, >nl50 , wissen und nicht schätzen sollte was ich tue.
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Man kann diese spieltheoretischen Sachen auch teilweise intuitiv durch Erfahrung lernen. z.B gegen Leute, die mehr als 80% cbetten kann man extrem viel Bluffraisen, weil ihre Range extremst schwach ist. Das kann man also auch etwas mit gesundem Menschenverstand lösen. Wieviel jetzt genau "extrem viel" ist kann man aber nur durch Mathematik lösen. Das sind allerdings teilweise solche Feinheiten, dass ich bezweifle, dass selbst Midstakesregs das drauf haben.
      Ich hab mich da mal ne Zeit mit beschäftigt, aber bin in auch nicht mehr fit in der materie muss ich zugeben. Ich spiel aber auch nur Smallstakes, wo man nocht nicht so stark aufpassen muss exploited zu werden.
    • TimBus
      TimBus
      Black
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 14.797
      Ich würde behaupten, Mathematik hilft in erster Linie dabei, die "Intuition" zu verbessern. Niemand kann während einer Hand exakte Berechnungen durchführen. Dazu ist die Timebank einfach zu klein.
      Aber man kann sich nach der Session hinsetzen und mal überprüfen, wie nah man in den jeweiligen Spots am mathematischen Optimum lag. Grobe Fehler brennen sich dabei sehr schnell ins Gedächtnis und man wird sie nicht wiederholen. Und bei kleineren Abweichungen kriegt man zumindest ein immer besseres Gefühl für den EV bestimmter Aktionen.

      Mindestens genauso wichtig ist es aber wohl auch, Hände mit anderen zu diskutieren. Manchmal ist man einfach "betriebsblind" und bei Variablen wie Foldequity und gegnerischer Range kommt man mit mehreren Meinungen der Wahrheit wahrscheinlich näher als allein.
    • Popoface
      Popoface
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2011 Beiträge: 991
      Original von Matziano

      ich würde jetzt halt gerne wissen WOFRÜR GENAU ich den mathematischen teil brauche.
      Keine Ahnung, wie wichtig das bei NL ist.

      Ich spiele fast nur FL und da ist das natürlich sehr wichtig zu wissen, ob ich mir einen call "leisten" kann, oder besser folden sollte. Habe ich keine ausreichenden Reads/stats vom Gegner kann ich mich nur fragen, wie wahrscheinlich ich wohl geschlagen bin und ob der Pot groß genug ist, damit ich ihn durchschnittlich gewinnbringend callen kann.