Overcards: Donkbet versus check bei agressven Gegnern

    • Popoface
      Popoface
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2011 Beiträge: 991
      Hier habe ich ein - zumindest potentielles - Leak.

      Bei loose-passiven Gegnern ist das kein Problem: habe ich mit z.B. JQ am Flop nicht getroffen, dann einfach check und ggf. call- was bei 6 Outs oft kein Problem darstellt.

      Auch bei tighten Gegnern gibt es relativ wenig Probleme: Bet/call auf flop, Bet/call bzw. check/call oder check/fold je nach Situation.

      Anders sieht das bei agressiven Gegnern aus, v. A. den loose agressiven und v.A. den Maniacs.

      Habe ich hier bei einen nonpaired-rainbow-Flop verfehlt, habe ich gegen solche Gegner ein Problem:

      Entweder ich donke bis zum River durch, und der Maniac trifft mit irgendeiner Schrotthand irgendwas, oder ich gehe zu check-call über (meist mit AK oder ähnlichem, JQo würde ich in dem Fall wohl spätestens auf dem turn folden) und begebe mich damit in die Defensive, was natürlich von agressiven Gegnern sofort ausgenutzt wird.

      Die Frage ist also: Ist bei Maniacs und sehr agressiven Gegnern besser c/c bzw. c/f oder besser b/c sinnvoll.

      Ich habe schon erlebt, daß ich mit T8o u.ä. brutal auf allen Straßen 3-gebettet wurde, obwohl der Typ nichts getroffen hatte. Oft hatte ich dann (weinend) mein AK, QKs u.ä. gefoldet, nur um dann festzustellen, ich hatte die beste Hand gefoldet. :f_o:

      Ziehe ich den downcall durch, wird mein AK dann nicht selten von 83o geknackt, weil auf dem Board ne 3 oder ne 8 war. :(

      Ich habe hier echt keinen Plan, was - langfristig - die bessere Alternative ist.

      Gibt es hier "Langzeiterfahrungen"?

      Ich habe nämlich den Eindruck: Egal wie ich in solchen Situationen entscheide, ich entscheide meinstens falsch. :s_o:
  • 4 Antworten
    • opabumbi
      opabumbi
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 22.396
      marginale hände underplayen
      gute hände overplayen
      auf keinen fall irgendwas mit SDvalue folden (AK gegen nen maniac ist ziemlich egal was kommt am SD)
      auf keinen fall bluffen
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Gegen Manaics gilt: du kannst deine Hände für Value spielen oder Bluffs einladen, aber du kannst sie nicht bluffen. Siehst du also am Flop eine gute Chance, noch vorne zu sein (viele niedrige Karten, gepaarter Flop), dann bettest du wie gewohnt. Wenn nicht, dann callst du Hände mit Showdownvalue runter, weil Maniacs zuverlässig bluffen und die Hände ohne Showdownvalue spielst du nach Odds und Outs.

      Eine marginale Hand (opabumbi) ist eine Hand, mit der du keinen Vorteil hast, die aber spielbar ist. Solche Hände spielst du passiv. Eine gute Hand ist eine Hand, mit der du einen Vorteil hast. Mit der gibst du dem Maniac Zunder, und zwar mehr, also du gegen einen normalen Spieler geben würdest. Top Pair guter Kicker z. B. ist gegen einen Maniac gut genug zum Cap auf den Flop und wenigstens einen Raise auf dem Turn.
    • Popoface
      Popoface
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2011 Beiträge: 991
      Original von cjheigl
      Eine marginale Hand (opabumbi) ist eine Hand, mit der du keinen Vorteil hast, die aber spielbar ist.
      Also sowas wie z.B. bottom-Pocket.

      Ich werde mit meinen Premiums selbst allzu oft mit sowas ausgesuckt.

      Habe ich die selber, weiß ich nie so richtig, wie ich sie spielen soll. entweder ich mache einen "brutalen" Calldown - ungeachtet meiner 2 Outs, dann werden die entweder von was nicht ganz so marginalem geschlagen oder aber sie werden auf dem River (nicht vorher!) überholt.

      Passe ich jedoch auf Flop oder turn, dann kommt als nächste karte genau eines der 2 Outs - so sicher wie das Amen in der Kirche (zumindest bei 888).

      Aber zurück zum Thema: Normalerweise - gegen Tight-agressive Gegner macht es ja nicht wirklich Sinn, mit 22 zu downcallen - Es sei denn, man weiß, daß sie keine Pockets haben und noch nicht getroffen (z.B. AQ+). Aber wann weiß man das schon. :D

      Bei loose-passiven Gegnern ist das auch einfach: durchchecken, bis man entweder selbst sein Out getroffen hat, oder bis der plötzlich Aktivität entfaltet.

      Bei loose-agressiven Gegnern habe ich bisher oft mit Buttom-Pair runtergecallt - und die nicht zu selten richtig ausgesuckt.

      Die Frage, die mich beschäftigt ist jedoch: Macht das wirklich immer Sinn? Bei 2 Maniacs am Tisch sicher nicht - soviel ist klar.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Ausser auf die Gegner kommt es auch auf das Board an. Auf einem AKQ Board kann man ein Pocket schon mal wegwerfen. Man muss eine Equityabschätzung ab Flop machen, ob sich der Calldown lohnt. Der Wert des Calldowns gegen zu loose aggressive Gegner ergibt sich daraus, dass sie auch schlechtere Hände betten.

      Du möchtest allerdings den Showdown billig sehen. Wenn zwei Maniacs sich gegenseitig hochschaukeln, dann geht das nicht. Gegen mehr als einen Gegner verlieren kleine Pockets ohnehin schnell an Wert, da zwei Gegner mehr treffen als einer.