Umgang mit Donkbets mit Overcards

    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Guten morgen zusammen,

      im Moment erlebe ich es sehr oft, dass am Flop in mich als PFA reingedonkt wird. Beispiel:

      Ein Limper aus MP, ich raise am Button mit AQ, alle außer MP folden.

      Flop rainbow all ragged (842 oder son gedöns).

      MP donkt in mich rein. Hier habe ich also overcards. Meistens raise ich dies for freecard am Turn bzw. bette den Turn nochmal for free showdown. Eigentlich macht die Donk ja keinen Sinn. Wenn MP getroffen hätte, würde er mich check-raisen.

      Was macht ihr in solch einer Situation? Nur callen? Raise und Check-Behind Turn? Raise Flop, Bet turn, check-Behind river?

      Ich gehe davon aus, dass meine Hand unimproved bleibt.

      Gruß,
      Stefan.
  • 6 Antworten
    • jfuechsl
      jfuechsl
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2006 Beiträge: 791
      Ich denke mal, dass das ganze limitabhängig ist.

      ich erlebe oft, dass leute in dieser Situation mit niedrigen und mittleren Pockets sowie mit bottom- oder midpair donken.

      Ich sehe mich also im Großteil der Fälle hinten und spiele meine Overcards als draw.

      Aber ich bin mir da auch nicht sicher ob das optimal ist.
    • Scarabee
      Scarabee
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2006 Beiträge: 888
      Das ist wirklich sehr sehr Gegner abhängig. Ich spiele die OC's dann auch als Draw.. sprich die erste Bet calle ich wenn das Board es zuläßt dass ich wenn ich eine meiner OC's am Turn treffe relativ sicher vorne lieg. Sprich bei o.g. Flops evt. auch mal bei 2 suited flops.. Da ist es auch unwahrscheinlich wichtig auf welcher Position der Gegner sitzt.. da man seine Handrange ungefähr einschätzen sollte.. Sitzt er wie beschrieben in MP und spielt einigermaßen tight wird er wahrscheinlich nix getroffen haben oder sitzt auf nem kleinen Pocket das er jetzt ja zurecht verteidigen will.. Any A suited iwrd da auch gern gelimpt da könnte er natürlich irgendwas mit A kicker spielen... oder eben die Helden die grundsätzlich any suited oder suited connectors reinlimpen das ist dann schwer einzuschätzen was die spielen.. in der Regel spieln die aber passiv weiter wenn sie nix getroffen haben und donken nicht in dich rein.
      Am Turn gehe ich meist wie folgt vor:
      Kein Toppair:
      Gegner check ich grundsätzlich Bet bei nem check-raise steige ich aus wenn sich nicht wirklich ein toller Draw ergeben hat der +EV zu callen ist.
      Gegner wieder bet -> Fold ausser eben es läßt sich +Ev ein Draw callen
      Toppair:
      Gegner check.. ergo -> Bet :-)
      Gegner bet -> Raise

      Ich weiß nicht ob das der goldene Weg ist aber damit fahre ich recht gut, wie schon erwähnt sind die Reads von den Gegner essentiell und natürlich dein Ruf am Tisch.
      Und die Donkbet macht durchaus Sinn... der Gegner bekommt zumindest ne klare Info.. wird er geraised kann er davon ausgehen dass du was getroffen hast oder ein hohes pocket spielst.. wird er nur gecalled ist er evt. mit seiner schwachen Hand gar nicht so schlecht dran... zumindest ist das der Denkvorgang der oft dahinter steht... ob das +Ev ist keine Ahnung... ich spiels so eher nicht :-) ....
    • Erzwolf
      Erzwolf
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 2.470
      Tyoischer Fall von kommt auf den Gegner an. Es gibt ja Leute, die donken pauschal jeden Flop. Andere donken, weil sie ein kleines Pocketpair haben oder Mid bzw. Buttompair getroffen haben. Und schliesslich gibts die Spieler, die donken, weil sie ein Monster getroffen haben.

      Die Frage ist aber im Endeffekt, was erreichst du mit welchem Move. Gegen den Allesdonker würde ich nur callen und mal schauen, was am Turn passiert. Oft bekommst du da automatisch die Freecard. Gegen eher passive Gegner, die wahrscheinlich ein kleines Pair haben ist der Freecardraise eine gute Option. Und gegen die Leute mit dem Monster ist ein Fold die beste Lösung.
    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Hm, ok, danke erstmal.

      Ist also Gegnerabhängig. Wenn ich noch keinen Read auf den Gegner habe, ergo Call Flop (passt ja meistens nach Odds) und fold Turn.

      So richtig? Wie gesagt, spiele meistens Raise Flop, Checkbehind Turn, fold River oder aber Raise Flop, Bet Turn, checkbehind River. Werde ich irgendwo geraised oder ge-3-bettet, fold. Hab mir aber sowieso nen recht aggressiven Stil mit Draws angewohnt.

      Gruß,
      Stefan.
    • tooHigh
      tooHigh
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 532
      Wenn Raise4Freecard gegen den Gegner funktioniert, würde ich das ruhig machen. Wenn er Turn aber wieder donkt, dann beim nächsten mal nur call Flop.

      Aber wie shcon gesagt, Gegnerabhängig, hatte gestern auch einen am Tisch der jedes mal mit TopPair und besser gedonkt hat...weiß man wenigstens woran man ist ;)
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      ist ja nicht nur gegnerabhängig, sondern auch von dem image, das man selbst am tisch aufgebaut hat.
      wenn ich einen weak-tighten spieler bemerke, der straightes ABC-poker spielt mache ich auch schonmal ein paar seltsame donk-moves, wenn der flop völlig ragged ist; entweder er hat ein overpair oder er wird sich durch mein gedonke in die hose machen.
      ... und gerade ABC-spieler sind mit donkbets oft völlig überfordert, da sie vom gegner check/fold oder check/raise erwarten.

      dennoch solltest du dir immer eine playernote machen, wenn du jemanden dabei beobachtest wenn er HU oder 3handed donkbets abschießt (auch wenn du nicht in der hand bist).