Mindset PLO <-> NL

    • Dogdo
      Dogdo
      Bronze
      Dabei seit: 19.06.2008 Beiträge: 6.316
      Mir ist in letzter Zeit immer häufiger aufgefallen das ich wenn ich PLO spiele nicht so schnell tilte wie wenn ich NL spiele was ich aber eigentlich selber kaum verstehe da PLO ja die bei weitem größere Varianz hat

      Beispiel:
      Ich droppe bei PLO 10 stacks und tilte kein bisschen da ich weiss das wenns preflop reingeht ich bestenfalls 60:40 hab. Kann also trotzdem entspannt weitergrinden

      Bei NL droppe ich nur 3 Stacks und muss aufhören zu grinden da ich ansonsten einen tiltanfall bekomme wenn ichs 95/5 reinbekomm und ständig weggedonkt werd.


      Gehts nur mir so und was kann ich am besten dagegen machen?
  • 2 Antworten
    • instaflip
      instaflip
      Black
      Dabei seit: 27.03.2012 Beiträge: 405
      vll liegt es daran, dass du beim plo schon große swings erwartest, da du dir ja völlig bewusst darüber bist, dass die varianz deutlich härter zuschlägt.
      wenn dann im NL ausgesuckt wirst tilted dich das viel mehr, weil dir rein rechnerisch "mehr vom pot" zustünde und das fühlt sich (für dich) vll schlimmer an.


      dagegen machen kannste eigtl nur eins. mindset auf vordermann bringen, speziell im NL-bereich eben. wobei dir das nicht so schwer fallen dürfte wenn du gr. swings im plo locker wegsteckst. musst evtl nur ein wenig umdenken ;)
    • tiasam1
      tiasam1
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2010 Beiträge: 2.845
      Mein Vorposter hat es schon anschaulich erklärt.
      Wollte in etwa das gleiche schreiben.

      Bei NLH erwartet man einfach, dass man gewinnt, wenn man 75 oder 80% Equity beim All-in hat und will nicht sehen bzw akzeptieren, dass es dabei auch noch 25 oder 20 restliche % gibt, die an andere Spieler gehen. Diese Erwartungshaltung kann man ziemlich oft beobachten, zB bei den Spielern die live gleich voll abgehen, wenn sie mal mit QQ vs TT verlieren etc.

      PLO dagegen hat dieses Gamble Image, jeder geht davon aus, dass sich alles noch ändern kann bis zum River. Bei PLO werden die Eq-% der anderen Spieler also bewusst akzeptiert.

      Es geht dabei mMn um die Akzeptanz der Equity anderer Spieler. Wenn du also im PLO akzeptieren kannst, dass andere mal gewinnen, da sie schliesslich mit 45 % Equity longterm auch in 45 von 100 oder halt 45'000 von 100'000 Fällen gewinnen, dann solltest du dieses Mindset auch zu Hold'em übertragen können.
      Beim "standard" AA vs KK All-in gewinnt KK dann immernoch in gerundet 20'000 von 100'000 Fällen. Rein theoretisch können dann auch alle diese 20'000 Fälle am Stück auftreten.

      Hier geht es dann darum wirklich longterm zu denken, i.S.v. "It's one big session".

      Wenn du dir solche Sachen mal vor Augen führst und dich bewusst damit auseinandersetzt, kannst du dein Mindset ziemlich stärken.