Neues Geldwäschegesetz: Zusammenfassung und rechtliche Einschätzung

    • OnkelHotte
      OnkelHotte
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      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Liebe Community,

      Die deutsche Bundesregierung hat Anfang August einen Gesetzesentwurf zum Geldwäscheschutz verabschiedet. Dieses Gesetz - falls ratifiziert - würde dann auch Online Glücksspiele betreffen.

      Wir haben eine Kanzlei, die auf Glücksspiel spezialisiert ist, damit beauftragt, eine Zusammenfassung und rechtliche Einschätzung zu erstellen und möchten euch über die Ergebnisse informieren.


      Die wichtigsten Fakten zuerst:

      • Das Gesetz betrifft nur Glücksspielanbieter die in Deutschland lizenziert sind (entweder über den Glücksspielvertrag von Schleswig-Holstein oder den der restlichen Bundesländer)

      • Mit dem Gesetz wird frühestens gegen Endes diesen Jahres gerechnet, dabei steht nicht fest, ob es tatsächlich ratifiziert wird.

      Kein Partnerraum von PokerStrategy.com ist aktuell in Deutschland lizenziert und somit nicht betroffen.

      • Das Gesetz würde Anwendung finden, wenn 2 Bedingungen erfüllt sind:
      1. Das neue Geldwäschegesetz wird tatsächlich verabschiedet
      UND
      2. Ein Pokerraum erwirbt in Deutschland eine Poker-Lizenz

      Wenn beide Bedingungen er füllt sind, dann müsste dieser Pokerraum sich an die Regeln des neuen Gesetzes halten.

      • Ob Pokerräume überhaupt eine deutsche Pokerlizenz erwerben würden, ist höchst fraglich: Nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag werden 20 Konzessionen vergeben, die aber nicht an Pokeranbieter vergeben werden.
      Und nach dem Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein sind nach dem Regierungswechsel dort noch keine Pokerlizenzen vergeben worden, weil Schleswig-Holstein sich nun doch dem neuen Staatsvertrag anschließen möchte.

      Ihr findet in den nächsten Absätzen eine Zusammenfassung über das Geldwäscheschutzgesetz und eine Einschätzung über die Auswirkungen. Es handelt sich dabei um eine Übersetzung aus dem Englischen. Für die absolute juristische Korrektheit der Übersetzung können wir keine Garantie geben. Ihr findet das Original Dokument hier.


      Der neue Entwurf zum Geldwäschegesetz (GWG)

      von Dr. Wulf Hambach und Maximilian Riege, Hambach & Hambach Rechtsanwälte

      Am 1. August hat die deutsche Bundesregierung einen Gesetzesentwurf zum Geldwäscheschutz (GWG) verabschiedet. Falls ratifiziert, würde dieser Entwurf den GWG ergänzen und dann auch Online-Glücksspiele betreffen.

      Die wichtigste Änderung des neuen GWG wäre eine breitere Anwendung des GWG. Der Entwurf würde dann auch für lizenzierte Betreiber und Vertreter von Online-Glücksspielen in Deutschland gelten.

      Der Entwurf ist eine Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen im deutschen Online-Glücksspielsektor: Schleswig-Holstein öffnete seinen Glücksspiel-Markt für Sportwetten und Online-Casino Anbieter inklusive Poker und die übrigen Länder vergaben Lizenzen für bis zu 20 Sportwettenanbieter für eine Probezeit von bis zu 7 Jahren.

      Nach dem Entwurf werden Glücksspielanbieter verpflichtet sein "geeignete Sicherungsmaßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs zum Zwecke der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung" zu finden und ein "angemessenes Risikomanagement" zu installieren. Das Bundesministerium für Finanzen (der Autor des Entwurfs) rechtfertigt zusätzliche Pflichten für Online-Glücksspielanbieter mit den "erhöhten Risiken" bei einem Geschäftsmodell ohne persönlichen Kontakt zwischen Anbieter und Kunde, insbesondere im Hinblick auf die Identifizierung des Spielers und die Durchführung von Transaktionen im Zusammenhang mit dem Spiel.

      Es wird wichtig sein zu sehen, ob die Bestimmungen im Entwurf, welche die meisten GWG regulatorischen Maßnahmen für terrestrische Casino und auch den jüngsten EU Kommission Vorschlag zur neuen Geldwäscherichtlinie übertreffen, über das hinausgehen was notwendig ist um ein sicheres und zuverlässiges Glücksspielangebot in Deutschland zu schaffen. Besondere Aufmerksamkeit sollte vor allem auf die auferlegten Anforderung bei der Identifizierung und die Einschränkungen bei den Zahlungsmethoden mit dem Ziel der Verhinderung der Geldwäsche liegen.

      Die folgende Analyse wird einige Hauptelemente des vorgeschlagen Entwurfs und ihre möglichen Auswirkungen auf die Glücksspielbetreiber, Pokerspieler und Glücksspiele im Allgemeinen beurteilen.


      1. Hauptelemente

      a. Begriffserklärung Glücksspiele

      Der Entwurf definiert "Glücksspiele im Internet" als Glücksspiele, die über das Internet oder andere elektronische Plattformen oder Medien angeboten werden. Daher würde das Gesetz für Online-Glücksspiele wie Casino-Spiele, Poker, Sportwetten, Lotterien und alle andere Arten von Glücksspielen gelten, die nicht die körperliche Anwesenheit des Spielers erfordern.

      b. Anwendung der Richtlinie

      Bis heute wird das GWG unter anderem bei Banken, E-Geld-Instituten, Versicherungen, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, bestimmte Arten von Händlern und terrestrischen Casinos angewendet.
      Der Entwurf schlägt eine breitere Anwendung des GWG auf Anbietern von Glücksspielen im Internet vor. Allerdings muss auch darauf hingewiesen werden, dass die GWG nur für Betreiber von Glücksspielanbietern, die in Deutschland zugelassen sind, gilt. Anbieter die nicht in Deutschland unter dem Glücksspielgesetz von Schleswig-Holstein oder dem Ersten Glücksspieländerungsvertrag von den anderen Ländern lizenziert sind, fallen nicht in die Anwendbarkeit des neuen GWG.

      Darüber hinaus fällt auf, dass der Entwurf es der zuständigen Behörde erlaubt bei Lotterien auf die Identifizierung, Überwachung und Steuerung zu verzichten, welche noch den Glücksspielsektor in Deutschland exklusiv betreiben.

      c. Die zuständige Behörde

      Die zuständige Behörde, für die Aufsicht und Einhaltung des GWG der Glücksspielanbieter, wird die Glücksspielaufsichtsbehörde der 16 einzelnen Länder sein.

      Die zuständige Behörde kann gegenüber den Glücksspielanbietern Anordnungen treffen, um die Erfüllung der notwendigen Überwachungspflichten zu schaffen. Diese Anforderungen sind direkt vollstreckbar.

      Darüber hinaus ist die Behörde berechtigt, bestimmte Informationen von Glücksspielanbietern, Banken und Finanzinstituten über Girokonten und ausgeführten Transaktionen im Zusammenhang mit dem Angebot von Spielen zu verlangen.

      d. Interne Sicherungsmaßnahmen der Verpflichteten

      Die internen Sicherungsmaßnahmen für Glücksspielanbieter sind vergleichbar mit denen von Banken und Finanzinstituten. Als Teil der "geeigneten Sicherungsmaßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs zum Zwecke der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung" ist es zwingend notwendig einen Geldwäschebeauftragten zu haben, der direkt an die Geschäftsleitung berichtet. Darüber hinaus müssen Glücksspielanbieter interne Kontroll- und Steuerungssysteme installieren inkl. einer "Anti-Geldwäschestrategie" und Datenverarbeitungssysteme gegen Geldwäscheaktivitäten sowie entsprechende Maßnahmen um die Zuverlässlichkeit der Mitarbeiter zu beurteilen.

      Das "angemessenes Risikomanagement" muss auf einem EDV-gestütztes Monitoringsystem basieren, dass alle Zahlungsflüsse auf und vom Spielerkonto abdeckt. Wenn ein verdächtiges Verhalten entdeckt wird, muss der Geldwäschebeauftragte des Anbieters sofortige Maßnahmen ergreifen. Retrospektive Beurteilungen von Daten durch die interne Revision sind nicht ausreichend. Outsourcing interner Sicherungsmaßnahmen sowie andere Dienstleistungen ist nur mit der vorherigen Genehmigung der zuständigen Behörde erlaubt. Darüber hinaus ist die zuständige Behörde befugt, die Zertifizierung von bestimmter Abläufe und Systeme im Spielbetrieb durch eine fachliche geeignete Zertifizierungsstelle zu verlangen.

      Spielanbietern ist es ausdrücklich erlaubt personenbezogene Daten von Kunden zur Erfüllung der Verpflichtungen des GWG zu sammeln, wenn dies erforderlich ist. Aber personenbezogene Daten müssen 5 Jahre nach dem Ende der Geschäftsbeziehung gelöscht werden.

      e. Spieleridentifizierung

      Die lizenzierten Glücksspielanbieter müssen den Spieler vor der Registrierung und Erstellung eines Spielerkontos als auch vor der Teilnahme an Glücksspielen identifizieren.
      Während das Vorhandensein eines wirtschaftlich Berechtigten möglich ist, muss es ausgeschlossen sein, dass der Spieler im Auftrag eines Dritten handelt. Folglich muss der Anbieter die zuständige Behörde über jede wirtschaftlich Berechtigten informieren, um jede Art von Strohmannverhältnissen entgegenzuwirken.

      Die Identifikation eines Spielers erfordert die folgenden Angaben: Name, Geburtsort, Geburtsdatum, Adresse, Nationalität oder im Falle von juristischen Personen: Name, Rechtsform Registernummer, Sitz und Name der gesetzlichen Vertreter.

      Diese Informationen müssen mittels eines gültigen Personalausweis oder Reisepass oder einem Auszug aus dem Unternehmens / Handelsregister bestätigt werden. Wenn der Spieler nicht physisch präsent ist um seine Identität zu beweisen, muss er entweder eine beglaubigte Abschrift, einen elektronischer Identitätsnachweis gemäß §18 des Personalausweisgesetz oder eine gültige elektronische Unterschrift gemäß §2 Nummer 3 des Signaturgesetzes haben. Eine Verletzung dieser Identifizierungsmaßnahmen kann bestraft werden.

      f. Spielerkonto und Transparenz der Zahlungsströme

      Der Entwurf erlaubt pro Spieler nur ein Konto je Anbieter. Dieses Spielerkonto muss mit einem Konto des registrierten Spielers bei einer Bank oder Finanzinstitut verbunden sein. Transaktionen auf ein Spielerkonto dürfen nur zum Zwecke des Spiels erhalten werden.

      Für Banken und Finanzinstitute in Deutschland ist es üblich, dass die Identität vollständig überprüft wird, wenn das Konto eröffnet wird. Doch selbst wenn ein Spieler ein Konto oder eine Debit- / Kreditkarte von einer Bank oder einem Finanzinstitut außerhalb von Deutschland verwendet, ist der Glücksspielanbieter verpflichtet sicherzustellen, dass die Bank die gleiche Kennzeichnungspflicht wie im GWG erfüllt. Andernfalls kann der Spieler nicht registriert werden oder muss aus dem Glücksspiel-Angebot ausgeschlossen werden. Keine Transaktionen auf oder von seinem Spielerkonto darf durchgeführt werden.

      Darüber hinaus werden Transaktionen vom Konto eines Spielers zum Anbieter/Spielerkonto und umgekehrt nur über die folgenden Transaktionsmethoden erlaubt:
      - Lastschriftverfahren
      - Überweisung
      - Kreditkarte
      - Debitkarte

      Dies bedeutet, dass alle anderen Methoden für eine Transaktion nicht erlaubt sind. Dies betrifft Pre-Paid Karten, Bargeld Einzahlungen oder E-Geld. Das Finanzministerium rechtfertigt diese harten Beschränkungen aufgrund der anonymen und undurchsichtigen Art von E-Geld und Bargeld. Die Verwendung solcher Zahlungsmethoden widerspricht der Absicht Geldwäsche via Online-Glücksspiele zu unterbinden. Das Ministerium lehnt sogar den Schwellenwert für die Verwendung dieser Zahlungsmittel ab, da "solch eine schwellenwertbezogene Regelung würde geradezu als Einladung verstanden werden die eingebrachten Gelder in kleine Tranchen zu stückeln (smurfing)"

      Auf der anderen Seite ist die Frage mit so genannten "closed loop vouchers" (Gutscheine welche vom Glücksspielanbieter ausgestellt sind und nur bei der Webseite des Glücksspielanbieters eingelöst werden können) weiterhin möglich, wenn der Anbieter "geeignete Maßnahmen" trifft, um sicherzustellen, dass der Nutzer des Gutscheins identisch mit dem Inhaber des Spielerkontos ist.

      g. Besondere Sorgfaltspflichten für involvierte Unternehmen bei der Ausführungen von Zahlungen

      Banken und Finanzinstitute sowie Aussteller und Acquirer die in die Zahlungsströme bei Online-Glücksspielen involviert sind, werden zusätzlichen Sorgfaltspflichten beim Nachkommen der Überwachungs- und bei den Kontrollaufgaben haben.

      Es ist die Absicht, spezifische Codierungen für Kartenzahlungen im Zusammenhang mit Online-Glücksspielen zu nutzen. Diese Codierungen erleichtern die Identifikation des Empfängers der Transaktion als Glücksspiel-Anbieter. Während es bereits gängige Praxis ist Merchant Category Codes (MCC) für Transaktion via VISA und Mastercard-Kreditkarten einschließlich einer bestimmten Codierung für Online-Glücksspiele zu nutzen, so ist dies nicht der Fall für andere Transaktionsmethoden und es ist redundant für Debitkarten.
      Die Codierungen sollen in Kooperation mit der deutschen Bundesfinanzaufsicht (BaFi) ermittelt werden. In diesem Zusammenhang schlägt das Bundesministerium für Finanzen vor, dass alle Beteiligten der Finanz-Branche eine Lösung in Zusammenarbeit mit den Glücksspielbehörden und den Bundesländern, die auf der MCC ISO-Norm 18245 basiert, finden.


      2. Ausblick

      Bisher ist der Entwurf nicht in Kraft. Der Entwurf wurde vom Finanzministerium veröffentlicht und am 1. August 2012 von der Regierung verabschiedet. Um jedoch in Kraft zu treten müssen beide Parlemente (Bundesrat und Bundestag) angehört werden, bevor der Bundestag das Gesetz verabschiedet. Eine Stellungnahme des Bundesrates wird innerhalb der nächsten Monate erwartet. Danach hat die Bundesregierung die Chance zu antworten, bevor das Gesetz vom Bundestag verabschiedet wird. Normalerweise geschieht dies nach 3 parlamentarischen Anhörungen und Überweisungen an die zuständigen Ausschüsse. Daher wird der Entwurf wahrscheinlich nicht vor Ende Herbst / Winter diesen Jahres in Kraft treten.


      3. Fazit

      Die jüngste Änderung des GWG ist eine Reaktion auf die deutsche Glücksspiel Regulierung im Jahr 2012.

      Die meisten der erforderlichen internen Überwachungs- und Kontrollanforderungen sind bereits Standardverfahren der Glücksspiel-Betreiber, um ein zuverlässiges und sicheres Angebot an Online-Glücksspielen anbieten zu können. Allerdings könnten einige Anforderungen im Entwurf Änderungen bewirken.

      In Bezug auf die Identifizierungspflicht von Spielern werden einige Online-Glücksspielanbieter ihre Registrierungsverfahren ändern und die Zusammenarbeit der Spieler benötigen, da Originaldokumente oder beglaubigte Kopien vom Personalausweis oder Reisepass von den Spielern zur Verfügung gestellt werden müssen.

      Einige der Vorschriften über die Transparenz von Spieltransaktionen werden eine Herausforderung für Glücksspiel-Betreiber, die Spieler und Finanzbranche sein.

      Nach dem Grünbuch der Europäischen Kommission "Online-Glücksspiele im Binnenmarkt" werden ca. 65% aller Transaktion in der Glücksspiel-Branche mit Kreditkarten durchgeführt und weitere 12% via Überweisung. e-Wallets haben einen Anteil von 13% und Prepaid-Karten ca. 10%. Die beiden letztgenannten Zahlungsmittel und damit fast ein Viertel aller Glücksspiel-Transaktionen wären damit bei in Kraft treten des GWG Entwurfes in der vorliegenden Fassung nicht mehr möglich.

      Die rigorose Beschränkung der Zahlungsmethoden ist nach da der letzten Änderung des GWG vom 22. Dezember 2011 bei den festgesetzten Befreiungen von regulatorischen Anforderungen bei E-Geld wenig überraschend. Auf die Sorgfaltspflichten bei der Kennzeichnung und Sicherheitsmaßnahmen wurde verzichtet, wenn sichergestellt ist, dass eine Person nicht mehr als 100€ in E-Geld im Monat erhält. Diese Befreiung, die sogenannte Bagetelle-Klausel, wurde mit dem Argument begründet, dass ein Betrag von 100€ pro Monat kein Risiko hinsichtlich Geldwäsche darstellt, da der Betrag einfach zu klein ist. Darüber hinaus erfordert der GWG nur dann die Identifizierung bei Kunden in terrestrischen Casinos, wenn sie mehr als 2.000€ an Jetons kaufen oder verkaufen, der gleiche Schwellenwert wie in der 3. EU Geldwäscherichtlinie.

      Angesichts der Argumentation von Dezember 2011, zeigt das neue "Smurfing"-Argument in Verbindung mit der schwellenwertbezogenen Regelung das Umdenken des Bundesministerium für Finanzen in Bezug auf das Geldwäscherisiko bei relativ kleinen Geldbeträgen.

      Ein spezifischer Merchant Category Code ist schon längst Standard bei einer Vielzahl an Kreditkarten-Transaktionen. Allerdings ist es noch unklar, wie Banken, Emittenten und Acquirer in der Lage sind zwischen legalen und illegalen Glücksspiel Angeboten zu unterscheiden. Da erhebliche Zweifel an der Einhaltung des neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrages am EU-Recht bleiben, ist die Finanzbranche über die Rechtmäßigkeit der Spiel-Transaktionen wohl im Unklaren gelassen.

      Abschließend stellt der neue Entwurf des GWG einige bedeutende Änderungen in Bezug auf die regulatorischen Anforderungen für Online-Glücksspiele dar. Zukünftige Akteure im Glücksspielsektor, die Finanzinstitute, Politiker, Vertreter der deutschen Bankenaufsicht und die Glücksspielaufsichtsbehörde sind aufgerufen, zusammenzuarbeiten, um den Rahmen für eine sichere, gesetzeskonforme aber dennoch attraktives Angebot an Online-Glücksspielen zu schaffen.
  • 254 Antworten
    • mvpp88
      mvpp88
      Diamant
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 847
      x
    • Mephisto87
      Mephisto87
      Black
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 4.176
      heißt also falls z.B. pokerstars eine lizenz in SH erwirbt kann ich kein neteller oder Skrill mehr nutzen da e-wallet?
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      Original von Mephisto87
      heißt also falls z.B. pokerstars eine lizenz in SH erwirbt kann ich kein neteller oder Skrill mehr nutzen da e-wallet?
      jupp, sieht wohl so aus
      wobei das vollkommener blödsinn ist das hinter den deckmantel der geldwäsche zu verstecken, da die ja auch an die eu-regularien gebunden sind
      und man imho darüber kein geld waschen kann
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Original von Mephisto87
      heißt also falls z.B. pokerstars eine lizenz in SH erwirbt kann ich kein neteller oder Skrill mehr nutzen da e-wallet?
      Die eWallet Sache ist in der Tat noch nicht superklar, aber für .de Räume ist davon auszugehen, dass es nicht funzen wird, ja.
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Kann man nur hoffen, dass Neteller nicht in Eigeninitiative alle deutschen Mitglieder ausschließt...
    • thebimpf
      thebimpf
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.493
      Ja, letztens auch schon im Casino mitbekommen.
      da wurden halt mal kurz vom 2,4k stack beim poker 500 an kollegen zum wechseln an der Kasse gegeben damit man nicht über die 2k Grenze kommt.

      Also auch nicht soooo sinnvoll das ganze, nehmen die Asiaten zum Beispiel paar Leute mit und wechseln halt alle unter 2k und schwups ausgehebelt...
    • Mephisto87
      Mephisto87
      Black
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 4.176
      Original von thebimpf
      Ja, letztens auch schon im Casino mitbekommen.
      da wurden halt mal kurz vom 2,4k stack beim poker 500 an kollegen zum wechseln an der Kasse gegeben damit man nicht über die 2k Grenze kommt.

      Also auch nicht soooo sinnvoll das ganze, nehmen die Asiaten zum Beispiel paar Leute mit und wechseln halt alle unter 2k und schwups ausgehebelt...
      ?( ich kann dir gerade nicht folgen irgendwie
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.832
      Original von thebimpf
      Ja, letztens auch schon im Casino mitbekommen.
      da wurden halt mal kurz vom 2,4k stack beim poker 500 an kollegen zum wechseln an der Kasse gegeben damit man nicht über die 2k Grenze kommt.

      Also auch nicht soooo sinnvoll das ganze, nehmen die Asiaten zum Beispiel paar Leute mit und wechseln halt alle unter 2k und schwups ausgehebelt...
      deshalb kommen die asiatischen gambler immer in so riesen truppen mit ehefrau und was weiß ich :D ...obwohl die eig auch alle zocken...
    • thebimpf
      thebimpf
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.493
      Original von OnkelHotte
      Liebe Community,
      ...

      Darüber hinaus erfordert der GWG nur dann die Identifizierung bei Kunden in terrestrischen Casinos, wenn sie mehr als 2.000€ an Jetons kaufen oder verkaufen ...
    • cIassic23
      cIassic23
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 3.049
      Cliffs also:


      - wohl nicht schon Mitte Sept, sondern erst Herbst/Winter, da ~3 parlamentarische Anhörungen + Überweisung an zuständige Ausschüsse

      - betrifft ansich nur in Dtl. lizensierte Anbieter (Zahlungsgänge nur via Lastschrift, Überweisung, KK, Debit)
      -> zur Registrierung beim Anbieter wird dieses Konto direkt mit einem persönlichem Bankkonto* "verbunden" und geprüft / Verifizierung zudem via beglaubigter Kopie eines Perso/Reisepass / Unternehmens/Handelsregister oder via gültiger elektronischer Unterschrift (Offline wird normales Vorzeigen der Papiere reichen)

      - Identifizierung von Spielern in Offline-Casinos nur, wenn Ein-/Auszahlung (Jetontausch) >2k €

      - wie Banken, Emittenten und Acquirer die Unterscheidung von illegalen und legalen Glücksspielangeboten(transaktionen) vornehmen ist noch unklar


      *ausländisches Konto nur mögl., wenn dieses selben Kennzeichnungspflichten wie im GWG erfüllt



      Ergo gibt es (vorerst, solang Identifizierung legal/illegale Transaktionen @Banken etc unklar) keine Veränderungen für Pokerspieler (<-> MB/NETeller) <-> Bank?



      Hab ich was wichtiges übersehen?
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.832
      Original von cIassic23
      Cliffs also:


      - wohl nicht schon Mitte Sept, sondern erst Herbst/Winter, da ~3 parlamentarische Anhörungen + Überweisung an zuständige Ausschüsse

      - betrifft ansich nur in Dtl. lizensierte Anbieter (Zahlungsgänge nur via Lastschrift, Überweisung, KK, Debit)
      -> zur Registrierung beim Anbieter wird dieses Konto direkt mit einem persönlichem Bankkonto* "verbunden" und geprüft / Verifizierung zudem via beglaubigter Kopie eines Perso/Reisepass / Unternehmens/Handelsregister oder via gültiger elektronischer Unterschrift (Offline wird normales Vorzeigen der Papiere reichen)

      - Identifizierung von Spielern in Offline-Casinos nur, wenn Ein-/Auszahlung (Jetontausch) >2k €

      - wie Banken, Emittenten und Acquirer die Unterscheidung von illegalen und legalen Glücksspielangeboten(transaktionen) vornehmen ist noch unklar


      *ausländisches Konto nur mögl., wenn dieses selben Kennzeichnungspflichten wie im GWG erfüllt



      Ergo gibt es (vorerst, solang Identifizierung legal/illegale Transaktionen @Banken etc unklar) keine Veränderungen für Pokerspieler (<-> MB/NETeller) <-> Bank?



      Hab ich was wichtiges übersehen?
      nö worst case wirds wie bei stars.fr, ansonsten bleibt alles wies ist für absehbare zeit.
    • cJaYfeatYeahRuL
      cJaYfeatYeahRuL
      Einsteiger
      Dabei seit: 23.12.2009 Beiträge: 584
      Das sind doch mal gute Nachrichten
    • Toro90
      Toro90
      Bronze
      Dabei seit: 17.05.2008 Beiträge: 2.419
      Angenommen es geht nur noch über Bankkonto - welche Nachteile entstehen uns da?
    • Furo
      Furo
      Silber
      Dabei seit: 06.04.2007 Beiträge: 11.046
      Original von Toro90
      Angenommen es geht nur noch über Bankkonto - welche Nachteile entstehen uns da?
      Naja, lässt sich sofort feststellen woher die Kohlen kommen und der Staat wird schnell erklären, dass deine Gewinne alle steuerpflichtig sind weil du fetter pro bist und schon zweimal ausgecasht hast :P
    • instaflip
      instaflip
      Black
      Dabei seit: 27.03.2012 Beiträge: 405
      Original von Merlinius
      Kann man nur hoffen, dass Neteller nicht in Eigeninitiative alle deutschen Mitglieder ausschließt...
      warum sollten sie?


      alles in allem hört sich das ja schonmal viel besser an als ich erwartet hab. naja trotzdem abwarten.

      danke euch für die fixe klärung und zusammenfassung! :f_thumbsup:
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Könntet ihr so eine Übersicht nicht mal für die generelle Situation von Onlinepoker erstellen?
      (Wer hier im Forum danach sucht wird so einiges an wertvollen Infos und einiges an Halbwahrheiten finden, aber eine komplette Übersicht gibt es soweit ich weiß bisher nicht)

      Wichtig wären mir, dass folgende Punkte klar ersichtlich sind:

      - Droht jemandem in Deutschland (im schlimmsten Fall) irgendetwas, wenn er Geld auf eine Pokerseite überweist und dort spielt?
      - Ändert sich etwas, sollte er von der Pokerseite auscashen?
      - Wenn er auscasht was gibt es wesentliches zu beachten? (Höhe der Summen, Häufigkeit? Stichwort: "einmaliger Glücksspielgewinn"?)
      - Was ist mit den verschiedenen Auszahlungsmöglichkeiten, gibt es hier gravierende Unterschiede? (Bankkonto, skrill, moneybookers,..., selbst sowas wie Amazon Gutscheine, usw.)
      - Was ist mit Auslandskonten?
      -Ab wann macht es Sinn wegen Poker das Land zu verlassen und im Ausland zu spielen?
      - Was gibt es dabei wesentliches zu beachten und welche Länder bieten sich an?

      Die Liste könnte man sicherlich noch erweitern, derzeit wäre es das war mir so einfällt. Ich fände es einen sehr schönen Service, wenn ihr da mal so eine stichhaltige Zusammenfassung erstellen könntet, damit man weiß woran man ist.
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Ich fürchte, viele der Fragen sind einfach unbeantwortbar. "Droht mir etwas?".
      Die Frage stellen sich Pokerspieler seit 7 Jahren, denke ich. "Scheint nicht so" würde ich sagen, aber es ist in dieser Grauzone unmöglich, juristisch verlässliches zu sagen.

      Die meisten deiner Fragen wären im Bezug auf das Geldwäschegsetzt wohl mit nein zu beantworten, da bisher davon auszugehen ist, dass das Gesetzt nur in Verbindung mit .de Räumen greift.
    • backspin55
      backspin55
      Black
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 3.004
      mal eine neteller spezifische frage die mit den neuen gesetzen in zusammenhang steht.

      neteller is ja ein kanadisches unternehmen. ist das neteller konto rechtlich in canada(auch wenn es in euro läuft, oder ist das konto irgendwo in der EU)?

      wenn ich mit der neteller mastercard in deutschland geld abhebe, bekomme ich das geld dann aus dem ausland?

      beeinträchtigen die neuen gesetze diesen vorgang?
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      Original von backspin55
      mal eine neteller spezifische frage die mit den neuen gesetzen in zusammenhang steht.

      neteller is ja ein kanadisches unternehmen. ist das neteller konto rechtlich in canada(auch wenn es in euro läuft, oder ist das konto irgendwo in der EU)?

      wenn ich mit der neteller mastercard in deutschland geld abhebe, bekomme ich das geld dann aus dem ausland?

      beeinträchtigen die neuen gesetze diesen vorgang?
      von der neteller seite
      http://www.neteller.com/about/

      Because we’re authorised by the Financial Services Authority in the UK, we maintain the highest standards across our business and services around the world. Our industry-leading physical and electronic security measures and Anti-Money Laundering protocols ensure our members are protected as far as possible from identity theft and fraud

      kurz:
      neteller ist zwar ein kanadisches unternehmen unterliegt aber den regularien
      der FSA in UK und muss danach handeln, also ist es nichts anders als wenn du dein geld bei einer UK bank hast oder bei moneybookers