deep preflop broke gehen!?

    • YouFloppedMyNuts
      YouFloppedMyNuts
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2008 Beiträge: 180
      kp, obs das richtige forum is...

      mich würd ma interessiern, ab wieviel bb ihr pre mit kings, queens und AKs/o gegen unknown nicht mehr broke geht! besonders mit kings würds mich interessiern! bin da recht unsicher und quitte bei zoom meist tische nach nem double bzw ab ca 170bb und setz mich unmittelbar erneut mit 100bb dran!

      vielen dank schonmal für eure antworten!
  • 13 Antworten
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.742
      Kommt natürlich drauf an wie deep, aber gegen wirklich Unknown spiele ich dann lieber mit einer sehr starken Hand wie AK, KK, QQ Postflop weiter. Gerade dann kann man sich noch einige Edge herausarbeiten.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      kann das was mein Vorposter gesagt hat nur unterstreichen.

      Auf hohen Limits, wo sehr, sehr viel ge3bettet und ge4bettet wird muss man die Premiumhände in diesen Ranges drin haben, um eben nicht exploitbar zu sein (weil man sonst auf reraises zu oft folden müsste).
      Auf den kleinen Limits gilt fast das Umgekehrte. Weil die allermeisten nur Premiumhände reraisen preflop und ab und an mal nen bluff dabei haben, lesen die Gegner deine Range wenn du eben genauso spielst nahezu optimal und werden nicht mehr sonderlich viele Fehler gegen dich machen.
      Ein Weg das zu vermeiden ist schlicht und ergreifend deine 3bet Range fast ausschließlich aus bluffs bestehen zu lassen, solange du weiterhin nur 5% 3bettest oder so wird dich jeder auf AQ+,TT+ readen, auch wenn keine einzige dieser Hände in deiner Range liegt.
      Wenn du stattdessen die Premiumhände nur coldcallst wird deine coldcall Range viel stärker und du bekommst oft postflop noch Geld von schwächeren Händen die auf eine 3bet alle gefoldet hätten. (Natürlich musst du dann auch das eine oder andere Mal KK auf nem Axx Flop folden, aber insgesamt wird es dennoch deutlich +EV sein, weil deine Range einfach so viel Equity hat.

      Mit dieser Strategie umschifft man dann auch diese Ekelspots, wo man KK aus dem BB 3bettet und MP 4bettet >200bb deep sehr hoch und man weiß nicht was man machen soll... ;)
    • YouFloppedMyNuts
      YouFloppedMyNuts
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2008 Beiträge: 180
      okay, ersma danke für eure antworten!

      versteh ich das richtig, ihr tendiert in solchen spots eher dazu, die 4bet von villain nur zu callen bzw gar nich ers zu 3betten!? auch in situationen, in denen ihr oop spielt, bspw im BvB? oder könnt ihr mal so konkrete zahlen respektive deepness nennen, ab denen ihr so verfahrt?

      dankö :)
    • Schnafffke
      Schnafffke
      Global
      Dabei seit: 28.10.2011 Beiträge: 1.887
      @ Scoop:

      du möchtest also depolarisiert bluff 3betten ( also keine Valuehand) ... find den Gedanken interessant. Wie adaptest du, wenn du AA gecallt hast und dann payoff bekommen hast ... 3 bettest du dann gegen diesen Gegner depolarisiert for value? oder spielst du dann polarisiert? Oder wartest du dann, bis er adaptet und ständig 4 bets rausballert und extrem vorsichtig wird wenn du callst?
    • eslchr1s
      eslchr1s
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2009 Beiträge: 5.162
      auf den limits die scoop spielt wird keiner realisieren das er da premiums nur coldcalled und nur crap 3bettet....

      finde das in gewissen situationen gut und vllt sogar max ev premiums nicht zu 3betten. utg+ 1 vs utg würde ich aber zB fast immer 3betten, da ich nicht multiway spielen will.
    • Penishaubize
      Penishaubize
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 4.882
      Original von eslchr1s
      auf den limits die scoop spielt wird keiner realisieren das er da premiums nur coldcalled und nur crap 3bettet....
      Man munkelt, dass er inzwischen bis NL200 spielt. Denk mal schon, dass die da sowas picken ~~.
    • tehil1901
      tehil1901
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2010 Beiträge: 888
      munkelt wer ?
    • knorki
      knorki
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2008 Beiträge: 6.647
      Der legendary Graph ist aber noch ausgeblieben :D

      Bis NL10 hatte ich glaub ich 3bet 2% oder so ^^
    • philwen
      philwen
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2007 Beiträge: 5.601
      Original von Scooop
      kann das was mein Vorposter gesagt hat nur unterstreichen.

      Auf hohen Limits, wo sehr, sehr viel ge3bettet und ge4bettet wird muss man die Premiumhände in diesen Ranges drin haben, um eben nicht exploitbar zu sein (weil man sonst auf reraises zu oft folden müsste).
      Auf den kleinen Limits gilt fast das Umgekehrte. Weil die allermeisten nur Premiumhände reraisen preflop und ab und an mal nen bluff dabei haben, lesen die Gegner deine Range wenn du eben genauso spielst nahezu optimal und werden nicht mehr sonderlich viele Fehler gegen dich machen.
      Ein Weg das zu vermeiden ist schlicht und ergreifend deine 3bet Range fast ausschließlich aus bluffs bestehen zu lassen, solange du weiterhin nur 5% 3bettest oder so wird dich jeder auf AQ+,TT+ readen, auch wenn keine einzige dieser Hände in deiner Range liegt.
      Wenn du stattdessen die Premiumhände nur coldcallst wird deine coldcall Range viel stärker und du bekommst oft postflop noch Geld von schwächeren Händen die auf eine 3bet alle gefoldet hätten. (Natürlich musst du dann auch das eine oder andere Mal KK auf nem Axx Flop folden, aber insgesamt wird es dennoch deutlich +EV sein, weil deine Range einfach so viel Equity hat.

      Mit dieser Strategie umschifft man dann auch diese Ekelspots, wo man KK aus dem BB 3bettet und MP 4bettet >200bb deep sehr hoch und man weiß nicht was man machen soll... ;)
      interessanter ansatz - vorallem für early postions ganz nice (SH MP 3bet vs UTG zB).
      wenn du aber BU gegen CO 3bettest is doch deine 3betrange viel größer, da kannst du doch nicht 7-8% crap 3betten? ^^
    • Skyhand
      Skyhand
      Global
      Dabei seit: 04.09.2006 Beiträge: 2.057
      Würd mich auch interessieren.
      Sind die 3bets überhaupt profitabel, wenn in deiner 3bet Range fast nur Crap ist und du Profit nur aus FE ziehen kannst?
    • philwen
      philwen
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2007 Beiträge: 5.601
      Original von Skyhand
      Würd mich auch interessieren.
      Sind die 3bets überhaupt profitabel, wenn in deiner 3bet Range fast nur Crap ist und du Profit nur aus FE ziehen kannst?
      im fall von early positions müsste das auf jeden fall gut möglich sein (mal angenommen gegner adapten das nich allzu schnell)

      mal ganz davon abgesehen dass es wahrscheinlich allein durch FE und contibet FE schon +EV ist, erhöht man den EV von den tophänden um einiges wenn man sie nur callt...
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      kommt alles natürlich immer auf die konkreten Umstände an...

      aber um mal das Limit auf NL10 zu setzen, so ist meine Erfahrung hier, dass auf 3bets (IP) pre zu 70-90% gefoldet wird und auf ne 1/2 Pot cbet nochmal zu 66% - d.h. deine Hand ist in 9 von 10 Fällen absolut irrelevant und im Grunde ist es fast zu schade in dem spot Aces zu halten, dann doch lieber K7s oder eine ähnliche schöne Hand.
      Und der playerpool auf diesen Limits ist so groß und weak, dass es fast ausgeschlossen ist, dass jemand deine Strategie durchschaut, eben weil man erstens zu selten gegeneinander in diesen spots ist und es dann auch noch superselten nen SD gibt. Und gibt es doch mal einen und er sieht ne Hand wie A4s bei dir, dann wird er sich denken, aha er blufft also AUCH - dass du NUR bluffst ist wie gesagt fast unmöglich rauszufinden.
      Dazu müsste der playerpool viel kleiner sein, man sehr viele Hände gegeneinander spielen und die Leute müssten aus showdowns die richtigen Schlüsse ziehen, was kaum einer auf diesen stakes macht.

      Bis wann man einen so extrem auf reinen exploit (exploit der tightness in 3bet spots, + mangelndes 4bet game) ausgerichteten Ansatz fahren kann und ab wann es Gegner geben wird die anfangen das zu ahnen und ernsthaft(!) backzuplayen (sehr sehr viel 4betten, kaum folden postflop) will ich nicht wagen zu behaupten, ich denke selbst auf NL100 funzt so eine Strategie gegen die allermeisten immer noch sehr gut, aber das kann ja jeder selbst rausfinden. :P

      Beispiel für ne 10% calling range am BU gegen CO openraise:
      88+, ATs+, KTs+, QTs+, J9s+, T8s+, 98s, 87s, AQo+, KQo

      3bet range 10% "bluffs only" für diesen spot:
      77-22, A9s-A2s, K9s-K2s, 76s, 65s, 54s, AJo-ATo

      easy game ;)
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.742
      Original von Skyhand
      Würd mich auch interessieren.
      Sind die 3bets überhaupt profitabel, wenn in deiner 3bet Range fast nur Crap ist und du Profit nur aus FE ziehen kannst?
      Wenn die Gegner es wissen und ausnutzen ist es natürlich Mist, aber wenn du es richtig spielst, ist es eine Waffe. Vorallem setzen viele Gegner dich auf AK, QQ+ und greifen dann eventuell auch falsch an, da sie dir niemals zB. 87s geben. Auf der anderen Seite kannst du auf einem Ahigh oder Khigh Board Contibetten, da diese Karten ja eigentlich zu deiner Range passen sollten und du wieder viel FE hast. JEDER bekommt beigebracht womit man 3bettet, also warum nicht anders machen? Deine Geschichte muss nur zu dem Gedankengang vom Gegner passen.

      Und gerade im Deep Play (200bb+) liegt man meistens mit KK hinten, wenn es Preflop AllIn geht.

      PS: Funktioniert etwas abgewandelt auch gegen viele gute Regs auf NL200 Zoom!