Fish 'n' Chips

    • cresspahl
      cresspahl
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2005 Beiträge: 370
      Vorher saß ich an einem .5/1-PP-Tisch, zu meiner Rechten ein Typ mit knapp 100% Flop-seen-Rate.
      Dieser gewann, ich übertreibe nicht, 12 Hände in Folge, die meisten mit einer am River vervollständigten straight, gutshot versteht sich.

      Seit geraumer Zeit stelle ich fest, daß ich an sehr loosen Tischen keine Chance habe. Einer von fünfen schlägt mich immer und von checkraises, 3-bets oder ähnlichem lassen sich diese Spieler nicht beeindrucken, solange sie zwei Karten in der Hand halten. Es wird munter gedrawed und durch meine Aggression werden diese Spiele bisweilen sehr teuer. Klar, wenn man einen Pot gewinnt, dann schnappt man auch mehr, aber es gehen einfach zu viele "gewonnene" Hände verloren.

      Auf der anderen Seite komme ich auf diesem Level mit den versierteren Spielern deutlich besser zurecht.
      Es gibt z.B. diese Sorte von trickreichem Spieler, bei der man durch check behinds eine Menge Kohle spart und zudem in psychologischen Vorteil kommt, weil diese sich darüber ärgern, ihren geliebten checkraise nicht ansetzen zu können. Und mit der nötigen Aggression kann man an diesen Tischen etliche Pötte schnappen, die einem gar nicht gehören.

      Mich würde interessieren, ob Ihr ähnliche Erfahrungen habt?!
  • 7 Antworten
    • dayero
      dayero
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2005 Beiträge: 1.723
      Original von cresspahl
      Mich würde interessieren, ob Ihr ähnliche Erfahrungen habt?!
      kurzfristig ja. langfristig nimmt man fische aber immer gut aus. vielleicht überziehst du deine hände einfach, insbesondere bei made hands wie top pair oder overpair muss man in multiway pötten auch schon mal auf die bremse treten oder auch folden.
      auch continuation bets sind gegen fische nicht immer angezeigt.
      nur mal so als anregung ;)
    • cresspahl
      cresspahl
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2005 Beiträge: 370
      Original von dayero
      Original von cresspahl
      Mich würde interessieren, ob Ihr ähnliche Erfahrungen habt?!
      kurzfristig ja. langfristig nimmt man fische aber immer gut aus. vielleicht überziehst du deine hände einfach, insbesondere bei made hands wie top pair oder overpair muss man in multiway pötten auch schon mal auf die bremse treten oder auch folden.
      auch continuation bets sind gegen fische nicht immer angezeigt.
      nur mal so als anregung ;)


      Erstmal danke. Continuation bets habe ich an diesen Tischen längst aufgegeben, aber top und over pair bette ich natürlich. Aufgrund der vielen Gegner werde ich eben oft am River überholt, irgendeine straight bzw. irgendein flush geht meistens.

      Ich frage mich vielmehr, ob es nicht sinnvoll ist, sein Spiel an diesen Tischen umzustellen, also z.B. AK nicht mehr zu cappen und stattdessen z.B. mit A2s early zu limpen.
    • GPLegend
      GPLegend
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 159
      Also Conti-Bets interessieren die Fische schon mal gar nicht. Egal ob am Flop oder Turn.

      Trotzdem empfiehlt es sich weiterhin streng nach SHC zu spielen. Mit A2s aus UTG zu limpen ist zwar verlockend gegen diese Typen aber trotzdem holt man aus der Hand/Position zu wenig Value raus.
      Und AK ist immer CAP!
      Allerdings habe ich gerade gegen diese Fische und Maniacs mit AK einen hohen Verlust eingefahren, weil Sie sich eben nicht aus der Hand drängeln lassen. Wenn man Flop nix trifft, weg damit.

      Wie sagt Hilger in ITH?!

      "AK is a strong starthand, but don't get married with it"
    • cresspahl
      cresspahl
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2005 Beiträge: 370
      Original von GPLegend

      Mit A2s aus UTG zu limpen ist zwar verlockend gegen diese Typen aber trotzdem holt man aus der Hand/Position zu wenig Value raus.

      Woher weißt Du das?

      Sorry, ich verstehe es nicht...

      An diesen Tischen gewinnt man nach meiner, zugegeben und glücklicherweise eher seltenen, Erfahrung vorzugsweise mit Flushs, Straights und Sets. Paare reichen viel seltener als gegen tighte Gegner.
      Da preflop sowieso kaum geraist wird, kann man doch mit drawing hands, mit denen man laut SHC ansonsten erst in middle position einsteigt, auch vorher limpen.
    • GPLegend
      GPLegend
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 159
      PreFlop wird nicht geraist? An welchen Tischen spielst Du denn?

      Das Problem mit A2s ist eben, dass Du nur mit Flush- oder Straightlastigen Boards weiter kommst. Kommt der Flop nicht wie gewünscht wirst Du von jedem anderen Axs oder Ax dominiert. Sollte sich die Straight verwirklichen, zeigt Dir jeder Maniac mit seiner 67 die lange Nase oder Du musst den Pot teilen.
      Eben weil die Fische sehr sehr gerne Connectors spielen. Die Blinds sind ebenfalls eine große Gefahr, weil man den Flop ja billig sehen kann.
    • cresspahl
      cresspahl
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2005 Beiträge: 370
      Ich spiele morgens zum Kaffee (so ab sieben Uhr), und es ist keine Seltenheit, daß an manchen
      .50/1-Tischen nur in 10% der Fälle preflop geraist wird. Eine Hand dauert doppelt so lange wie an einem "normalen" Tisch, weil im Schnitt sieben Leute mitspielen. Grundsätzlich sollte man ja froh sein, an einem derartigen Tisch zu landen, dennoch meine ich, dort anders agieren zu müssen.

      Die Probleme von A2s sind mir schon klar, ist für mich hauptsächlich eine flush-draw-hand, die dann aber auch die nuts liefert.
      Veritable Probleme bekomme ich übrigens auch mit Händen wie 99, die ich an einem tighten Tisch sehr schätze. Wenn man kein set macht, verliert man oft genug, weil A4o etc. bis zum River durchgecallt werden.
      Vielleicht bin ich auch ein wenig bekloppt, weil ich zwei sessions in Folge an derartigen Tischen -5BB gemacht habe, dennoch denke ich, kann man sich darüber Gedanken machen, ob man sein Spiel je nach Tischtyp etwas anders justieren muß.
    • GPLegend
      GPLegend
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 159
      Mit den kleinen und mittleren Pocket Pairs stimme ich Dir zu. Auf tighten Tischen kann man die Dinger wesentlich einfacher nach Hause bringen.