[SNG] HU SNG Defendig Ranges im BB ermitteln

    • hammergpd
      hammergpd
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 2.246
      Hallo zusammen,

      in HU SNG Einsteigervideos hört man immer wieder, dass man z.B. vs 75% Open Raisining Range aus dem SB mit 3BB Raise 30% im BB defended werden sollte.

      Ich hab mich dann gefragt wie man zu diesen 30% kommt und mit dem Equilator gesehen, dass wenn ich über das Handrangetool eine mindest EQ von 50% angebe ich etwas mehr als 30% erhalte. Ich bezweiflte dann aber stark, dass dies der richtige Lösungsweg gewesen sein kann, weil ich ja vs. 2x Raise mehr defenden muss. Daher habe ich im zweiten schritt mal die Pot Odds bzw. die dadurch entstehende Equity herangezogen um die defendig Range im BB zu ermitteln d.h. MIndestequity bei 3x bzw. 2x Raise. Bei 2x kam dann any two heraus und bei 3x 95%.

      Das Ergebnis kann natürlich nicht stimmen. Daher stelle ich mir nun die Frage:
      Wie ermittle ich mein BB Defending Range gegen eine bestimmte Raisesize + Openraising Range.

      thx 4 help bzw. input
  • 7 Antworten
    • hammergpd
      hammergpd
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 2.246
      keine eine Antwort/Kommentar oder Ansatz perat?
    • Trimmi110
      Trimmi110
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2009 Beiträge: 862
      Wenn du eine Mindest-Equity von 50% anstrebst, sind es imo um die 35% defending Range, wobei mir das gegen nen 75% SB Openraiser zu tight wäre.
    • hammergpd
      hammergpd
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 2.246
      Original von Trimmi110
      Wenn du eine Mindest-Equity von 50% anstrebst, sind es imo um die 35% defending Range, wobei mir das gegen nen 75% SB Openraiser zu tight wäre.
      ich bin ganz deiner Meinung. Genau aus dem Grund wollte ich ja wissen wie man an die Fragestellung der Defindingrange im BB in Abhängigkeit von OR+Raissize mathematisch herangeht.
    • itSmIn3z
      itSmIn3z
      Black
      Dabei seit: 17.09.2008 Beiträge: 2.524
      Erster Step ist, dass du deinem Gegner keinen Autoprofit-Spot ermöglichen willst. D.h. wenn er 3x openraised investiert er 2,5bb um 1,5bb zu gewinnen. Aus seiner sicht ist das also automatisch profitabel any2 zu 3x openraisen, wenn du weniger als 37,5% defendest.
      Bei 2x dementsprechend 50% usw....

      Diese Marke kann man also erstmal als Richtlinie verwenden. Wie weit du dann die Grenze nach oben/unten verschiebst ist von vielen Faktoren abhängig, wie:

      seine tatsächliche OR-Range
      seine Postflopspielweise (cbet, barreling, foldto cr, donks etc. pp)
      dein eigner Postflopskill (bzw. deine Edge gegen ihn)

      Man kann da nichts stur festlegen, sondern muss man eben nach und nach selber rausfinden was man gegen den Gegner profitabel spielen kann, aber die obige Rechnung sollte eine gute Richtlinie sein.
    • JayGatsby
      JayGatsby
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 27.07.2006 Beiträge: 8.968
      Sehe das prinzipiell genau wie Itsmin3z.

      Die Herangehensweise mit Equilab halte ich für grundlegend falsch, da es um Playability bzw. Equity am Flop geht, nicht um Showdown-Equity (Neben Faktoren, wie Itsmin3z sie beschrieben hat).

      Du kannst die Flopequities mit diesem Tool hier raufinden:

      http://www.propokertools.com/simulations
    • hammergpd
      hammergpd
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 2.246
      Hallo itSmIn3z,

      danke für deinen Input. Eine Richtlinie mit mathematischen Hintergrund ist das was ich gesucht habe.

      @JayGatsby danke den Link werd ich mir mal ansehen

      cu
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ein Fehler den du gemacht hast bei der defending Range ist die gesamte Equity der Range die du callen willst gegen Villains openraiserange zu berechnen.
      Sickerweise kommt man dann in der Tat auf 100% coldcall gegen minraises bzw. 95% gegen 3x. :f_eek:
      Abgesehen davon, dass dabei vernachlässigt wird, dass du ja deine Equity so nie realisieren kannst, sondern vorher noch 3 streets OOP spielen musst, was diese Zahlen ohnehin mehr als fraglich erscheinen lässt, musst du bedenken, dass du die Equity jeder einzelnen Hand gegen Villains Range rechnen musst.
      Obv hat z.B: AA immer genug Equity und ist massiv +EV, das ist ja klar und alle anderen sehr starken Hände in der Regel auch, aber Hände wie J3o oder 73o usw, usw. haben eben nicht genug Equity und sind -EV, diese dennoch zu spielen mag die Gesamtrange weiterhin +EV lassen, verringert aber deinen EV erheblich.

      als Beispiel:
      Villain openraist diese 85,5% Range am BU:
      22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J2s+, T2s+, 92s+, 82s+, 72s+, 62s+, 52s+, 42s+, 32s, A2o+, K2o+, Q2o+, J2o+, T5o+, 95o+, 85o+, 74o+, 64o+, 53o+, 43o

      dann ist laut Equilab die defending Range bei exakt mind. 50% Equity diese:
      33+, A2s+, K2s+, Q5s+, J8s+, T9s, A2o+, K4o+, Q8o+, J9o+ (sind 40,12%)

      Dabei ist allerdings nicht mitbedacht, dass du ja ggf. auch 3betten willst, eventuell auch bluff3betten und nicht jede Hand die gute Equity hat, ist auch gut spielbar, (beispielsweise ist K4o OOP zu spielen, alles andere als ne Freude, dafür fehlen alle kleinen SCs in der Range, weil sie zu selten starke Hände floppen, aber wenn sie welche floppen spielen sie sich viel besser als K4o...)

      Also zusammengefasst:
      es ist durchaus nicht ganz sinnlos sich mit so Equitytools zu befassen, um eine grobe Vorstellung der Ranges zu bekommen, aber du solltest die rein nach Equity ausgerechneten Ranges nie einfach übernehmen, sondern dir selber Gedanken machen und die Ranges nur als grobe Orientierung nehmen.