Coldcalling Range bestimmen

    • Maskoe
      Maskoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 2.010
      Hi

      Frage steht im endeffekt im Titel, wie bestimme ich meine cc range? Also bisher call ich halt eher nach gefühl und erfahrung aber woran mach ich fest, dass ich zb KQs IP vs CO callen kann?
      Brauche ich 50% vs die opening range?

      Es gibt einfach viel zu viele faktoren, hab ich das gefühl. Position, Domination, Skill, Gegnertendenzen, Blindtendezen, Equity, implieds... ich vergess bestimmt noch n paar.

      Oder ist die einzige möglichkeit 100k hands spielen und dann filtern?
  • 3 Antworten
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Maskoe
      Es gibt einfach viel zu viele faktoren, hab ich das gefühl. Position, Domination, Skill, Gegnertendenzen, Blindtendezen, Equity, implieds... ich vergess bestimmt noch n paar.
      So sieht es aus.

      Einfach aus Interesse: Wie kommst du zu der Annahme, dass du 50% gegen die OR-Range brauchst?

      Gilt dass für AJ, 67s oder 55 denn auch? Hast du dich da jemals drum gekümmert? ;)

      Letztlich ist es aber so, dass NL nun mal ein Postflop-Play ist. Grob gesagt: Du kannst Preflop die Hände "spielen" (in diesem Fall also coldcallen), die du Postflop +EV spielen kannst (aufgrund der vielen genannten Faktoren, u.a. natürlich Position und Gegner).

      Ebfalls wichtig sind die noch folgenden Gegner (kommen häufig MW-Pötte zustande, sind viele Squeezes zu erwarten).


      Original von Maskoe
      Oder ist die einzige möglichkeit 100k hands spielen und dann filtern?
      Die ist letztlich eine Option um sowas herauszufinden.

      Es reicht aber auch aus, Hands dabei zu haben die grob break even laufen.

      Gutes Beispiel sind dafür bspw. die suited Connectors, die longterm meistens nicht großartig +EV laufen. Aber diese Hände in seiner Range zu haben machen einen etwas unlesbarer und gefährlicher (stell dir mal vor dein Gegner würde wissen dass du gar keine SCs spielst, da kannst du häufig ja gar nix verkaufen).

      Letztlich hast du Hände dabei die break even laufen oder gar knapp im Minus sind, dich dafür aber unlesbarer machen und du aufgrund deiner weiteren Range mit anderen Hände mehr Gewinne einstreichst.

      Dazu alternatives Beispiel: Wer verdammt viel 3-bettet, macht mit seinen Bluff-3-bets mit A9o zwar nicht zwangsweise Gewinn, aber er gewinnt verdammt viel mit seinen Queens (und natürlich Kings und Aces...), die viel häufiger ausbezahlt werden als bei jemanden der nur 2% longterm 3-bettet...
    • Maskoe
      Maskoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 2.010
      Bei 50% dacht ich mir einfach, wenn wir gegen seine Pre Range schon vorne sind, können wir ja postflop kaum verlieren longterm. Ja ist sehr einfach gedacht und lässt viele faktoren raus, aber ich dachte ich erwähn einfach mal alles was mir einfällt.
      ich weiß zwar das PPs keine 50% haben, aber die haben dafür ja deutlich bessere implieds als ein KQo.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Maskoe
      Bei 50% dacht ich mir einfach, wenn wir gegen seine Pre Range schon vorne sind, können wir ja postflop kaum verlieren longterm.
      Wenns so einfach wäre... :D

      Die Preflop-Equity spielt im Grunde gar keine Rolle. Die Playability Postflop (erst da gehts um 100BB [sofern du Preflop nur coldcallst]) und die daraus resultierenden Implieds machen den Hauptanteil aus.

      Mir gings auch darum, wenn du schon mit Equity argumentierst, brauchst du für einen Call ja nie 50%.

      Aber der Hauptsatz: Preflop-Equity spielt für die Entscheidung eine Hand zu coldcallen keine Rolle.