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[INFO-Thread] Staking ABC für MTT-Stakings

    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.871
      Disclaimer:
      Staking ist eine sehr komplexe Angelegenheit, die nicht in einem kurzen how-to-do-Artikel abgehandelt werden kann. Wenn ihr folgendes beachtet, vermeidet ihr meiner Meinung nach die gröbsten Fehler. Nicht mehr nicht weniger.

      Staking ABC

      A) Stakingsprache

      Staken
      - NICHT "stacken"
      - (Flapsig ausgedrückt): Ein für seine Games nicht ausreichend ge-rolled-er Spieler wird fremdfinanziert und muss dafür einen Teil seiner möglichen Gewinne abgeben.

      Staker = Investor
      (auch Backer)

      Stakee = Spieler, in den investiert wird.
      (auch Horse)

      Cut
      Prozentuale Aufteilung der Winnnings zwischen Staker und Stakee.
      Bsp 80/20: Staker bekommen 80% der Winnings, Stakee bekommt 20%.

      Stakeback
      Begriff tritt idR in Verbindung mit Deals auf, bei denen Winnings prozentual gecuttet werden.
      Der Cut greift aber erst sobald das ursprüngliche Investment an den Staker zurückgezahlt wurde = Stakeback.

      Mark-up (MU)
      Aufpreis aufs Buy-in, der aufgrund von hohem erwarteten ROI dem Staker in Rechnung gestellt wird. Üblicherweise (aber nicht zwangsweise) wird erwarteter ROI durch zwei geteilt:
      Bsp: Spieler A spielt das Angebot mit erwarteten 30% ROI.
      30% / 2 -> 15% ROI für jeden.
      Spieler A kann also einen Aufpreis auf sein Buy-in von 15% verlangen bzw er multipliziert das Buy-in mit dem Faktor 1,15.

      Make-up
      Nicht zu verwechseln mit Mark-up.
      Bei einem Staking mit Make-up Klausel garantiert der Stakee dem Staker, dass sein Investment mindestens break-even endet.
      Wenn das Staking nach Ablauf der eigentlichen Stakingdauer nicht mindestens break-even ist, muss weitergegrindet werden bis dies erreicht ist, solange dies vom Staker gewünscht wird.


      B) Stakingdeals und deren Fairness

      Wann ist ein Deal fair?
      In der Regel steht und fällt die Angemessenheit jedes Angebots mit eurer Einschätzung vom Skilllevel (erwarteten ROI) des Stakees in Kombination mit der Höhe des Cuts bzw Mark-ups.

      Im Folgenden möchte ich mal auf die Standarddeals eingehen, die hier im Forum weit verbreitet sind:

      1. Tagesschedules mit Cut+SB

      Es hat sich mittlerweile so eingebürgert, dass die meisten Tagesangebote Schedules sind, die mit Cut+Stakeback verkauft werden.
      Das Problem ist:
      GEFÜHLTE >90% DIESER DEALS HABEN DEN CUT NICHT ANSATZWEISE VERDIENT!!!´

      Wieso das?
      Eigentlich könnte man sich ja denken, dass, wenn ein Stakee Winningplayer ist, eine Vielzahl an Cuts in Ordnung gehen könnten. Je mehr der Stakee drauf hat, desto höher sollte der Cut sein.
      JEIN! Prinzipiell stimmt das natürlich schon, nur stimmt in vielen Fällen die Verhältnismäßigkeit überhaupt nicht.
      Im Folgenden mal einige Cuts (ohne Stakeback!) und deren Implikation auf den allover ROI, den ein Stakee auf den Schedule haben sollte:



      Bei den Must-have-ROIs gehe ich von einer Aufteilung des erwarteten ROIs zu 50/50 aus.
      Selbstverständlich können Staker und Stakees hier auch eine andere Verteilung wählen.

      Wie im Chart beschrieben, wird hier das Stakeback (SB) aber noch gar nicht berücksichtigt.
      Dies ist natürlich verschieden viel wert, abhängig von:
      - Anzahl der Turniere, da eine hohe Anzahl der Turniere auch die Chance erhöht das ein Schedule im Plus landet.
      - Struktur der Turniere:
      Auf Regspeed Turniere ist ein höherer ROI möglich als auf Turbos.
      Wenn ein Schedule bspw 15 Turniere und davon 10 Turbos enthält, ist er sehr turbolastig und hat vermutlich keinen 80/20 Deal verdient, da dieser 50%ROI abzüglich SB-Wert impliziert, jedoch auf Turbos von den meisten durchschnittlich guten Spielern wohl nicht mehr als 25% erreicht werden. Und ob die 5 Regspeeds die Diskrepanz von geschätzten 20%+ ausgleichen, ist fraglich.
      - Verteilung der Höhe der Buy-ins:
      Je homogener die Höhe der Buy-ins ist, desto weniger hängt der Erfolg des Stakings von einzelnen Turnieren ab, ergo SB ist mehr wert.
      Allerdings variieren die Buy-ins gerade Sonntags in vielen Schedules zwischen 5$ und 215$ mit einem Durchschnitts-Buy-in von etwa 25$, sodass das 215$ Turnier schon sehr entscheidend wird, ergo das Gesamt-SB weniger wert ist, weil die Gewichtung auf wenigen, teuren Turnieren liegt.
      - Größe der Teilnehmerfelder
      Je größer die durchschnittlichen Teilnehmerfelder der Turniere, desto weniger ist das Stakeback wert.
      Allerdings steigt mit der Größe des Teilnehmerfeldes auch der erwartete ROI.
      Bsp. 11$ regular mit 3k$ gtd VS. Bigger11 mit 120k$ gtd.

      Somit abhängig von obigen Punkten muss der Wert des SBs eingeschätzt werden, wobei allgemein doch der Grundsatz gilt, dass SB für Tagesschedules (mit idR ~20 Turnieren) eher wenig wert ist (vielleicht um die 5%-7,5%? = !Meine persönliche Handhabung! Würde mich hier zu begründeten Kommentaren freuen.).
      Wesentlich bleibt also obige Tabelle und die Abschätzung des Stakee-ROIs.

      Dazu noch eine Anmerkung zum ROI und dessen Abschätzung:

      Ihr könnt den ROI, den ihr auf OPR (http://www.officialpokerrankings.com) oder anderen Trackingseiten findet nicht gleichsetzen mit dem zu erwartetenden ROI, den ein Stakee auf sein Angebot hat.
      Bei der riesigen Varianz bei MTTs mit großen Teilnehmerfeldern hat man den True-ROI vermutlich erst nach zehntausenden Games annähernd erreicht, wobei es hier das Problem gibt, dass zehntausende Games über eine so lange Zeit stattfinden müssten, dass ein Großteil der Statistiken nicht mehr verwertbar sind, weil sich ja auch die allgemeine Spielerstärke weiterentwickelt.
      (Bsp 50% ROI im Jahr 2008 sind sehr ungleich mit 50% ROI 2012.)
      D.h. man kommt in jedem Fall um eine Abschätung des zu erwartenden ROI nicht herum.
      Ein sehr kompetenter Spieler könnte vermutlich über detailliertes Handreview mit dem Stakee eine annähernde Abschätzung der Fähigkeiten machen und daraus auf den zu erwartenden ROI für das Angebot schließen.

      Das lässt somit die notwendigen ROIs und somit fairen Cuts bei Tagesschedules nochmal viel schwer einzuschätzen werden und ich bin der Meinung, dass im Zweifel der Stakee mit seinem Angebot dem Staker entgegen kommen sollte.
      Bsp. Ein guter Spieler hat 40% OPR-ROI auf 2k Games und nimmt dementsprechend ein MU von 1,2 (20%). Allerdings sind 2k Games absolut keine Samplesize und sollte der 40% ROI bspw. in einem Turbo Turnier erreicht worden sein, ist das MU von 1,2 vermutlich nicht angebracht und sollte eher Richtung 1,10 bis 1,15 gehen.
      Somit ist eine maximale Ausnutzung des Cuts oder MUs in vielen Fällen wohl fraglich.

      In anderen Fällen kann es natürlich auch sein, dass der OPR ROI eines Stakees bei 0% liegt, er aber eigentlich ein sehr schlecht runnender Überskiller ist und hohe MUs bzw Cuts verdient hat.

      Wesentlich ist immer die differenzierte Betrachtung eines Angebots! Pauschal kann ich hier nur Denkanregungen geben.

      Was man sich meiner Meinung nach auch immer fragen sollte, wenn ein Stakee behauptet für einen Schedule 40% ROI oder mehr zu haben (impliziert bei 80/20, 20+ Turniere, nicht turbolastig, halbwegs gleichverteilte BI-Höhe, gleichverteilter Staking EV), wieso ein solch fähiger Spieler sich überhaupt staken lässt.
      Oder ob möglicherweise seine Selbsteinschätzung nicht ganz mit seinen Fähigkeiten mithält.

      2. Longtermschedules mit Cut+SB

      Bei longterm Deals mit 500+ Games verringert sich das Verlustrisiko für die Staker natürlich auch entsprechend, sodass der Stakee einen höheren Cut verlangen darf.
      Allerdings sollte man auch hier im Rahmen bleiben, grade für MTTs sind 500 Games absolut keine Samplesize und es kann eigentlich immer noch alles passieren.

      Wesentlich sollte hier also sein, dass man sicher davon ausgehen kann, dass der Stakee seine Games entsprechend schlägt.
      Hier allgemeingültige Tips zu geben ist mir unmöglich.

      3. MU-Deals

      Persönlich halte ich MU-Deals für am transparentesten, da bei ihnen idR jedem Turnier ein spezifisches Mark-up zugeordnet wird, sich der Staker also genau anschauen kann, ob seiner Meinung nach der Stakee den jeweilig notwendigen ROI auf das Turnier haben könnte.
      Allerdings sollte man sich hier ganz genau anschauen, ob das MU für die einzelnen Turniere Sinn macht bzw. zumindest allover fair ist.
      Bspw könnte ja Turnier 1 überbewertet sein, dafür Turnier 2 unterbewertet.


      C) Staking Bankrollmanagement

      Ich denke fürs BRM bei Turnier Stakings kann das ganz normale MTT-BRM angewandt werden mit leichter Abwandlung:

      IdR macht meiner Einschätzung nach für einen "Durchschnitts-Reg" eine BR von etwa 300 (+-100/200/...) Durschschnitts-BIs Sinn um longterm MTTs zu spielen ohne bei jedem kleinen Downer schon das broken vor Augen zu haben.
      Dies ist natürlich sehr abhängig von der Risikobereitschaft des Spielers und der Turniere, die er spielt (Struktur, Teilnehmerfeld, Stärke des Teilnehmerfelds usw).

      Sollte nun wie oben empfohlen, der expected ROI des Stakees durch zwei geteilt und auf Staker/Stakee verteilt werden, macht es denke ich Sinn ein doppelt so großes BRM zu fahren, also 600 Stacks (+-200/400/...) mit der Vorraussetzung, dass der Stakee ebenfalls ein "Durchschnittsreg" mit "Durchschnitts-ROI" ist.

      Wichtig ist hierbei für ernsthafte Staker, dass Staking-BR und Poker-BR nicht vermischt werden dürfen bzw. die Gesamt-BR so groß ist, dass beide BRMs eingehalten werden können, ohne dass sich die Bereiche überschneiden.

      Normalerweise wird es jedoch für die meisten Staker so sein, dass sie nur nebenher staken und dafür Betrag x einplanen.
      Dazu ein Bsp:

      Der Staker hat 1200$, die er zum staken benutzen möchte und staked ausschließlich in Angeboten, in denen expected ROI 50/50 geteilt wird.
      Er fährt ein Staking-BRM von 600 "Staking-Units", wobei eine Unit der Maximalbetrag ist, den er bereit ist pro gestaktes Turnier zu investieren, in seinem Fall 2$/Turnier.
      D.h. in einem Schedule mit 20 Turniern kauft er maximal Prozente für
      20 * 2$ = 40$.

      Für die Realität im Forum sollte jeder Staker jedoch ein weitaus größeres BRM fahren, weil die allermeisten Angebote (meiner Meinung nach) expected ROI keinesfalls durch 2 teilen, sondern der Staker eher 1/3 bis teilweise noch viel weniger bekommt.
      Hier nochmal der Hinweis:
      Viele Angebote hier im Forum sind absolute Varianzbomben mit unausgewogenen Schedules und unfairer expected ROI Verteilung zwischen Staker/Stakee. Viele der Tagesschedules haben meiner Einschätzung nach einen Staker-EV im einstelligen Prozentbereich (einige davon sind sogar leicht bis deutlich -EV), während der Stakee varianzfrei (bzw sehr reduzierter Varianz, falls er einen kleinen Eigenanteil hält) vor sich hin gamblen kann.

      Für Staker, die nur auf den EV schauen und unendliche Staking-BR haben, können bei ordentlicher Auswahl einige dieser Angebote trotzdem noch attraktiv sein, allerdings sollte dann oben vorgeschlagenes BRM vermutlich noch mit dem Faktor 2-4 multipliziert werden.

      Zusammenfassung:
      "BRM für Staker" = "BRM für Stakee" * 1 / "Stakeranteil der Winrate"

      Was passiert, wenn sich ein Staker nicht ans BRM hält?
      Dasselbe was Spielern passiert. Früher oder später werden sie ihre Staking-BR broken und entweder durch eigene Winnings nachschießen müssen bzw. Staking komplett quitten.


      D) Sicherheiten

      IdR gibt man bei Stakings zunächst mal Unbekannten Geld.
      Überall in der richtigen Welt, müsste man dafür Verträge unterschreiben, die Kreditwürdigkeit würde geprüft usw...es ist also gar nicht mal so einfach mal eben Geld zu bekommen.
      Umso überraschender ist es, wie vertrauensvoll (und meiner Meinung nach oft naiv) in Stakingforen Geld verschickt wird, insbesondere von Personen, die noch neu im Stakingbereich sind.

      Aber ich kann euch nur empfehlen, seid nicht so naiv!!!
      Überall wos Geld abzugreifen gibt, gibts eine Minderheit, die genau das ohne jeden Skrupel tun wird.
      Von daher natürlich abhängig davon, wieviel euch euer Geld wert ist und für wie vertrauensvoll ihr den Stakee einschätzt, solltet ihr euch folgende Sicherheiten geben lassen.

      Must-haves
      - Gutes Feedback und / oder Reputation hier im Forum.

      Might-haves
      - Persokopie und Cashier-Screenshot, Überprüfung auf identischen Namen
      - Adressverifizierung
      - Telefonnummer
      - FB-"Freundschaft"

      Bei wesentlichen Beträgen
      - Vertrag
      - Treuhänder
      - Bürgen

      E) Allgemeine Tips

      Vor dem Staking:
      - Schaut euch alles genau an, entscheided nichts aus dem Bauch.
      - Entscheided nicht nach Sympathie oder Loyalität gegenüber Bekannten. Es geht um Geld und ich nehme an niemand würde einem unheilbaren Spielsüchtigen im echten Leben Geld fürs Pokern geben, selbst wenns sein eigener Bruder wäre.
      - Checkt die Trackingseiten wie OPR und Sharkscope.
      - Überprüft insbesondere wo der ROI herkommt. Ein einmaliger Luckshot in einem Sunday Major macht noch keinen guten Spieler!
      - Überprüft Feedback
      - Überprüft den Schedule und den dazugehöriges Cut+SB bzw. das MU

      Während dem Staking:
      Geht dem Stakee nicht während dem Spielen auf die Nerven. Das lenkt ihn ab, verringert also den EV des Stakings.

      Nach dem Staking:
      - Lasst dem Stakee etwas Zeit für die Abrechnung. Nicht jeder möchte nach einer langen Session direkt abrechnen und in vielen Fällen ist das auch von Stakerseite nicht wünschenswert (Stakee schon müde/unkonzentriert bei der Abrechnung).
      - Überprüft die Abrechnung. Man findet öfter Fehler, Fehler sind menschlich und die allermeisten Stakees keine ausgebildeten Buchhalter.
      - Schreibt Feedback. Während fehlendes gutes Feedback keine gravierenden Auswirkungen hat, kann fehlendes schlechtes Feedback zukünftigen Stakern sehr viel Geld kosten!

      Schaut euch auch cydes Staking Guide an:
      Tipps zum Thema Staking (Erweitert)
  • 104 Antworten
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.871
      Hier möchte ich gern über verschiedene Punkte brainstormen dir mir bezüglich dem großen Thema Staking in den Sinn kommen und erstmal als Spiegelstriche festhalten und nach und nach was dazu schreiben.
      Vieles davon wird meiner eigenen Meinung entsprechen und ist zunächst mal nicht so belegt wie bspw der Cut/MU-Zusammenhang.
      Und selbstverständlich sind die Themen offen zur Diskussion und begründete Kritik an meinen Schlussfolgerungen sehr erwünscht.

      Was mich also beschäftigt:
      .
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.871
      Fragen, Anregungen, Kommentare, wichtige fehlende Punkte...bitte immer her damit :)
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 11.521
      Sehr gut erklärt! :s_thumbsup:
    • DJ1966
      DJ1966
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2009 Beiträge: 4.050
      Gut gemacht !

      Schlaflose N8 gehabt ? :D :D
    • UFRantan
      UFRantan
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2009 Beiträge: 1.003
      :f_thumbsup:
    • Kowalski80
      Kowalski80
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2007 Beiträge: 4.560
      Toller Post, aber eines wird hier immer wieder vergessen. Die Hobby/Spaß Staker/Stakees halten eine Menge Geld im System. Ich glaube schon, dass es sich bemerkbar machen würde, wenn nur noch die "professionellen" Staker andere Spieler unterstützen würden. Manchmal geht es auch um langjährige Freundschaften oder Sympathie. Diese "Stakingfreunde" sollte man nicht vergraulen.

      Genauso wie ich mich manchmal wundere, dass hier alle nach Fischen schreien. Gleichzeitig Neulinge hier teilweise dermaßen abgewatscht werden für (zugegeben) semi kluge Fragen, dass die keinen Bock mehr haben hier oder überhaupt mit Poker weiterzumachen.

      Naja, letzten Endes muss man immer noch selbst entscheiden, was das Beste ist. Und da wir hier ja alle mindestens 18 Jahre und damit erwachsen, sind, wird sich das schon alles selbst regulieren. Privat habe ich mittlerweile niemanden mehr, der mit PS oder OP zu tun hat. Das war vor ein paar Monaten noch anders. Die Freundschaften bestehen immer noch, aber mit online Poker oder den Foren, wollen die nichts mehr zu tun haben.

      Find ich irgendwie schade....
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.871
      Original von Kowalski80
      Toller Post, aber eines wird hier immer wieder vergessen. Die Hobby/Spaß Staker/Stakees halten eine Menge Geld im System. Ich glaube schon, dass es sich bemerkbar machen würde, wenn nur noch die "professionellen" Staker andere Spieler unterstützen würden. Manchmal geht es auch um langjährige Freundschaften oder Sympathie. Diese "Stakingfreunde" sollte man nicht vergraulen.

      Genauso wie ich mich manchmal wundere, dass hier alle nach Fischen schreien. Gleichzeitig Neulinge hier teilweise dermaßen abgewatscht werden für (zugegeben) semi kluge Fragen, dass die keinen Bock mehr haben hier oder überhaupt mit Poker weiterzumachen.

      Naja, letzten Endes muss man immer noch selbst entscheiden, was das Beste ist. Und da wir hier ja alle mindestens 18 Jahre und damit erwachsen, sind, wird sich das schon alles selbst regulieren. Privat habe ich mittlerweile niemanden mehr, der mit PS oder OP zu tun hat. Das war vor ein paar Monaten noch anders. Die Freundschaften bestehen immer noch, aber mit online Poker oder den Foren, wollen die nichts mehr zu tun haben.

      Find ich irgendwie schade....
      Das ist natürlich ne schöne Sache, da durch schlechte Regs, die weit über ihre Limits gestaked werden, die Preispoole wachsen, aber sollte mMn doch nicht die Begründung dafür sein jedes schlechte Angebot zu legitimieren.
      Darüber hinaus, sollte der prozentuale EV-Anstieg, den man als guter Reg auf den Limits durch "Stakingfish" bekommt, doch zu vernachlässigen sein.
      Was "Stakingfreunde"/Sympathie angeht: Würdest du echt longterm nen Kumpel im RL mit nem fragwürdigen Geschäftskonzept finanziell unterstützen?

      Dass die Kommunikation hier im Forum oft unter alle Sau ist, hast du definitiv recht...ist schon traurig manchmal.
    • Att0r
      Att0r
      Gold
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 4.158
      wie hast du den roi zu den cuts ausgerechnet und wie rechnet man das sb dazu?

      meine mich zu erinnern, gelesen zu haben das die staker bei nem 80/20+sb cut bei 20% roi des gestakten even sind...
    • sczero
      sczero
      Bronze
      Dabei seit: 23.10.2010 Beiträge: 3.424
      er berechnets halt ohne stakeback....
    • Att0r
      Att0r
      Gold
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 4.158
      und ich möchte wissen wies mit sb ausschaut ;)

      bin nur zu dumm das selber auszurechnen... :(
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.871
      Original von Att0r
      wie hast du den roi zu den cuts ausgerechnet und wie rechnet man das sb dazu?

      meine mich zu erinnern, gelesen zu haben das die staker bei nem 80/20+sb cut bei 20% roi des gestakten even sind...
      Jo hab das so nicht ganz genau ausgerechnet, aber meine persönliche Handhabung fürs Staken ist idR, dass ich für einen 80/20 Cut bei kleiner Sample (Tagesschedule) gerne einen zu erwartenden ROI habe von 30-45%.
      Letztendlich hängt der SB-Wert ja von sehr vielen Faktoren ab. Ob man da einfach sagen kann, 20% even...keine Ahnung^^
      Lasse mich aber gerne auch hier noch belehren :)
    • JustgAMblin
      JustgAMblin
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2007 Beiträge: 11.480
      Super Auflistung! Very good read.
    • Slyme1003
      Slyme1003
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 4.369
      Nett erklärt, habe aber ein paar Anmerkungen dazu.

      Du wirfst hier Zahlen in den Raum, die auf einen Cut ohne Stakeback (SB) basieren.
      Das Problem dabei ist aber, dass Stakeback in jeder Shedule ein fester Bestandteil der Abrechnung ist, es gibt also keine Shedule, wo Du zum Beispiel 70/30 ohne Cut spielst.

      Stakeback wird auf allen mir bekannten Staking-Seiten und Staking-Foren ausgezahlt, egal ob die Session letztendlich im Plus oder Minus endet.

      Die einzige Form in der Stakeback als Option im Grunde frei wählbar ist, sind Shedules die mit MarkUp (MU) gespielt werden, die Du ja selber als transparenter betrachtest.
      Hier müsste im Grunde jeder Stakee in seinem Angebot darauf hinweisen, ob die Shedule Stakeback beinhaltet oder nicht.

      Es finden sich in letzter Zeit immer mehr Angebote auf PS, in denen Shedules mit MU angeboten werden, aber ich habe jetzt mal kurz geschaut und kann auf die schnelle keine finden, in der Stakeback angeboten wird.

      Warum diese Angabe so wichtig ist?

      Die Formel zur Berechnung lautet folgendermaßen:
      A = % des Profits, welchen die Staker pro Anteil erhalten
      B = % der anfänglichen Investition für die Kosten eines Anteils
      C = Die Gesamtsumme, welche notwendig ist, um in dem Event zu spielen
      D = Gesamtmögliche Gewinnsumme in dem Event

      Wenn (D < C), dann erhält jeder Anteil B * D
      oder jeder Anteil erhält B * C + [A * (D – C)]

      Ein kleines Beispiel wie dies die Auszahlungen beeinflusst.
      z.B. Ein $140 Buy-In Event, 1% Anteile werden für $2 verkauft (143% Preis/Wert). Der Verkäufer gewinnt $300.
      Ohne Stakeback gewinnt der Käufer 1% von $300 = $3.
      Mit Stakeback gewinnt der Käufer (($2/$140)*140 + [1% * ($300-$140)]) = $3,60

      Was sagt uns das?

      Jeder der hier Shedules mit MarkUp ohne Stakeback anbietet (ob bewusst oder unbewusst) macht da schon einen Gewinn, der normalerweise dem Staker zustehen würde.

      Fakt ist nämlich, dass auch auf fast allen Seiten selbst bei Shedules mit MU auch Stakeback angeboten wird.

      Bedeutet widerum, dass geschätzte 100% der hier angeboten Shedules entweder bewusst falsch deklariert sind, nämlich ohne Stakeback! Oder, falls dies nicht beabsichtigt gewesen ist, dann sind halt geschätzte 100% falsch abgerechnet!

      Was mich persönlich jedoch am meisten stört, sind die Ansprüche, die hier von den Stakern an die Stakees gestellt werden. Die Zahlen die Du nennst sind einfach in keiner Weise mit den üblichen Angeboten auf dem Markt (damit meine ich nicht deutschlandweit) zu vergleichen.
      Schaut euch einfach mal Shedules auf ChipMeUp oder PartTimePoker an und ihr werdet sehen, dass die dortigen Angebote um einiges attraktiver für den Spieler sind.

      Auf CMU sind fast alle Angebote auf Basis von MU plus SB, aber 1.25 und höher sind da eher die Regel!
      Auf PTP basieren die Angebote meist auf Cut + SB und der Option (MakeUp), auch hier ist 70/30 und besser eher die Regel!

      Natürlich möchte jeder Staker auch möglichst Gewinn machen und für seine Investition ausgezahlt werden. Aber bleibt doch mal ehrlich, wie interessant ist es denn für einen Stakee bei nem Cut von 90/10 + SB noch zu spielen???
      Also wenn ich da 1.000 gewinne und 900 davon weggeben muss, wenn ich ein Fullstaking habe, dann brauche ich gar nicht erst spielen.

      In meinen Augen bewirkt dieser Thread nix anderes, als den schwächeren Spielern im Grunde einen Cut aufs Auge zu drücken, zu dem es sich nicht mehr zu spielen lohnt.

      Wobei ich mich immer noch frage, warum hier von der Anwendung der Option des MakeUp kaum Gebrauch gemacht wird, denn dies ist zumindest eine Option, die für beide Seiten durchaus betrachtenswert wäre.
    • everyoneissolid
      everyoneissolid
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2011 Beiträge: 2.652
      Original von Slyme1003

      Nett erklärt, habe aber ein paar Anmerkungen dazu.

      Du wirfst hier Zahlen in den Raum, die auf einen Cut ohne Stakeback (SB) basieren.
      Das Problem dabei ist aber, dass Stakeback in jeder Shedule ein fester Bestandteil der Abrechnung ist, es gibt also keine Shedule, wo Du zum Beispiel 70/30 ohne Cut spielst.

      Stakeback wird auf allen mir bekannten Staking-Seiten und Staking-Foren ausgezahlt, egal ob die Session letztendlich im Plus oder Minus endet.

      Die einzige Form in der Stakeback als Option im Grunde frei wählbar ist, sind Shedules die mit MarkUp (MU) gespielt werden, die Du ja selber als transparenter betrachtest.
      Hier müsste im Grunde jeder Stakee in seinem Angebot darauf hinweisen, ob die Shedule Stakeback beinhaltet oder nicht.

      Es finden sich in letzter Zeit immer mehr Angebote auf PS, in denen Shedules mit MU angeboten werden, aber ich habe jetzt mal kurz geschaut und kann auf die schnelle keine finden, in der Stakeback angeboten wird.

      Warum diese Angabe so wichtig ist?

      Die Formel zur Berechnung lautet folgendermaßen:
      A = % des Profits, welchen die Staker pro Anteil erhalten
      B = % der anfänglichen Investition für die Kosten eines Anteils
      C = Die Gesamtsumme, welche notwendig ist, um in dem Event zu spielen
      D = Gesamtmögliche Gewinnsumme in dem Event

      Wenn (D < C), dann erhält jeder Anteil B * D
      oder jeder Anteil erhält B * C + [A * (D – C)]

      Ein kleines Beispiel wie dies die Auszahlungen beeinflusst.
      z.B. Ein $140 Buy-In Event, 1% Anteile werden für $2 verkauft (143% Preis/Wert). Der Verkäufer gewinnt $300.
      Ohne Stakeback gewinnt der Käufer 1% von $300 = $3.
      Mit Stakeback gewinnt der Käufer (($2/$140)*140 + [1% * ($300-$140)]) = $3,60

      Was sagt uns das?

      Jeder der hier Shedules mit MarkUp ohne Stakeback anbietet (ob bewusst oder unbewusst) macht da schon einen Gewinn, der normalerweise dem Staker zustehen würde.

      Fakt ist nämlich, dass auch auf fast allen Seiten selbst bei Shedules mit MU auch Stakeback angeboten wird.

      Bedeutet widerum, dass geschätzte 100% der hier angeboten Shedules entweder bewusst falsch deklariert sind, nämlich ohne Stakeback! Oder, falls dies nicht beabsichtigt gewesen ist, dann sind halt geschätzte 100% falsch abgerechnet!

      Was mich persönlich jedoch am meisten stört, sind die Ansprüche, die hier von den Stakern an die Stakees gestellt werden. Die Zahlen die Du nennst sind einfach in keiner Weise mit den üblichen Angeboten auf dem Markt (damit meine ich nicht deutschlandweit) zu vergleichen.
      Schaut euch einfach mal Shedules auf ChipMeUp oder PartTimePoker an und ihr werdet sehen, dass die dortigen Angebote um einiges attraktiver für den Spieler sind.

      Auf CMU sind fast alle Angebote auf Basis von MU plus SB, aber 1.25 und höher sind da eher die Regel!
      Auf PTP basieren die Angebote meist auf Cut + SB und der Option (MakeUp), auch hier ist 70/30 und besser eher die Regel!

      Natürlich möchte jeder Staker auch möglichst Gewinn machen und für seine Investition ausgezahlt werden. Aber bleibt doch mal ehrlich, wie interessant ist es denn für einen Stakee bei nem Cut von 90/10 + SB noch zu spielen???
      Also wenn ich da 1.000 gewinne und 900 davon weggeben muss, wenn ich ein Fullstaking habe, dann brauche ich gar nicht erst spielen.

      In meinen Augen bewirkt dieser Thread nix anderes, als den schwächeren Spielern im Grunde einen Cut aufs Auge zu drücken, zu dem es sich nicht mehr zu spielen lohnt.

      Wobei ich mich immer noch frage, warum hier von der Anwendung der Option des MakeUp kaum Gebrauch gemacht wird, denn dies ist zumindest eine Option, die für beide Seiten durchaus betrachtenswert wäre.
      Du hast wohl MarkUp falsch verstanden, es ist obv IMMER OHNE SB.
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.871
      Also zunächst mal verkauft man beim Staking EV. Zumindest ist es das, was ich & die meisten anderen Staker für ihr Geld haben möchten.

      Ob Cut mit oder ohne SB, MU mit oder ohne SB, evtl Make-up (Spieler muss das Angebot ins Plus bringen und gegebenfalls länger spielen) spielt zunächst mal keine Rolle. Es muss nur unterm Strich fair sein, idealerweise so, dass EV eben etwa 50/50 zwischen Staker/Stakee aufgeteilt wird.

      Was die Ansprüche der Staker bzw meine Ansprüche angeht:
      Ich gebe mir eigentlich immer Mühe meine Ansprüche, meine Kritik oder Gegenvorschläge mit den entsprechenden Zahlen zu belegen. Ich sehe da nicht ganz die Relevanz von in anderen Stakingforen üblichen Deals.
      Übrigens wundert es mich ja dann doch sehr, dass du überhaupt hier aktiv bist, wenn dir deine Action woanders zu x-fach besseren Konditionen aus der Hand gerissen wird;)

      Ebenfalls irrelevant finde ich, wie sehr ein meinen Augen nach fairer Deal dem Gusto eines Stakees entspricht.
      Ich möchte mein Geld mit positivem Erwartungswert anlegen. Wenn der Stakee gute Argumente dafür hat, dass meine Einschätzungen falsch sind und der Erwartungswert höher, lass ich mich auch gerne überzeugen (und ist auch schon passiert).

      Aber bleibt doch mal ehrlich, wie interessant ist es denn für einen Stakee bei nem Cut von 90/10 + SB noch zu spielen??? Also wenn ich da 1.000 gewinne und 900 davon weggeben muss, wenn ich ein Fullstaking habe, dann brauche ich gar nicht erst spielen.


      Wenn jemand knapp 20 % expected ROI hat, ist 90/10+sb halt das Maximum was geht.
      Wie oben schon geschrieben geht es mMn nicht darum, dass es für den Stakee möglichst lukrativ ist zu spielen, sondern dass ich eine Gewinnedge als Staker bekomme.
      Wenn einem das nicht gefällt, sollte man sich wahrscheinlich nicht staken lassen und sich wie hundertausende Spieler vor einem einfach nach und nach durch die Limits grinden :) 100% Cut für den Spieler.

      In meinen Augen bewirkt dieser Thread nix anderes, als den schwächeren Spielern im Grunde einen Cut aufs Auge zu drücken, zu dem es sich nicht mehr zu spielen lohnt.


      Die Intention dieses Threads war einfach mal die Staking Basics für die hier im Forum üblichen Deals auseinanderzunehmen und verständlich ausformuliert allen zur Verfügung zu stellen damit sich sowohl Staker als auch Stakees mal ein paar mehr Gedanken machen.
      Dass dann schlechte Deals nicht mehr gekauft werden, ist eine (vom mir gewünschte, allerdings kaum realisierte) Folge davon.

      Make-up ist halt nochmal was komplett anderes, was denke ich nur in LTs Sinn macht (weil Make-up Reingrinden ja Zeit braucht), bei denen der Stakee einen sehr hohen Cut haben will.
      Stakee will hohen Cut -> Staker EV sinkt -> Stakee bietet weitgehende Reduzierung des Verlustrisikos an = Make-up
      Für die ganzen Tagesschedules machts halt keinen Sinn.
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.871
      Original von everyoneissolid
      Original von Slyme1003

      Nett erklärt, habe aber ein paar Anmerkungen dazu.

      Du wirfst hier Zahlen in den Raum, die auf einen Cut ohne Stakeback (SB) basieren.
      Das Problem dabei ist aber, dass Stakeback in jeder Shedule ein fester Bestandteil der Abrechnung ist, es gibt also keine Shedule, wo Du zum Beispiel 70/30 ohne Cut spielst.

      Stakeback wird auf allen mir bekannten Staking-Seiten und Staking-Foren ausgezahlt, egal ob die Session letztendlich im Plus oder Minus endet.

      Die einzige Form in der Stakeback als Option im Grunde frei wählbar ist, sind Shedules die mit MarkUp (MU) gespielt werden, die Du ja selber als transparenter betrachtest.
      Hier müsste im Grunde jeder Stakee in seinem Angebot darauf hinweisen, ob die Shedule Stakeback beinhaltet oder nicht.

      Es finden sich in letzter Zeit immer mehr Angebote auf PS, in denen Shedules mit MU angeboten werden, aber ich habe jetzt mal kurz geschaut und kann auf die schnelle keine finden, in der Stakeback angeboten wird.

      Warum diese Angabe so wichtig ist?

      Die Formel zur Berechnung lautet folgendermaßen:
      A = % des Profits, welchen die Staker pro Anteil erhalten
      B = % der anfänglichen Investition für die Kosten eines Anteils
      C = Die Gesamtsumme, welche notwendig ist, um in dem Event zu spielen
      D = Gesamtmögliche Gewinnsumme in dem Event

      Wenn (D < C), dann erhält jeder Anteil B * D
      oder jeder Anteil erhält B * C + [A * (D – C)]

      Ein kleines Beispiel wie dies die Auszahlungen beeinflusst.
      z.B. Ein $140 Buy-In Event, 1% Anteile werden für $2 verkauft (143% Preis/Wert). Der Verkäufer gewinnt $300.
      Ohne Stakeback gewinnt der Käufer 1% von $300 = $3.
      Mit Stakeback gewinnt der Käufer (($2/$140)*140 + [1% * ($300-$140)]) = $3,60

      Was sagt uns das?

      Jeder der hier Shedules mit MarkUp ohne Stakeback anbietet (ob bewusst oder unbewusst) macht da schon einen Gewinn, der normalerweise dem Staker zustehen würde.

      Fakt ist nämlich, dass auch auf fast allen Seiten selbst bei Shedules mit MU auch Stakeback angeboten wird.

      Bedeutet widerum, dass geschätzte 100% der hier angeboten Shedules entweder bewusst falsch deklariert sind, nämlich ohne Stakeback! Oder, falls dies nicht beabsichtigt gewesen ist, dann sind halt geschätzte 100% falsch abgerechnet!

      Was mich persönlich jedoch am meisten stört, sind die Ansprüche, die hier von den Stakern an die Stakees gestellt werden. Die Zahlen die Du nennst sind einfach in keiner Weise mit den üblichen Angeboten auf dem Markt (damit meine ich nicht deutschlandweit) zu vergleichen.
      Schaut euch einfach mal Shedules auf ChipMeUp oder PartTimePoker an und ihr werdet sehen, dass die dortigen Angebote um einiges attraktiver für den Spieler sind.

      Auf CMU sind fast alle Angebote auf Basis von MU plus SB, aber 1.25 und höher sind da eher die Regel!
      Auf PTP basieren die Angebote meist auf Cut + SB und der Option (MakeUp), auch hier ist 70/30 und besser eher die Regel!

      Natürlich möchte jeder Staker auch möglichst Gewinn machen und für seine Investition ausgezahlt werden. Aber bleibt doch mal ehrlich, wie interessant ist es denn für einen Stakee bei nem Cut von 90/10 + SB noch zu spielen???
      Also wenn ich da 1.000 gewinne und 900 davon weggeben muss, wenn ich ein Fullstaking habe, dann brauche ich gar nicht erst spielen.

      In meinen Augen bewirkt dieser Thread nix anderes, als den schwächeren Spielern im Grunde einen Cut aufs Auge zu drücken, zu dem es sich nicht mehr zu spielen lohnt.

      Wobei ich mich immer noch frage, warum hier von der Anwendung der Option des MakeUp kaum Gebrauch gemacht wird, denn dies ist zumindest eine Option, die für beide Seiten durchaus betrachtenswert wäre.
      Du hast wohl MarkUp falsch verstanden, es ist obv IMMER OHNE SB.
      Verstehe den Sinn von MU mit SB grade auch nicht.
      @Slyme: Magst du dazu nochmal was schreiben?
    • Slyme1003
      Slyme1003
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 4.369
      Original von everyoneissolid
      Original von Slyme1003

      Nett erklärt, habe aber ein paar Anmerkungen dazu.

      Du wirfst hier Zahlen in den Raum, die auf einen Cut ohne Stakeback (SB) basieren.
      Das Problem dabei ist aber, dass Stakeback in jeder Shedule ein fester Bestandteil der Abrechnung ist, es gibt also keine Shedule, wo Du zum Beispiel 70/30 ohne Cut spielst.

      Stakeback wird auf allen mir bekannten Staking-Seiten und Staking-Foren ausgezahlt, egal ob die Session letztendlich im Plus oder Minus endet.

      Die einzige Form in der Stakeback als Option im Grunde frei wählbar ist, sind Shedules die mit MarkUp (MU) gespielt werden, die Du ja selber als transparenter betrachtest.
      Hier müsste im Grunde jeder Stakee in seinem Angebot darauf hinweisen, ob die Shedule Stakeback beinhaltet oder nicht.

      Es finden sich in letzter Zeit immer mehr Angebote auf PS, in denen Shedules mit MU angeboten werden, aber ich habe jetzt mal kurz geschaut und kann auf die schnelle keine finden, in der Stakeback angeboten wird.

      Warum diese Angabe so wichtig ist?

      Die Formel zur Berechnung lautet folgendermaßen:
      A = % des Profits, welchen die Staker pro Anteil erhalten
      B = % der anfänglichen Investition für die Kosten eines Anteils
      C = Die Gesamtsumme, welche notwendig ist, um in dem Event zu spielen
      D = Gesamtmögliche Gewinnsumme in dem Event

      Wenn (D < C), dann erhält jeder Anteil B * D
      oder jeder Anteil erhält B * C + [A * (D – C)]

      Ein kleines Beispiel wie dies die Auszahlungen beeinflusst.
      z.B. Ein $140 Buy-In Event, 1% Anteile werden für $2 verkauft (143% Preis/Wert). Der Verkäufer gewinnt $300.
      Ohne Stakeback gewinnt der Käufer 1% von $300 = $3.
      Mit Stakeback gewinnt der Käufer (($2/$140)*140 + [1% * ($300-$140)]) = $3,60

      Was sagt uns das?

      Jeder der hier Shedules mit MarkUp ohne Stakeback anbietet (ob bewusst oder unbewusst) macht da schon einen Gewinn, der normalerweise dem Staker zustehen würde.

      Fakt ist nämlich, dass auch auf fast allen Seiten selbst bei Shedules mit MU auch Stakeback angeboten wird.

      Bedeutet widerum, dass geschätzte 100% der hier angeboten Shedules entweder bewusst falsch deklariert sind, nämlich ohne Stakeback! Oder, falls dies nicht beabsichtigt gewesen ist, dann sind halt geschätzte 100% falsch abgerechnet!

      Was mich persönlich jedoch am meisten stört, sind die Ansprüche, die hier von den Stakern an die Stakees gestellt werden. Die Zahlen die Du nennst sind einfach in keiner Weise mit den üblichen Angeboten auf dem Markt (damit meine ich nicht deutschlandweit) zu vergleichen.
      Schaut euch einfach mal Shedules auf ChipMeUp oder PartTimePoker an und ihr werdet sehen, dass die dortigen Angebote um einiges attraktiver für den Spieler sind.

      Auf CMU sind fast alle Angebote auf Basis von MU plus SB, aber 1.25 und höher sind da eher die Regel!
      Auf PTP basieren die Angebote meist auf Cut + SB und der Option (MakeUp), auch hier ist 70/30 und besser eher die Regel!

      Natürlich möchte jeder Staker auch möglichst Gewinn machen und für seine Investition ausgezahlt werden. Aber bleibt doch mal ehrlich, wie interessant ist es denn für einen Stakee bei nem Cut von 90/10 + SB noch zu spielen???
      Also wenn ich da 1.000 gewinne und 900 davon weggeben muss, wenn ich ein Fullstaking habe, dann brauche ich gar nicht erst spielen.

      In meinen Augen bewirkt dieser Thread nix anderes, als den schwächeren Spielern im Grunde einen Cut aufs Auge zu drücken, zu dem es sich nicht mehr zu spielen lohnt.

      Wobei ich mich immer noch frage, warum hier von der Anwendung der Option des MakeUp kaum Gebrauch gemacht wird, denn dies ist zumindest eine Option, die für beide Seiten durchaus betrachtenswert wäre.
      Du hast wohl MarkUp falsch verstanden, es ist obv IMMER OHNE SB.
      Ist es definitiv nicht, es wird hier immer ohne SB angeboten, wird aber auf den anderen Staking Seiten immer als Option angeboten und auch von über 90% der Spieler dort den Stakern gewährt.

      Schau einfach mal auf CMU und Du wirst feststellen, dass es anders gehandhabt wird.

      Link zu ChipMeUp-Events

      Sind alles Events mit MU und Du siehst auch bei fast allen Events das kleine (S), was dort für Stakeback steht.

      Ist übrigens auch die Quelle für o.g. Formel zur Berechnung!
    • Slyme1003
      Slyme1003
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 4.369
      @Kamikaze:

      Übrigens wundert es mich ja dann doch sehr, dass du überhaupt hier aktiv bist, wenn dir deine Action woanders zu x-fach besseren Konditionen aus der Hand gerissen wird


      Ich bin nicht nur hier aktiv, sondern in mehreren anderen Foren und Plattformen auch. Im Grunde betreibe ich also Cross-Selling, denn Du findest in meinen Stakings auch häufig Staker, die über andere Plattformen Anteile gekauft haben.

      Das ich in mehreren Foren aktiv bin und mich natürlich auch dementsprechend mit den verschiedenen Arten des Stakings auseinandersetze, hat allerdings weniger mit der Tatsache zu tun, dass ich selber gestaked spiele. War ein notwendiger Schritt, für die Umsetzung und Planung einer eigenen Staking-Site die ich mal programmieren lassen habe.

      Später antworte ich gerne ausführlicher, zocke grade ;-)
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.871
      Original von Slyme1003
      Original von everyoneissolid
      Original von Slyme1003

      Nett erklärt, habe aber ein paar Anmerkungen dazu.

      Du wirfst hier Zahlen in den Raum, die auf einen Cut ohne Stakeback (SB) basieren.
      Das Problem dabei ist aber, dass Stakeback in jeder Shedule ein fester Bestandteil der Abrechnung ist, es gibt also keine Shedule, wo Du zum Beispiel 70/30 ohne Cut spielst.

      Stakeback wird auf allen mir bekannten Staking-Seiten und Staking-Foren ausgezahlt, egal ob die Session letztendlich im Plus oder Minus endet.

      Die einzige Form in der Stakeback als Option im Grunde frei wählbar ist, sind Shedules die mit MarkUp (MU) gespielt werden, die Du ja selber als transparenter betrachtest.
      Hier müsste im Grunde jeder Stakee in seinem Angebot darauf hinweisen, ob die Shedule Stakeback beinhaltet oder nicht.

      Es finden sich in letzter Zeit immer mehr Angebote auf PS, in denen Shedules mit MU angeboten werden, aber ich habe jetzt mal kurz geschaut und kann auf die schnelle keine finden, in der Stakeback angeboten wird.

      Warum diese Angabe so wichtig ist?

      Die Formel zur Berechnung lautet folgendermaßen:
      A = % des Profits, welchen die Staker pro Anteil erhalten
      B = % der anfänglichen Investition für die Kosten eines Anteils
      C = Die Gesamtsumme, welche notwendig ist, um in dem Event zu spielen
      D = Gesamtmögliche Gewinnsumme in dem Event

      Wenn (D < C), dann erhält jeder Anteil B * D
      oder jeder Anteil erhält B * C + [A * (D – C)]

      Ein kleines Beispiel wie dies die Auszahlungen beeinflusst.
      z.B. Ein $140 Buy-In Event, 1% Anteile werden für $2 verkauft (143% Preis/Wert). Der Verkäufer gewinnt $300.
      Ohne Stakeback gewinnt der Käufer 1% von $300 = $3.
      Mit Stakeback gewinnt der Käufer (($2/$140)*140 + [1% * ($300-$140)]) = $3,60

      Was sagt uns das?

      Jeder der hier Shedules mit MarkUp ohne Stakeback anbietet (ob bewusst oder unbewusst) macht da schon einen Gewinn, der normalerweise dem Staker zustehen würde.

      Fakt ist nämlich, dass auch auf fast allen Seiten selbst bei Shedules mit MU auch Stakeback angeboten wird.

      Bedeutet widerum, dass geschätzte 100% der hier angeboten Shedules entweder bewusst falsch deklariert sind, nämlich ohne Stakeback! Oder, falls dies nicht beabsichtigt gewesen ist, dann sind halt geschätzte 100% falsch abgerechnet!

      Was mich persönlich jedoch am meisten stört, sind die Ansprüche, die hier von den Stakern an die Stakees gestellt werden. Die Zahlen die Du nennst sind einfach in keiner Weise mit den üblichen Angeboten auf dem Markt (damit meine ich nicht deutschlandweit) zu vergleichen.
      Schaut euch einfach mal Shedules auf ChipMeUp oder PartTimePoker an und ihr werdet sehen, dass die dortigen Angebote um einiges attraktiver für den Spieler sind.

      Auf CMU sind fast alle Angebote auf Basis von MU plus SB, aber 1.25 und höher sind da eher die Regel!
      Auf PTP basieren die Angebote meist auf Cut + SB und der Option (MakeUp), auch hier ist 70/30 und besser eher die Regel!

      Natürlich möchte jeder Staker auch möglichst Gewinn machen und für seine Investition ausgezahlt werden. Aber bleibt doch mal ehrlich, wie interessant ist es denn für einen Stakee bei nem Cut von 90/10 + SB noch zu spielen???
      Also wenn ich da 1.000 gewinne und 900 davon weggeben muss, wenn ich ein Fullstaking habe, dann brauche ich gar nicht erst spielen.

      In meinen Augen bewirkt dieser Thread nix anderes, als den schwächeren Spielern im Grunde einen Cut aufs Auge zu drücken, zu dem es sich nicht mehr zu spielen lohnt.

      Wobei ich mich immer noch frage, warum hier von der Anwendung der Option des MakeUp kaum Gebrauch gemacht wird, denn dies ist zumindest eine Option, die für beide Seiten durchaus betrachtenswert wäre.
      Du hast wohl MarkUp falsch verstanden, es ist obv IMMER OHNE SB.
      Ist es definitiv nicht, es wird hier immer ohne SB angeboten, wird aber auf den anderen Staking Seiten immer als Option angeboten und auch von über 90% der Spieler dort den Stakern gewährt.

      Schau einfach mal auf CMU und Du wirst feststellen, dass es anders gehandhabt wird.

      Link zu ChipMeUp-Events

      Sind alles Events mit MU und Du siehst auch bei fast allen Events das kleine (S), was dort für Stakeback steht.

      Ist übrigens auch die Quelle für o.g. Formel zur Berechnung!
      Da MU dafür da ist EV in irgendeiner Weise schon im Vorfeld aufzuteilen, macht SB hier wirklich keinen Sinn, da sich der EV ja weder beim bricken noch beim shippen ändert.