pAddydee

    • pAddydee
      pAddydee
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2012 Beiträge: 145
      Ich bin 24 Jahre alt. Mit Poker bin ich zum ersten Mal 2005 in Kontakt gekommen, habe dort aber nur Spielgeld und Freerolls gespielt, weil ich noch zu jung war. Im Januar bin ich dann auf Pokerstrategy aufmerksam geworden, durch Werbung bei einem StarCraft2 Streamer TakeTV. Daraufhin habe ich mich dann hier angemeldet und mir 50$ Startkapital auf PartyPoker geholt. Diese habe ich dann in wenigen Wochen verdonkt, da ich so gut wie jede Hand überspielt habe. Dann habe ich angefangen mich ein wenig mit der Theorie auseinander zu setzen und habe 50$ auf Stars eingezahlt. Dort habe ich mich dann meine Bankroll auf NL2 FR & Zoom von 50$ auf 300$ ausgebaut. Viele Videos haben mir dabei geholfen.
      Jetzt bin ich von FR zu SH gewechselt und versuche mich jetzt auf NL2 Zoom SH bis ich 10 Stacks für NL5 gewonnen habe und wechsel dann auf NL5 Zoom SH.

      Möchte jetzt einfach den Anfängerkurs machen um meine Theoriekenntnisse zu überprüfen und zu erweitern.
  • 10 Antworten
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Na dann viel Spaß beim Kurs, leg mal los!
    • pAddydee
      pAddydee
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2012 Beiträge: 145
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Ich spiele Poker weil ich Spaß am Spiel habe. Ich habe generell Spaß an Online Multiplayer Spielen. Ich mag es mich mit anderen zu messen und zu gewinnen. Am Poker gefällt mir besonders, dass es nicht darauf ankommt wie gut und schnell ich irgendwelche Tasten drücken kann, sondern dass es mehr ein Denksport ist. Ich mag die Psychologische Seite am Poker sehr. Außerdem gefällt mir, dass man durch stetiges Lernen und Analysieren sein Spiel verbessern kann. Ich bin auch der Mathematik nicht abgetan und mag daher auch das spielen mit und auswerten von Statistiken. Nebenbei ist es natürlich auch nicht schlecht, dass man bei dem Hobby Geld verdienen kann, auch wenn das nicht der Hauptgrund für mein Spiel ist, sondern eher der Aspekt immer gewinnen zu wollen.



      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Meine Schwächen beim Poker sind, dass ich mich zu sehr aufrege, wenn ich mehrere Badbeats in Folge bekomme und trotz guten Spiels verliere. Aber ich habe mehrer Artikel zum Mindset gelesen und 10min später habe ich damit auch kein Problem mehr mit Badbeats, da es eben zum Spiel gehört. Es ist nur sehr wichtig, dass ich es schaffe mich zu zwingen sofort aufzuhören, wenn ich merke, dass ich schlechte Calls mache oder aggressiver im Spielstil werde. Das gelingt mir nicht immer. Eine weitere Schwäche ist glaube ich, dass ich sehr Money Scared bin, deswegen spiele ich wohl aktuell immer noch NL2 mit einer 370$ BR. Naja ich habe mir aber gerade einen fixen Betrag von 380$ gesetzt bei dem ich aufsteigen will und so lange NL5 spiele bis ich entweder auf 330$ falle oder genug für NL10 habe :s_grin: .


      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Tight zu spielen bedeutet, dass ich im Verhältnis zu meinen Gegner weniger Karten spiele, dafür relativ gesehen aber bessere Karten. Welche genau hängt natürlich immer von Position und Gegner ab. Aggressiv zu spielen bedeutet, dass ich meine Karten immer groß for Value bette oder raise, da ich durch meine gute Kartenauswahl, oft die bessere Hand habe. Es funktioniert, weil viele Spieler zu viele Karten spielen und unter Druck mehr Fehler machen, da sie meist zu viel callen.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Na das sieht ja schon ganz brauchbar aus!
      Die Fragen sind ja in erster Linie eine Standortbestimmung gewesen, deshalb gibts hier auch noch nicht viel zu bewerten.
      Bei der TAG-Definition stört mich allerdings ein kleines Detail:

      Aggressiv zu spielen bedeutet, dass ich meine Karten immer groß for Value bette oder raise, da ich durch meine gute Kartenauswahl, oft die bessere Hand habe.
      Wirklich immer oder gibt es Ausnahmen?
    • pAddydee
      pAddydee
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2012 Beiträge: 145
      Okay, wenn ich mir das jetzt noch mal durchlese stört mich auch das Wort "immer". Erstens weil man so pauschal gar nicht sagen kann, dass man etwas "immer" machen soll, weil es im Poker immer auf die jeweilige Situation ankommt. In diesem Fall kann man sagen, dass man häufig Value Betten kann und sollte, da unsere Range stärker ist als die unserer Gegner und diese oft aufgeben müssen bzw mit einer schlechteren Hand weiter spielen. Sollten wir aber auf Gegenaggression stoßen und offensichtlich sein, dass unsere Hand geschlagen ist, sollten wir aufgeben und nicht weiter aggressiv spielen. Aber ich wollte ja auch nicht ausdrücken, dass man immer aggressiv spielen soll. Sondern dass ein aggressiver Spieletipps sich halt durch häufiges betten, raisen und Initiative definiert.
    • pAddydee
      pAddydee
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2012 Beiträge: 145
      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Ich werde QQ nicht immer 3betten, wenn ich weiß, dass mein Gegner nur bessere Hände weiterspielt und alles andere foldet. Außerdem limpe ich keine kleinen Pockets in frühen Positionen, da es zu offensichtlich ist, dass ich nur auf Setvalue spiele. Es sei denn ich habe eine Callingstation am Tisch, die mich zu 100% ausbezahlt, wenn sie Top Pair trifft. Auch 3bette ich AK nicht immer, z.B. nicht gegen ein UTG Raise, wenn ich weiß dass er aus diesen Positionen sehr tight und spielt entweder 4bettet oder foldet. Wenn ich nur calle kann ich auf Top Pair Value spielen, da ich ihn oft dominiere falls er AT+ hält. Außerdem calle ich auch Suited Connector in Postion, wenn es eine Raise und einen Call gegeben hat und die Villains 100bb deep sind. Kann dadurch viele starke Hände floppen und diese sehr profitabel gegen 2 Leute spielen.


      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      AKo oop vs Limp raise

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?


             Equity     Win     Tie
      CO     53.68%  45.27%   8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }
      BU     46.32%  37.91%   8.41% { AKo }
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Die nachgebesserte TAG-Definition ist in Ordnung. Es ging mir einfach darum, dass wir uns auch mal geschlagen sehen können und dann eben nicht weiter investieren.

      Lektion 2 passt auch soweit. Die Abweichungen machen Sinn und sind schlüssig erklärt.
      Was du vielleicht noch dazunehmen kannst sind loosere Steals gegen tighte Blinds, das lohnt sich in den meisten Fällen enorm.
      Generell geht es darum, sein Spiel an die Gegner am Tisch anzupassen. Das Chart ist nur eine erste Hilfestellung, verallgemeinert aber extrem. Wenn du Reads auf die Gegner hast, solltest du diese auch nutzen.

      Viel Erfolg bei Lektion 3!
    • pAddydee
      pAddydee
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2012 Beiträge: 145
      Frage 1: Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53?

      Preflop habe ich einen Coinflip mit:


             Equity     Win     Tie
      MP3    50.78%  50.40%   0.38% { KsQs }
      CO     49.22%  48.84%   0.38% { 3d3c }


      Postflop habe ich nur noch den Flushdraw oder runner runner straight chancen:

      Board: 5:diamond: J:spade: 3:spade:
             Equity     Win     Tie
      MP3    26.46%  26.46%   0.00% { KsQs }
      CO     73.54%  73.54%   0.00% { 3d3c }



      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      So erst mal schaue ich mir die Odds an, ich muss 22cent callen um 91 zu gewinnen.
      Also brauche ich 24,2% Equity für den call.

      Ich denke der Gegner könnte hier entweder die fertige Straße halten mit Pocket Vierer oder irgendeiner randim 4 die er so spielt. Vielleicht könnte er auch noch das Set halten. Gegen diese Hände beträgt unserer Equity:

      vs Set:
      Board: 6:diamond: 3:diamond: 2:club:  5:club:
             Equity     Win     Tie
      CO     19.32%  15.91%   3.41% { AcJc }
      BU     80.68%  77.27%   3.41% { 55 }


      vs Straight:
      Board: 6:diamond: 3:diamond: 2:club:  5:club:
             Equity     Win     Tie
      CO     21.02%  19.32%   1.70% { AcJc }
      BU     78.98%  77.27%   1.70% { 44 }


      Das heißt diese Equity reicht nicht aus für einen Call, aber da ich mir in der Hand Implieds Odds gebe und der Gegner auch wenn der Flush ankommt noch eine kleine Bet bezahlen wird, bzw er vielleicht auch den ein oder anderen Bluff (semibluff mit Pair und Flushdraw) so spielt würde ich hier callen und dann am River schauen, welche Karte kommt.


      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten!

      87s
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Frage 1 ist mal in Ordnung.

      Bei Frage 2 bin ich noch nicht ganz einverstanden, da hat sich ein kleiner Rechenfehler eingeschlichen.
      Wenn du hier mit der benötigten Equity rechnest, dann musst du in der Berechnung auch die Gesamtpotsize berücksichtigen.
      Für die Pot Odds wäre die Rechnung (0.91:0.22) korrekt. Bei der benötigten Equity musst du allerdings den zu bringenden Einsatz eben durch die Gesamtpotsize NACH dem Call teilen.
      In diesem Fall wäre der Pot 1.13 groß, somit ergibt sich eine benötigte Equity von
      0.22:1.13, was in Etwa 19,5% entspricht.

      Wenn du dir jetzt die Equity gegen eine Range ausrechnest empfiehlt es sich, diese auch komplett im Equilab anzugeben und nicht mit Teilranges zu arbeiten. Dann kommst du zu einem genaueren Ergebnis.


      Board: 6:diamond: 3:diamond: 2:club:  5:club:
             Equity     Win     Tie
      MP2    20.45%  18.18%   2.27% { AcJc }
      MP3    79.55%  77.27%   2.27% { 55-44 }


      Theoretisch geht der Call also in Ordnung, aber bei der Equityberechnung liegt der Haken im Detail. Wir benötigen eben nicht 19,5% sondern müssen auch noch den Rake berücksichtigen. Es wird auf jeden Fall eine ganz knappe Angelegenheit werden.

      Weil das Ganze Thema mit der benötigten Equity etwas komplexer ist als auf den ersen Blick ersichtlich, wurde es im Anfängerkurs auch ausgeklammert und das Gebiet mit Odds und Outs vorgezogen. Damit tut man sich im Allgemeinen leichter, weil es dir auf jeden Fall mal erspart, deine genaue Equity gegen eine bestimmte Range zu bestimmen.
      Versuch vielleicht, die Aufgabe nochmal nur damit anzugehen. Am Tisch hast du ja auch nicht die Zeit, Equilab zu füttern.
    • pAddydee
      pAddydee
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2012 Beiträge: 145
      Hmm okay, dann gebe ich dem Gegner jetzt also keine bestimmte Range und versuche die Aufgabe nur noch Odds und Outs zu lösen.

      Gehe ich davon aus, dass ich alle Kreuz Karten als Outs habe, habe ich also 9 Outs + die nicht Kreuz Vieren für meinen Gutshot. Die Overcards rechne ich jetzt nicht dazu, da ich nicht denke, dass sie immer live sind. Also habe ich meiner Rechnung nach 12 Outs.

      Damit liegen meine Odds bei 3:1, meine Pot Odds bei 0,91 : 0,22 also ca. 4:1.

      Damit sind meine Pott Odds höher, also meine benötigenten Odds und ich kann callen.

      Wenn ich mir aber jetzt wieder die Gutshotouts nicht gebe, weil ich dem Gegner schon eine Straße gebe, habe ich nur die FD Outs, heißt 9. Heißt Odds gleich 4:1 und Pott Odds auch 4:1, und wenn du da du den Rake schon angesprochen hast, ist es wieder Close bzw. unprofitabel.

      Also irgendwie bleibt, dass Problem auch nach dieser Rechnung. Gut einem Anfänger sollte man vielleicht einfach empfehlen zu folden. Besonders weil wir auch OOP sitzen und garnicht wissen ob wir Implied Odds gegen ihn haben wenn ein Kreuz fällt.

      Hoffe ich habe jetzt richtig gerechnet. :s_grin:
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Also die 4 (wenn sie nicht in Kreuz ist) bringt dich hier nicht weiter. Dann liegt die Straight am Tisch, es gibt also maximal einen Splitpot. Jede 7 hat die höhere Straight.
      Bei den Flush-Outs musst du zusätzlich überlegen, ob ein Set beim Gegner wahrscheinlich ist. Das würde dich nämlich auch ein par Outs kosten - wenn ein Paar am Board liegt, wäre ein Fullhouse oder Quads damit möglich -> dein Flush ist ebenfalls wertlos.

      Ich hab mich vorhin etwas unglücklich ausgedrückt, ganz ohne Range geht es natürlich auch hier nicht. Aber die Rangeeinschätzung muß nicht mehr ganz so genau sein wie bei der Equity-Methode.
      In diesem Beispiel könnten wir davon ausgehen, dass BU hier mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein Set hält. Dagegen haben wir dann 7 Outs (die 3 :club: und 6 :club: führen zu einem Paar am Board, was gegen Sets dazu führt, dass unser Flush wertlos wird).
      Wir können aber auch berücksichtigen, dass BU hier auch die Straight getroffen hat. Möglich wäre das z.B. mit 44 oder A4.
      Gegen den Straight-Anteil haben wir die vollen 9 Outs.
      Beide Teilbereiche (Set und Straighthit) sind in Etwa gleich wahrscheinlich. Somit haben wir gegen 50% des möglichen Bereiches 7 Outs (das sind die Sets) und gegen 50% 9 Outs (das ist der Rest).
      Immer wenn so eine Konstellation auftritt, können wir mit dem Durchschnittswert rechnen, in diesem Fall 8 saubere Outs.

      Mit 8 Outs reicht es eigentlich nicht mehr für einen Call. Die korrekten Odds hier wären 4,75:1, die Pot Odds sind aber nur bei 4,1:1. D.h. rein nach ODds und Outs haben wir den Fold.
      Es fehlt aber nicht mehr viel. Um die Pot Odds auf 4,75:1 zu bekommen, brauchen wir noch (4,75-4,1) = 0,65 Mal den zu bringenden Einsatz, was hier in Etwa $0.14 entspricht.
      Klar, wir wissen nicht, ob uns der Gegner das noch zahlen wird. In Relation zum Pot am River (also nach unserem Call) ist der Betrag aber so klein, dass wir ihn höchstwahrscheinlich noch bekommen werden. Selbst, wenn wir OOP im Trefferfall anspielen, haben wir einen Betrag von nicht mal 1/5 Potsize. Und das zahlt eigentlich so gut wie jeder Gegner noch, um den Showdown zu sehen.

      Wenns dazu noch Fragen gibt einfach stellen, ansonsten kansnt du mit der nächsten Lektion weitermachen.