Alte schlechte Gewohnheiten

    • Hausierer
      Hausierer
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2005 Beiträge: 13.101
      Moin =)



      Kurz zu mir:

      Spiele seit 7 Jahren Poker und habe demnach noch die "goldene Zeit" ( ;( ;( )miterlebt wo man mit solidem ABC Poker ne Menge Geld scheffeln konnte und mir das auch relativ gut gelang =)
      Als es dann tougher wurde und kein Edge mehr vorhanden war ( und ich mich auch nicht wirklich weiterentwickelt habe, Fauli obv )habe ich aufgehört und Anfang dieses Jahr wieder angefangen mit $500 bei NL10. Seitdem noch ein paar andere Sachen gespielt und jetzt bin ich wieder da wo ich angefangen habe ( vll so 40K Hände NL20 breakeven gespielt,reicht also nur für NL10 im Moment )

      Problem ist, die Games haben sich seitdem eklatant verändert. Z.B. die Gegner gehen nicht mehr so leicht broke und preflop gehts ganz anders zur Sache, man kassiert eine 3bet nach der anderen, es wird viel mehr gebarrelt etc.


      Mein Spielstil von damals scheint nicht mehr zu funzen und das Problem ist es dass ich diese Automatismen trotz Vids, Equilab und Artikeln in letzter Zeit auch nicht mehr rausbekomme. Folglich wird man oft unsicher. Am liebsten würde ich mein ganzes Pokerwissen löschen und nochmal bei Null anfangen.



      Die große Frage ist jetzt wie man es schafft die "steinzeitlichen Pokerinstinkte " auszumerzen, hat jmd nen Tipp?


      Gruß Hausierer
  • 18 Antworten
    • nbchiller
      nbchiller
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2010 Beiträge: 5.701
      Die beste Möglichkeit sind Coachings :D
      Aktuellste Videos und Livecoachings zeigen ja auch permanent die Denkstrukturen von Hero und den Villains auf. So kann man möglicherweise versuchen unbeteiligt zuzuschauen und neu zu lernen und zu verstehen, was sich geändert hat.

      Der lange Weg wäre noch. NL2/NL5 spielen, da sich - obwohl fishy - die Gegner von unten wegentwickeln. Du könntest dort diverse Lines probieren ohne deine BR zu gefährden, auch wenn du halt mal nen Fisch fütterst, so vielleicht auch wieder mehr Vertrauen in deine Skills entwickeln.

      Ansonsten natürlich gucken, lernen, Handanalysen, Forum - und in den Garten setzen um zu meditieren :f_cool:
    • 10playmaker10
      10playmaker10
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2011 Beiträge: 2.082
      da du ja weißt wie es geht bzw wie es an den tischen läuft sind es nur kleinigkeiten die entscheiden sind ob es up in den limits geht breakeven oder down,und das sind dann de eigenen klicks an der linken maustaste.

      als erstes mußt du das max raushollen können um es überhaupt noch zu packen also wissen wie es läuft

      als zweites spiele nicht nur einen spielstyle,du wirst deinen eigenen style haben mit dem du meistens spielst,das wichtigste ist aber passe dich dem tisch nicht an und versuch mit einem anderen style die gegner anzugreifen und ihre schwächen zu erkennen.

      als drittes wie du gesagt hast das preflop spiel spielt eine wichtige rolle,wahrscheinlich nochmehr als das postflop spiel,weil sich halt viel mehr preflop abspielt,wenn du halt postflop mit ner strasse gegen nen fulhouse läufst so ist das halt :)

      meiner meinung nach liegt der unterschied zwischen einen top spieler und mittelmaß im preflopspiel.
      wenn du dort sicher sitzt wie eine mauer und weißt was zu tun ist kann dich nichts mehr aufhalten.oder haßt du schonmal jemanden gesehen der eine mauer umhauen kann.
    • keevo
      keevo
      Black
      Dabei seit: 22.03.2008 Beiträge: 9.049
    • Magerkwark
      Magerkwark
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2012 Beiträge: 1.992
      Postflopspiel ist eigentlich viel wichtiger als Preflop... :s_rolleyes:
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.750
      Neue Variante könnte natürlich helfen. Ist was neues, keine alten Gewohnheiten und eventuell sogar erstmal mehr Spaß.

      Alternativ kaufe die das Buch "Harrington on Online Cashgame" und befolge es. So hast du wieder eine solide Basis und kannst darauf aufbauen.
    • Stoner
      Stoner
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2007 Beiträge: 1.894
      Original von 10playmaker10

      meiner meinung nach liegt der unterschied zwischen einen top spieler und mittelmaß im preflopspiel.
      wenn du dort sicher sitzt wie eine mauer und weißt was zu tun ist kann dich nichts mehr aufhalten.oder haßt du schonmal jemanden gesehen der eine mauer umhauen kann.

      rofl das Geld wird heutzutage postflop gemacht, nur mit preflop(chart) hast du keine Chance mehr ;)
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      mein Vorschlag ist ziemlich radikal, aber imho sehr effektiv, wenn du den skill hast aus Beobachtungen zu lernen.

      ______________________________


      -> steig von NL10 auf NL2 ab (damit das Geld unwichtiger wird) und spiele einige Sessions wie ein komplett Verrückter.

      Calle einfach alles runter, selbst wenn du nur 4th pair hast. Folde gegen kein raise usw. - also ultrakrasse CS sein. :f_eek:

      Wenn du selbst aktiv bist, dann sei der schlimmste Aggromat, den NL2 je gesehen hat - höre auf zu coldcallen, sondern openraise ultraweit und 3bette einfach deine gesamte value3bet und coldcall Range, 4bette wenn die Leute dich 3betten usw.

      Oder probiere aus was passiert, wenn du als PFA immer nur c/c spielst egal wie das board ist.

      usw. usw.
      ___________________________

      Die Idee die dahinter steht ist die:
      Du wirst sehr, sehr schnell sehen wie die Leute reagieren und mit was für Händen die das machen.
      Du musst keine logischen Annahmen über Ranges machen, sondern du siehst ja ständig Villains Hand, weil du zum SD gehst, bzw. du merkst wie oft (oder selten) sie gegen extreme Aggression folden, was ihre raises (pre und postflop) in welchen spots wirklich bedeuten, usw..

      Du wirst ganz sicher auf diese Weise einiges an Geld verlieren (deshalb ja NL2), aber der Gewinn kann darin liegen, dass du viel besser verstehst wie die Leute wirklich denken, bzw. mit was für Händen sie was in welchen spots machen - denn, so viel verspreche ich: du wirst dich gewaltig wundern, denn mit Rationalität hat das nur sehr selten was zu tun^^

      Das ist dann auch auf NL10 nicht grundsätzlich anders als auf NL2, klar sind viele Spieler nen Tick besser, aber so groß ist der Unterschied nicht.

      Wie gesagt, ist ne radikale Maßnahme, aber ich kann's nur empfehlen - try it out and learn^^
    • 10playmaker10
      10playmaker10
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2011 Beiträge: 2.082
      Original von Stoner
      Original von 10playmaker10

      meiner meinung nach liegt der unterschied zwischen einen top spieler und mittelmaß im preflopspiel.
      wenn du dort sicher sitzt wie eine mauer und weißt was zu tun ist kann dich nichts mehr aufhalten.oder haßt du schonmal jemanden gesehen der eine mauer umhauen kann.

      rofl das Geld wird heutzutage postflop gemacht, nur mit preflop(chart) hast du keine Chance mehr ;)

      du bist auch so ein preflopcharter,bleibe trotsdem der meinung das es bis nl600-nl1000 nicht auf das postflop spiel ankommt,hier mal eine bet da mal eine bet.
      und trotsdem kann nur immer wieder das beispiel nanonoko raushollen :) der ist preflop so gut das er postflop eigentlich zum nit wird,wie soll er sonst 24 tische spielen.
      und wie gesagt bleibe halt dabei das es auf das preflop spiel ankommt nicht unbedingt ob man den oder den jetzt 3 oder 4 beted sondern in welchen situationen man preflop gegen welche spieler allin shippt.ob man nicht doch a k gegen 2 andere spieler foldet wenn es zum push kommt,oder ob man gegen einen abc spieler mit einer komischen 4 bet range von 1,8% mit qq überhaupt vorne ist :f_o:
    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      Preflop ist viel zu einfach und schon längst gelöst, da dürfte man sich auf NL400 schon längst keine Edge mehr verschaffen können.
    • Magerkwark
      Magerkwark
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2012 Beiträge: 1.992
      Nanonoko kann 24 Tische spielen weil er Postflop keine groben Fehler macht und schon so viele Situationen gesehen hat. Preflop können einige Regs schon auf NL10 relativ solide spielen, aber wenn diese dann gegen Low/Midstakesregs spielen würden, hätten sie keine Chance und das vor allem wegen Postflopleaks.
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.057
      Original von MyLady17
      Preflop ist viel zu einfach und schon längst gelöst, da dürfte man sich auf NL400 schon längst keine Edge mehr verschaffen können.
      hast du jemals nl400 regulär gespielt?
    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      weißt du doch.

      Ist ja auch egal, preflop ist einfach viel zu simpel, selbst du dürftest das schnallen, dass man das mit einfacher Kombinatorik recht optimal spielen kann.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von MyLady17
      weißt du doch.

      Ist ja auch egal, preflop ist einfach viel zu simpel, selbst du dürftest das schnallen, dass man das mit einfacher Kombinatorik recht optimal spielen kann.
      oh man :rolleyes:

      dann nen mir doch mal die GTO OR Range bei 6max aus MP bei effektiver stacksize von 115bb?
      Wie ändert sich diese Range wenn wir 150bb deep sind?
      Wie ändert sie sich in Richtung maxEV, wenn sowohl BU als auch CO Nits sind?
      Wie ändert sie sich in Richtung maxEV, wenn alle 4 nach uns absolute Aggromaten sind?

      usw. usw.

      preflop ist absolut situationsabhängig, "berechnet" sich aus vielen fluktuierenden Faktoren und die Equity der eigenen Hand gegen die anzunehmenden Ranges der Gegner ist dabei nur ein Faktor von vielen und im Übrigen auch nicht so ohne weiteres bekannt, sondern muss ausgerechnet werden.

      Klar gibt es seit Jahren auf den Coaching Seiten halbweg solide SHCs an denen man sich als Anfänger ausrichten kann, aber jeder der sein Spiel verbessert wird darüber hinausgehen und situationsabhängiger spielen, genau hier liegt ein wesentlicher Teil der edge, dass man besser als alle anderen der jeweiligen Situation entsprechend seine Ranges anpassen kann.
      Von "durch einfache Kombinatorik gelöst" kann absolut keine Rede sein...
    • olotol
      olotol
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 841
      Hallo Hausierer...
      ...wir kennen unsvon dern Anfängden der guten alten Pokerzeiten.
      Auch ich habe die "steinzeitlichen Pokerinstinkte " leider noch und versuche diese, nachdem ich seit 2 Monaten wieder regelmäßiger spiele, in geordneten Bahnen umzuleiten.
      Mir ist es leider auch noch nicht gelungen.
      Ich spiele nun auch NL 10...und das zur Zeit auch noch mit Verlust. Arbeite aber hart an einer Änderung und bin gespannt auf die Antworten zu deinem Artikel hier. Vielleicht springt da auch etwas für mich raus.
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.750
      Original von Scooop
      Original von MyLady17
      weißt du doch.

      Ist ja auch egal, preflop ist einfach viel zu simpel, selbst du dürftest das schnallen, dass man das mit einfacher Kombinatorik recht optimal spielen kann.
      oh man :rolleyes:

      dann nen mir doch mal die GTO OR Range bei 6max aus MP bei effektiver stacksize von 115bb?
      Wie ändert sich diese Range wenn wir 150bb deep sind?
      Wie ändert sie sich in Richtung maxEV, wenn sowohl BU als auch CO Nits sind?
      Wie ändert sie sich in Richtung maxEV, wenn alle 4 nach uns absolute Aggromaten sind?

      usw. usw.

      preflop ist absolut situationsabhängig, "berechnet" sich aus vielen fluktuierenden Faktoren und die Equity der eigenen Hand gegen die anzunehmenden Ranges der Gegner ist dabei nur ein Faktor von vielen und im Übrigen auch nicht so ohne weiteres bekannt, sondern muss ausgerechnet werden.

      Klar gibt es seit Jahren auf den Coaching Seiten halbweg solide SHCs an denen man sich als Anfänger ausrichten kann, aber jeder der sein Spiel verbessert wird darüber hinausgehen und situationsabhängiger spielen, genau hier liegt ein wesentlicher Teil der edge, dass man besser als alle anderen der jeweiligen Situation entsprechend seine Ranges anpassen kann.
      Von "durch einfache Kombinatorik gelöst" kann absolut keine Rede sein...
      Er hat doch lediglich gesagt, dass Preflop alle relativ solide spielen und gegen gute Gegner die Edge gegen 0 strebt. Das man Situationsabhängig spielt hat damit doch überhaupt nichts zu tun. Die Edge die man sich Postflop erarbeiten kann, ist um einiges größer.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      dass eventuell so einige Leute postflop grobe Fehler machen aus denen man Kapital schlagen kann, auch auf stakes höher als NL400 bestreite ich durchaus nicht.
      Aber das preflopspiel ist eben alles andere als unwichtig dabei und es ist extrem wichtig, dass man genau weiß welche Range man im welchem spot wieso spielt.
      Und dieses Gerede von "preflop ist gelöst" ist halt einfach nur hart lächerlich, weil erstens pre und postflop überhaupt nicht so getrennt werden können und eine Lösung für pre impliziert, dass man auch postflop gelöst hat.
      Und zweitens ist eben das Preflopspiel extrem viel komplexer als so mancher Reg glaubt, übrigens auch auf höheren stakes und alle die meinen, dass hier keine edge liegt und sie hier ihre 08/15 Ranges durchspielen sind ggf. genau die Regs die auf diesen stakes dann zu den schwachen oder gar losing Regs gehören und nicht verstehen wieso...^^
    • 2plus2is4
      2plus2is4
      Black
      Dabei seit: 20.05.2008 Beiträge: 4.335
      theoretisch
    • Hausierer
      Hausierer
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2005 Beiträge: 13.101
      Danke für eure Anregungen, laufen tuts ja einigermaßen bei mir. Spiele die letzten 60K Hände NL10 mit 5,5BB/100, nur wenn ich auf NL20 hochgehe bekomme ich regelmäßig einen auf die Glocke X( Das muss jetzt irgenwann mal funktionieren.

      Habe mir jetzt 2-3 Zettel an den Rechner geklebt die mich immer an meine Leaks erinnern sollen Hoffentlich hilft das :D