Chitzui

    • Chitzui
      Chitzui
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2012 Beiträge: 4
      Hi, vorgestellt habe ich mich ja schon hier: Hey also lege ich sofort los:

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker? (Bei dieser Frage spielt es keine Rolle, wie konkret deine Antwort ausfällt; allerdings solltest du versuchen, alle Gründe zu erfassen und zu erklären)
      Also ich spiele Poker vor allem weil ich meine Geldbörse ein bisschen aufbessern möchte, was wohl mit Poker am besten geht da es das einzige Skill Spiel ist, das so viele Echtgeld Spielmöglichkeiten bietet. Zum Beispiel bin ich äußerst gut in den Kartenspielen "Lügner", "UNO" oder "Drecksack" (auch "Black Jack", aber das ist ohne Zählen reines Glück) allerdings gibt es hiermit keine Möglichkeit Online Echtgeldspiele zu spielen. Ebenso mit Dota, dass ich schon seit 8 Jahren fast täglich spiele und dementsprechend extrem gut bin, es aber auch dort keine Möglichkeit Geld zu verdienen gibt (Dota ist ein PC Spiel, einzige Möglichkeit wäre hier Professionell zu spielen, aber das ist kein gewinnbringendes Geschäft). Da ich ab und zu mit Freunden auch Poker spiele und mir das Spaß macht und es hier noch die Geldkomponente gibt möchte ich mir dieses Spiel aneignen.
      Zuletzt besteht auch noch die Komponente zu lernen schnell Entscheidungen treffen zu können.
      Zusammengefasst geht es darum genug Geld zu verdienen um vielleicht meinen derzeitigen Studentenjob ab geben zu können und durch Poker zu ersetzen.
      Aber auch in Turnieren im echten Leben gegen meine Kollegen zu gewinnen.
      (in c.a. 2 Jahren möchte in in realen Turnieren gut mit halten können und ebenso online erfolge Erzielen)

      Nur frage ich mich allerdings wie ich (vor allem am Anfang) Geld machen kann wenn doch mittlerweile eben wegen des großen online Lehrangebotes es so gut wie keine reinen Spieler mehr gibt die nur zum Spaß und ohne Kopf spielen ?
      Klar, wenn man fortgeschritten ist braucht man sich nur an einen Tisch mit Anfängern zu setzen und diese fertig zu machen.
      Dann ist es doch so, dass wenn man ein ALL IN (berechtigt, wegen z.B. AA) macht und dennoch verliert man doch sein ganzes Geld inklusive des bis dahin erspielten verliert und rein mathematisch wird dies früher oder später passieren, demnach ist doch Poker langfristig gesehen immer ein Verlustgeschäft (wie z.B. beim verdoppeln beim Roulette, das Geld steigt zwar, bis man auf einmal alles verliert). Außer für Turniere wo der Gewinn 1000x der Einsatz ist und ein All In nicht dramatisch ist.
      Eine letzte Frage wäre ob mir das Ganze Training auch an Tischen oder Turnieren im echten Leben weiterhilft ?

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker? (Welche Fehler, denen du dir bewusst bist, machst du während des Spiels? Spielst du, obwohl du müde bist? Tiltest du leicht? Willst du zu oft den Showdown sehen? Schreib alle Schwächen auf, die du bei dir bereits bemerkt hast.)
      Also definitiv, dass ich auch spiele wenn ich müde bin (was sich nicht wirklich vermeiden lässt da ich durch das Studium und die Arbeit so gut wie permanent zu wenig schlaf habe). Dann ist es auch so, dass ich viel zu oft denke, dass mein Gegenspieler blufft; Ich habe eine gute Hand z.B. QT, im Flop sind zwei Damen also fühle ich mich mit meinem Drilling sicher und Raise worauf der Gegner all in geht und da ich mich so sicher fühle und denke, dass mein Gegner blufft weil mir die Chancen, dass er eine Dame hat auf einem 9er Tisch extrem gering erscheinen und weder Flush noch Straight Gefahr besteht, gehe ich mit und es stellt sich heraus, dass mein Gegner QJ hatte und ich somit alles, auch das bis dahin erspielte Geld wieder verliere. Also ich denke, dass ich noch nicht so gut bin im Chancen ausrechnen und meine Hände oft zu hoch einstufe und somit zu leicht in ein All in Gehe.
      Dass ich danach wütend werde ist klar, also Tilte ich wahrscheinlich auch zu leicht.
      Definitiv habe ich wohl die Mathematik hinter Poker noch nicht so drauf. Was mich in Realen Spielen rettet ist der Psychologische Aspekt, vor allem wenn man seine Gegner kennt.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen? (Beschreibe mit eigenen Worten, was tight-aggressiv bedeutet und warum diese Spielweise funktioniert.)
      Also Tight:
      - Nur ausgewählte Hände spielen
      - In der Lage sein die Hand ab zu geben wenn es zu teuer wird
      (In Position zu spielen, also auf seine Position im Spielfeld zu arten)
      Aggressiv:
      - Den Einsatz selber bestimmen also selber zu setzen und nicht zu Callen
      Die methode sollte funktionieren weil man dann immer gute Hände im flop (durch Tight) und dann den Gegner unter druck setzt und zu Entscheidungen zwingt (durch Aggressiv)

      Entschuldigt bitte die Länge des Beitrages,
      liebe Grüße aus Bonn

      PS: einige Links sollten überprüft werden, ich bin öfters auf 404 gestoßen..
  • 1 Antwort
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi und willkommen im Kurs!

      Zu den Lektionsaufgaben sag ich noch nicht allzu viel, die Fragestellungen waren ja eher zur Standortbestimmung gedacht. Du hast dich damit ausgiebig auseinandergesetzt und somit schon den ersten Schritt getan, um etwas lernen zu können.

      Zu deinen Fragen:

      Nur frage ich mich allerdings wie ich (vor allem am Anfang) Geld machen kann wenn doch mittlerweile eben wegen des großen online Lehrangebotes es so gut wie keine reinen Spieler mehr gibt die nur zum Spaß und ohne Kopf spielen ?
      Erstaunlicherweise gibt es diese kopflosen "Spaßspieler" immer noch. Nur weil Lernangebote existieren heißt das ja nicht, dass sie auch genutzt werden und sich kein Spieler mehr ohne genug Hintergrundwissen an den Tisch setzt.
      Ehrlicherweise muß ich aber dazusagen dass es sehr plattformabhängig ist. Es gibt Onlinepoker-Anbieter, an denen die Dichte an schlechten Spielern einfach kleiner ist als bei anderen Anbietern.


      Dann ist es doch so, dass wenn man ein ALL IN (berechtigt, wegen z.B. AA) macht und dennoch verliert man doch sein ganzes Geld inklusive des bis dahin erspielten verliert und rein mathematisch wird dies früher oder später passieren, demnach ist doch Poker langfristig gesehen immer ein Verlustgeschäft (wie z.B. beim verdoppeln beim Roulette, das Geld steigt zwar, bis man auf einmal alles verliert). Außer für Turniere wo der Gewinn 1000x der Einsatz ist und ein All In nicht dramatisch ist.
      Dieses Konstrukt nennt sich Varianz. Ja, man kann auch mit AA verlieren und ist dann das Geld los, mit dem man am Tisch sitzt. Aber gleichzeitig kann man auch mit 72o gewinnen.
      Auf lange Sicht gleicht sich dieser "Glücksfaktor" eben aus. Und mathematisch/statistisch ist AA immer noch die bestmögliche Starthand und sollte in weit mehr als 50% auch gewinnen.
      Du sitzt ja auch nicht mit deinem gesamten Kapital am Tisch. Stichwort dazu: Bankrollmanagement (solltest du in Lektion 1 schon mal gehört haben). Deshalb hinkt der Vergleich mit der Roulette-Verdopplung gewaltig.
      Wenn du mit AA verlierst, bist du einen Stack los - hast aber noch Rücklagen genügend Rücklagen. Und du versuchst ja auch nicht, den Verlust mit einem doppelt so hohen Einsatz wieder reinzuholen sondern spielst ganz normal weiter.


      Eine letzte Frage wäre ob mir das Ganze Training auch an Tischen oder Turnieren im echten Leben weiterhilft ?
      Bei Turnieren definitiv nicht, der Anfängerkurs ist auf Cashgame ausgelegt.
      Und auf den realen Cashgame-Tischen wirst du vermutlich auch anders spielen wollen. Online läuft das Spiel nämlich viel schneller ab, man kann sich hier die Hände gemütlich aussuchen und wirklich nur das Beste vom Besten spielen. Wenn du das aber an einem echten Tisch versuchst, auf welchem eine Hand bis zu 10 Minuten dauert, wird dich bald der Spaß daran verlassen haben.

      Weiterhin viel Erfolg beim Kurs und viel Spaß bei Lektion 2!