Call20 Regel

    • meshugaa
      meshugaa
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2011 Beiträge: 1.162
      Warum wird im SHC den Anfängern geraten Pocketpairs nach der Call20 Regel zu spielen?

      Mal eine Beispielhand:

      Hand converted with online PokerStrategy.com hand converter:

      Hand abspielen

      $0.02/$0.05 No-Limit Hold'em (7 handed)

      Known players:
      BB:
      $6.75
      MP1:
      $2.52
      MP2 (Hero):
      $5.00
      MP3:
      $14.38
      CO:
      $6.21
      BU:
      $7.23
      SB:
      $2.00


      Preflop: Hero is MP2 with 7, 7.
      MP1 folds, Hero calls $0.05, MP3 calls $0.05, 3 folds, BB raises to $0.20, Hero calls $0.15, MP3 folds.

      Laut Call20 Regel limpen wir 77 und wenn jemand erhöht muss ich und Villain noch das 20-Fache des von mir zu zahlenden Betrag haben. Das haben wir in dem Fall und callen deshalb auch. Nun besagt die Call20 Regel auch, dass die Hand aufgeben wird wenn wir nicht unser Set treffen.

      Probleme an der Call20 Regel:

      1.Wir spielen fast immer OOP.

      2.In wie vielen Fällen treffen wir unser Set? (Ich glaub 12,5%, also in 1 von 8 Fällen)

      3. In wie vielen treffen wir unser Set und wie oft werden wir vom Gegner ausbezahlt?



      Abschließende Frage:

      Ist der Call auf Setvalue +EV?
  • 3 Antworten
    • Schnafffke
      Schnafffke
      Global
      Dabei seit: 28.10.2011 Beiträge: 1.887
      1. warum?

      2. jap ist korrekt

      3. wie oft musst du denn ausbezahlt werden damit es anch call 20 profitabel ist? ...

      im übrigen hast du hier in dem SPot sozusagen "Call 25"



      Abschliessende Antwort: Ja ist er in den meisten SPots auf den Micros. Allerdings gibt es auch Spots wo er es nicht ist.
    • DerberAlter
      DerberAlter
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2012 Beiträge: 2.066
      wenn du preflop dein kleines PP gemäßig der 20er regel callst, dann limpst du ja entweder rein und hast in der regel in 50% der fälle den kleinen betrag wieder drinnen oder du callst einen raise und wenn du das set triffst, musst du halt hoffen, dass der preflop aggressator weiter seine cbet macht. wenn er bis zum turn nix getroffen hat, wird er vermutlich checken und du musst gucken dass du am river genug rausholst.

      mMn ist es einfach eine frage der übung, wie man solche situationen am besten spielt. ich würde dir auf jeden fall dazu raten nur in gewissen situationen reinzudonken: z.b wenn 2 highcards liegen und du noch 3-4 gegner hast und du oop bist, kannst du den pot damit aufblähen. und falls ein starkes straight/flush draw liegt, das in die range von deinem gegner fällt, kannste schonmal mit ner donkbet protecten.

      aber das ist nur meine persönliche meinung von einem der erst ein paar wochen ernsthaft spielt, daher kann es auch gut sein, dass ich total daneben liege
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      20/8,5 = 2,4

      Die Idee hinter der Call Regel ist, dass du in rund jedem 2,4tem Fall dein Set ausbezahlt bekommst. Natürlich ist eine Call 20 Regel im Endeffekt unsinnig, weil sie weder deine Position, noch die Implied Odds (gegen eine loose Range sind deine Implied Odds geringer als gegen eine tighte Range z.b.), spezifische Tischdynamiken (z.b. Gefahr von Squeezes) berücksichtigt.

      Da aber Pocketpairs Postflop relativ einfach zu spielen sind, wird so eine Regel für Anfänger aufgestellt. Die Regel ist im Endeffekt genauso suboptimal wie ein SHC oder irgendwelche einfache Postflopregeln. Als Einstieg aber ganz gut geeignet.

      (8.5:1 triffst du dein Set ca., wenn ich mich jetzt nicht total vertue)