Was ist schlimmer in den Augen eines Islamisten?

    • ptLoCkE93
      ptLoCkE93
      Gold
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.507
      Habe eine Frage, die ich mir leider nicht selbst beantworten kann:

      Aufgrund der derzeitigen Geschehnisse kam in einer Diskussion die Frage auf, was bzw. wer in den Augen eines Islamisten den größeren "Feind" darstellt: Andersgläubige oder Atheisten? Oder beides gleich, da "ungläubig" ect.?
  • 14 Antworten
    • 18001
      18001
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2009 Beiträge: 1.830
      Also mir hat mein Islam Professor immer eingetrichtert, dass ich den katholismus + alle anderen religionen, genau wie die anderen propheten (jesus) respektieren und an sie glauben soll. Denn wir haben alle den selben gott.

      Weiß nicht obs ein ausnahmeislam lehrer war, aber seitdem er mir damals gesagt hatte. Hatte ich nicht mehr so ein unwohlgefühl wenn ich ein kreuz usw gesehn habe, bin ihn dafür auch sehr dankbar!

      War obv 8-10 jahre alt.

      Aber was ich damit sagen will. Durch die aussage vom islam prof, würde ich auf atheisten tippen, weil sie eben nicht an unseren gott glauben und somit "teufelsanbeter" sind :D

      Da der islam einen einprädigt, dass es nur einen gott gibt. Dass heisst, das katholiken auch an denselben gott wie die islamischen leute glauben! Falls das stimmt, was mein prof mir gesagt hatte.

      Ist mehr oder weniger "geraten", da mich sowas eig nie interessiert hatte. War obv auch nur 1 jahr im islam unterricht und hab mich danach abgemeldet!
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Vereinfacht gesagt gilt im Islam:

      Muslime

      Christen/Juden

      monotheistische Religionen

      Atheisten

      polytheistische Religionen



      Christen und Juden haben afaik einen höheren Stand im Islam, weil sie
      a) monotheistisch sind
      b) sich auf die Bibel(AT) berufen

      Christen- und Judentum haben einen Sonderstatus, weil sie quasi richtig anfangen, aber falsch aufhören(falsche Entwicklungen), monotheitische Religionen haben den Vorteil, sich auf nur einen Gott zu beschränken, was heißt, dass sie an Allah in anderer Form glauben(meistens).

      Atheisten sind unten durch, weil sie nicht an Gott glauben, noch schlimmer ist nur der Glaube an viele Götter.

      Es kommt aber auch immer auf die genaue Auslegung des Islam an - man kann es so auslegen, dass Christen und Juden einfach nur eine besonders schräge Strömung innerhalb des Islam sind, man kann aber auch sagen, dass es Ungläubige sind, die bekämpft werden müssen.



      Was 18001 schreibt ist relativ typisch für eine tolerante Auslegung des Islam, die im Lauf der Jahrhunderte auch mal verbreitet war - im Mittelalter war die islamische Welt viel fortschrittlicher als die christliche und gemessen an den Möglichkeiten auch moderner als heute :-)
    • BudSpencer8
      BudSpencer8
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2008 Beiträge: 7.516
      Bin kein Islamexperte würde es allerdings eher so einschätzen:

      Besser keine Religion als die "falsche Religion".

      Soll heissen Christentum und Judentum werden trotz oder gerade aufgrund der Ähnlichkeiten als "falsch" angesehen. Einen Atheisten könnte man jedoch eventuell eher überzeugen dem Islam beizutreten.

      Ist sicherlich auch eine Frage der Radikalität. "Normale" Moslems sehen wahrscheinlich Christen und Juden nicht zwangsläufig als Gegner an wogegen Radikale dies eher so sehen.
    • W1ckd
      W1ckd
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 2.250
      Edit by Khrano: Spam entfernt.
    • Raiden1905
      Raiden1905
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2010 Beiträge: 1.549
      haha es ist einfach zu geil.
      immer dieses wort islamisten...
      lernt erstmal den unterschied zwischen moslems und islamisten.
      das ist wie das wort deutscher und nazi gleich zu setzen.
      aber die medien machen es uns ja richtig vor :rolleyes:
    • Bjoerniboy
      Bjoerniboy
      Black
      Dabei seit: 15.06.2008 Beiträge: 5.130
      und wer sagt jetz dass es um moslems und nich islamisten geht?
    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.046
      Original von FiftyBlume
      Was 18001 schreibt ist relativ typisch für eine tolerante Auslegung des Islam, die im Lauf der Jahrhunderte auch mal verbreitet war - im Mittelalter war die islamische Welt viel fortschrittlicher als die christliche und gemessen an den Möglichkeiten auch moderner als heute :-)
      Dafür sind sie heutzutage extrem zurückgeblieben! Anders kann ich es nicht ausdrücken, wenn ein Volk so extrem im Glauben "gefangen" ist. Der ganze Alltag wird der Religion und seinen Ritualen angepasst. Das ganze Theater und der Stress, welcher aufgrund der Religion ständig veranstaltet wird ist mir einfach unverständlich. Aber gut, so ist der Mensch einfach.

      Ich kenne einige tiefgläubige Moslems sehr gut und versteh mich auch sehr gut mit ihnen! Das ist also keine offense von mir sondern einfach Tatsache.
    • efkay
      efkay
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 3.673
      Durch die aussage vom islam prof, würde ich auf atheisten tippen, weil sie eben nicht an unseren gott glauben und somit "teufelsanbeter" sind
      Fatale Schlussfolgerung. Nur weil ich nicht glaube bete ich noch LANGE keinen Satan an

      Atheisten sind unten durch, weil sie nicht an Gott glauben, noch schlimmer ist nur der Glaube an viele Götter.
      Tolle Logik.
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Original von efkay
      Durch die aussage vom islam prof, würde ich auf atheisten tippen, weil sie eben nicht an unseren gott glauben und somit "teufelsanbeter" sind
      Fatale Schlussfolgerung. Nur weil ich nicht glaube bete ich noch LANGE keinen Satan an

      Atheisten sind unten durch, weil sie nicht an Gott glauben, noch schlimmer ist nur der Glaube an viele Götter.
      Tolle Logik.

      „Gott vergibt nicht, daß man ihm (andere Götter) beigesellt. Was darunter liegt, (d. h. die weniger schweren Sünden) vergibt er, wem er (es vergeben) will. Und wenn einer (dem einen) Gott (andere Götter) beigesellt, ist er (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.“

      – 4:116 nach Paret; siehe auch 4:48 sowie 31:13
      Polytheismus/Götzenanbetung ist im Islam die höchste Sünde ;-)

      http://de.wikipedia.org/wiki/Dhimma

      Der Islam ist da relativ frei, die Haltung zu Polytheimus ist deutlich vorgegeben, Atheismus nicht explizit erwähnt(meines Wissens nach).

      @Falco:

      Ich wollte auch nur mal in den Raum werfen, dass das heutige Bild vom Islam verzerrt ist und nicht der tatsächlichen Religion entspricht - hat gewisse Ähnlichkeit zu Kreuzungen und Ablassbriefen im Mittelalter, die sind eben auch nicht aus der Religion entstanden sondern durch die Menschen.
    • 18001
      18001
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2009 Beiträge: 1.830
      Original von efkay
      Durch die aussage vom islam prof, würde ich auf atheisten tippen, weil sie eben nicht an unseren gott glauben und somit "teufelsanbeter" sind
      Fatale Schlussfolgerung. Nur weil ich nicht glaube bete ich noch LANGE keinen Satan an

      Atheisten sind unten durch, weil sie nicht an Gott glauben, noch schlimmer ist nur der Glaube an viele Götter.
      Tolle Logik.
      Oh mann. Was glaubst warum ich die anführungszeichen gemacht habe? Und der einzige smilie sich neben dem wort befindet! Leb dein leben es schreibt dir keiner was vor! Wie sich viele immer gleich angegriffen fühlen und sich dann über den islam aufregen. Es gibt eifach idioten in jeder glaubensrichtung, die die restlichen alle über einen dreck schern. Also alle die ich kenne, die regelmäßig beten usw. Sind eifach sowas von friedliche, hilfsbereite menschen, das kannst garnich glauben. Da bin ich um einiges egoistischer obwohl ich um ein 50 faches mehr verdiene. Natürlich gibt es auch das gegenpart, aber in den medien kommt leider nur das gegenpart vor. Zwar offtopic aber ich finds schade dass der islam, mittlerweile sofort mit terror und problem in verbindung gesetzt wurde.


      Der hauptgrund warum die islamischen länder so hinterblieben sind, ist meiner meinung nach eindeutig wegen den frauen. Ich glaub kaum irgein ein stadt würde überleben, wenn plötzlich 50% der einwohner, nicht arbeiten. (ofc in manchen ländern mittlerweile weniger) aber dennoch, sind selbst 20-30% mächtig viel, also ich sprech aus erfahrung und kann sagen, dass die ältere genration, die mittlerweile 60 ist. Alle nur hausfrauen waren.

      Edit: man wird ein wenig paranoid nach einiger zeit, dass einem alles wortwörtlich genommen wird, deswegen -> ja i know, ein stadt hat nicht 50% frauen, die im arbeitsfähigem alter sind ^^
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Für Islamisten, da bin ich fester Überzeugung, gibt es keinen Unterschied zwischen Ungläubigen.

      Ungläubig (gemäßigte Muslime) - ungläubiger (Christen/Juden) - am ungläubigsten (Agnostiker/Atheisten/Polytheisten/ sonstige Weltanschauungen) ??

      Ganz sicher nicht.

      Ein Islamist lebt nach einer fundamentalistischen Lehre. In dieser Lehre gibt es keinen Platz für Abweichler.

      Entweder, man tritt als Ungläubiger (auch gemäßigte Moslems gehören dazu) zum fundamentalistischen Islam über, oder man ist des Todes.

      Eigentlich ist das doch ganz einfach. Schwarz/Weiß. Richtig/Falsch. Gut/Böse. Kompromisse gibt es nicht.
    • efkay
      efkay
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 3.673
      Oh mann. Was glaubst warum ich die anführungszeichen gemacht habe?
      Begrenzter Wortschatz. Ich schätze du hast kein harmloseres Wort gefunden und verpackst das daher in Anführungszeichen und Smileys. Aber auch wenn ich jetzt nicht Satan anbete und deinen Satz harmloser interpretiere, ich fühle mich da nicht angegriffen, sondern als nicht-Gäubiger abgewertet. Warum?

      Warum glauben fundamentalistische Moslems dass nicht-Gläubige des Todes sind? Ich kenne keinen unsterblichen Mensch. Es tut mir leid aber mir fällt da immer wieder die Bundeswehr ein, wo der Soldat Vorurteile vorgesetzt bekommt und darauf basierend eine Meinung bildet, welche dann das Töten von Menschen legitimiert. Ich verweise damit nur auf die Ungebildetheit von Fundamentalisten. Ich sage nicht dass alle Moslems für den Koran töten! ich habe das Gefühl das muss ich ausdrücklich klarstellen...


      Es gibt ein Sprichtwort: "Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse".
      Es gibt Wissenschaftler, die uns genau erklären können wie die Menschheit aneinander vorbei redet, weil nicht das Wort zählt, sondern wie man es spricht. Daher denke ich auch das sehr viele religiöse Überlieferungen falsch interpretiert und publiziert werden. Daher werden wir auch bei solchen Themen niemals auf einen Nenner kommen.

      „Gott vergibt nicht, daß man ihm (andere Götter) beigesellt.
      Ein schönes Beispiel. So kann ich das in Klammern gesetzte (andere Götter) nur als zusätzliche Interpretation des Verfassers des Satzes auffassen. Also stand hier ursprünglich:

      „Gott vergibt nicht, daß man ihm beigesellt.
      Das wiederum bedeutet dann eher das man sich niemals mit Gott gleich stellen sollte. Einfacher: Halte dich nicht für Gott! Halte dich nicht für einen besseren Menschen! Sei nicht hochnäsig, eitel (Eine Sünde in eigentlich allen Religionen)

      Was übrigens dann auch eher mit anderen Religionsüberlieferungen konform ist. Bhuddismus z.B. liefert uns nicht solche radikalen Glaubenssätze. Wahrscheinlich ist die Welt auch daher dem Bhuddismus viel entspannter gesinnt als dem Islam.

      Aber wenn Christen, Atheisten, Moslems irgendwann mal alle ein gleiches, viel größeres Problem haben, z.B. Überleben, dann wird der Welt auch klar: Wir sind alle gleich.
    • 18001
      18001
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2009 Beiträge: 1.830
      Original von efkay
      Oh mann. Was glaubst warum ich die anführungszeichen gemacht habe?
      Begrenzter Wortschatz. Ich schätze du hast kein harmloseres Wort gefunden und verpackst das daher in Anführungszeichen und Smileys. Aber auch wenn ich jetzt nicht Satan anbete und deinen Satz harmloser interpretiere, ich fühle mich da nicht angegriffen, sondern als nicht-Gäubiger abgewertet. Warum?

      Warum glauben fundamentalistische Moslems dass nicht-Gläubige des Todes sind? Ich kenne keinen unsterblichen Mensch. Es tut mir leid aber mir fällt da immer wieder die Bundeswehr ein, wo der Soldat Vorurteile vorgesetzt bekommt und darauf basierend eine Meinung bildet, welche dann das Töten von Menschen legitimiert. Ich verweise damit nur auf die Ungebildetheit von Fundamentalisten. Ich sage nicht dass alle Moslems für den Koran töten! ich habe das Gefühl das muss ich ausdrücklich klarstellen...


      Es gibt ein Sprichtwort: "Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse".
      Es gibt Wissenschaftler, die uns genau erklären können wie die Menschheit aneinander vorbei redet, weil nicht das Wort zählt, sondern wie man es spricht. Daher denke ich auch das sehr viele religiöse Überlieferungen falsch interpretiert und publiziert werden. Daher werden wir auch bei solchen Themen niemals auf einen Nenner kommen.

      „Gott vergibt nicht, daß man ihm (andere Götter) beigesellt.
      Ein schönes Beispiel. So kann ich das in Klammern gesetzte (andere Götter) nur als zusätzliche Interpretation des Verfassers des Satzes auffassen. Also stand hier ursprünglich:

      „Gott vergibt nicht, daß man ihm beigesellt.
      Das wiederum bedeutet dann eher das man sich niemals mit Gott gleich stellen sollte. Einfacher: Halte dich nicht für Gott! Halte dich nicht für einen besseren Menschen! Sei nicht hochnäsig, eitel (Eine Sünde in eigentlich allen Religionen)

      Was übrigens dann auch eher mit anderen Religionsüberlieferungen konform ist. Bhuddismus z.B. liefert uns nicht solche radikalen Glaubenssätze. Wahrscheinlich ist die Welt auch daher dem Bhuddismus viel entspannter gesinnt als dem Islam.

      Aber wenn Christen, Atheisten, Moslems irgendwann mal alle ein gleiches, viel größeres Problem haben, z.B. Überleben, dann wird der Welt auch klar: Wir sind alle gleich.
      Naja also ich setze anführungszeichen, wenn ich was zitiere. Aber ich nicht gleicher Meinung bin. Deswegen auch der Grinser daneben.

      Aber wie auch immer, will ich nochmals wiederholen, dass ich nicht vorhatte irgwem als satansanbeter abzustempeln, weil er an etwas nicht glaubt. Es ist mir ehrlich gesagt, herzlichst egal an was andere glauben, solange ich mein Leben leben kann wie ich das möchte.

      Und btw, du hast recht, ich habe einen begrenzten Wortschatz, aber in unserer Zeit, haben wir das Internet und ich kann innerhalb paar Sekunde dutzende andere Wörter finden, wenn ich gewollt hätte. Und nein, grammatische Fehler kann ich leider mit dem Internet nicht ausbessern! Ich wollte jediglich zitieren, dass der Islam davon ausgeht, dass jemand ein Teufelsanbeter ist, wenn jemand nicht an Gott glaubt. Da wenn man nicht an gott glaubt, will man auch nicht in den Himmel, deswegen will man indirekt in die Hölle Ob es auch meine Einstellung/Gedanke ist, habe ich nirgends angeführt.

      Btw habe ich aus meiner Lebenserfahrung, die zwar nicht riesig ist, gelernt, dass wenn jemand einen falsch verstehen WILL, dann macht er das auch, denn jemand der von vorn herein, nicht vorurteilend ist, der reagiert eifach anders. Weil fehler findest du bei jeden einzelnen Menschen auf der welt, dass ding ist nur ob du diese Fehler finden WILLST.



      Dass andere was mich genauso stört ist.

      Denkst du nicht, dass es genauso fundamentalistische Christen gibt, die glauben, dass nicht-gläubige des todes sind? Also warum dann über fundamentalistische Moslems beschweren?
    • efkay
      efkay
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 3.673
      Die gibt es. Die meinen dann ich bin nicht des Todes sondern mich erwartet die Hölle. Die sind für mich genau so gebildet wie fundamentalistische Moslems.

      Also warum dann über fundamentalistische Moslems beschweren?
      ich fühle mich da nicht angegriffen, sondern als nicht-Gäubiger abgewertet. Warum?
      Wer Wind säht, wird Sturm ernten. Der Atheist hat nicht angefangen dem Fundamentalisten Angst zu machen.

      Ich mache hier jetzt Schluss.



      Und dann diskutiere ich auch noch über Religion. Wie sagt man so schön: Friede sei mit euch. Und die die ganz bessessen davon sind jemand anderem den Glauben aufzuzwingen die werden das ernten, was sie sähen.