Alter und Pokerskillmöglichkeit

    • 2phil4u
      2phil4u
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2010 Beiträge: 3.722
      Wenn ich mir die heutigen Onlinetopspieler anschaue, so haben alle schon früh angefangen mit Poker, auch die alten Livespieler wie Phil Ivey (ok der ist nicht alt, aber schon lange dabei) haben alle früher angefangen.
      Ich habe erst mit 34 angefangen mit Poker, trotzdem habe ich schon ganz ordentlich gewonnen, aber vorallem 2007 - 2009, als die Spiele noch so soft waren.
      Seit einiger Zeit arbeite ich hart an meinem Spiel und wüsste mal gerne von einigen, die sich damit auskennen.
      Ist meine Lernfähigkeit mit 39 schon stark eingeschränkt oder nur leicht.
      Denn ich habe definitiv eine hohe mathematische Begabung und verstehe eigentlich alle EV Rechnungen problemlos.
      Negativ ist anzumerken, dass ich mental nicht superfit bin, will heissen, dass ich oft einfach nicht gut drauf bin, was jetzt aber weniger am Alter liegt, höchstens indirekt.
      Angenommen ich arbeite hart an mir, zur Zeit spiele ich Hyper Turbos 7 Dollar mit ordentlichem ROI die ich erst seit 2 Monaten spiele, wäre dann noch viel drin ?
      Diese Frage kann mir wohl nur jemand beantworten, der sich wirklich mit dem Thema auskennt und vielleicht kann er mir Tips geben, wie ich das ganze am besten manage.
      Gegen meine mentalen Probleme kann mir keiner helfen, ich leide an Depressionen und Angststörungen und es ist besser geworden mit Antidepressiva, aber ganz ist es nicht weg.
      Da habe ich auch eh schon fachliche Unterstützung. Gerade deswegen ist Poker für mich elementar wichtig, weil ich hier im Gegensatz zu einem normalen Beschäftigungsverhältnis mir meine Zeit frei einteilen kann und je nach Wohlergehen spielen oder nicht.
      Aber das nur als Randnotiz.
      Die eigentliche Frage war an Experten gerichtet, wie sich mein erhöhtes Alter auf meine mögliche Skillverbesserung auswirkt.
  • 17 Antworten
    • TAHG2010
      TAHG2010
      Bronze
      Dabei seit: 10.12.2010 Beiträge: 1.662
      dann will ich dir mal hoffnung machen. ich gehöre auch nicht zu denen, die mit 18 oder 19 jahren angefangen haben.
      wenn du es gewohnt bist, dich weiter zu bilden, und auch noch interesse am thema hast, dann wird deine lernfähigkeit wesentlich besser sein als die eines angestellten, der seit 15 jahren auf seiner stelle hockt und der sich abends auf ein bier vorm fernseher freut. lernfähigkeit ist imo trainierbar, desinteresse oder faulheit aber auch.

      außerdem hast du mit fortschreitendem alter auch sicher die fähigkeit erworben neue konzepte mit bereits verstandenen zu verknüpfen und zwar themenübergreifend. gott sei dank ist poker auch kein egoshooter, in dem man dann wegen des alters das halbe hunderstel langsamer geworden ist, oder eines strategiegames wie starcraft, indem sich die hunderstel aufsummieren und man deutlich langsamer wird als die jüngeren.

      was imo eher ein problem werden dürfte, ist ein balancing. je älter ich werde, desto mehr zeit möchte ich für andere dinge aufwenden. wenn ich früher problemlos eine nacht durchmachen konnte, liebe ich heute einen geregelten schlafrythmus. wo ich früher mit fertiggerichten zu frieden war, stelle ich mich heute eher eine stunde zum kochen in die küche. usw. ich will nicht nach meinem 8std arbeitstag nach hause kommen und als erstes den client starten und 3 stunden grinden, sondern zu erst eine zeit einfach ruhe haben. habe ich die nicht oder nehme mir zu wenig zeit, mich auf mich selbst zu besinnen und zu schauen, was meine echten bedürfnisse sind, dann bin ich nicht so fit und leistungsfähig, wie ich könnte. ja, depression hab ich mal gehabt und kommt auch ab und an mal durch, aber ich hab mich damit arrangiert.

      nur am rande würde ich bei depression versuchen einen geregelten tagesablauf zu haben. natürlich macht es sinn seine (arbeits-)zeit frei einteilen zu können und nicht ständig krankheitsbedingt an der arbeit zu fehlen. umgekehrt schafft geregelte arbeit aber auch ein gefühl der zufriedenheit, was gut gegen downs eingesetzt werden kann. da du aber ohnehin schon fachliche unterstützung hast, ist der letzte absatz wohl nicht so wichtig und ich muss das auch nicht ausführen.

      insgesamt ist die frage eher, wo du hinwillst und aus welchen gründen du spielst. die frage wieviel noch drin ist, impliziert ja, dass es die vorallem um das monetäre geht. da kann ich dir leider nicht weiterhelfen, da ich mir die Erwartung ziemlich schnell wieder abgewöhnt habe. mein ziel ist es nicht broke zu gehen ud viellciht mal ein tunier, wie die EPT in Berlin mitzuspieln. das letzte aber jenseits von brm, sonder um des erlebens willen.
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.990
      Bin auch schon 37, hab allerdings etwas früher angefangen. Imo sind die Zusammenhänge ja jetzt nicht sooo komplex als das man diese nicht verstehen könnte, vor allem wenn man noch mathematisch veranlagt ist.
      Was mir mehr zu denken geben würde sind deine Depressionen. Keine Ahnung wie die sich auf dein Mindset auswirken wenns mal nicht so läuft, stell ich mir zumindest schwierig vor.
    • 2phil4u
      2phil4u
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2010 Beiträge: 3.722
      Ja, das Mindset und meine Probleme sind schon ein Faktor, der meine Winrate deutlich drückt.
      Mein Privatleben ist unbefriedigend und ich habe keine Job, von daher genug Zeit zum Pokern.
      Das mit dem geregelten Tagesrhytmus ist auch richtig, lieber wieder angewöhnen mit Wecker aufzustehen, das verhindert auch die schlechten Träume, die ich eigentlich immer habe, vorm natürlichen Aufwachen.
      Dann trinke ich halt noch zuviel Alkohol,auch wenn ich das mit Poker inzwischen so regle, dass ich halt z.B. morgens spiele, so ist es doch allgmein nicht gut.
      Sport zu treiben wäre wesentlich beser, als nach einer 4 Stunden Session gemütlich 2 Bier zu trinken und dann nochmal zu spielen um zur Nacht hin dann oftmals mich noch leicht zu betrinken.
      Ich habe schon viele private Probleme und meine soziale Kontakte sind auch ziemlich verkümmert, bzw auf Leute verschoben, die ähnliche Probleme haben.
      Und irgendwie bringen mich diese Leute nicht weiter, ganz ohne soziale Kontakte geht es aber überhaupt nicht.
      Ich bin jetzt schon ziemlich lange ohne Arbeit, habe zwar eine Umschulung zum Fachinformatiker gemacht, aber das war 2003 und seither nur noch Massnahmen.
      Das alles belastet mich und so bös es klingt, viele Leute wollen mit einem Arbeitslosen erst gar nichts zu tun haben privat.
    • TAHG2010
      TAHG2010
      Bronze
      Dabei seit: 10.12.2010 Beiträge: 1.662
      ohne dich in eine bestimmte richtung drängen zu wollen, klingt der zweite post eher nach sorgenhotline/kummerkasten als nach learntowin.

      vielleicht stellst du dir mal die frage, was in deinem leben gut ist oder was lebensqualität für dich bedeutet.

      wenn ich deine situation, die du beschreibst, zusammenfasse, komme ich auf:

      - poker, ich denke das kann man hier wertneutral benutzen und nicht im sinne von Glückspiel
      - lange arbeitslosigkeit
      - depression
      - alkohol (+antidepressiva)
      - kein zufriedenstellendes soziales umfeld
      - kein lebensrythmus

      bestimmt lässt sich zu jedem der punkte ein "ja aber" finden und es gibt sicher noch mehr in deinem leben, trotzdem ist für mich jeder einzelne der punkte eine möglichkeit, etwas zum positiven zu verändern. außerdem denke ich, dass du die günstigsten veränderungen erzielst, wenn du nicht mit pokertheoretischen inhalten anfängst.

      kannst mich auch gerne adden, da ich 2von3 problemen kenne und für mich (und andere) zufriedenstellend bewältigt habe. allerdings habe ich keine lust, dass in textform zu erklären, weil die kommunikation dann doch darunter leidet.
    • tangalilly19
      tangalilly19
      Bronze
      Dabei seit: 24.09.2012 Beiträge: 16
      hallo
      ich bin auch in dein alter, spiele zwar schon seit 10 jahern mit vielen langen unterbrechungen online cashgamepoker.
      ich bin in der glücklichen lage das ich rechtzeitig in ebayhandel fuß fassen konnte und damit mein lebensunterhalt bestreiten kann, was heutzutage auch nicht mehr so einfach ist wie vor 10 jahren.
      mir machen deine angaben sorgen...mit depressionen versuchen sich mit poker sein lebensunterhalt zu erspielen halte ich für äußerst gefährlich.
      viele gefetigte persönlichkeiten die den schritt gewagt haben leiden heute unter depressionen, da du ja offensichtlich vorbelastet bist solltest du das lieber lassen. man darf nicht vergessen mit pokerspielen schaffst du kein wert, für dein umfeld bist du nur der spieler, was eigendlich gleichzusetzen ist mit nichtsnutz, was dich mental bestimmt nicht aufbaut.
      dazu kommt noch das es heutzutage wesendlich schwehrer ist als noch vor 5 jahren ein winning player zu sein.
      ich kann dir nur empfehlen was anderes für dein lebensunterhalt zu suchen. tu dir selber den gefallen und sehe poker als hobby, wenn du mal dicken reibach machst freust du dich um so mehr .
      du darfst nicht vergessen mentale stärke und disziplin sind das A&O um erfolgreich spielen zu können.
      ich drücke dir die daumen das du es schaffst dein leben wieder in griff zu bekommen.
    • DoumZn
      DoumZn
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2008 Beiträge: 880
      Original von 2phil4u
      Ja, das Mindset und meine Probleme sind schon ein Faktor, der meine Winrate deutlich drückt.
      Mein Privatleben ist unbefriedigend und ich habe keine Job, von daher genug Zeit zum Pokern.
      Das mit dem geregelten Tagesrhytmus ist auch richtig, lieber wieder angewöhnen mit Wecker aufzustehen, das verhindert auch die schlechten Träume, die ich eigentlich immer habe, vorm natürlichen Aufwachen.
      Dann trinke ich halt noch zuviel Alkohol,auch wenn ich das mit Poker inzwischen so regle, dass ich halt z.B. morgens spiele, so ist es doch allgmein nicht gut.
      Sport zu treiben wäre wesentlich beser, als nach einer 4 Stunden Session gemütlich 2 Bier zu trinken und dann nochmal zu spielen um zur Nacht hin dann oftmals mich noch leicht zu betrinken.
      Ich habe schon viele private Probleme und meine soziale Kontakte sind auch ziemlich verkümmert, bzw auf Leute verschoben, die ähnliche Probleme haben.
      Und irgendwie bringen mich diese Leute nicht weiter, ganz ohne soziale Kontakte geht es aber überhaupt nicht.
      Ich bin jetzt schon ziemlich lange ohne Arbeit, habe zwar eine Umschulung zum Fachinformatiker gemacht, aber das war 2003 und seither nur noch Massnahmen.
      Das alles belastet mich und so bös es klingt, viele Leute wollen mit einem Arbeitslosen erst gar nichts zu tun haben privat.
      Also nach dem Post würde ich mir andere Gedanken machen als über Poker, vorallen da du 7 $ SNGs grindest und da ja in absehbarer Zeit nicht das große Geld zu holen ist. Vorallem ist das Geld dass du dort gewinnst nicht mal einen Bruchteil davon wert gegenübergestellt zu sozialen Kontakten, Arbeit, Freunden, (richtige) Hobbies, Sport, Frauen...

      Würde lieber die geplante Zeit für Content und bla in die Arbeitssuche stecken. Ist für die nächsten 20 Jahre sicher befriedender und erfüllender als weake 7 $ SNGs zu grinden.
    • Hhopeless
      Hhopeless
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2007 Beiträge: 1.979
      deine geschichte gleicht der meinen wie ein ei dem anderen, bin genauso alt und auch die krankheitsgeschichte inkl. des alks und die jobsituation.

      ich würde keine relation zwischen dem alter und den pokerskills knüpfen. ein hauptgrund dafür das die bekannten spieler alle jünger sind liegt wohl daran das sie mehr zeit haben sich mit dem pokern zu beschäftigen. wenn du erstmal familie und job und verpflichtungen hast fehlt einfach die zeit zum pokern. das ist in unserem falle ja nicht so. ich mache morgens nach dem aufstehen theorie und handanalysen und übe mit dem wizard und ab 11 fange ich an zu spielen und zwar immer so lange wie ich bock habe. zwischendurch mach ich mal was anderes und dann spiel ich weiter. immerhin schaffe ich es so mir jeden monat noch einen kleinen betrag auszahlen zu lassen.

      mit dem alter hat es also mmn nichts zu tun. alles andere ist natürlich eine geschichte für sich selbst mit der man irgendwie klarkommen muss. ausserdem ist für mich das pokern auch eine tätigkeit (hobby) um den tag rum zu bekommen. ohne wär die zeit echt lange...
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Hallo Phil!

      Erstmal Respekt dafür, das du Mut hast, auch über dieses Problem zu reden. Dein Alter ist noch kein Grund dafür, an deiner Lernfähigkeit zu zweifeln. Man kann auch mit über 70 noch gutes Poker spielen, siehe Doyle Brunson.

      Die Frage ist, auf welches Limit du mit Poker kommen möchtest. Du spielst anscheinend Hyperturbos-SNGs. SNGs sind mathematisch relativ weitgehend gelöst und grundsätzlich sehr varianzreich.

      Wenn du damit auf höhere Limits kommen möchtest, brauchst du ein gutes Mindset und Tiltresistenz. Hierfür empfehle ich autogenes Training oder ganzheitliches Yoga (also inklusive der spirituellen Komponente).

      Ich höre aus deinem Post eigentlich heraus, das du es dir selbst zeigen willst, das du ein guter Pokerspieler sein möchtest, aber das du auch Geld machen möchtest, vermutlich mindestens semiprofessionell.

      Ich stelle dir jetzt konkrete Fragen:

      - Wieviel möchtest du im Monat in € pro Monat durch Poker erspielen?
      - wie hoch soll deine hourly sein?
      - Welches Limit musst du schlagen, damit du die obigen Limits schlagen kannst?

      Das sind so Fragen, die du dir viel mehr stellen solltest, da du jedenfalls nicht zu alt ist, um zu lernen.
    • 2phil4u
      2phil4u
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2010 Beiträge: 3.722
      Danke für die vielen Kommentare.Es ist schon seit Jahren so, dass ich regelmässig auscashe um meinen Lebensunterhalt mitzubestreiten, weil es sonst hinten und vorne nicht reichen würde.
      Zwischendurch war es mal eher mager und ich lass mir auch Zeit beim Aufsteigen, zwanghaft bedingt auch durchs Auscashen.
      Würde ich 2 Tische spielen, was ich derzeit noch nicht mache, da ich mit dem Spiel erst angefangen habe, wären es jetzt schon gut 1000 Dollar im Monat.
      Falls ich es schaffe auf die 15 er - 30er aufzusteigen wäre der Stundenlohn schon über 10 Dollar bei 2 Tischen bei den 30ern noch wesentlich höher, alleine schon Supernova würde da einiges an Mehrgeld bringen.
      Mein einziges Ziel beim Pokern ist es mich zu verbessern und 1-2 Limit aufzusteigen.
      Umstieg auf andere Varianten sind natürlich immer mal nötig, wenn die Fischigkeit nicht mehr stimmt.
      Ihr habt natürlich völlig recht, dass ein normaler Job eine andere Zufriedenheit auslösen kann (kommt natürlich auch darauf an, wenn es ein Job ist, der einen anwiedert siehts anders aus) und der vorallem auch soziale Kontakte bringt.
      Es ist auch nicht so, dass ich mir darüber keine Gedanken mache, aber ich war schon beim Amtsarzt und der hat mich als arbeitsunfähig eingestuft, was ich aber nicht so sehe.
      Ich wollte damals Ruhe von der kommunalen Arbeitsförderung und die wohl auch.
      Ich Nachhinein wurde diese ganze Aktion die kranken Leute frühzeitig in Rente4 zu schicken auch juristisch bewertet und es wurde als nicht zulässig erklärt, dass sie die ganzen Leute in Rente geschickt haben.
      Ich bin zum Glück noch nicht in Rente, aber ob die mir irgendwas zahlen ist auch die Frage.
      Ich versteh mich sehr gut mit Kindern und mein Vater und auch mein Bruder meinten, dass ich doch Kindergärtner werden soll.
      Dazu braucht man wohl aber auch wieder eine Ausbildung, mit der Fachinformatikerausbildung bin ich einfach in einer ganz blöden Zeit fertig geworden und auch noch auf Anwendungsentwicklung umgestiegen wegen dem Praktikumsbetrieb.
      Ich habe dort aber wirklich nicht gut genug und vorallem nicht die gefragten Sachen programmieren gelernt, die auf dem Markt gefragt sind.
      Poker ist jetzt keine Sache, die mir geschadet hat. Ich habe mal einen Monat nicht gespielt und da ging es mir viel schlechter, sie hat mich höchstens etwas davon abgehalten mir andere Arbeit zu suchen.
      Alkohol ist inzwischen nur noch erhöht, die Mengen sind deutlich zurückgegangen, ich war früher richtig körperlich abhängig, vorallem von 20-30 habe ich gesoffen wie ein Loch. Es war eine schlimme Zeit und ich habe auch Therapien gemacht.
      Aber eigentlich ist das eine andere Geschichte, ich wollte auch kein Kummerkastenthread eröffnen, sondern eigentlich nur die Lernfähigkeitsentwicklungmöglichkeiten bei Leuten die keine 20 mehr sind.
      Ihr antwortet oft "Man kann noch gut Poker spielen".
      Natürlich kann man das, aber es ging ja nicht um das was man schon kann, sondern um die Weiterentwicklung und da bin ich mir eben nicht so sicher, ob nicht doch schon leichte Beschränkungen entstehen.
      Wenn ich wirklich Hilfe zu meinen anderen Themen in Foren besprechen will, suche ich mir ein geeignetes aus, ich habe es halt nur erwähnt, weil es meine Pokerspiel auch beeinflusst.
      Das reicht dann von Tagen, an denen ich aufgrund schlechter Befindlichkeit gar nicht spiele, bis zu vermehrtem B oder C-Game Grinden.
      Trotzdem Danke für die zahlreichen und verständnisvollen Beiträge.

      Ich bin trotz allem ein sehr moralischer Mensch und wenn man wirklich ehrlich zu sich selbst ist, dann ist Geld mit Poker zu verdienen nicht die feine Art.
      Man unterstütz die Glücksspielindustrie, die Geld mit der Sucht von manchen Leuten macht.
      Schaut euch nur die ganzen Novolineautomaten an und wie die immer besetzt sind. Da weiss man schnell, wie viele Menschen durch ihre Spielsucht Häuser verspielen, Familien zerstören etc.
      Und der ein oder andere Spielsüchtige spielt sicher auch Poker und man nimmt es ihm ab, die Indusrie, die die Spiele anietet sowieso.
      Und es schafft keinen Wert, ich trainiere und übe, wie ich anderen Leuten am meisten Geld abnehmen kann.
      Und wenn man es gar als Beruf sieht, dann schafft man keinen Wert, man baut nichts, man schafft keine Güter, man hilft nicht anderen Leuten usw.
      Das sind wohl die Hauptgründe, wieso man als Pokerspieler innerhalb der Gesellschaft nicht gut ankommt, es sei denn man ist irgendso ein Fernsehgesicht.

      Wobei ich auch schon auf Menchen gestossen bin, die es cool finden, zumindest als Nebenjob auch gerne machen würden und die es einem gönnen.
      In der Zeit, als ich mal wirklich 2K-3K im Monat machte, habe ich es auch ofiziell gemacht und bin damit bei vielen Leuten gar nicht gut angekommen.
      Viele glaubten mir nicht, andere fragten mich, wie ich das mit den Versicherungen mache etc und andere sagten einfach, "Das hat keine Zukunft".
      Inzwichen spreche ich das gar nicht mehr an, von Leuten, die auch arbeitslos sind und die ich kenne, werde ich oft noch gefragt, aber wenn ich mich mal unter "normale" Leute wage und die mich fragen, was ich arbeite, erzähle ich auch manchmal (wenn ich nicht arbeitslos sagen will), dass ich im Internet tätig bin.
      Gerade hier im Dorf, im dem ich wohne, wollen die Leute eh immer gleich alles wissen. (Wo man genau wohnt, wie alt man ist, was man beruflich macht usw)
      Aber jetzt bin ich schon wieder bei einem ganz anderen Problem, schliesse den Beitrag jetzt so ab.
    • hanz007
      hanz007
      Gold
      Dabei seit: 08.02.2010 Beiträge: 1.987
      Ich beziehe mich mal nur auf das Pokertechnische.

      Wenn du 2 7$ HT durchgehend spielst hast du gerade mal ca. 12 Tische die Stunde. Wenn dein ROI 5% ist kommst du mit Goldstatus auf 3,7€/std. Falls du wirklich bei HT bleiben willst solltest du mindestens 6 HT durchgehend spielen könne. Bei 6 Durchgehend und wenn dein ROI nur auf 4,5% sinkt hast du 10,2€/std.

      Bei den HT ist Volume extrem wichtig weil sie nun mal sehr swingy sind. Um die Varianz dort auszugleichen brauchst du eine große Samplesize. 2k SNGs im Monat wäre mein Mindestziel.
      Falls du wirklich vom Pokern leben willst musst du in egal welcher Variante die du spielst mehr Tische spielen um eben auf Volume zu kommen. Aber anscheinend fängst du ja mit den HT erst an.

      Mit was hast du denn die 2-3k im Monat gemacht MTT, SNG oder CG?
    • Belg
      Belg
      Platin
      Dabei seit: 16.02.2008 Beiträge: 4.333
      Original von hanz007
      Ich beziehe mich mal nur auf das Pokertechnische.

      Wenn du 2 7$ HT durchgehend spielst hast du gerade mal ca. 12 Tische die Stunde. Wenn dein ROI 5% ist kommst du mit Goldstatus auf 3,7€/std. Falls du wirklich bei HT bleiben willst solltest du mindestens 6 HT durchgehend spielen könne. Bei 6 Durchgehend und wenn dein ROI nur auf 4,5% sinkt hast du 10,2€/std.

      Bei den HT ist Volume extrem wichtig weil sie nun mal sehr swingy sind. Um die Varianz dort auszugleichen brauchst du eine große Samplesize. 2k SNGs im Monat wäre mein Mindestziel.
      Falls du wirklich vom Pokern leben willst musst du in egal welcher Variante die du spielst mehr Tische spielen um eben auf Volume zu kommen. Aber anscheinend fängst du ja mit den HT erst an.

      Mit was hast du denn die 2-3k im Monat gemacht MTT, SNG oder CG?
      Die Berechnung stimmt einfach nicht, weil Hyper HUs auf Stars 2 min im Schnitt gehen, er kommt mit 2 Tabling locker auf 20- 30 Games pro Stunde, wenn nicht noch mehr.
    • hanz007
      hanz007
      Gold
      Dabei seit: 08.02.2010 Beiträge: 1.987
      Original von Belg
      Original von hanz007
      Ich beziehe mich mal nur auf das Pokertechnische.

      Wenn du 2 7$ HT durchgehend spielst hast du gerade mal ca. 12 Tische die Stunde. Wenn dein ROI 5% ist kommst du mit Goldstatus auf 3,7€/std. Falls du wirklich bei HT bleiben willst solltest du mindestens 6 HT durchgehend spielen könne. Bei 6 Durchgehend und wenn dein ROI nur auf 4,5% sinkt hast du 10,2€/std.

      Bei den HT ist Volume extrem wichtig weil sie nun mal sehr swingy sind. Um die Varianz dort auszugleichen brauchst du eine große Samplesize. 2k SNGs im Monat wäre mein Mindestziel.
      Falls du wirklich vom Pokern leben willst musst du in egal welcher Variante die du spielst mehr Tische spielen um eben auf Volume zu kommen. Aber anscheinend fängst du ja mit den HT erst an.

      Mit was hast du denn die 2-3k im Monat gemacht MTT, SNG oder CG?
      Die Berechnung stimmt einfach nicht, weil Hyper HUs auf Stars 2 min im Schnitt gehen, er kommt mit 2 Tabling locker auf 20- 30 Games pro Stunde, wenn nicht noch mehr.
      Da habe ich anscheinend was überlesen. Ich bin von 6max HT ausgegangen, HU geht natürlich viel mehr.
    • 2phil4u
      2phil4u
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2010 Beiträge: 3.722
      ich komm ja mit 1 Tisch schon auf 100 Spiel pro Tag und das sind nichtmal 8 Stunden, die ich dann spiele.
      Ich weiss jetzt nicht, was für eine ROI man bei 6max erreichen kann und wie es berraked wird, aber ich denke da müsste ja theoretischerweise mehr ROI drin sein.
      5% Roi schaffe ich nicht ganz, geht eher so Richtung 3-4 % und mit 5% ROI sollte man dann auch def aufsteigen.
      Wobei das auf den 7ern drin sein müsste 5% Roi, wenn man immer nur A-Game spielt oder einfach besser ist, als ich es derzeit bin.
      Mit den 2 min ist das aber so eine Sache.
      Spielt man gegen lauter Aggros, die jede 2. Hand reshoven early kommt das sicher hin, aber ich glaube meine Spiele gehen im Schnitt schon länger.
      Müsste ich aber mal genau schauen.
      Gestern war wieder so ein Tag, ich leg mich mittags nochmal hin und bin danach nur noch schlecht drauf, bleibe einfach im Bett liegen, hab also nicht gespielt und bin heute nicht gut drauf atm.
      Struktur ist unglaublich wichtig, die Jahreszeit Winter macht einem Single auch ziemlich zu schaffen, weil man sich nicht mehr im Freien entspannen kann und weil die Nächte so lang sind.
      Alles in allem bremst das meine Entwicklung total aus.
      Vielleicht wäre Sport eine Möglichkeit, was zum Positiven zu ändern, aber alleine Sport reicht auch nicht aus.
      Nunja, andere haben auch ihre Probleme, ich bin zum Teil auch selbst schuld, weil ich in den guten Zeiten einfach nicht genug für Schlechte vorbaue und so faul bin (ausser beim Pokern, da würde ich mich jetzt nicht als faul bezeichnen), aber wenn es um Erledigungen, Ordnunghalten usw geht, dann verschiebe ich gerne auf später und das wirkt sich auch wieder auf die Stimmung aus.
    • constentus
      constentus
      Bronze
      Dabei seit: 07.03.2008 Beiträge: 1.159
      quit poker for real
      zmd. bis du alles im griff hast
    • 2phil4u
      2phil4u
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2010 Beiträge: 3.722
      und was soll das bringen ?
      Ich habe diese Probleme schon lange und warum sollte ich sie eher in den Griff bekommen, wenn ich mit Poker aufhöre ?
      Ausserdem spiele ich ja keine 12 Stunden am Tag und verpasse deshalb alles andere, sondern nur zu Zeiten, wo ich ansonsten Filme anschauen, andere Games spielen oder sonstwas tun würde.
      Dieser Tip macht also keinen Sinn, auch wenn er sicher gut gemeint ist.
      Man bekommt solche Probleme auch nicht so einfach in den Griff, die meisten, die kein Poker spielen und ähnliche Probleme habe, werden immer mehr saufen und irgendwann jämmerlich verrecken.
      Das Einzige, was eventuell Sinn machen würde, wäre ein nochmaliger Therapieversuch, das wäre meine 4. Therapie.
      Die letzte war 10 Jahre her und auf sie folgte meine Fachinformatikerausbildung.
      Danach kam erst das Grauen und dann irgendwann grindete ich zusätzlich Poker und bin seitdem nicht mehr ganz so finanziell am Boden.
      Ich werde mal wieder mit dem Arzt reden und habe mir einen neuen Drogenberater gesucht, der mich auch kennt von dem Cafe, in das ich hin und wieder mal gehe.
      Aber die Leute dort, das Grauen, Diebstähle ohne Ende, man muss sein Geld wirklich anbinden und Gewalt.
      Sind halt oft milieugeschädigte Menschen, gibt sicher auch Gründe, warum sie so geworden sind.
      Aber mit dem netten Sozialarbeiter über meine Probleme zu reden, wäre sicher mal ein Anfang.
    • Qwertz321
      Qwertz321
      Bronze
      Dabei seit: 11.08.2006 Beiträge: 930
      Also erst mal Hut ab vor deiner Offenheit.
      Zwei Dinge möchte ich dazu sagen:

      1) Motivation: Wenn dir Poker Spaß macht und du motiviert bist, dann ist dass sicher ein großer Pluspunkt für dich. Denn nur mit Motivation wirst du am Ball bleiben und an deinem Spiel arbeiten.

      2) Realitätssinn: Poker wird kein Heilsbringer sein und allein dein Leben zum positiven wenden. Es kann sogar ins Negative schlagen, wenn aus deiner Motivation kranker Ehrgeiz oder Sucht wird.
      Es kann dir aber Bestätigung geben und das Gefühl, etwas richtiges zu tun bzw. darin gut zu sein.

      Alter/Skill hin-und her... ich sehe da keinen Widerspruch. Besonders wichtig scheint mir bei dir zu sein, welchen positiven/negativen Einfluss Poker auf dein Leben hat. Wenn du damit zB. ein zusätzliches Plus erwirtschaftest UND durchs spielen einen wiederkehrenden Tagesrythmus hinbekommst - dann ist das etwas gutes. Wenn du hoffst, durch Pokern deine Probleme zu lösen bzw. ein neues Leben beginnen zu können, dann ist das eher gefährlich weil du vermutlich enttäuscht werden wirst.

      Just my 2 Cents :)
    • 2phil4u
      2phil4u
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2010 Beiträge: 3.722
      Nun, ich bin realistisch genug, um zu wissen, das Poker kein Heilbsbringer ist.
      Leider war ich diesen Monat nicht so sehr motiviert und vorallem bin ich viel zu sehr auf das Geld angewiesen, muss deshalb ständig auscashen, was ich eigentlich nicht wollte.
      Ein Grund für die Geldknappheit diesen Monat war nur ein einziger Tag, an dem ich rumgespewt habe.
      Seit Monaten habe ich diese dämlichen Automaten nicht mehr angeschaut und an dem Tag bin ich nur in die Kneipe gegangen, weil es geregnet hat.
      Dann war ich wieder mal so unvernünftig und habe die ersten 10 Euro in den Automat geworfen.
      Naja,als der 20er drin war konnte ich mich nicht mehr halten, bis ich eine für mich grosse Summer verlor.
      Das war das erste mal seit bestimmt 4 Monaten, dass ich wieder Automat gespielt habe.
      Aufgrund meiner Suchterkrankung kann ich (können übrigens die wenigsten auf Dauer) beim Geldspiel nicht Mass halten.
      Poker ist für mich ganz anders, da habe ich eher Angst Geld zu verlieren, habe da überhaupt kein suchtähnliches Verhalten.
      Von dem Faux Pas abgeshen, habe ich dann einfach zu wenig gespielt, bin etwas gedowndet und dann wieder gestiegen, aber das Volumen war zu klein.
      Kann auch an der Jahreszeit liegen, Herbst, wegen der langen Dunkelheit fühle ich mich oft lasch.
      Gelernt habe ich dagegen einiges, habe fleisig Hände gepostet und Videos mehrmals angeschaut.
      Alkoholkonsum ist deutlich zurückgegangen, lag aber auch daran, dass ich ein paar Tage nur im Bett verbrachte.