aggressives BRM aufstieg FR->SH

    • hanz007
      hanz007
      Gold
      Dabei seit: 08.02.2010 Beiträge: 1.984
      Ich habe vor in einigen Monaten von FR zu SH zu wechseln und ein sehr aggressives BRM von 15 Stacks zu fahren bis ich busto oder auf NL200 bin. Der Start wäre auf NL25.
      In werde dann meine Tischanzahl von 15(FR) auf 6(SH) reduzieren und jeden Tag zusätzlich an meinem Spiel arbeiten.
      Sollte ich NL200 wirklich erreichen will ich meine BR auf 100 Stacks ausbauen.

      Ich habe gelesen, dass Jungleman ein aggressives BRM genutzt hat um auf die Highstakes zu kommen.

      Gibt es welche unter euch die so etwas erfolgreich gemacht haben und mir vielleicht Tipps geben können?

      Welche Videoserien würdet ihr mir empfehlen?

      Stimmt es, dass NL100 das letzte Limit ist auf dem es noch viele Freizeitspieler gibt und man auf NL200 den Unterschied sehr stark merkt?
  • 6 Antworten
    • Schnafffke
      Schnafffke
      Global
      Dabei seit: 28.10.2011 Beiträge: 1.887
      Hey,

      ich würde mich mal als soliden Winner auf NL 10 bezeichnen. Das hier ist nen Tagesgraph:




      Die Varianz ist SH nochmal grösser als bei FR...


      und so laufen zurzeit relativ viele Tage bei mir ab, also denke mal dein 15 STack BRM ist pokertechnischer Selbstmord, du bräuchtest schon DAS MINDSET um dein SPiel nicht beeinflussen zu lassen und dann haste trotzdem noch nen nicht zu vernachlässigbaren risk of ruin /gerade da du als "Wechsler" sicher nciht perfekt spielst)... Mitm Upswing aber natürlich easy Sache ;)
    • Maskoe
      Maskoe
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2009 Beiträge: 2.007
      12 stacks down auf 2k hands ist standard? dann will ich deine downs nich sehen... :s_o:
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Kann ma machen, ich plane demnächst sogar mit vier Tischen Zoom ein 10 Stack Management um aggressiv von Nl100 auf Nl1000 in einem Jahr zu kommen.

      Risk of Ruin ist natürlich relativ hoch, aber nur dann wenn man nicht rechtzeitig absteigt. Wenn es runtergeht, dann kann man immer noch runter auf ein niedrigeres Limit.

      Beim BRM kommt es natürlich auf die Winrate an. Je höher die Winrate, desto kürzer die Downswings.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Je geringer die potenzielle Winrate/100 Hände ist, desto länger werden die Breakevenphasen.

      => ich persönlich empfehle den Leuten auch immer superaggressive BRMs, weil es einfach super sinnlos ist in den Mikros rumzugammeln und seine Zeit bei unendlich Rake/100 für Pennies aufzuwenden, anstatt in Richtung NL50/100/200 zu gehen und dort um Geld zu spielen.

      Klar steigt das RoR und niemand weiss ob der Spieler in der Lage ist NL50/100/200 zu schlagen, aber will ich erst 3 Jahre um Hamburgerbeträge spielen, bis ich herausfinde, dass NL100 einfachmalgarnichtsoschwer ist?

      20 - 25 Stacks schlage ich meistens in normalen Ringgames vor und für Zoom würde ich zumindest in den ganz kleinen Micros nicht großartig davon abweichen. Das Ziel muss es sein den ersten Upswing zu erwischen, den Rake zu schlagen und möglichst schnell weg da. Ich vermute nach wie vor, dass auf einigen Seiten ein durchschnittlich starker Spieler überhaupt nicht in der Lage mehr ist heutzutage den Rake zu beaten und da muss dann halt das aggressive BRM nachhelfen, dass im Upswing dann einen da raus katapultiert.


      Je höher du in den Limits steigst, desto kleiner wird der Anteil an schlechten Spielern zu ganz guten Spielern. So ab NL200/400 hast du die ersten Spieler, die wirklich ganz gut werden und sich ihr Geld nicht mehr ohne weiteres wegnehmen lassen, sondern verstanden haben, dass da alle nur 2 Karten auf der Hand halten. (sprich die Spiele werden deutlich aggressiver im Vergleich zu dem was du vorher erlebt hast - nicht unbedingt looser, aber du wirst dich dauernd in Spots wiederfinden in denen du dich noch nie befunden hast und dir immer denkst: WTF wie komme ich hier hin und was mache ich hier; das ist beim Sprung auf NL1k/2k, den ich selber nie gemacht habe übrigens genauso, nur dass das Level der WTF Spots immer heftiger wird)-

      Natürlich hängt auch viel von der Seite ab und der Spielvariante. Stars ist vermutlich deutlich tougher als irgendein Ongame Skin, du musst dir selber überlegen, ob du lieber gegen eine Armada weake Regs eine marginale Winrate über Grind generieren willst oder ob du den Fokus aufs Exploiting schlechter Spieler legen willst. Denn das Geld kommt nur daher wo du eine Edge findest und nicht weil du gottgefügt an den Tischen sitzt und das Geld einfach durch Volumen in deine Richtung fließt ;)
    • Schnafffke
      Schnafffke
      Global
      Dabei seit: 28.10.2011 Beiträge: 1.887
      mal wieder sehr geiler Beitrag Ghostmaster...


      wäre es dann nicht sozusagen max EV erstmal MSS zu spielen, bis man die BR hat um sagen wir NL 50 in BSS einzusteigen, da man ja bei der MSS mit gleicher BR höhere Limits spielen kann und somit weniger Rake zahlt ?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Keine Ahnung, aber ich habe in Gib ein paar mal Microlimits mit Khrano gespielt und konnte mich auch etwas länger mit Sven unterhalten und habe ein paar Live Coachings auf den Micros beigewohnt. Ich glaube Max EV wäre es, wenn der Min BuyIn dort 1000BB betragen würde.

      Wichtig ist vor allem, dass du ziemlich genau identifizieren kannst warum du eine Edge hast auf dem Limit. Ob du 20, 30, 45.35 oder 99BB am Tisch hast ist dabei fast nebensächlich.


      Edit: Sven hat da so ein richtig gutes Beispiel gebracht. Ich glaube die Situation war T9s BU Openraise und BB 3-bettet mit einer ziemlich weiten Range (14% oder sowas). Meine Frage war, ob 4-Bet oder Call.

      Die meisten Microlimitspieler würden sagen: Ja 4-Bet, denn der Gegner hat ja oft nichts und folded. Das die Alternative Call 3-Bet und irgendwas Postflop machen (und unter Umständen noch ne weitere Bet abzugreifen) möglicherweise deutlich besser ist als die 4-Bet, wird oft gar nicht berücksichtigt.

      Viele Microlimitspieler haben die schlechte Eigenschaft, dass sie EINEN Weg suchen, um das Spiel zu schlagen. Der Trick ist aber imo, dass man lernt die alternativen Lösungswege zu berücksichtigen und dann den besten für sich selber raussucht. Ich kenne einige Spieler, die machen alles Instant - die Instant openraisen, die Instant callen, die haben ne eigentlich supertoughe Decision und lösen sie instant - die haben für ihr Limit/ihr Spiel vermutlich Lösungswege gefunden, die so gut sind, dass sie fast immer funktionieren.

      Bis man aber an so einem Punkt ist, gehört eine Menge Arbeit dazu, um überhaupt zwischen den zig Lösungsalternativen die besten überhaupt erstmal zu finden. Und was oft nicht erkannt wird - ein ausgelassener +EV Spot bzw. einen geringeren EV Spot einem höheren EV Spot vorzuziehen, ist gleichzusetzen mit einem Geldverlust (und zwar genau die Differenz der EVs). Natürlich wirst du am Anfang grade die marginalen Spots nicht so geil identifizieren und nutzen können, aber häufig werden auch 'glasklare' Spots nicht genutzt. (weil gar nicht bekannt oder nie bedacht)


      Wieso 'wirkt' eine MSS jetzt einfacher und funktioniert bei einigen tatsächlich besser? Die Komplexität der Handlungsalternativen ist geringer und MaxEV Spots sind wesentlich einfacher zu identifizieren. MSS ist auch etwas technischer/mathematischer, weil du vor allem Preflop nahezu perfekt spielen kannst. Das Gewinnpotenzial ist bei tieferen Stacks aber zumindest theoretisch immer größer.