Wie viel kann man Looser oder thighter spielen als der SHC

    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      Nachdem ich jetzt ein halbwegs gescheites Postflop spiel hab, will ich mich jetzt mal ein bißchen auf mein preflop Spiel stürzen, dazu ist noch diese Frage neben den minraises wichtig. Grundsätzlich sollte man sich natürlich an den SHC halten, aber ein paar Abweichungen können doch sinnvoll sein. Hiernach kann man das Spiel natürlich an die Stats der Gegner anpassen, aber das kommt erst mit PT, das hier ist jetzt der erste Schritt weg vom starren SHC. Zunächst muss ich sagen das ich mich schon länger nicht strickt an den SHC gehalten hab, zum Teil weil ich ihn nicht auswendig konnte zum anderen Teil weil ich Abweichungen ausprobieren wollte und für gut hiehlt. Ich spiel eh gern ein bißchen looser, das wird wohl so bleiben.

      Folgende Punkte sind in meinen Augen Diskussionswürdig:
      1.) UTG-UTG+2: Whärend Hasenbraten hier losser spielt und TT und 99 raist, empfielht Thorsten77 in den Beispielhänden JJ nur zu limpen, dies ist so in etwa die Bandbreite die Sinn macht, als Anfänger finde ich sollte man hier eher thighter spielen und TT nur limpen, hier hab ich mich bislang an den SHC gehalten. Über JJ soll auch in den Lehrreichsten Beispielhänden nochmal was kommen, darüber und über TT und 99 soll hier diskutiert werden. AQ kann man auf Nl5 und Nl10 noch raisen, da man calls mit schlechteren Hände bekommt, danach muss man mal sehen. AJ würde ich aus utg auf keinen Fall raisen.
      2.) Aus den Middle Positoions stellt sich die gleiche Frage bei 99 und vielleicht sogar 88, beim Rest find ich den SHC absolut richtig.
      3.) Steals aus dem CU,BU,SB: Hier kann man wohl deutlich looser stealen, ohne PT aber auch nicht zu loose, hier kann ich selber keine genauen Ranges sagen ab denen ich bislang steale, werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen, könnte ja mal eure Meinung posten.
      4.) Raises aus dem SB und BB nach Limpern, hier hab ich bislang auch AJ und KQ nach vielen Limpern geraist, kann sein das da noch mehr Hände gibt, werde ich auch später posten.
      5.) Limpen aus dem CU und BU mit Suited Connectors usw., hier war ich sehr losse, kann aber auch wieder keine genauen Ranges sagen, war sicher auch unterschiedlich.
      6.) Compleaten aus dem SB: Gilt im Prinzip das gleiche wie bei 5, nur das man hier keine Postion hat und nur die Hälfte zahlen muss.

      So ihr könnt zwar auch allgemein was zum Thema posten, aber am liebsten wäre es mir wenn das ganze jeweils zu den Punkten geschieht.
      Mein letzter Versuch hier in diesem Forum, also sachlich diskutieren und nicht spammen, Danke.
  • 9 Antworten
    • kiljeadan333
      kiljeadan333
      Bronze
      Dabei seit: 06.09.2006 Beiträge: 6.005
      zu 1.)
      Ich persönlich spiele die Jacks aus UTG aggressiv, TT und 99 aber nur limp/call. Dürfte wohl so ziemlich dem Chart entsprechen, finde ich soweit auch gut.
      Ich denke es würde zu weit gehen TT, 99 FR aus UTG zu raisen. Dafür sind beide Hände zu weak und zuviele Gegenr hinter mir.
      AJ kommt für mich aus UTG auch nicht in die Tüte.

      zu 2.)
      In MP kann man mEn durchaus mit 99+ nen raise ansetzen, wenn ich mitkriege, dass der Tisch sehr tight ist, oder ich die letzten 10 Minuten Carddead war.
      Ansonsten tendier ich hier eher zum Setmining.

      zu 3.)
      Steals spiele ich auch ohne PT deutlich aggressiver. A9o oder Ähnliches reicht bei manchen Gegnern schon, um ausm BU, SB zu raisen.
      Mache das aber meistens erst, wenn ich 2-3 runden am Tisch sitze und das Geschehen und die Gegner beobachtet habe.
      Hab halt kein PT und bin eher von reads abhängig. Postflop ist mit den marginalen Händen natürlich absolute Vorsicht angesagt.

      zu 4.)
      Aus SB und BB spiel ich ziemlich nah am Chart, weil ich postflop oop bin.

      zu 5.)
      Suited Connectors u.Ä. limpe ich relativ nach Chart...find ich auch ganz k soweit.

      zu 6.)
      Da spiel ichs wohl so ähnlich wie du, die Odds sind sehr oft gut, aber ich hab keine Position.
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Ich beantworte mal absichtlich nicht die einzelnen Punkte ;)

      Persönlich habe ich bis NL100 relativ tight-aggressive gespielt. Große Variationen waren gar nicht notwendig um profitabel zu spielen. Ich habe mich dann relativ intensiv mit Theorie beschäftigt und mein Spiel "geöffnet". Je nach Gegner/Tisch spiele ich nun von super-tight bis Maniac-like loose. Dabei bin ich von early position aber immer noch sehr tight. Hier raise ich Prämium-Hände und teilweise solche mit denen ich am Flop ein leichtes Spiel habe und die nicht oft dominiert sind. Dagegen bin ich vom CO und BTN sehr loose. Ich raise und 3-bette hier eine große Range um ein looses Image aufzubauen. Das mache ich so lange bis die Gegner anfangen zu 4-betten und dann kann man auf den tighten Modus umschalten - es ist wirklich erstaunlich wie oft die Monster Hände auf einmal ausbezahlt werden ;)
      Letztlich geht es darum, dass ich nicht mehr meine Karten selbst spiele, sondern den Gegner und meinen Positionsvorteil (daher Raise ich z.B. aus den Blinds eher selten). Manche Gegner sind so weak-tight, dass man Raises von ihnen mit Any-2 callen kann um sie am Turn von der Hand zu bluffen. Das "Problem" an der Sache ist aber, dass man dafür relative gute Reads der Gegner braucht und man auch Gegner haben sollte die nicht jedes Mid-Pair runtercallen. Auf NL200 ist das sehr angenehm, da man oft mit den gleichen Leuten am Tisch sitzt.
      Eine Anpassung der Preflop-Strategie ist meines Erachtens erst ab NL25 sinnvoll. Das Limit ist sehr tight, entsprechend würde ich hier mit mehr Händen von Late Position openraisen um die Blinds öfter mal mitzunehmen. Ebenso raise ich dann auch mittlere Pockets - meistens wird eh gefoldet.
      Ein genereller Tipp für solche Anpassungen: lies Dir möglichst viele Artikel/Bücher/Threads durch und versuche die Meinungen und Argumente zu verstehenen. Dann überlege Dir selber, in welche Situationen man bei welchen Gegnern wie häufig kommt wenn man raist/callt/foldet. Ein Beispiel: wir haben 22 im CO, MP2 limpt der Rest foldet. Früher habe ich hier nach SHC gecallt. Heute ist es für mich ein easy raise. MP2 hat - sofern er nicht tricky spielt - i.d.R. keine starke Hand, evtl. ein Pocket oder einen suited connector. Wenn ich limpe spiele ich oft gegen 3 Gegner und muss am Flop auf eine Bet folden wenn ich mein Set nicht treffe. Durch den Raise habe ich massig Vorteile: ich kaufe mir i.d.R. die Position, da der Button selten mitgeht, ich nehme den Pot oft preflop mit, falls nicht komme ich oft in eine HU Situation mit MP2 und kann den Pot meist durch eine Contibet mitnehmen, wenn ich mein Set treffe habe ich schon einen kleinen Pot aufgebaut und letztlich bekomme ich ein looseres Image, dass es meinen Gegnern viel schwerer macht mich zu lesen.
      Falls ihr Änderungen machen wollt würde ich aber empfehlen sie vorher im Forum zu posten und Feedback einzuholen, oder in einem der Coachings einfach mal nachzufragen. Das bewahrt Euch vor eventuellen Fehlern die teuer werden können. Zudem sollte man meines Erachtens nicht direkt super loose werden. Das loose Spiel ist deutlich schwieriger und ich bin da definitiv auch noch in der Lernphase. Ich mache kleine Änderungen und schaue mir die Wirkung an - in welchen Situationen (Position/Gegner/Board) klappt es, in welchen Situationen falle ich damit auf die Nase und warum...
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      Ich anworte mal der Übersichlichkeit halber auf beide Beiträge einzeln:

      Original von Thorsten77
      Persönlich habe ich bis NL100 relativ tight-aggressive gespielt. Große Variationen waren gar nicht notwendig um profitabel zu spielen. Ich habe mich dann relativ intensiv mit Theorie beschäftigt und mein Spiel "geöffnet". Je nach Gegner/Tisch spiele ich nun von super-tight bis Maniac-like loose. Dabei bin ich von early position aber immer noch sehr tight. Hier raise ich Prämium-Hände und teilweise solche mit denen ich am Flop ein leichtes Spiel habe und die nicht oft dominiert sind. Dagegen bin ich vom CO und BTN sehr loose. Ich raise und 3-bette hier eine große Range um ein looses Image aufzubauen. Das mache ich so lange bis die Gegner anfangen zu 4-betten und dann kann man auf den tighten Modus umschalten - es ist wirklich erstaunlich wie oft die Monster Hände auf einmal ausbezahlt werden ;)
      Variationen machen auf den unteren Limits sicher keinen Sinn, da die Gegner darauf einfach nicht achten, auf den höheren Limits ist das sicher ganz nett, ein Grund warum ich auch die SSS noch länger spielen will, da man dann erst SSS, dann rebuy auf Fullstack und loose spielen und dann nach einger Zeit thighter werden. Bei diesen Variationen weicht man ja bewusst vom mathematisch optimalen Weg ab, im Moment möchte ich eher diesen optimalen Weg finden bzw die Bandbreite welche ohne Reads und Stats sinnvoll ist. Generell werde ich mich dann eher am looseren Ende finden zumindest IP. UTG werde eher nicht looser werden als der SHC, über Änderungen wie JJ und AQ möchte ich da zum Beispiel diskutieren.


      Original von Thorsten77
      Letztlich geht es darum, dass ich nicht mehr meine Karten selbst spiele, sondern den Gegner und meinen Positionsvorteil (daher Raise ich z.B. aus den Blinds eher selten). Manche Gegner sind so weak-tight, dass man Raises von ihnen mit Any-2 callen kann um sie am Turn von der Hand zu bluffen. Das "Problem" an der Sache ist aber, dass man dafür relative gute Reads der Gegner braucht und man auch Gegner haben sollte die nicht jedes Mid-Pair runtercallen. Auf NL200 ist das sehr angenehm, da man oft mit den gleichen Leuten am Tisch sitzt.
      Dies ist dann der nächste Schritt hier nach, womit ich aber erst anfangen kann wenn ich PT hab. Position ist natürlich immer gut, aus dem SB sollte man daher weniger raisen, außer AJ und KQ(sag ich im zweiten Beitrag warum)


      Original von Thorsten77
      Eine Anpassung der Preflop-Strategie ist meines Erachtens erst ab NL25 sinnvoll. Das Limit ist sehr tight, entsprechend würde ich hier mit mehr Händen von Late Position openraisen um die Blinds öfter mal mitzunehmen. Ebenso raise ich dann auch mittlere Pockets - meistens wird eh gefoldet.
      Nl25 ist es schon fast notwendig, Nl10 kann man finde ich schon durch die SSSler diskutieren. Auf Nl5 kann sogar Looser sein besser sein.

      Original von Thorsten77
      Ein genereller Tipp für solche Anpassungen: lies Dir möglichst viele Artikel/Bücher/Threads durch und versuche die Meinungen und Argumente zu verstehenen. Dann überlege Dir selber, in welche Situationen man bei welchen Gegnern wie häufig kommt wenn man raist/callt/foldet. Ein Beispiel: wir haben 22 im CO, MP2 limpt der Rest foldet. Früher habe ich hier nach SHC gecallt. Heute ist es für mich ein easy raise. MP2 hat - sofern er nicht tricky spielt - i.d.R. keine starke Hand, evtl. ein Pocket oder einen suited connector. Wenn ich limpe spiele ich oft gegen 3 Gegner und muss am Flop auf eine Bet folden wenn ich mein Set nicht treffe. Durch den Raise habe ich massig Vorteile: ich kaufe mir i.d.R. die Position, da der Button selten mitgeht, ich nehme den Pot oft preflop mit, falls nicht komme ich oft in eine HU Situation mit MP2 und kann den Pot meist durch eine Contibet mitnehmen, wenn ich mein Set treffe habe ich schon einen kleinen Pot aufgebaut und letztlich bekomme ich ein looseres Image, dass es meinen Gegnern viel schwerer macht mich zu lesen.
      Das Beispiel finde ich schonmal recht interresannt, habs heute schonmal ausprobiert. Zum Lesen usw. kann man sicher nicht oft genug sagen, hilft sicher fast für alles was man lernen kann beim Pokern.

      Original von Thorsten77
      Falls ihr Änderungen machen wollt würde ich aber empfehlen sie vorher im Forum zu posten und Feedback einzuholen, oder in einem der Coachings einfach mal nachzufragen. Das bewahrt Euch vor eventuellen Fehlern die teuer werden können. Zudem sollte man meines Erachtens nicht direkt super loose werden. Das loose Spiel ist deutlich schwieriger und ich bin da definitiv auch noch in der Lernphase. Ich mache kleine Änderungen und schaue mir die Wirkung an - in welchen Situationen (Position/Gegner/Board) klappt es, in welchen Situationen falle ich damit auf die Nase und warum...
      Deßhalb hab ich den Thread hier mal aufgemacht und um mir auch das zu häufige compleaten des SB abzugewöhnen.
      Zum Loosenspiel, dies ist auf den Micros sicher eh nicht rentabel zu loose zu werden und an sich will ich auch gar nicht absolut LAS zu spielen, eher ein looser TAG, zumindest noch, richtig LAG macht wohl eh erst ab NL400 Sinn. Kleine Änderungen und mal schauen, so hab ich das bislang auch ein bißchen gemacht, aber man sieht die Wirkung wenn man Suited Connectors nach nur einem Limper limpt nicht direkt, das múss man sich eher theoretisch überlegen bzw ausrechnen, werde mich daher mal im anderem Thread Warscheinlichkeit beteiligen.
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      1.) AJ ist finde ich wirklich ein NO-GO. TT und 99 werde ich auch das raisen lassen, sind doch eklig OOP gegen 2 Gegner zu spielen. Bei JJ ist das limpen sicher diskussionswürdig ab NL10 wegen den SSSlern, auf NL25 wirds wohl noch interresannter,ich verweis mal auf die kommenden Lehrreichsten Beispielhände. Auf Nl5 sollte man es finde ich noch raisen, man wird doch von Händen wie AJ usw. gecallt. Das gleiche gilt wohl für AQ, wobei man hier nicht limpen sollte sondern folden.

      2.) Auch hier muss man mal sehen 88 ist wohl ein klarer limp, 99 könnte man dazu nehmen auf Nl5, ab NL10 eher nicht, ab NL25 macht vielleicht sogar der limp mit TT Sinn.

      3.) Steals können auf Nl5 ganz gut sein, vorallem da die meisten Gegner eher vermeintliche Steals callen als zu reraisen und dann spielt man HU IP, was auch mit etwas schlechteren Händen nicht so schlecht ist. Hier hätte ich aber auch gern eine feste Range gegen unknown, hier ist mir der SHC zu thight, nur wie loose kann ich werden? Interresannt sind auch suited Connectors usw. Hier tue ich mich recht schwer eine vernünftige Range vorzuschlagen und bitte daher um Vorschläge.

      4.) Hier ist man dann OOP, daher sollte man eher weniger raisen, grundsätzlich ist hier der SHC ganz gut, lediglich AJ und KQ find ich noch diskussionswürdig, im Chart steht raise1, ich raise jedoch bislang auch nach meheren Limpern, 2-3 Sessions aus Unwissenheit, danach mit Absicht:
      Ich muss zwar OOP spielen und bekomme auch oft mehere caller, aber ich finde das ich gegen die Handrange vorn bin, wenn alles folden ist das eh gut, wenn einer callt reicht oft eine Contibet, wenn mehere callen hab ich oft die beste Hand, treffe zwar nur jedes dritte mal, aber wenn ich dann jedesmal den Pott gewinne wenn ich treffe reicht das auch schon, oft callen auch schlechtere A. Die Frage ist halt mit was limpen meine Gegner und mit was callen meine Gegner. An soch keine bessere Hand, ich bin zwar postflop OOP, aber preflop IP. Comments?
      Hierzu werde ich nochmal einen Thread über contibets gegen 2 Gegner aufmachen, aber 2 Threads reichen erstmal.

      5.) Hier ist mir der SHC zu thight, werde mal die genauen Odds ausrechnen, siehe Thread Warscheinlichkeiten, stammt zwar nicht von mir aber werde ich mal nutzen und dort auch weitere Fragen stellen wenn die Beispiele durch sind. Hier kann ja schonmal über die Umsetzung gesprochen werden, also wie viel Odds man zusätzlich braucht, da hinter einem noch ein raise kommen kann, zudem die Verteilung von Odds und implied Odds.

      6.) Hier hab ich bislang eher zu viel compleatet und möchte thighter werden, alleine schon weil ich keine Position hab, ist immerhin auch ein halber BB.
      Hab mir mal den SHC angeschaut, dieser ist dort schon recht loose, compleate mit J8s nach einem Limper, was will man damit postflop, lediglich die Suitnes bringt wirklich was, hier kann man sogar über ein thighteres Spiel als der SHC reden.

      So also ihr könnt auch gern was nur zu einem oder ein paar Punkten sagen wenn ihr nicht alle wollt. Ich überleg fast diesen Thread zu splitten, wäre doch übersichtlicher, mal sehen.
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      Pusch
    • Folcwine
      Folcwine
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 296
      Was ich anders mache als SHC (NL10):

      - Fold QQ/AK wenn ich geraist werde, es sicht nicht um ein Blind Battle handelt und ich keine speziellen Reads auf den Gegner habe (hier habe ich erklärt warum).
      - Fold AQ auf dem BU/CO gegen einen Raise aus UTG (aus ähnlichen Gründen).
      - Raise AJ/KQ von den Blinds auch gegen mehrere Limper, wie Du auch geschrieben hast: Entweder nehme ich gleich einen schönen kleinen Pott mit, gegen einen Gegner Contibet, gegen zwei Gegner sehe ich mich, falls ich treffe, gegen die Handrange eines Limp/Callers meist vorne.
      - Falls ich merke, dass die Gegner mich als tight einschätzen oder ich eine weile keine Hand kriege raise ich PP's aus allen Positionen etwas aggressiver (z.B. TT aus Early, 88 aus Middle, 22 aus Late).
      - Setmining gegen Raises betreibe ich eher nach dem Moto Call 20 als Call 15. Man wird einfach zu selten ausbezahlt.
      - SCs spiele ich allerdings im Gegensatz zu Dir so tight wie es im SHC steht. Man trifft nur ca. jedes vierte Mal OESD/FD und selbst wenn kriegt man am Flop meistens nicht die Odds für einen Call.
      - Spieler, die häufig preflop raisen und solche, die eindeutig nach SHC spielen reraise ich häufig mit mittleren PPs oder AQ.
      - Vorsicht bei Minraisern, ich behandle die nicht unbedingt wie Limper (wie es im SHC steht). Irgendwas hat den Gegner dazu bewogn, den Mauszeiger auf den Raise-Button zu bewegen und das ist bei einem Raise auf 2BB sicher nicht die Absicht, Gegner zu vertreiben.



      Generell, da NL10/25 FR recht tight ist: Mehr Aggressivität zeigen, dafür gegnerische Aggressivität sehr ernst nehmen.
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      - Fold QQ/AK wenn ich geraist werde, es sicht nicht um ein Blind Battle handelt und ich keine speziellen Reads auf den Gegner habe

      Wird ja grad im anderen Thread diskutiert, lassen wir hier mal.

      (hier habe ich erklärt warum).
      - Fold AQ auf dem BU/CO gegen einen Raise aus UTG (aus ähnlichen Gründen).

      AQ folde ich fast immer auf ein raise, außer einer raist sehr viel, ich finde die Raising Range der Gegner ist auf den Micros nicht so groß, sie callen viel aber raisen wenig.

      - Raise AJ/KQ von den Blinds auch gegen mehrere Limper, wie Du auch geschrieben hast: Entweder nehme ich gleich einen schönen kleinen Pott mit, gegen einen Gegner Contibet, gegen zwei Gegner sehe ich mich, falls ich treffe, gegen die Handrange eines Limp/Callers meist vorne.

      Ok du bist glaube ich der erste der wie ich dieser Meinug ist und dies mit der Überzeugung so spielt und nicht einfach so vom SHC abweichen möchte.

      - Falls ich merke, dass die Gegner mich als tight einschätzen oder ich eine weile keine Hand kriege raise ich PP's aus allen Positionen etwas aggressiver (z.B. TT aus Early, 88 aus Middle, 22 aus Late).
      - Setmining gegen Raises betreibe ich eher nach dem Moto Call 20 als Call 15. Man wird einfach zu selten ausbezahlt.

      Bei Raises finde ich geht call 15, bei reraises reicht wohl sogar call 12, in unraised Potts braucht man mehr als call 20.

      - SCs spiele ich allerdings im Gegensatz zu Dir so tight wie es im SHC steht. Man trifft nur ca. jedes vierte Mal OESD/FD und selbst wenn kriegt man am Flop meistens nicht die Odds für einen Call.

      Ich will diese Odds mal ausrechnen, siehe Thread Warscheinlichkeit.

      - Spieler, die häufig preflop raisen und solche, die eindeutig nach SHC spielen reraise ich häufig mit mittleren PPs oder AQ.

      Wieso?

      - Vorsicht bei Minraisern, ich behandle die nicht unbedingt wie Limper (wie es im SHC steht). Irgendwas hat den Gegner dazu bewogn, den Mauszeiger auf den Raise-Button zu bewegen und das ist bei einem Raise auf 2BB sicher nicht die Absicht, Gegner zu vertreiben.

      Ja ich hab dazu auch einen Thread eröffnet, waren fast alle der Meinung man sollte raisen, hab den Thread nochmal gepuscht.


      Hoffe das ist übersichlich genug, wollte nicht alles zitieren zu viel Arbeit. ;)
    • Folcwine
      Folcwine
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 296
      Original von itbmotw - Spieler, die häufig preflop raisen und solche, die eindeutig nach SHC spielen reraise ich häufig mit mittleren PPs oder AQ.

      Wieso?
      Weil ich mich gegen ihre Range vorne sehe (ich spreche vor allem von der Situation eines Raises aus Middle/Late, insbesondere Blindsteals), also nicht folden will und ich einen Raise coldcallen (abgesehen von setmining) für schlecht halte. Wenn ich ihn isoliere kann ich ausserdem viel besser einschätzen, wo ich stehe. Ein SHC-Gegner, der in der Hand bleibt, hat QQ+/AK.


      - Vorsicht bei Minraisern, ich behandle die nicht unbedingt wie Limper (wie es im SHC steht). Irgendwas hat den Gegner dazu bewogn, den Mauszeiger auf den Raise-Button zu bewegen und das ist bei einem Raise auf 2BB sicher nicht die Absicht, Gegner zu vertreiben.

      Ja ich hab dazu auch einen Thread eröffnet, waren fast alle der Meinung man sollte raisen, hab den Thread nochmal gepuscht.
      Ja, raisen, nur schon um mit ihm alleine in der Hand zu sein. Aber wenn er callt und am Flop donkt/check-called ist eine Hand wie AJ improved tot.
    • itbmotw
      itbmotw
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 2.426
      Spieler die nach dem SHC spielen möchte ich an sich nicht isolieren, da sie doch eher bessere Spieler sind als die Fische, da sehe ich wenig Value.
      In Blinddefense kann man sicher mehr Hände spielen, aber ich spiele meist OOP, was die Situation erschwert, da ist mir der BB oft zu wenig und ich folde einfach. Mit AQ sollte man da sicher spielen. Allgemein geht der SHC gar nicht drauf ein, von wem kommt das raise, aus werlcher Position, ein utg raise zählt da genauso wie ein CU raise, hier sollte man sicher sich anpassen.

      Zu den Minraisern: Wenn einer donkt kann man oft folden das stimmt, aber wenn einer ckeck/call spielt heißt das auf den Micros gar nichts, da haben einige ein kleines PP welches sie down callen. AJ kann man siocher raisen, aber Hände wie QJ welche man als Limper raisen würde vom BU, solche Hände würde ich doch eher folden, da ist der Value einfach so schon minimal, wenn ich dann mir bei einem minraiser nicht sicher sein kann, ob er nicht doch ein Moster hat, da denke ich das dann gar kein Value mehr da ist.