Betrunken Autounfall, bezahlt versicherung?

    • baum0r
      baum0r
      Global
      Dabei seit: 18.01.2007 Beiträge: 1.364
      Hey,

      mein bester freund hatte heute nacht einen schweren verkehrsunfall. Er ist vor der polizei geflüchtet, da er betrunken + MDMA genommen hatte. Bei dem unfall hat er mehrere Autos beschädigt, ein Bus und sein eigener Wagen ist auch komplett im arsch.

      Er ist momentan noch sehr verwirrt, aber will unbedingt wissen ob die versicherung bezahlt (ich weiß selber mit hoher wahrscheinlichkeit, dass sie nicht zahlt, aber vll. hat ja irgendjemand den passenden paragraphen oder gerichtsurteil dafür).

      Mitfahrerin schwebte in lebensgefahr, geht dem umständen entsprechend besser. Andere Mitfahrer hat ein gebrochenen arm.

      Was konkret wird dem Fahrer erwarten?


      (ich will mein freund momentan einfach unterstützen, ich weiß, dass es momentan eigentlich wichtigere fragen gibt).

      Hoffe auf eure Hilfe.
  • 123 Antworten
    • 3nJ0yIT
      3nJ0yIT
      Bronze
      Dabei seit: 06.07.2011 Beiträge: 9.118
      Ziemlich heftig finde ich. Hat er sich denn schon der Polizei gestellt?

      Und Versicherung wird unter diesen Umständen sehr wahrscheinlich keinen Cent zahlen. Ich glaube dein Kumpel hat sich mit dieser Aktion sein Leben versaut. Klingt ziemlich drastisch von mir, aber alleine die Kosten zur Pflege der Verletzten und Reparatur der Sachschäden dürfte einige zehntausend Euro betragen. Wenn eine Person schon in Lebensgefahr war, dann dürften die Folgekosten auch nicht ohne sein.

      Ich sags mal kurz und knapp: Dein Kumpel ist ein kompletter Vollidiot und Arschlxxx, so eine Sache abzuziehen. Zum Glück ist (noch) keiner ums Leben gekommen.
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      Original von 3nJ0yIT
      Ich glaube dein Kumpel hat sich mit dieser Aktion sein Leben versaut.
      this

      zu dem ganzen komt auch noch die fahrerflucht dazu, hier in einem besonders schweren fall.

      zitat eines anwalts:
      Die Fahrerflucht zieht nicht nur harte Konsequenzen im Bereich des Strafrechts und der Ordnungswidrigkeiten nach sich, sondern wirkt sich auch auf die Versicherungsleistungen der Kasko und Haftpflicht aus. Dem Fahrerflüchtigen droht eine Freiheits- oder Geldstrafe und gegebenenfalls ein Fahrverbot, unter bestimmten Umständen muss er sogar mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen
    • Picasso25
      Picasso25
      Bronze
      Dabei seit: 25.09.2006 Beiträge: 5.766
      wie halt einfach alle dumm sind.
      Besoffen unetr MDMA Auto fahren und genauso die Mitfahrer die bei einem Besoffenen mitfahren. Kann da kein Mitleid empfinden, hoffe er kriegts so richtig derbe an Strafe reingedrückt!
    • Kick4Ass
      Kick4Ass
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 04.05.2007 Beiträge: 17.100
      Die Versicherung wird die Fremdschäden schon zahlen, dafür hat man die nämlich.

      Aber

      Er kann davon ausgehen das nach der Aktion die Versicherung sich Ihr Geld bei Ihm wiederholen will.

      Zur Sache selber braucht man denke ich mal nicht viel zu sagen.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 23.716
      http://auto.t-online.de/kfz-versicherung-kein-versicherungsschutz-bei-unfall-mit-viel-promille-im-blut/id_58354974/index

      Cliffs:
      - Versicherung wird zunächst zahlen (damit die Opfer schnell an ihr Geld kommen)
      - Versicherung wird den Unfallverursacher in Regress nehmen (d.h. sie holen sie die Kohle bei ihm wieder)

      -> dein Freund ist im Arsch, denn das werden wohl deutlich über 100k€ sein, die er lebenslang abbezahlen darf - zu Recht!
    • DerExec
      DerExec
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 12.572
      Sicke Story.

      Privatinsolvenz incoming imo. Tut mir leid für seine Beifahrerin*, die leider (vermutlich) nie einen Cent Schmerzensgeld sehen wird. Hoffentlich wird sie wenigstens wieder komplett gesund, klingt aber nicht so.

      Versicherung wird nichts zahlen. Er kann versuchen zu sagen, dass jemand anderes gefahren ist, aber das ist vermutlich schon zu spät. Und wer würde das auch auf sich nehmen? Alk an sich wäre kein Problem, das könnte er aussitzen oder sagen, er hat sich nachträglich sofort betrunken, aber MDMA sollte man länger nachweisen können.


      Wenn du kannst, hau ihm noch auf's Maul, er hat's verdient.

      *edit: Sie wusste aber bestimmt von seinem Zustand, also auch "selber schuld", wie schon oben geschrieben.
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      hoffentlich gefängnis+privatinsolvenz werdens wohl werden
    • 3nJ0yIT
      3nJ0yIT
      Bronze
      Dabei seit: 06.07.2011 Beiträge: 9.118
      Original von Kick4Ass
      Die Versicherung wird die Fremdschäden schon zahlen, dafür hat man die nämlich.

      Aber

      Er kann davon ausgehen das nach der Aktion die Versicherung sich Ihr Geld bei Ihm wiederholen will.

      Zur Sache selber braucht man denke ich mal nicht viel zu sagen.
      Das ist Blödsinn weil:

      "Im Versicherungsrecht spielt alkoholische Beeinflussung eine bedeutende Rolle, denn durch die sog. Trunkenheitsklausel in den Allgemeinen Kfz-Versicherungs-Bedingungen (AKB) wird jedem Fahrzeugführer als Obliegenheit aufgegeben, ein Kfz nur in nüchternem Zustand zu führen.
      Ist eine Verletzung dieser Obliegenheitspflicht unfallkausal, dann wird sogar der Kfz-Haftpflichtversicherer leistungsfrei und kann beim Fzg-Führer innerhalb der Regresshöchstgrenzen die Erstattung seiner Schadensaufwendungen verlangen, sofern zwischen der alkoholischen Beeinflussung und dem Versicherungsfall ein Verursachungszusammenhang besteht."

      Es gibt hierbei zwar eine Regressbegrenzung, aber wie hoch diese ist kann man wohl hier entnehmen: http://www.verkehrslexikon.de/Module/RegressBegrenzung.php

      Die Folgeschäden alleine für die ärztliche Weiterbehandlung, Verdienstausfall, eventuelle Erwerbsminderung etc. pp. dürften wie bereits geschrieben in beachtlicher Höhe liegen.
    • Lifeisabug
      Lifeisabug
      Bronze
      Dabei seit: 30.12.2007 Beiträge: 1.629
      Original von 3nJ0yIT
      Original von Kick4Ass
      Die Versicherung wird die Fremdschäden schon zahlen, dafür hat man die nämlich.

      Aber

      Er kann davon ausgehen das nach der Aktion die Versicherung sich Ihr Geld bei Ihm wiederholen will.

      Zur Sache selber braucht man denke ich mal nicht viel zu sagen.
      Das ist Blödsinn weil:

      "Im Versicherungsrecht spielt alkoholische Beeinflussung eine bedeutende Rolle, denn durch die sog. Trunkenheitsklausel in den Allgemeinen Kfz-Versicherungs-Bedingungen (AKB) wird jedem Fahrzeugführer als Obliegenheit aufgegeben, ein Kfz nur in nüchternem Zustand zu führen.
      Ist eine Verletzung dieser Obliegenheitspflicht unfallkausal, dann wird sogar der Kfz-Haftpflichtversicherer leistungsfrei und kann beim Fzg-Führer innerhalb der Regresshöchstgrenzen die Erstattung seiner Schadensaufwendungen verlangen, sofern zwischen der alkoholischen Beeinflussung und dem Versicherungsfall ein Verursachungszusammenhang besteht."

      Es gibt hierbei zwar eine Regressbegrenzung, aber wie hoch diese ist kann man wohl hier entnehmen: http://www.verkehrslexikon.de/Module/RegressBegrenzung.php

      Die Folgeschäden alleine für die ärztliche Weiterbehandlung, Verdienstausfall, eventuelle Erwerbsminderung etc. pp. dürften wie bereits geschrieben in beachtlicher Höhe liegen.
      Wollte ich auch gerade posten :)

      Liegt wohl insgesamt bei maximal 10k für den Vollidioten. Keine Ahnung ob da noch individueller Spielraum nach oben ist. Dieser wäre hier definitiv angebracht.
    • Aceripper
      Aceripper
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2010 Beiträge: 4.031
      Hallo,

      die Regressforderungen durch den Versicherer sind in aller Regel auch bei Schäden durch Alkohol auf 5.000€ begrenzt.

      Wie es strafrechtlich noch Konsequenzen für ihn haben kann, übersteigt mein Wissen.

      Quelle

      Thread sollte IMO ins AuM Forum verschoben werden.

      Viele Grüße,
      Aceripper
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.455
      soweit ich weiß kann es auch passieren das die kumpels die mitgefahren sind ebenfalls ihren führerschein verlieren, weil man nicht bei jemand der "offensichtlich" unter alkohol oder drogen fährt mitfahren darf

      ansonsten kosten per regressanspruch abzuzahlen, wusste garnicht das es da scheinbar nen "cap" gibt.

      zur aktion brauchtm an nicht viel sagen, außer gute besserung das es keine nachhaltigen verletzungen nach sich zieht und der wirtschaftliche schaden nicht zu groß ist
    • likandoo
      likandoo
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2008 Beiträge: 4.406
      http://www.bild.de/news/inland/verfolgungsjagd/sportwagen-rast-in-bus-schwerverletzte-26799362.bild.html ??

      Naja auf jeden Fall hoffe ich das alle gesund werden und er ordentlich für bezahlen muss!
    • benor
      benor
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2009 Beiträge: 1.097
      ich fahr auch immer auf mdma paar leute durch die Gegend :facepalm:
    • Kick4Ass
      Kick4Ass
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 04.05.2007 Beiträge: 17.100
      Seit wann ist das so ??

      Da stellt sich dann ja wirklich die Frage ob das so Rechtens ist.

      Da werden Leute zum Krüppel gefahren, und die Versicherungen sind fein raus ??

      Hab gerade gesehen, da gibt es ja anscheint unterschiedliche Meinungen zu.

      Meinung 1)

      http://auto.t-online.de/kfz-versicherung-kein-versicherungsschutz-bei-unfall-mit-viel-promille-im-blut/id_58354974/index

      Meinung 2)

      http://www.verkehrslexikon.de/Module/RegressBegrenzung.php

      Was stimmt den nun ??
    • DerExec
      DerExec
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 12.572
      Original von likandoo
      http://www.bild.de/news/inland/verfolgungsjagd/sportwagen-rast-in-bus-schwerverletzte-26799362.bild.html ??

      Naja auf jeden Fall hoffe ich das alle gesund werden und er ordentlich für bezahlen muss!
      Nice sherlock, aber kann nicht sein
      Nach Angaben der Polizei gibt es keine Hinweise darauf, dass der Fahrer alkoholisiert war.
      ;)
    • Misha089
      Misha089
      Bronze
      Dabei seit: 22.10.2010 Beiträge: 2.242
      Original von Kick4Ass
      Seit wann ist das so ??

      Da stellt sich dann ja wirklich die Frage ob das so Rechtens ist.

      Da werden Leute zum Krüppel gefahren, und die Versicherungen sind fein raus ??
      Bitte was?
    • 3nJ0yIT
      3nJ0yIT
      Bronze
      Dabei seit: 06.07.2011 Beiträge: 9.118
      Original von Aceripper
      Hallo,

      die Regressforderungen durch den Versicherer sind in aller Regel auch bei Schäden durch Alkohol auf 5.000€ begrenzt.

      Wie es strafrechtlich noch Konsequenzen für ihn haben kann, übersteigt mein Wissen.

      Quelle

      Thread sollte IMO ins AuM Forum verschoben werden.

      Viele Grüße,
      Aceripper
      Alkohol plus fahrerflucht ergeben schon 7500 Euro Regress. Und ich hoffe da kommt noch einiges oben drauf plus lebenslanger Führerscheinentzug.
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      Original von DerExec
      Original von likandoo
      http://www.bild.de/news/inland/verfolgungsjagd/sportwagen-rast-in-bus-schwerverletzte-26799362.bild.html ??

      Naja auf jeden Fall hoffe ich das alle gesund werden und er ordentlich für bezahlen muss!
      Nice sherlock, aber kann nicht sein
      Nach Angaben der Polizei gibt es keine Hinweise darauf, dass der Fahrer alkoholisiert war.
      ;)
      vielleicht der?

      http://www.leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5846&showNews=1234622
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 23.716
      lol 5k€ Regressobergrenze ?( - das ist ja ein schlechter Scherz. :O

      Die Kosten liegen fast immer bei >100k bei so einem Unfall, im Extremfall in Millionenhöhe , von den Menschen und ihrem Leid ganz zu schweigen.
      Jemand der betrunken/unter Drogeneinfluß fährt und deshalb den Unfall verursacht hat genau gar keinen Anspruch auf Versicherungsschutz, sondern sollte schön alles selber bezahlen bis auf den letzten Cent und zusätzlich noch einige Zeit in den Knast wandern bei besonders schweren Unfällen imho.

      Unfassbar welche Vollhonks da diese lachhafte Obergrenze eingeführt haben, waren sicher alles Politiker, die selber ständig betrunken hinterm Steuer sitzen und sich von der ALkohollobby haben schmieren lassen... :rolleyes: