Hedonism

    • Hedonism
      Hedonism
      Bronze
      Dabei seit: 17.05.2007 Beiträge: 44
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Hauptsächlich weil es mir Spaß macht. Poker ist ein Kartenspiel, dessen Spielregeln man innerhalb weniger Minuten

      erlernen kann. Dennoch ist es ein sehr komplexes Spiel, bei dem man ein ganzes Leben immer dazu lernen kann. Es wird

      also nicht langweilig. Insbesondere weil es häufig nicht nur "einen" richtigen Weg gibt.

      Auch bietet Poker sehr viel Emotionen. Eine Karte kann das gesamte Spielgeschehen umdrehen. Das Erleben der

      Emotionen, positive wie negative, und der Umgang mit diesen macht einen weiteren Reiz von Poker aus.

      Und in diesem Zusammenhang ist natürlich auch das Spielen um Geld zu nennen. Nicht das ich glaube, dass ich mit

      Pokern mal Geld verdienen kann, macht es doch den wesentlichen Reiz des Pokerns aus. Pokern ohne Geldeinsätze ist kein Poker.



      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Manchmal verlier ich den Überblick über die Gemeinschaftskarten und bin dann überrascht, welche Hände meine Gegner haben.

      Zudem gehe ich wohl zu häufig in den Showdown, investieren nach dem Flop zuviel Geld in Hände, die zu schlecht sind.



      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Grundsätzlich sind dabei drei Dinge zu berücksichtigen. Tight - Man spielt nur wenige "gute" Karten preflop, also Karten mit hoher Wertigkeit. Bei der Auswahl hilft hier das Starting Hand Chart. Hintergrund ist hier, dass bei
      manchen Karten sofort zu sehen ist, dass sie schlecht sind z.B. 72. Andere Karten hingegen sehen zwar gut aus, sind es aber nicht z.B. KJ (natürlich auch immer abhängig von meiner Position am Tisch etc.). Hier kann man viel Geld verbrennen, wenn man sie trotzdem spielt.

      Die "guten" Hände spielt man dann aggressiv. Dass bedeutet maximalen Druck auf die Gegner durch betten und raisen aufzubauen. Hintergrund ist hier, dass man Geld durch die Fehler seiner Gegner gewinnt und Geld durch seine eigenen Fehler verliert. Und wann machen Menschen Fehler, wenn sie unter Druck geraten. Das heisst also, ich sollte meine Gegner unter Druck setzen und mich nicht unter Drucks setzen lassen. Auch hier hilft preflop wieder das Starting Hand Chart.

      Und zu guter letzt spielt man "in Position". Wenn ich nach meinem Mitspieler dran bin, habe ich Position auf ihn. Hintergrund ist hier, dass ich, je später ich in der Runde dran bin, um so mehr Informationen bekomme ich über meine
      Gegner und deren Hände. Und dies ist beim Pokern natürlich ein Vorteil. Dies spielt natürlich auch bei meiner Auswahl der Karten, mit denen ich spiele, eine Rolle. je später ich dran komme, umso eher ist es für mich möglich, gewinnbringend auch "nicht so gute" Karten zu spielen. Auch hier hilft preflop das Chart.

      Postflop geht es nun darum, was ich erreichen möchte und dies ist von meiner Hand abhängig. Auch hier spielen die Eingangs genannten drei Punkte eine Rolle. Wenn ich davon ausgehe, dass ich die beste Hand habe, bette und raise ich for Value. Ich möchte Geld in den Pot bekommen, um für meine gute Hand ausgezahlt zu werden.
      Bei nicht so guten gemachten Händen bette ich auch, aber aus einem anderen Grund. Ich könnte noch von meinen Gegener "überholt" werden, wenn weitere Karten ausgeteilt werden. Ich möchte meine Hand schützen und die nächste Karte teuer machen. Ich protecte. Bei nicht so guten Karten, ist es auch sinnvoll, den Pot nicht so groß werden zu lassen. Ich betreibe dann Potcontrol und setze nicht.

      Bei Monstern kann es auch mal Sinn machen, Slowplay zu betreiben. Dies könnte dann Sinn machen, wenn ich befürchte, dass meinen Gegner bei einer Erhöhung aussteigen könnte und ich kein Geld in den Pot bekomme. Die Hoffnung, die hinter dem Slowplay steckt, ist, dass bei den nächsten Karten, die ausgeteilt werden, meine Gegener vielleicht etwas treffen und ich Action bekomme. Wichtig ist, dass ich mir sicher bin, nicht noch überholt zu werden.

      Auch kann es postflop Sinn machen zu betten, obwohl man nichts hat. Dann wenn man preflop Druck gemacht hat und der Flop gut ist für eine Continuation Bet (nur wenige bis keine Draws möglich, Flop legt nahe, dass ich etwas getroffen habe).

      Die tight-aggressive Spielweise ist auf den unteren Limits deswegen gewinnbringend, da sie die Fehler der meisten meiner Gegner ausnutzt. Sie spielen zu viele Hände, zu passiv und investieren zu viel in schlechte Hände.
  • 1 Antwort
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, willkommen in unserem Kurs.

      Da hast du dir aber Mühe gegeben bei der Frage 3 ;) . Und das sieht auch alles ganz gut aus.

      Bei der Beseitigung deiner Schwächen bist du mit dem Kurs sicher auf einem guten Weg. Wenn du jetzt noch unsere Handbewertungsforen regelmäßig nutzt, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

      Von daher wünsche ich dir auch direkt viel Spaß mit Lekion 2.